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Juni 16, 2019, 01:07:37 Nachmittag

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Autor Thema: Wer wir sind - Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Community  (Gelesen 517 mal)

stalker

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Wer wir sind - Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Community
« am: September 11, 2018, 06:58:42 Nachmittag »

Die Idee / Der Grundstein

Wie kamen wir auf die Idee, eine Website zu schaffen, die sich mit dem Phänomen des Entführungs- bzw. Besucherphänomens beschäftigt?

Stellen Sie sich eine Kette von Ereignissen vor, die immer wieder plötzlich in Ihr Leben treten und dabei gleichzeitig vor Ihnen verborgen bleiben. Sie bemerken erst eines Tages eher wie beiläufig und nur durch Zufall, dass etwas in ihrem Leben existiert, was eigentlich schon immer da gewesen, aber bis zu diesem Zeitpunkt nie so richtig von Ihnen bemerkt worden ist. Das einzig Fassbare, das Sie von diesen Vorgängen besitzen, sind seltsam intensive Erinnerungen an nächtliche Ereignisse in ihrer Wohnung, in denen sie unter großer Angst von kleinen Gestalten aus Ihrem Zimmer geholt werden. Auf der einen Seite zweifeln Sie an diesen Erinnerungen und versuchen sie mittels rationaler Erklärungen aus Ihrem Bewusstsein zu verdrängen (vielleicht waren es nur Träume?) – erst recht, nachdem Sie von den sogenannten „Alien-Entführungen“ gehört haben, die eine Erklärung für all diese Erscheinungen bieten könnten. Gleichzeitig entdecken Sie viele weitere Erinnerungen an ganz ähnliche Ereignisse, die bis weit in ihre Kindheit zurückreichen – und diese Ereignisse hören nicht auf, sich in Ihrem Leben zu manifestieren, denn sie finden immer noch statt. Gequält von Selbstzweifeln versuchen Sie, sich einigen nahestehenden Menschen anzuvertrauen, um in irgendeiner Form Hilfe zu erhalten – doch es scheint niemanden zu interessieren. So bleiben Sie jahrelang mit Ihren Zweifeln, Ihrem Kummer und Ihren Ängsten allein und versuchen mehr schlecht als recht in Ihrem Alltag zu bestehen. Mit der Zeit machen Sie sich mit dem Internet vertraut und hoffen auf diese Weise hilfreiche Informationen und Austauschpartner zu finden, die vielleicht ganz ähnliche Dinge erlebt haben könnten wie Sie. Doch nichts von beidem tritt ein...
– bis Sie eines Tages durch puren Zufall einen weiteren Betroffenen in den Weiten des Internets finden. Nach und nach werden es immer mehr und aus den Gesprächen, die sie untereinander führen, können Sie Hilfe und Kraft für Ihr Leben schöpfen, auch wenn es nicht allzu leicht ist, die Bedeutung hinter Ihren Erlebnissen vollständig zu erfassen.


Klingt dieses Szenario in Ihren Augen verwirrend? Vermutlich weit weniger verwirrend als für einen Menschen, dessen Leben mit dem Phänomen der Alien-Begegnungen in Berührung gekommen ist. Für ihn ist die Aufdeckung dieser Geschehnisse meist ein Auslöser für tiefgreifende persönliche Veränderungen: Ab diesem Punkt ist nichts mehr so, wie es einmal war.

Dies ist nur ein Lebenslauf unter vielen – mit der Ausnahme, dass es sich in diesem Fall um eine stark gekürzte Zusammenfassung meiner eigenen Lebensinhalte (stalker) handelt. Es sind Lebensläufe wie diese, die hinter der Entstehungsgeschichte von abduction.de stehen. Wir begannen als eine kleine Gruppe von Menschen mit dem Bedürfnis, aus unserer Isolation auszubrechen, uns gegenseitig über unsere Erlebnisse und Erfahrungen auszutauschen und Anhaltspunkte für das zu finden, was sich in unserem Leben ereignet. Die Wurzeln von abduction.de liegen also in der gegenseitigen Unterstützung Betroffener begründet und basieren auf all unseren individuellen Erfahrungen und Lebenslinien. Primär wollten wir einen geschützten Ort der Selbsthilfe bereitstellen. Dieses Projekt entstand gleichzeitig als Reaktion auf die mangelnden Informationen, die im deutschsprachigem Raum für Betroffene zu finden waren – denn sie verhinderten die Entstehung von Anlaufstellen und die Möglichkeit, sich selbst einzubringen und zu Wort zu melden Wir wollten aus dem Kreis des Schweigens ausbrechen und anderen Betroffenen auf ihrem persönlichen Weg Unterstützung zukommen lassen – und sei es nur, indem wir sie zu wissen lassen versuchten, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht alleine waren. Doch genauso wie der Lebensweg eines Betroffenen von vielen Hindernissen und Wendungen geprägt sein kann, war die Realisierung dieses Projekts keine geradlinige Aktion und wurde in seiner langsamen Ausführung mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert.


Der Beginn / Die Anfänge

Grundprobleme, mit denen wir uns auseinander zu setzen hatten:


Vor- und Nachteile des Internets

Die Möglichkeiten des Internets als weltweite Informations- und Kommunikationsplattform bieten ideale Voraussetzungen, um räumlich weit entfernte Menschen mit gleichen Interessen zusammenzuführen und ihnen Strukturen für einen gegenseitigen Austausch zur Verfügung zu stellen. Es ersetzt jedoch nicht den persönlichen Kontakt von Angesicht zu Angesicht – eine Hürde, die eventuell schnell aufgehoben werden kann, wenn sich Betroffene aus der eigenen Umgebung zusammenfinden. Mehrere stattgefundene Treffen konnten das bisher beweisen. Da Alien-Begegnungen in unserer Gesellschaft größtenteils tabuisiert werden, können Gespräche mit anderen Erfahrenen von essentieller Wichtigkeit sein und sich im Laufe der Zeit intensivieren. Wie in Wellen und je nachdem, wie sich die persönliche Entwicklung für einen Betroffenen vollzogen hat, kann die Notwendigkeit für einen Austausch genauso wieder abnehmen.

 Die Kontaktaufnahme wird durch eine bestimmte Ursache besonders erleichtert: Die Anonymität des Internets. Sie vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und senkt im Allgemeinen die Hemmschwelle, über persönliche Dinge zu sprechen. Dies kann – an der falschen Adresse – jedoch auch für Spott und Hohn sorgen, da negative Reaktionen im virtuellen Raum meist umso heftiger erfolgen, als es unter persönlichen Umständen der Fall gewesen wäre. Zu Beginn griffen wir auf diverse Chat-Messenger wie ICQ, MSN oder Yahoo! zurück, in denen ganze Konferenzen mit mehreren Chat-Teilnehmern gleichzeitig organisiert werden konnten. Mit dem Aufbau eines eigenen Forums, in dem Informationsbeiträge dauerhaft verfügbar gemacht und diskutiert werden konnten, wurden jedoch umso verstärkter Fragen nach Sicherheit und Anonymität aufgeworfen. Gleichzeitig intensivierten sich einige Kontakte und es wurden echte Freundschaften geschlossen. Genauso intensiv beschäftigte uns die Frage nach Wahrhaftigkeit: Das Internet ist geradezu überschwemmt mit Beiträgen über Alien-Entführungen und UFO-Spekulationen. Vieles davon beruht auf Nicht-Verstehen, Irrtümern oder sektiererischen Interessen. Die Bereitstellung geeigneter Informationen für Betroffene soll durch diese Webseite erreicht werden. Auf diese Weise werden wir versuchen, uns von bereits bestehenden Angeboten abzugrenzen, Desinformation entgegenzuwirken und dem Thema der Alien-Begegnungen den nötigen Respekt zukommen zu lassen, den es verdient hat.


Sicherheit und Privatheit

Entgegen einiger Meinungen suchen Betroffene nicht das Licht der Öffentlichkeit, um mit ihren Geschichten die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Im Allgemeinen ist ein starker Drang nach Sicherheit und Anonymität zu beobachten. Betroffene Personen sind in der Regel vorsichtig und zurückhaltend in der Auswahl ihres Gesprächspartners und in der Schilderung ihrer bisherigen Erlebnisse. Der Zwiespalt zwischen der eigenen Anerkennung oder Ablehnung ihrer Erfahrungen und bisherige negative Reaktionen aus ihrem persönlichen Umfeld führen in der Folge eher zu einer Meidung öffentlicher Diskussionen. Ist ein Betroffener so weit fortgeschritten, seinen Erlebnissen einen festen Platz in seinem Leben zugewiesen zu haben, wird es ihm leichter fallen, sich selbstbewusst darüber zu äußern. Doch auch in dieser Position möchte er sich nicht ständig gegenüber skeptischen Meinungen rechtfertigen müssen. Er möchte einen echten Erfahrungsaustausch mit anderen Erfahrenen und nicht ständig die Echtheit von Alien-Begegnungen gegenüber seiner Außenwelt verteidigen oder beweisen müssen. Wir haben versucht, diese Bedürfnisse teilweise durch geschlossene Bereiche in unserem Forum zu gewährleisten. Andere persönliche Dinge können unter Ausschluss der Öffentlichkeit z.B. in persönlichen Chats besprochen werden. Das Internet birgt jedoch auch seine Schattenseiten – nicht selten herrscht ein Misstrauen gegenüber der so vermeintlich sicheren Anonymität vor. Letztendlich liegt es an jedem selbst, darüber zu urteilen, wie viele Einzelheiten er über seine Identität Preis geben möchte. Jedoch sollte man die Möglichkeiten des Internets nicht generell für sich ablehnen und sich in ein Schneckenhaus zurückziehen.


Wie findet man Betroffene?

Doch eine entscheidende Frage bleibt: Wieso hat sich im Internet bisher so wenig zur Aufklärung des Entführungsphänomens getan? Warum haben sich Betroffene nicht schon längst zusammengeschlossen und auf ihre Situation aufmerksam gemacht? Besteht etwa kein Interesse an einem gegenseitigen Austausch? Oder gibt es schlicht und einfach zu wenige Personen mit Entführungserlebnissen? Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es nicht besonders leicht ist, gezielt nach anderen Betroffenen zu suchen – Aber auch, dass Alien-Begegnungen nicht ganz so selten zu sein scheinen wie es allgemein vermutet wird. Auch der Bedarf nach Informationen und einem gegenseitigen Austausch ist von Seiten Betroffener vorhanden. Die Arbeit des verstorbenen Johannes Fiebag hat dies ganz besonders deutlich vor Augen geführt – durch seine Forschungen am UFO – und Entführungsphänomen kam er mit vielen Betroffenen in Berührung und rief ein Austauschprojekt ins Leben. Durch seinen Tod haben sich diese Bemühungen größtenteils wieder zerstreut. Es scheint also in den mangelnden Strukturen begründet zu liegen, warum eine solch scheinbare Zurückhaltung unter denjenigen herrscht, die diese Hilfe eigentlich gerade am nötigsten hätten. Woher sollte ein Betroffener auch wissen, wohin er sich wenden soll?

Ein weiterer Faktor liegt in der gesellschaftlichen Nichtakzeptanz: Solange Forscher für ihre Bemühungen belächelt oder sogar in ihrer Arbeit gehindert werden, wird weiterhin größtenteils „unter der Hand“ diskutiert werden, bis die Ernsthaftigkeit der Thematik eines Tages von der breiten Masse entdeckt werden wird. Es gibt kaum einen Betroffenen, der noch nie in seinem Leben negative Reaktionen erleiden musste, weil er sich anderen Personen anvertraut hat – in der Regel hat er früh gelernt, dass es besser ist, über seine Erlebnisse zu schweigen. Andere haben wiederum das Problem, ihre Erfahrungen nicht erklären oder als mögliche Alien-Erlebnisse identifizieren zu können, an ihrer Echtheit zu zweifeln oder schlicht und einfach zu wenig davon zu bemerken und zu wenige Erinnerungen daran zu besitzen.

Darüber hinaus scheint das Internet zu selektieren: Es sind gerade die jüngeren Menschen, die am häufigsten aufgefunden werden – entweder, weil sie offener mit ihren Erlebnissen umgehen und eher die Mittel dazu kennen, oder weil die ältere Generation weniger häufig im Internet vertreten ist. Möglicherweise wird sich diese Entwicklung im Laufe der Zeit verschieben.
Wir begannen unsere Erkundungen in Foren, die für grenzwissenschaftliche Themen offen waren und fanden auf diese Weise nach und nach Menschen, denen selbst schon etwas Außergewöhnliches widerfahren war. Wir entdeckten dabei immer wieder Parallelen zwischen Alien-Entführungen und Phänomenen wie außerkörperlichen Erlebnissen, Spukerfahrungen, Begegnungen mit anderen Wesen wie z.B. sprechenden Tieren oder koboldartigen Gestalten und Parallelen zu Aufzeichnungen und Volkserzählungen früherer Generationen. Wir denken, dass es eine letztendlich logisch einfache Erklärung gibt, die diese Parallelen miteinander verbindet und als Teil eines großen Ganzen erkennen lässt.


Die weitere Entwicklung

2002

Zusammentreffen der ersten Betroffenen im Internet – die Anzahl belief sich damals gerade mal auf drei Personen, darunter mir (stalker).

2003

Der Wunsch nach dem Auffinden weiterer Betroffener wird erfüllt. Die Idee zu einer Webseite, die speziell Themen für Betroffene bereithält, flammt neu auf und wird geplant.

Erstellung eines ersten provisorischen Betroffenenforums, das – versteckt vor den Blicken anderer Internetnutzer – nur dem ganz persönlichem Austausch untereinander dient und zusammen mit dem Chat für eine Intensivierung der Kontakte sorgt. Dieses Forum wurde später leider durch einen technischen Fehler gelöscht. Es bleibt unvergessen und trägt auch heute noch ehrfürchtig den Namen: Das „Heiligtum“.

Einrichtung eines zweiten, öffentlichen Forums, das durch Werbung in anderen Foren und treuen Stammpostern für einige Beiträge und Diskussionen, aber auch für neue Kontakte gesorgt hat: Das Abductee-Forum. Leider entschwand es durch denselben technischen Fehler zusammen mit seinem Schwesternforum unrettbar ins Daten-Nirwana.

Fest entschlossen, sich durch diesen Rückschlag nicht unterkriegen zu lassen, wird ein Nachfolger des Abductee-Forums ins Leben gerufen. Dieses Forum gliedert sich diesmal verstärkter in einen öffentlichen Bereich und in einen versteckten Teil, der nur für Betroffene zugänglich sind. Auf diese Weise soll dem Wunsch nach einem geschützten Austausch untereinander entsprochen werden.

Im August findet das erste Betroffenentreffen statt. In der Folgezeit kommt es zu einigen weiteren Treffen Betroffener, eine schöne Tradition, die sich bis heute erhalten hat.

2004

Durch schwerwiegende Differenzen zwischen den damaligen Admins wird das Abductee-Forum zugunsten des aktuellen Forums aufgegeben. Die Inhalte können gerettet werden und das Team sieht - vom alten Ballast befreit – neuen Aufgaben entgegen.

Die Webseite von www.abduction.de wird ins Leben gerufen. Die ersten Artikel werden geschrieben.

Heute

Nach vielen Jahren und Erfahrungen, Auf- und Ab-Wellen, dem Alltag und persönlichen Weiterentwicklungen können wir doch nie vergessen und die Hände davon lassen. Wir schauen mit neuem Wissen zurück – und voraus in eine neue Zukunft…
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