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Forschungsarbeit: Soziale Umwelt und Verarbeitung der Erlebnisse

 

 

Wie gehen Entführte mit ihren Erfahrungen um? Wie reagiert die Umwelt darauf, und welche Schwierigkeiten ergeben sich daraus? Diese Fragen versucht zur Zeit eine Forschungsarbeit zu klären, die von André Kramer (alias akramer) durchgeführt wird. Für viele Betroffene stellen gerade die herrschenden Vorurteile und der mangelnde Rückhalt durch ihr persönliches Umfeld große Probleme dar, die für sie nicht selten langwierige Folgen nach sich ziehen kann.
Ihr habt daher die Möglichkeit, durch eure Mithilfe einen Beitrag zum Verständnis des Entführungsphänomens in der Öffentlichkeit zu leisten. Mit André nimmt sich außerdem ein im grenzwissenschaftlichen Bereich erfahrener Autor der Thematik an, der uns in der Vergangenheit durch seine Offenheit und seine ausgewogenen Beiträge auf positive Weise aufgefallen ist. Wir möchten sein Vorhaben daher gerne unterstützen. Die Befragung wird anonym durchgeführt, damit ihr euch in dieser Hinsicht keine Sorgen machen müsst.
Im Gespräch mit uns stellt André sein Projekt noch weiter vor und erklärt, welchen Nutzen wir als Betroffene daraus ziehen könnten. Außerdem gibt es in unserem Forum einen speziellen Thread hierfür: http://www.abduction.de/abducteeforum/index.php?topic=3478.0
Wir würden uns auf eure Unterstützung sehr freuen!


Abduction.de: Kannst du dich und dein Projekt ein wenig vorstellen?

A. Kramer: Na klar. Ich bin ja nun schon seit vielen Jahren in der grenzwissenschaftlichen Szene aktiv und befasse mich da vornehmlich mit dem Thema der Prä-Astronautik.
Ich studiere in Kiel "Soziale Arbeit", bin also angehender Sozialpädagoge und im Zuge meiner im nächsten Semester anstehenden Bachelor-Thesis möchte ich mich gerne dem Thema der Entführungen annehmen. Dabei geht es mir natürlich nicht darum, die reale Existenz von konkreten Entführungen durch Außerirdische zu be- oder widerlegen, sondern mich interessiert, wie Betroffene damit psychisch umgehen.
Verschiedene wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass diese Entführungserlebnisse auf jeden Fall eine subjektive Realität darstellen.
Meine Arbeit soll sich also mit diesen psychischen Schwierigkeiten auseinander setzen und versuchen heraus zu finden, welche konkreten Probleme mit diesen Erfahrungen eigentlich einher gehen.
 
 
Abduction.de: Wie bist du gerade auf dieses Thema für deine Arbeit gekommen, und denkst du, dass die Ergebnisse den Entführten weiterhelfen könnten?

A. Kramer: Na ja, auf die Idee bin ich dadurch gekommen, dass ich mich für das Thema der Ufoentführungen sehr interessiere, dabei ist mir aufgefallen, dass sowohl die grenzwissenschaftliche Lektüre dazu, wie auch die wissenschaftliche, häufig die von mir vermuteten sozialen Probleme die mit diesen Erfahrungen einher gehen, außer acht lassen und sich häufig hauptsächlich mit den geschilderten Erlebnissen selbst befassen.
Nun nehme ich an, dass Betroffene der Entführungsproblematik ebenfalls in Folge ihrer Erlebnisse mit allerlei Problemen zu kämpfen haben könnten, zum Beispiel was den Umgang der sozialen Umwelt mit diesen Erlebnissen angeht.
Das weite Arbeitsfeld von Sozialpädagogen, Psychologen, Psychotherapeuten und so weiter arbeitet natürlich vielfach mit Menschen, die psychosozialen Belastungen ausgesetzt sind.
Leider dürfte es Betroffenen schwer fallen, sich Hilfesuchend an eben die eigentlich dafür zuständigen Berufsgruppen zu wenden, einfach wegen des exotischen Charakters und wegen der sicherlich weit verbreiteten Vorurteile zu dieser Thematik. Lediglich das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg hat ein Beratungsangebot speziell für Menschen mit "außergewöhnlichen Erfahrungen".
Ich hoffe einfach, mit dieser Arbeit darüber hinaus ein wenig für dieses Thema Sensibilisieren zu können und dass ich dadurch vielleicht ein kleines bisschen dazu beitragen kann, Vorurteile auch in den Berufsgruppen abzubauen, die für die Probleme von Menschen - egal welchen Hintergrund diese haben - eigentlich ein offenes Ohr haben und die diesen Menschen Unterstützung geben sollten, mit diesen umzugehen.
 
 
Abduction.de: Nun sind solche Dinge wie Alien-Entführungen in der wissenschaftlichen Forschung ja ziemlich umstritten. Hast du Schwierigkeiten durch die Wahl deines Forschungsthemas bekommen?

A. Kramer: Nein, eigentlich gar nicht. Interessanterweise haben sich verschiedene sozialwissenschaftliche Disziplinen, wie die Soziologie und die Psychologie des Themas vor allem in englischsprachigen Veröffentlichungen schon häufiger angenomen.
Wenngleich mein Professor eigentlich andere Schwerpunktthemen hat, war er ohne Probleme bereit, mich dieses Themas anzunehmen.
 
 
Abduction.de: Wie wird die Befragung durchgeführt?

A. Kramer: Einen Großteil der Interviews werde ich wohl über das Internet, also PNs und Emails führen, was natürlich daran liegt, dass viele Betroffene ihre Anonymität wahren wollen. Obwohl ich für persönliche Interviews durchaus offen bin, wenn das Interesse besteht.
Meine Methodik, mit der ich diese Arbeit schreibe nennt sich "qualitative Heuristik". Das ist eine eher wenig bekannte Methodologie, die allerdings sehr viele Freiheiten erlaubt, was zum Beispiel die Datenerhebung anbelangt. So, dass ich die Interviews in Form eines Dialoges führen möchte, mit Fragen, die durchaus zu längeren Antworten anregen sollen, auf die ich dann punktuell zu Einzelaspekten vertiefende Fragen stellen.
Durch ein solches offenes Fragesystem (ohne vorher definierte feste Fragen) hoffe ich einfach, viel individueller auf die einzelne Person und eben ja immer unterschiedlichen Umstände eingehen zu können.
 
 
Abduction.de: Viele Betroffene möchten sich nicht in der Öffentlichkeit outen. Können Sie für deine Arbeit anonym bleiben?

A. Kramer: Selbstverständlich. Die Anonymität wird auf jeden Fall gewährleistet werden, ich werde in den Interviews entweder Pseudonyme verwenden, oder gar abstrakte Nummerierungen. Mit echten persönlichen Daten, die eine Person "identifizieren" könnten werde ich nicht operieren.
 
 
Abduction.de: Können sich auch Personen beteiligen, die sich nicht an ein klassisches Entführungsereignis erinnern können, aber stattdessen vielleicht ein Bedroom-Visitor-Erlebnis hatten?

A. Kramer: Auf jeden Fall, dies ist ja auch ein sehr verbreitetes Subphänomen innerhalb der Entführungsproblematik.
 
 
Abduction.de: Wie kann man mit dir in Kontakt treten?

A. Kramer: Entweder hier im Forum über eine PN oder über meine Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Sollte Interesse bestehen, könnte man auch durchaus schauen, ob man sich nicht für ein persönliches Interview treffen könnte.
 
 
Abduction.de: Wirst du uns über die Ergebnisse auf dem laufenden halten?

A. Kramer: Auf jeden Fall werde ich denjenigen, die sich beteiligen nachher natürlich die Arbeit zur Verfügung stellen :)