Bewusstseinstiefe oder „Die Gefahr der Offenlegung“

Beitrag von: Bellatrix

Ich bin heute über einen interessanten Artikel von Whitley Strieber gestolpert, der diesen gestern quasi als Antwort auf Stephen Hawking´s Warnung vor Begegnungen mit Außerirdischen gepostet hat. Ich fand Strieber´s Essay außergewöhnlich, weil er hier einen Umstand hervorhebt, der auch meiner Ansicht nach das „Hauptproblem“ darstellt, sollte ein globaler Kontakt zum jetzigen Zeitpunkt unvorbereitet stattfinden.

Strieber´s Essay trägt den Titel „The Danger of Disclosure“ (Die Gefahr der Offenlegung). Er beschreibt darin, dass es für die Menschheit zu einem Desaster werden könnte, sollte ein spontaner, globaler Kontakt mit diesen Wesen unmittelbar auf eine entsprechende Offenlegung durch die Regierungen zum jetzigen Zeitpunkt erfolgen. Der Grund hierfür liegt nach Strieber nicht darin, dass sie uns feindlich gesinnt sein könnten oder dass die Menschheit mit der Tatsache, nicht die einzige Zivilisation im All zu sein, nicht fertig werden könnte. Das „Problem“ liegt vielmehr in der Bewusstseinsstruktur und –intensität der Wesen, sowie ihrer Fähigkeit, die Realität als Ganzes zu umfassen und zu beeinflussen. Dies könnte bei der Menschheit mit ihrer derzeitigen eingeschränkten Wahrnehmung von Realität und Bewusstsein zu einem geistigen Kollaps führen, wenn sie unvorbereitet damit konfrontiert würde. Jeder, der entsprechende Begegnungen hatte und hat, weiß wovon hier die Rede ist. Aber lassen wir Strieber selbst zu Wort kommen:

„Alle paar Wochen , so scheint es, taucht eine weitere Ankündigung auf, die behauptet, dass irgendeine autoritäre Gruppe, die gewöhnlich mit dem Papst, dem Präsidenten, Edgar Mitchell oder mit wem auch immer involviert ist, kurz davor steht zu verkünden, dass UFOs nicht länger unbekannt, sondern außerirdischer Herkunft sind. Ich habe von solchen unmittelbar bevorstehenden Ankündigungen gehört, solange ich mich für das Thema interessiere, und sie haben mir immer Sorgen gemacht. Und jetzt beunruhigen sie mich mehr als je zuvor.
Wir sind in keinster Weise auf eine solche Ankündigung vorbereitet, aber der Grund dafür ist nicht so eindeutig wie es den Anschein hat. Es wird wahrscheinlich keine Panik geben, zumindest nicht am Anfang, aber später wird sie wohl auftreten. Der Grund dafür ist nicht der, den Stephen Hawking kürzlich genannt hat: dass Aliens sich als feindlich zeigen würden. Der Grund ist, dass unsere Besucher, wenn sie Außerirdische in der konventionellen Bedeutung sind, sich sehr, sehr stark von uns unterscheiden.

[…]

Ein Kontakt, sollte er auf die Offenlegung folgen, wäre eine Katastrophe für die menschliche Rasse.
Es ist also legitim zu fragen, was läuft falsch? Warum landen sie nicht einfach, kommen aus ihren Raumschiffen raus und führen ein nettes Gespräch mit uns? Vielleicht darüber, wie man ein Sternenschiff baut. Oder wir beschäftigen uns mit dem, was einige Disclosure Verfechter als „Exopolitik“ bezeichnen.
Ich kann nur von meinen eigenen Beobachtungen sprechen, aber ich denke, dass es einen sehr spezifischen Unterschied zwischen uns gibt, der eine Kommunikation, vorsichtig ausgedrückt, sowohl herausfordernd als auch gefährlich macht. Ich sage nicht, dass unsere Besucher feindlich sind. Tatsächlich bin ich der Meinung, dass Stephen Hawking´s Spekulation, dass Außerirdische gefährlich sein könnten, den tragischen Mangel an Erfahrenheit widerspiegelt, mit der selbst unsere besten Wissenschaftler an das Thema herangehen.

[…]

Als ich mich in direktem Kontakt mit den Besuchern befand, war mir klar, dass sie real waren, aber nicht auf dieselbe Art und Weise, wie wir real sind. Sie waren keine Geister oder irgendein geheimnisvoller Aspekt des Verstandes, sondern es waren physische Wesen, die wie mir bald klar wurde, sehr viel umfangreicher mit der Realität verwoben waren als wir das sind.
Aber was war der Unterschied? Es kommt auf folgendes heraus: Die Realität setzt sich aus Information zusammen. Alles, was wir um uns herum sehen, ist im Prinzip nichts anderen als das, was auch in einem Computer existiert: Bits, die entweder Information oder keine Information sind. Wir wissen, dass sich die Welt auf molekularer Ebene ganz anders entfaltet als wir auf makroskopischer Ebene direkt beobachten können.
Wenn man in unserer Realität eine Münze wirft, bekommt man entweder Kopf oder Zahl. Man bekommt nie beides und kann auch nicht beides gleichzeitig bekommen. Aber auf der Quantenebene läuft es anders ab und jüngste Experimente haben gezeigt, dass Materie beides sein kann – ein Teilchen und eine Welle.

Normalerweise verhindern die starken Interaktionen, dass Atome eine Superposition einnehmen und beides gleichzeitig sind. Sie verbleiben im klassischen Zustand, weil sie ständig mit anderen Atomen in Kontakt stehen.
Im Experiment können wir sie aber so von ihrer Umgebung trennen, dass sie in die Superposition springen. Das können wir aber nur für ein paar Sekunden erreichen – gerade lange genug, um den Vorteil dieses unbestimmten Zustandes in z.B. hyperschnellen Quanten-Computern zu nutzen.
Was wäre aber, wenn wir auch kontrollieren könnten, ob sich unser Körper in einer Superposition oder im klassischen Zustand befindet? Und was wäre, wenn wir auch beeinflussen könnten, wie sich Information auf kleinster Ebene entfaltet? Und was wäre, wenn wir nicht nur quantenverbundene Neuronen in unseren Gehirnen hätten, sondern unsere Gehirne mit alle anderen menschlichen Gehirnen quantenverbunden wären und man deshalb nicht nur das Wissen und die intellektuelle Kraft von einem Gehirn, sondern von Milliarden Gehirnen zur Verfügung hätte?

Wir wären radikal und fantastisch anders im Vergleich zu dem, was wir jetzt sind. Wir hätten die Fähigkeit, spontan unsere Erscheinung zu verändern, oder sogar unsichtbar zu werden. Wir könnten unser Bewusstsein nicht nur auf die gesamte Realität ausdehnen, sondern auch unser kollektives Verstehen verwenden, um zu interpretieren, was wir wahrnehmen.
Kurz gesagt: wir wären wie unsere Besucher. Aber wir sind nicht so. Aufgrund der Natur unserer Körper und der Struktur unseres Gehirns sind wir auf die klassische Realität beschränkt. Nur mit größten Mühen und fortgeschrittenen Meditationstechniken können wir einen kleinen Eindruck davon gewinnen, was unsere Besucher immer sehen.

[…]

Ich habe Zeit mit den Besuchern verbracht, nicht viel Zeit, aber genug um sagen zu können, dass sie anscheinend eine andere Ebene des Bewusstseins besitzen und wahrscheinlich auch zusätzliche Gehirnmasse, um diesem gerecht zu werden. Darauf lassen ihre größeren Köpfe schließen, könnte man annehmen. Und es würde auch unsere tiefe, emotionale Reaktion auf sie erklären. Sie sehen mehr von der Realität und wir spüren das und es ist instinktiv erschreckend für uns. Wenn Sie das selber erfahren wollen, zwingen sie einen Hund, Ihnen in die Augen zu sehen. Klügere Hunde werden sich dabei sehr unwohl fühlen, denn sie erkennen den Abgrund des Unbekannten dahinter: Ihren enorm größeren Kontakt mit der Realität.

Das menschliche Gehirn besitzt drei Ebenen: das limbische System, welches die automatischen und instinktiven Funktionen kontrolliert, das Großhirn, wo die Gefühle sitzen, und den Neokortex, der beim Menschen im Vergleich zu anderen Tieren sehr groß ist. Es ist der Neokortex, mit seiner Fähigkeit zur Vernunft, der uns zu Menschen macht und uns unser so viel größeres Verständnis der Welt um uns herum ermöglicht.
Ich glaube, dass unsere Besucher eine vierte Ebene besitzen, einen Hyperkortex, der ihre Beziehung zu ihrer Umwelt auf eine Weise vermittelt, die ich oben beschrieben habe. Er ermöglich ihnen einen viel größeren Zugang zur Realität als wir ihn haben. Er verleiht ihnen die Macht, die Realität auf Informationsebene zu ändern. Und das bedeutet für sie, dass die Physik nicht nur aus einem Satz von Gesetzen besteht, die nicht verändert werden können, sondern sie ist ein Werkzeug, das leicht für Manipulationen zugänglich ist.
Wir sehen die Welt aus einer linearen Perspektive, die uns von der Struktur unseres Gehirns vorgegeben wird. Sie sehen es aus einer viel höheren Perspektive, die ihnen der Hperkortex mit all seinen zusätzlichen Eigenschaften ermöglicht.

[…]

Warum also wäre eine Offenlegung gefährlich? Wenn sie zu einem sofortigen und direktem Kontakt führt, wird das den menschlichen Verstand zerstören. Ihr Hund wird nach einigen Sekunden den Augenkontakt mit ihnen abbrechen müssen. Aber es liegt in der Natur der Besucher, dass im Grunde überall, wo sie sind, auch ihr Bewusstsein verwoben ist. Das bedeutet, wenn sie in großer Zahl hier auftauchen, werden sie nicht nur unsere physische Welt betreten, sondern auch unseren Geist. Und ich kann Ihnen versichern, dass diese Art von Kontakt das härteste ist, was ein menschliches Wesen erleben kann. Es ist eine Qual jenseits allen Schreckens. Ich weiß das, weil ich es erlebt habe.

Es ist aber genauso wahr, dass es verstanden und akzeptiert werden kann. Ich habe meine instinktive Furcht vor den Besuchern nie verloren. Aber, nachdem ich ihren Ursprung verstanden hatte, konnte ich ganz bequem damit leben. Wir KÖNNEN also einen Kontakt aufbauen, aber wenn es jetzt den Versuch gäbe, eine globale Interaktion zu versuchen, würde es sicher zu einem Kollaps des menschlichen Geistes führen. Nur sehr wenige Menschen würden das überstehen, ohne geistigen Schaden zu nehmen. Die Überraschung und die Intimität dieser scheinbaren Bedrohung, wäre nicht zu ertragen.“

Strieber hat die Sache absolut treffend auf den Punkt gebracht. Dieses umfassende Bewusstsein der Wesen und vor allem die Verbindung über den Augenkontakt, ist oft tatsächlich die Quelle des Terrors und Schreckens, den viele Betroffene durchleben. Diese Intensität spült einfach über einen hinweg und man fühlt sich wie ein kleines Boot inmitten eines Orkans auf dem Ozean. Man spürt dabei zwar nichts Feindliches, ja nicht einmal was Arrogantes oder Überhebliches, es ist einfach nur die Erkenntnis, dass man psychisch quasi splitterfasernackt ist und das Bewusstsein dieser Wesen unser Bewusstsein ebenso durchdringt wie Röntgenstrahlen unseren Körper. Für einen Menschen, der seine Gedanken und Gefühle generell lieber vor anderen verbirgt, ist dies nicht unbedingt eine angenehme Erfahrung, um das mal vorsichtig auszudrücken. Aber, und auch da hat Strieber Recht, man kann sich daran gewöhnen. Ja, es geht sogar soweit, dass es ein sehr erhebendes Gefühl sein kann, weil man lernt, auch die Grenzen des eigenen Bewusstseins zu sprengen. Robert Miles hat es folgendermaßen ausgedrückt: “When they´re in your presence they absolutely resonate at a frequency that´s so much higher and dealing with them could be described as ecstasy.”

Man lernt mit der Zeit, damit umzugehen, doch trotzdem bleibt gerade zu Anfang eines Erlebnisses eine instinktive Furcht bestehen – auch da muss ich Strieber recht geben. Wenn sich ein Erlebnis ankündigt ist man zuerst wie eine Maus, die neugierig und mutig aus ihrem Loch guckt, um sich dem zu stellen, was vor dem Loch wartet. Aber wenn die Präsenz sich dann mit all ihrer Intensität im eigenen Bewusstsein bemerkbar macht, flüchtet sich die Maus gerne wieder ganz schnell ins Loch zurück. Mit der Zeit lernt man aber, nach diesem ersten Rückzieher doch ganz aus dem Loch herauszukommen. Man lernt damit umzugehen, die Erfahrungen in sein Leben zu integrieren, seinen eigenen Horizont zu erweitern und einen produktiven Kontakt zu ermöglichen. Doch Erfahrene hatten oder haben meistens die Zeit, diese Realität sacken zu lassen und sich damit sozusagen häppchenweise auseinanderzusetzen. Viele Menschen leben aber in ihrem Alltag vor sich hin, ohne diese Möglichkeiten des Geistes überhaupt in Betracht zu ziehen, geschweige denn, sich mit ihnen aktiv auseinanderzusetzen. Ein spontaner, globaler Kontakt könnte deshalb tatsächlich fatale Folgen haben.

Trotzdem mache ich mir im Gegensatz zu Strieber keine Sorgen, was eine Offenlegung anbelangt. Denn die Rechnung kann hier nicht ohne den Wirt gemacht werden. Die Natur des bereits vorhandenen Kontakts während der letzte Jahrzehnte zeigt, dass die Wesen sehr gut zu wissen scheinen, welche Auswirkungen es haben wird, wenn sie uns diesbezüglich überfordern würden. Dies ist wohl auch der Grund, warum bisher noch kein globaler, offener Kontakt stattgefunden hat. Ich denke deshalb nicht, dass eine Offenlegung seitens der Regierungen unmittelbar einen globalen Kontakt nach sich ziehen würde. Eine Offenlegung könnte die Möglichkeit eines solchen Kontaktes aber maßgeblich beschleunigen, weil erst so der Weg dafür geebnet wird, dass jeder Mensch diese Realität anerkennen und sich mit ihr produktiv auseinandersetzen kann.

„Wir könnten fliegen, wenn wir es intelligent anstellen. Wir könnten einen funktionierenden Kontakt herstellen und als Spezies einen großen Sprung vorwärts machen und nicht wie bisher in der Kinderstube verweilen oder uns selbst über den Abgrund eines verfrühten Kontaktes zu stürzen.“

http://www.unknowncountry.com/journal/?id=416

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