„Passport to the Cosmos“ – Teil 3

Im 5. Kapitel „Protecting the Earth“ (Die Erde schützen) geht es um ein zentrales Thema im Entführungsphänomen: dem Missbrauch, den die Menschheit mit dem Planet Erde betreibt und die Wichtigkeit, dieser Entwicklung gegenzusteuern. Die Wesen bringen diese Themen oft mit sehr intensiven Bilder und Szenen ins Bewusstsein der Betroffenen.

Die Betroffenen Nona beschreibt dies folgendermaßen:

Wenn sie dir diese Landschaften zeigen, kann man die Lebenskraft in den Blumen, den Blättern und im Wasser förmlich sehen. Es ist wie Farben, die du noch nie zuvor gesehen hast. Im Regenwald kann man das Leben sehen, das in den Blättern existiert und in den Baumwipfeln. Erdgeister tanzten über den Bäumen.“

Die Bilder und Botschaften, die den Betroffenen vermittelt werden, sind sehr eindringlich und bewegen diese oft dazu, im Natur – und Umweltschutz aktiv zu werden.

Die Informationen werden den Betroffenen auf unterschiedliche Art und Weise nahe gebracht: telepathisch, durch Augenkontakt, mit Hilfe großer Bildschirme, aber auch durch eine Art Bibliothek bzw. Informationsspeicher in Form von Energiebällen.
Darüber, warum den Aliens das Schicksal der Erde so am Herzen liegt, ist man geteilter Meinung. Einige Betroffene, darunter auch Jim Sparks, sehen eher egoistische Gründe hinter diesem Engagement. Sie denken, dass sie einen wie auch immer gearteten Nutzen aus der Erde ziehen und dies bei einer Zerstörung der Umwelt durch die Menschen nicht mehr möglich ist.

Andere Betroffene sehen darin eher eine entwicklungstechnische Hilfeleistung für die Menschheit, darunter auch Isabel:

„Sie sind die Beschützer der Erde und sie helfen uns in dieser Wachstumsphase. Sie helfen uns, erwachsen zu werden.“

Einige Betroffene berichten auch, dass die Wesen selbst ähnliches durchgemacht und ihren Heimatplaneten zerstört haben und jetzt verhindern möchten, dass uns ähnliches widerfährt.

Oft werden den Betroffenen apokalyptische Bilder gezeigt, die sie emotional sehr aufwühlen. Dabei bleibt es unklar, ob es sich dabei tatsächlich um eine Vorausschau tatsächlicher Ereignisse handelt, oder ob diese Bilder gezeigt werden, um die Betroffenen aufzurütteln und zum Handeln zu bewegen.

Viele Betroffene sprechen auch von einer bevorstehenden Reinigung der Erde, die mit heftigen Umwälzungen und Katastrophen einhergeht.

John Mack fasst dies folgendermaßen zusammen:

„Es erscheint naheliegend anzunehmen, dass diese Bilder Informationen über eine sowohl externe als auch interne Realität widerspiegeln – einer Katastrophe sowohl der äußeren Welt als auch der menschlichen Psyche, die Betroffene wie Karin schmerzhaft, fast schon Märtyrer – ähnlich, wahrnehmen. In diesen Erlebnissen scheint Zeit nicht zu existieren und die Realität der Zerstörung wird im gegenwärtigen Moment wahrgenommen als würde sie jetzt in diesem Moment geschehen.“

Karin beschreibt ihre Gefühle mit den Worten:

„Ich sterbe jeden Tag ein wenig mehr. Ich sterbe mit dem Planeten und mit all dem Leid und dem Schmerz der Menschen, die um uns herum sterben. Ich habe die Erde aus einer großen Entfernung gesehen, so wie es die Astronauten tun. Sie ist ein Juwel und es ist einfach unglaublich. Dieser Anblick reicht aus, um in Tränen auszubrechen.“

Mack erwähnt hier auch, dass Betroffene oft eine Verbindung zu der Kultur der amerikanischen Indianer verspüren und dass es viele Parallelen zwischen der Spiritualität der Indianer, deren Verbindung zur Mutter Erde und dem UFO – Phänomen gibt – ein Umstand, den ich nur bestätigen kann. Der amerikanische Kontinent und ganz besonders der Südwesten wie Arizona und New Mexico sind für mich „UFO – Land“. Die Aura bzw. Schwingung  dieses Landes ist irgendwie im Einklang mit derjenigen der Wesen. Und auch die indianische Musik, besonders die indian flute und mein Lieblingsinstrument, die Zampona, treffen diese Schwingung genau, die ich mit den Wesen verbinde.

Ein Anliegen der Wesen scheint es in diesem Zusammenhang auch zu sein, den Betroffenen zu vermitteln, dass alles im Universum miteinander verbunden ist und sich gegenseitig beeinflusst. Der Mensch neigt dazu, sich von allem getrennt wahrzunehmen – getrennt von seinen Mitmenschen, getrennt von der Natur und der Erde, getrennt vom Rest des Universums. Diese Fehlinterpretation der Realität ist größtenteils für unsere verfahrene Situation verantwortlich.

Die Betroffene Isabel drückt dies folgendermaßen aus:

„Mutter Erde ist für mich ein lebender Organismus. Sie ist ein Juwel, oder war ein Juwel, im Sonnensystem. Die Menschheit hat das Gleichgewicht verloren. Wenn eine Spezies den Weg der Zerstörung anstatt den Weg der Schöpfung geht, beeinflusst dies auch alles andere. Die Wesen müssen das Gleichgewicht wieder herstellen.“

Der Betroffene Carlos Diaz sagt:

„Die Wesen sprechen sehr wenig, aber wenn sie es tun, dann um mir zu vermitteln, dass all die verschiedenen Lebensformen miteinander verbunden sind. Ich habe das Bewusstsein gesehen, das alle Biosphären zusammenhält. Von den kleinsten bis zu den größten Wesen auf einem Planeten arbeiten alle zusammen, um den Planeten und sich selbst am Leben zu erhalten.“

Um diese Zusammenhänge zu erkennen, reicht es jedoch nicht aus, diese auf  einer rein intellektuellen Eben zu erfassen, sondern man muss sie mit dem gesamten Bewusstsein zu empfinden. Bei vielen Betroffenen gehen die Erlebnisse deshalb vor allem auch mit einer Weiterentwicklung bzw. Expansion des Bewusstseins einher.

Isabel: „Die Neutralisierung der Erdverschmutzung erfordert einen ganzheitlichen Übergang von der physischen auf die spirituelle Ebene – eine Art globale Bewegung hin zu einem höheren Bewusstsein.“

Einigen Betroffenen ist in diesem Zusammenhang aber auch bewusst, dass die bevorstehende „Säuberung“ der Erde den Tod von Millionen von Menschen notwendig machen könnte.

Isabel: „Ich sehe den Tod von Millionen von Menschen, die so viel negative und destruktive Energie ausstrahlen, als mögliche Notwendigkeit, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Die Aliens haben es in der Vergangenheit auf subtilere Art und Weise versucht, aber wir kapieren es einfach nicht. Wir müssen als Spezies beweisen, dass wir die Verantwortung, die uns gegeben wurde, auch tragen können.“

Diese Aussage finde ich gerade auch im Hinblick auf samsaradanhus Visionstraum interessant.

Mit diesem Wissen im Hintergrund fühlen viele Betroffene das Bedürfnis zu handeln und dem Untergang quasi entgegenzusteuern; gleichzeitig fühlen sie sich aber auch hilflos: wo soll man anfangen und wer hört überhaupt zu? Viele Betroffene konzentrieren sich in erster Linie auf ihr unmittelbares Umfeld, einige werden in ihren Gemeinden und Städten aktiv und einige wenige werden zu nationalen oder internationalen Umweltaktivisten.

John Mack schließt das Kapitel mit folgenden Worten:
„Einige Entführungsforscher argumentieren, dass die Bilder über die Zerstörung der Erde den Betroffenen nicht präsentiert werden, um ihre Handlungen zu ändern und aktiv zu werden, sondern um ihre Reaktionen zu testen und von den wahren, dunklen Motiven der Wesen abzulenken. Ich habe den Verdacht, dass diese Theorie vielmehr die menschliche Denkweise widerspiegelt und mit den Motiven der Wesen nichts zu tun hat. Letztendlich erscheint die Theorie, es wäre ein Test, sehr weit hergeholt, wenn man bedenkt, wie genau die übermittelten Informationen unsere Realität reflektieren.
Es wird auch die Frage gestellt, warum die Aliens nicht auf direkte Art und Weise helfen, wenn sie schon so besorgt um das irdische Schicksal sind. Meiner Meinung nach hat die Antwort darauf viel mit Verantwortungsbewusstsein und menschlichem Wachstum zu tun. Das außerirdische Entführungsphänomen mag als, manchmal sehr harscher, Eingriff angesehen werden, der zum Ziel hat, die Handlungsweise der Menschheit zu ändern. Aber wenn es um unsere Verantwortung für das Schicksal der Erde geht, scheint die Herbeiführung von psychospirituellem Wachstum und einer Erweiterung des Bewusstseins die Methode der Wahl zu sein.“

Im 6. Kapitel geht es um ein Kernthema des Entführungsphänomens: das Hybriden-Projekt. Die Erschaffung von Hybridwesen, die Eigenschaften der Menschen und Aliens in sich vereinen, spielt bei vielen Erlebnissen eine zentrale Rolle. Die Meinungen über den Sinn dieses Projekts gehen jedoch weit auseinander.

Eine gängige Theorie ist, dass die Wesen ihren Heimatplaneten zerstört haben und im Bestreben unter diesen Bedingungen zu überleben, ihre Fähigkeit zur Reproduktion verloren haben. Durch die Einbringung menschlicher DNA soll das Überleben der Wesen gewährleistet werden. Diese Theorie ist insgesamt nicht abwegig, zumal auch hier auf der Erde durch die wachsende Umweltverschmutzung und die Anreicherung von Schadstoffen in der Nahrungskette der Prozentsatz an unfruchtbaren Männern und Frauen stetig ansteigt und irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft könnte dies  auch für die Menschheit ein Problem werden.

Eine andere Theorie geht davon aus, dass das Hybrid – Projekt im Zusammenhang mit der von den Menschen verursachten Umweltzerstörung und  den daraus resultierenden Umwälzungen steht.  Die Hybriden sind demnach eine Art „Versicherungsprogramm“ und sollen die Erde wieder besiedeln, falls die Menschheit die Zerstörung nicht mehr aufhalten könnte.

Für viele Betroffene sind die Erlebnisse, die mit dem Hybriden-Projekt zu tun haben, traumatisch und nicht selten mit einem intensiven Gefühl der Scham verbunden.  Hinzu kommt  besonders bei weiblichen Betroffenen oft auch der Schmerz über den Verlust des Kindes, zu dem sie aller Umstände zum Trotz eine intensive emotionale Verbindung aufbauen. Mack erwähnt in diesem Zusammenhang auch, dass sich in den letzten Jahren seiner Arbeit Fälle häuften, in denen die Betroffenen gerade auch im Hinblick auf das Hybriden-Projekt sehr intensive emotionale Beziehungen mit einem der Wesen aufbauten, welche die Betroffenen nicht selten in einen Gewissenskonflikt bezüglich ihres irdischen Lebens – oder Ehepartners bringen. In einem späteren Kapitel geht Mack auf dieses Phänomen aber nochmal ausführlicher ein.

Trotz der oft traumatischen Erfahrungen sehen sich die Betroffenen nicht unbedingt als Opfer, sondern als Teil einer lebenserhaltenden Mission.

Nona: „Ich fühle, dass sie uns gegenüber keine bösen Absichten haben und dass das alles einen Sinn hat. Sie sind nicht hier, um uns zu schaden. Stattdessen fühle ich Fürsorge uns gegenüber. […] Unsere Emotionen und unsere Wahrnehmung der Realität ist so anders als diese Erfahrungen, so dass dies an sich schon Panik auslöst. Wir haben Angst, verrückt zu werden. Wir habe Angst vor Halluzinationen. Wir haben Angst vor Alpträumen. Wir haben Angst vor allem, das wir nicht verstehen.“

Einige Betroffene, wie z.B. Karin fühlen sich sogar geehrt, Teil dieses Projektes zu sein.

„Ich respektiere sie. Ich verstehe nicht alles, was sie machen, aber egal welche Rasse vom Aussterben bedroht ist oder sich nicht mehr fortpflanzen kann – es macht mir nichts aus, Teil davon zu sein, eine neue zu erschaffen. Mein Ego wehrt sich dagegen, aber mein höheres Selbst ist vollkommen einverstanden mit diesem Prozess. Es geht hier um die Erschaffung von Leben.“

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