„Beyond My Wildest Dreams“ – Teil 1

Im Buch „Beyond my Wildest Dreams“ (Jenseits meiner wildesten Träume) beschreibt die Betroffene Kim Carlsberg ihre Erfahrungen mit dem Entführungsphänomen. Das Besondere an dem Buch sind vor allem die graphischen Illustrationen, welche die Erfahrungen von Kim optisch sehr gut umsetzen und in die z.B. auch Symbole mit eingeflossen sind, die sie während ihrer Begegnungen wahrgenommen hat. Leider gibt es die Illustrationen aber nicht im Netz.

Kim schreibt selbst über ihr Buch:

„Dies ist kein Sachbuch im eigentlichen Sinn. Es ist eine soziologische, kulturelle und künstlerische Antwort auf meine persönlichen Erfahrungen mit dem UFO/Entführungsphänomen. Als Künstlerin und Fotografin fühlt es sich richtig für mich an, meine Erlebnisse in der Form zu präsentieren, die am natürlichsten für mich ist. Deshalb ist dieses Buch keine Aufzählung chronologischer Ereignisse, sondern ein Kunstwerk und es wurde mit diesem Gedanken geschrieben.“

Bereits in der Einleitung geht Kim auf einen sehr wichtigen Aspekt des Phänomens ein, der auch meiner Meinung nach essentiell ist, um das Phänomen überhaupt verstehen zu können:

„Mir ist völlig bewusst, wie weitreichend meine nächste Behauptung sein wird und ich riskiere damit, meine Leser gleich zu vergraulen, bevor sie überhaupt richtig zu lesen begonnen haben, aber ich denke, dass diese Behauptung essentiell ist für ein Verständnis unserer Beziehung mit den außerirdischen Besuchern.
Es ist meine persönliche Schlussfolgerung, dass sie (die Besucher) nicht nur außerirdisch sind, sondern auch multidimensional. Das bedeutet nicht, dass sie nicht real sind. Es bedeutet, dass sie in unserer Realitätsdichte in Erscheinung treten und sich hier „verfestigen“ können. Sehr oft wird der Betroffene physisch auf die Ebene der außerirdischen „Realität“ transferiert. Mit ihrer Ebene ist die Struktur der menschlichen Psyche bzw. das Ego nicht vertraut. Deshalb ist die Fähigkeit des Egos, dieses Erlebnis zu verstehen, minimiert. Wenn diese Ereignisse überhaupt erinnert werden, dann nehmen sie gewöhnlich eine traumähnliche Qualität an. (…)
Anders als andere Betroffene, die ich getroffen habe und die nur vage, fragmentierte Erinnerungen besitzen, bin ich mir vieler meiner Entführungserlebnisse vollständig bewusst.“

Kim führt diese Tatsache auf den Umstand zurück, dass sie viele Jahre mit dem Studium des Bewusstseins verbracht und Meditation praktiziert hat, so dass ihr Bewusstsein quasi an andere Realitätsebenen mehr „gewöhnt“ ist als das bei anderen Menschen der Fall ist.

Abschnitt 1: „Awakening“ (Erwachen)
Kapitel 1: „Rude Awakening“ (Böses Erwachen)

Im ersten Kapitel des ersten Abschnitts beschreibt Kim ihre erste bewusste Entführung im Sommer 1988. Nach einem anstrengenden Arbeitstag fiel Kim müde ins Bett und erwachte kurze Zeit später in einer Art Aufzug wieder. Mit ihr zusammen befanden sich viele andere Menschen in dem kleinen Raum, in dem sie regelrecht zusammengepfercht waren.

„Ich wusste nicht, wo ich war, wie ich hierher gekommen war oder wie ich von meinem Bett hierher gebracht werden konnte, ohne aufzuwachen. Aber hier stand ich nun und meine Nase war gegen eine Art Stahltür gepresst.
Ich fühlte mich paralysiert, aber mein Geist war hellwach. Ich konnte nicht einmal meinen Kopf drehen. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich die Person neben mir. Ein vertrautes Gesicht mit verwirrtem Gesichtsausdruck, das sich meiner Gegenwart nicht bewusst war. Es war mein Freund David.“

Zusammen mit den anderen wurde Kim in einen großen Raum gebracht, der wie ein großer Krankenhaussaal aussah. Im Raum befanden sich reihenweise Untersuchungstische, auf denen bewusstlose Menschen lagen. An jedem Tisch erkannte Kim kleine Wesen, die sie als typische Greys beschreibt, welche die Menschen untersuchten. Kim war sich in diesem Moment nicht sicher, ob die Menschen tatsächlich bewusstlos oder tot waren.

„Ich starrte auf den Tisch, der mir am nächsten stand. Der Mann, der darauf lag, war ein Weißer in den 40ern. Er war komplett weggetreten. Zwei der Kreaturen arbeiteten an seinem betäubten Körper; einer hielt seinen Kopf, während der andere sein Handgelenkt untersuchte. Ich war überzeugt, dass der Mann nicht bewusstlos, sondern tot war und ich dachte, dass ich die nächste sein werde, was mich dazu veranlasste, hysterisch loszuschreien.“

Rechts von Kim standen vier Wesen. Eines davon berührte sie am Hinterkopf und sie verlor das Bewusstsein.

„Ich erwachte später in einem kleinen Raum und wurde sofort wieder hysterisch. Ich befand mich auf einem kalten Metalltisch und einer der Kreaturen stand neben mir. (…) Der Raum war nicht beleuchtet und es war eiskalt. (…) Ich konnte einen anderen, größeren Raum durch einen gebogenen Durchgang erkennen. Dieser Raum war hell erleuchtet.“

Durch den Durchgang kam ein weiteres Wesen in den Raum, das dessen Energie Kim als weiblich einschätzte. Sie flehte das Wesen an, ihr zu helfen, doch dieses reagierte eher genervt auf den Ausbruch.

„Warum musst du immer so eine Heulsuse sein. Wir sind gleich fertig.“ Ich war so perplex von ihren Worten, dass ich nicht antworten konnte. Dann erkannte ich, dass sie überhaupt nicht gesprochen hatte; ich hörte ihre Gedanken. Sie kommunizierte telepathisch und ich konnte sie perfekt verstehen.“

Im nächsten Augenblick befand sich Kim wieder in ihrem Bett.

Abschnitt 1: „Awakening“ (Erwachen)
Kapitel 2: „Moon over Malibu“ (Mond über Malibu)

Hier beschreibt Kim ein weiteres Erlebnis, das sich im Sommer 1988 zugetragen hat. Sie befand sich in ihrem Haus am Strand von Malibu, saß am Fenster und betrachtete den Sternenhimmel.

„Als ich anfing, mich zu entspannen, wurden meine Augen immer wieder von einem besonders hellen Stern knapp über dem Horizont angezogen. Irgendetwas an ihm war anders. Vielleicht war es gar kein Stern, sondern ein Segelboot, obwohl es so aussah, als würde er sich über dem Wasser befinden und nicht auf dem Wasser. Als ich noch überlegte, was es sein könnte, schoss der vermeintliche Stern mit atemberaubender Geschwindigkeit über den Himmel und stoppte abrupt über Point Dume. Ich war über die Geschwindigkeit erstaunt (…). Ich wusste, dass ich etwas gesehen hatte, das buchstäblich nicht von dieser Welt stammte. Kein menschengemachte Objekt konnte sich mit dieser Geschwindigkeit bewegen. Ich wollte aufspringen und Greg (Kims damaligen Lebensgefährten) aufwecken, aber ich konnte meine Augen nicht von dem hellen Objekt lassen und ich wusste, dass es verschwunden sein würde, bis er das Fenster erreichen würde. Eine Schande, dass ich so ein außergewöhnliches Ereignis alleine beobachten musste.

Als es auf meine Gedanken reagieren würde, näherte sich das helle Licht, bis es zu einer hell erleuchteten Sphäre von 20 Metern Durchmesser wurde. Es hing in der Luft, weniger als 30 Meter vom Fenster entfernt. Ich konnte mich nicht bewegen, ich konnte nicht schreien, ich konnte nicht atmen, Ich wusste nicht, ob ich Gott oder den Teufel sehen würde,

Die Vorstellung dauerte nicht länger als eine Minute. Dann verschwand die Sphäre so schnell wie sie gekommen war. Sie schoss diagonal über den Nachthimmel und verschwand.“

Im Folgenden beschreibt Kim dann den schwierigen Prozess, den die meisten Betroffenen durchleben: die Erschütterung des eigenen Weltbildes, die Angst, verrückt zu sein, das Gefühl, mit den Erlebnissen allein fertig werden zu müssen, weil man von seinen Mitmenschen belächelt wird und nicht zuletzt die Furcht vor den Begegnungen.
Bei Kim schlug die Furcht irgendwann in Wut und dem Bedürfnis um, wieder selbst Kontrolle über die Situation zu erlangen.

„Ich beschloss, sie zu rufen. Jede Nacht sandte ich eine mentale Botschaft aus: „Ich weiß, dass ihr da draußen seid. Kommt her und besucht mich von Angesicht zu Angesicht! Ich bin bereit dafür!“ Diese nächtliche Herausforderung wiederholte ich einige Monate hindurch und die Sätze wurden zur Gewohnheit wie damals als Kind das Gute-Nacht-Gebet. Aber mein neues Gebet wurde schließlich erhört.“

Abschnitt 2: „Journey“ (Reise)
Kapitel 4: „Chicken Little“ (Kleines Hühnchen)

Im September 1991 wurde Kims Bitte schließlich erhört.

„Ich war in dieser Nacht sehr unruhig und wälzte mich im Bett herum. Meine Intuition sagte mir, dass etwas nicht so war wie es sein sollte. Schließlich verriet mir mein sechster Sinn, dass sie kommen würden. Sofort war ich von Emotionen überwältigt. Ich weiß nicht, welche stärker war: Furcht oder Hochgefühl. Sie hatten die telepathische Botschaft, die ich ihnen gesandt hatte, offensichtlich erhalten und zu meinem Erstaunen, antworteten sie darauf.

Mein Herz klopfte und mein Körper versteifte sich. Ich wusste nicht, was ich tun sollte! Mein Bedürfnis, sie zu verstehen, wurde schon zu einer Art Besessenheit. Aber andererseits fürchtete ich mich furchtbar vor ihnen. Nach einigen Minuten innerem Zwiespalt gewann meine Neugierde. Ich musste sie treffen!

Ich stieg aus dem Bett (und ging ins Wohnzimmer). Ich weiß nicht, wie ich mich auf meinen zitternden Beinen halten konnte und als ich über das Meer sah wollte ich einerseits etwas sehen, andererseits hoffte ich, dass ich das nicht würde. Ich konnte den Ozean, den ich so sehr liebte, fast nicht erkennen. Er lag dunkel und bedrohlich vor mir. Einige ruhige Augenblicke verstrichen und dann schoss plötzlich ein heller Lichtstrahl über das Wasser und ein Windstoß wehte durch die offene Glastür. Bevor ich irgendwie reagieren konnte, erschien ein riesiger, heller, metallischer Diskus und schwebte nur knapp einen Meter über der Terrasse.

Ich fiel zu Boden und kroch in die nächste Zimmerecke. Mein Gesicht brannte, aber nicht aus Furcht, sondern aus Scham über meine Reaktion. Sie warteten einen Moment und ich fühlte eine bestärkende Botschaft von ihnen. Wir wussten alle, dass ich nicht bereit war.

Das Schiff verschwand so schnell wie es gekommen war. Ich war so enttäuscht über mich selbst, dass ich so eine Gelegenheit vermasselt hatte. Aber trotzdem war es ein überwältigendes Erlebnis. Die Aliens waren nun keine Monster mehr für mich. Ich fürchtete mich fast zu Tode vor ihnen und dennoch kamen sie auf meine Bitte hin.“

Der Rest der Nacht verlief aber nicht ereignislos für Kim, sondern sie hatte daraufhin ein intensives „Traumerlebnis“. Sie befand sich am Strand und die Aliens kehrten zurück. Es waren noch mehr Menschen anwesend. Nach der Begegnung brachten die Wesen Kim zurück in ihr Wohnzimmer und projizierten eine Reihe hieroglyphenähnlicher Zeichen an die Wand.

Dieses Erlebnis von Kim finde ich besonders interessant, da ich nahezu exakt dasselbe erlebt hatte. Einziger Unterschied ist hier, dass kein UFO vor meinem Fenster schwebte, sondern dass die Wesen direkt vor meinem Bett aufgetaucht sind. Ansonsten der gleich Ablauf: der Wunsch bzw. Versuch, selbst den Kontakt herzustellen, die Panik, wenn der Bitte schließlich nachgekommen wird und gleichzeitig die Wut über die eigene Reaktion, über die man in dem Moment keine Kontrolle hat. Und schließlich ein anschließendes „traumähnliches“ Erlebnis in einem anderen Bewusstseinszustand, in welchem man anscheinend besser mit den Begegnungen zurechtkommt.

Ein Gedanke zu „„Beyond My Wildest Dreams“ – Teil 1“

  1. Auf Amazon gibt es dieses Buch schon für unter 10 Euro. Und in der Buchvorschau kann man auch einige Zeichnungen ansehen.

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