Newsflash 9/2015

Drei erdähnliche Planeten um sonnennahen Stern entdeckt
Astronomen der Universitäten Arizona, Berkeley und Hawaii haben mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler drei erdähnliche Planeten um den sonnennahen Stern „EPIC 201367065“ entdeckt. Es handelt sich um einen kühlen, roten Zwergstern der Klasse M, der halb so groß wie unsere Sonne ist. Er befindet sich in einer Entfernung von 150 Lichtjahren.

Die drei Planeten haben 2,1, 1,7 und 1,5fache Erdgröße. Der kleinste der drei Planeten mit 1,5facher Erdgröße ist am weitesten von seinem Mutterstern entfernt und befindet sich am Rand der habitablen Zone. Die Energie- und Lichtmenge, die er von „EPIC 201367065“ erhält, entspricht dabei fast der Energie- und Lichtmenge, welche die Erde von der Sonne erhält. Die Existenz von flüssigem Wasser und von Leben könnte nach diesen Daten auf diesem Planeten also möglich sein.

„Die meisten Planeten, die wir entdeckt haben, sind viel zu heiß. Dieses System ist aber das uns nächstgelegene mit „lauwarmen“ Transitplaneten. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der äußerste Planet ein Gesteinsplanet wie die Erde ist. Und das bedeutet, dass dieser Planet genau die richtige Temperatur haben könnte, um Wasserozeane zu ermöglichen,“ so Erik Petigura von UC Berkeley.

Der nächste Schritt wird nun sein, den spektroskopischen Fingerabdruck der Atmosphäre des Planeten zu ermitteln.

Die Entdeckung wurde am 15. Januar 2015 im Astrophysical Journal veröffentlicht, wo das entsprechende Paper kostenlos zur Verfügung steht.

Newscenter Berkeley

Artikel im Astrophysical Journal

UFO in New Mexico
Am 15. Januar 2015 um 16:30 Uhr war der Zeuge gerade südlich von Hatch, New Mexico, unterwegs, als er ein ungewöhnliches Objekt am Himmel bemerkte. Der Zeuge konnte das Objekt lange beobachten, das bewegungslos über derselben Stelle schwebte.

„Würde ein Hubschrauber für ca. eine Stunde ein paar hundert Meter über einer Stelle schweben? Ich weiß nicht viel über Hubschrauber also kann ich das nicht beantworten. Könnte es ein Wetterballon gewesen sein? Vielleicht, aber es erschien mir extrem groß und komplett schwarz. Ich würde so gerne wissen, was es gewesen ist und bin wirklich frustriert darüber, dass ich es nicht identifizieren konnte.“

Der Zeuge fuhr eine Tankstelle an, und „als wir die Tankstelle 10 Minuten später wieder verließen, war es weg.“

Der Zeuge konnte ein Foto des Objekts machen. Auf diesem sieht es eher silberfarben aus. Aufgrund der nahen Dämmerung wirkte es aus der Ferne betrachtet aber wahrscheinlich fast schwarz.

Originalbild (MUFON)

UFO NM
(Credit: MUFON)

Alarm auf der ISS
Am 14. Januar 2015 um 9:44 Uhr MEZ wurde auf der ISS ein Alarm ausgelöst, der auf ein Ammoniak – Leck im US – Teil der Raumstation hinwies. Der US – Bereich wurde daraufhin abgeriegelt und die sechsköpfige Besatzung in den russischen Teil der ISS evakuiert. Elf Stunden nach der Evakuierung konnte der US – Bereich wieder freigegeben werden. Es handelte sich nach Angaben der NASA um einen durch einen Computerfehler ausgelösten Fehlalarm; ein Ammoniak-Leck wurde nicht entdeckt.

Allerdings konnte während des Vorfalls ein unidentifiziertes Objekt in der Nähe der ISS beobachtet werden.

Next-Generation Transit Survey
Am Paranal – Observatorium der ESO in Chile haben die Teleskope des Next-Generation Transit Survey (NTGS) den Betrieb aufgenommen. Ihre Aufgabe ist die Suche nach Exoplaneten über die Transitmethode, d.h. Exoplaneten werden über den geringfügigen Helligkeitsverlust ihres Muttersterns identifiziert, der entsteht, wenn sie in ihrer Umlaufbahn aus Sicht der Erde an diesem vorbeiziehen. Dieser Helligkeitsunterschied kann mit empfindlichen Kameras gemessen werden.

„Wir waren auf der Suche nach einem Standort mit vielen klaren Nächten und trockener Luft bei guter Durchsicht, damit unsere Messungen so möglichst präzise werden – der Paranal war dabei mit großem Abstand unsere erste Wahl,“ so Don Pollacco von der University of Warwick.

Das NTGS besteht aus zwölf Einzelteleskopen von je 20 cm Durchmesser, die 100000 Sterne am Südhimmel nach Helligkeitsschwankungen vermessen. Die so entdeckten Planeten sollen anschließend vom Very Large Telescope der ESO näher untersucht werden. Evtl. ist es auch möglich, die Atmosphärenzusammensetzung der Planeten zu ermitteln. Beim Vorbeilauf des Planeten durchleuchtet das Sternenlicht am Planetenrand dessen Atmosphäre, die dann ihrerseits winzige Spuren im Sternenlicht hinterlässt, die Hinweise auf die Atmophärenzusammensetzung geben können.

Peter Wheatley, NGTS Projektleiter von der University of Warwick: „Wir freuen uns sehr, dass wir nun mit der Suche nach kleinen Planeten um sonnennahe Sterne beginnen können. Die NGTS-Entdeckungen und Nachfolgebeobachtungen mit bodengebundenen und weltraumbasierten Teleskopen werden wichtige Schritte auf dem Weg zur Untersuchung der Atmosphären und der Zusammensetzung extrasolarer Planeten von der Größe der Erde sein.“

An dem Projekt ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt.

ESO/

Pluto bekommt Besuch
Vor neun Jahren machte sich die US – Raumsonde New Horizons auf den Weg zum ehemaligen neunten Planeten Pluto am Rande unseres Sonnensystems. Im Moment befindet sich die Sonde noch ca. 220 Millionen Kilometer von der kleinen Eiswelt entfernt, die sie im Sommer 2015 erreichen wird. Nächste Woche werden die ersten Bilder von Pluto und seinen fünf Monden erwartet.

Pluto ist ca. 50 mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde und bewegt sich auf einer stark elliptischen Bahn. 2006 Pluto von der Internationalen Astronomischen Union zum Zwergplaneten degradiert. Mit 2300 km Durchmesser ist er kleiner als der Erdmond.

Die New Horizon ist die erste Sonde, die Pluto einen Besuch abstattet.

Heise

Knapp daneben…
…ist zum Glück auch vorbei. Zumindest in diesem Fall kann man wahrlich von Glück sprechen. Am 26. Januar 2015 fliegt der Asteroid „2004 BL86“ in einem Abstand von nur 1,2 Millionen Kilometern an der Erde dabei. Das entspricht der dreifachen Entfernung Erde-Mond. Mit einem Durchmesser von ca. 500 Metern ist „2004 BL86“ derbisher größte Asteroid, der bei einem so nahen Vorbeiflug beobachtet werden kann.

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