Zukünftige Ereignisse

Im folgenden Beispiel entwickelt sich aus einem anfänglichen Traumgeschehen ein Entführungsszenario, das von Marie als sehr intensiv erfahren wird. Die Vermischung von Trauminhalten mit realen Elementen scheint ein beliebtes Ablenkungs- oder Einlullungsmittel darzustellen, wenn sich die betroffene Person während des Entführungsvorganges ohnehin schon schlafend im Bett oder in einem halbbewussten Zustand befindet. Möglicherweise werden einige dieser Elemente auch durch das Traum- oder Unterbewusstsein selbst erzeugt, das sich mit einer derartigen Erfahrung konfrontiert sieht. Dadurch wird es jedoch zunehmend schwierig, ihren Realitätsgehalt wahrheitsgerecht beurteilen zu können.

“Ich stand nachts draußen, zusammen mit einem Mann. Der Himmel war sehr dunkel und die Sterne waren unglaublich hell und lebendig. Ich sah, dass der Mond am Himmel stand und ich sah etwas, das wie ein rotes Licht aussah, das sich zwischen den Mond und uns bewegte. Es war sehr, sehr groß und man konnte Einzelheiten darauf ausmachen. Der Mann wollte gerade weggehen und ich wollte zurück nach drinnen gehen, als ich bemerkte, dass etwas über unseren Köpfen geschah. Ich rief ihm zu, dass er zurückkommen sollte, und wir beobachteten wie gebannt den Himmel. Wir sahen sie über den Himmel fliegen und ich wusste, dass sie wieder kommen würden. Ihre Formation war etwas wirklich Unglaubliches. Da war ein Mutterschiff mit einer Anzahl kleinerer Schiffe, die ihm in Formation fliegend nachfolgten. Ich erinnere mich, dass meine Knie unter mir nachgaben und ich fand mich starr vor Schreck auf dem Boden sitzend wieder. Sie kamen wieder, um mich zu holen. Ich ging in ein Haus und da waren Leute versammelt, die sehr benommen schienen. Ich dachte daran, mich zu verstecken, doch stattdessen entschloss ich mich, so klar wie möglich zu bleiben und mich an so viele Einzelheiten zu erinnern, wie es mir möglich wäre. Ich würde dieses Mal nicht in Trance verfallen.”

Der “Traum” fährt damit fort, dass drei unterschiedliche Alien-Wesen erscheinen und Marie sich an Bord eines Schiffes inmitten einer Untersuchungssituation wiederfindet. Dabei muss sie an einem Tisch sitzen und sich bestimmte Symbolmuster einprägen. Marie mißfällt die gesamte Situation und sie versucht sich dagegen zur Wehr zu setzen. Dabei kommt es zu einem recht alien-typischen Dialog:

“Ich sage demjenigen auf der anderen Seite des Tisches, dass sie nicht Gott wären. Sie mögen das vielleicht von sich denken, aber sie sind es nicht. Er sagt mir, dass mein Konzept von Gott nicht zutreffend wäre, dass ich meinen Geist erweitern solle und Gott nicht ständig einseitig gerichtet wäre. Er sagt, dass wir die Brennpunkte wären und dass Gott sich bis in die Unendlichkeit erstreckt und sich erweitert, wenn wir uns erweitern, dass ich mein Denken nicht begrenzen sollte.”

Unter Hypnose wird diese Episode untersucht und von dem vermeintlichen Traum ist nun plötzlich gar keine Rede mehr. Stattdessen beginnt das eigentliche Erlebnis so:

“A: Ich habe das Gefühl, als ob jemand außerhalb des Fensters ist, an der Seite des Hauses.

Q: Bist du im ersten Stock dieses Hauses?

A: Ja.

Q: Hast du das Gefühl, als ob du das wirklich sehen könntest, oder fühlst du nur, dass sich jemand außerhalb des Fenster befindet?

A: Ich fühle, dass jemand außerhalb des Fenster ist.

Q: Verspürst du irgendwelche besonderen Gefühle dabei?

A: Es ist so wie das, was in Santa Fe geschehen ist. Ich habe sie außerhalb des Schlafzimmerfensters gespürt, wo ich schlief.”

Es gibt einen Sprung und Marie landet tatsächlich in der vorher beschriebenen Untersuchungssituation. Ihr gegenüber befindet sich ein insektoides Wesen, das Maries bewussteren Geisteszustand bemerkt hat:

“Q: Was ist es an ihm, das dich sicher sein lässt, dass er irritiert ist? Zeigt er es durch Gesichtsausdrücke?

A: Nein, ich kann es einfach fühlen, weil er etwas in meinem Kopf zu machen versucht und ich setze mich gegen ihn zur Wehr, kämpfe ziemlich viel gegen ihn an. Ich habe keine Angst wie ich sie früher hatte, daher bin ich für sie störend. Ich dachte immer, dass dies nicht mehr geschehen würde, wenn ich älter werden würde.

Q: Was ist an deinem Alter, das deiner Meinung nach bedeuten würde, dass dies jetzt nicht passieren würde?

A: Einfach, weil ich mich jetzt in den Wechseljahren befinde.

Q: Bist du überrascht darüber, dass es keinen Unterschied für sie zu machen scheint, wenn du dich in den Wechseljahren befindest? Hat deine Fortpflanzungsfähigkeit irgendetwas mit deinen Gefühlen darüber zu tun?

A: Ich denke, dass es sich in Phasen vollzieht. Sie behandeln dich zehn Jahre lang so und die nächsten zehn Jahre wird man auf eine andere Art und Weise untersucht. Alle zehn Jahre ist irgendetwas anderes.

[…]

Q: Ok. Hast du das Gefühl, als ob du dir mehr darüber bewusst bist, was du tust, als die anderen an dem Tisch?

A: Oh, ja.

Q: Befinden sie sich in einer Trance oder etwas in der Art?

A: Oh, ja.

Q: Und sie wissen, dass du dich mehr bei Bewusstsein befindest?

A: Wir haben darüber gesprochen. Sie denken, dass irgendwelche Arten von Emotionen uns stärker wach halten, und es gefällt ihnen, das passieren zu sehen, weil sie denken, dass es unsere Wahrnehmung beeinflusst. Sie möchten wissen, welche Emotionen zur Wahrnehmung beitragen, weil sie selbst nicht so sind.”

Marie verwendet dafür eine schöne Analogie:

“A: […] Ich denke, dass sie sich mit den physischen Aspekten identifizieren, und wie der Organismus funktioniert, aber sie können sich nicht in den Arten erkennen, in welchen die Dimension der Emotion einen Organismus beeinflussen. Sie verstehen nicht, wie Wahrnehmungen von den Emotionen gefärbt werden, und wie sie die Physiologie beeinflussen. Sie können nicht erfassen, wie und warum Dinge uns emotional so sehr aufwühlen, dass es unseren Herzschlag emporschnellen lässt. […] Wir existieren in einem beinahe multi-dimensionalen Zustand, und sie können nur eine unserer Dimensionen erfassen. Natürlich sind sie in einem anderen dimensionalen Zustand, in dem wir nicht alle ihrer Dimensionen erfassen können. Es ist so, als ob es einen Teil von uns gibt, der sich in der manifestierten Form ähnelt, in der wir uns begegnen können, aber jeder von uns existiert teilweise in einem anderen Reich, in dem wir uns nicht begegnen können.“

In der Sitzung geht es auch um die Beschreibung der Symbolmuster und ihrer möglichen Bedeutung für die Alien-Wesen. Marie erklärt, dass sie durch weitere Elemente Informationsträger in unterschiedlichen Dimensionen darstellen. Die vollständige Bedeutung ist dabei auf dem ersten Blick nicht begreifbar, sondern sozusagen in verschiedenen Schichten codiert, die jeweils unterschiedliche Teile des Bewusstseins ansprechen. Marie erwähnt dabei zum Beispiel Farb- oder Geräuschmuster.

„Q: Hast du das Gefühl, dass diese Informationsblätter einen Sinn ergeben?

A: Nein. Ich denke, dass man sich daran erinnert, wenn man es betrachtet, selbst wenn man es nicht erkennt. Ich denke, dass die Informationen im Gehirn gespeichert werden, und wenn man dann etwas zu einem späteren Zeitpunkt sieht, wird man es wissen. Ich kämpfe nicht dagegen an. Ich wirke mit ihnen zusammen, weil auch ich es gebrauchen werde.

Q: Ich nehme an, es besteht eine Möglichkeit, dass sie vielleicht wollen, dass du etwas in der Zukunft tun sollst. Welches Gefühl hast du darüber?

A: Ich stand in einem Raum, der dunkel war, und da war dieses Bild an der Wand.

Q: Auf ihrem Territorium, würdest du sagen?

A: Oh, ja. Es war sehr dunkel in dem Raum und sie zeigten schlimme Dinge auf der Wand, von denen sie wollten, dass ich mir sie ansah. Dinge flogen in die Luft und so. Irgendetwas wird die Erde treffen.

Q: Ist das die Art von Dingen, die sie dir zeigten, dass etwas die Erde treffen wird?

A: Es wird hierher kommen. Möglicherweise wird etwas einschlagen.

Q: Aber es ist schwer, dem zuzuschauen?

A: Ja, so wie man einem Kriegsgeschehen zusieht, aber es ist kein Krieg. Es sind nur Dinge die auseinanderfallen und zusammenstürzen, mit viel Rauch in die Luft fliegen, wenn uns etwas treffen wird, das von irgendwoanders her gekommen ist.

Q: Ist es wirklich so ein furchterregender Anblick?

A: Nicht wirklich. Ich habe es so satt, vor allem im Leben Angst zu haben. Ich weiß, dass alles gut gehen wird. Ich vertraue in die Ordnung der Dinge und in Gott, dass alles nur Teil eines Prozesses ist und ich sowieso nur für eine Weile hier sein werde.”

Marie erwähnt, dass sie sich gedanklich auf etwas vorbereitet und in ihrem Alltag für einen Fall des Falles immer wieder für subtile Maßnahmen sorgt.

“A: Sie wollen, dass ich auf eine Art und Weise vorbereitet bin, die ihnen dient. Sie wollen nicht notwendigerweise, dass ich auf eine Weise vorbereitet bin, die mir selber dient. Sie sind nicht um mich besorgt. Es geht nicht um mich. Es geht um den Planeten.”

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