„Passport to the Cosmos“ – Teil 4

In den folgenden Kapiteln geht Mack auf die spirituelle Transformation ein, welche die Erfahrungen – unabhängig davon, wie traumatisch sie zunächst für die Betroffenen gewesen sein mögen – in fast allen Fällen mit sich bringen. Diese spirituelle Transformation ist dabei nicht ein Nebenprodukt der Erfahrungen, sondern deren eigentlicher Zweck. Der wichtigste Schritt in diesem Prozess ist die Überwindung der Furcht.

Nona: „Das, was uns paralysiert ist der Wiederstand. Wir dürfen nicht dagegen ankämpfen. Wir müssen uns öffnen. Es geht darum all die Mauern einzureißen, die wir um uns aufgebaut haben, um in dieser Welt sicher zu sein. (…) (Die Erlebnisse) ermöglichen eine Expansion des Geistes und der Seele hin zum Kosmos. Du erkennst, dass du nicht auf die Existenz als menschliches Wesen auf der Erde limitiert bist.“

Isabel: „Ich fühle, dass die außerirdischen Erfahrungen mir geholfen haben. Sie haben mir geholfen zu überleben.“
Mack: „Wieso das?“
Isabel: „Weil sie mich sehr viel gelehrt haben. Vor allem, dass das hier nicht alles ist, um was es im Leben geht. Das ist gar nichts im Hinblick auf das  Gesamtbild. Sie halten mich davon ab, mich zu sehr auf meine kleinen Probleme zu fokussieren. Vor meinen mehr beängstigenderen Erlebnissen trat ich auf der Stelle. In spiritueller Hinsicht hatte ich schon Staub angesetzt. Die Vorstellung, das Leben wäre  nur auf die physische, materielle Ebene beschränkt, ist weitaus traumatischer und setzt den Menschen in emotionaler und mentaler Hinsicht viel mehr zu.“

Isabel denkt, dass ihr gerade die traumatischen Erfahrungen in spiritueller Hinsicht besser geholfen haben, als es eine sanftere Methode erreicht hätte.

Abby: „Transzendenz ist das richtige Wort dafür. Du wächst über das, was du scheinbar über deine Existenz weißt, hinaus und erkennst, dass du tausendmal mehr bist und das die gewohnte Realität im Hinblick auf die Energiebene die niedrigste Stufe ist.“

Carol: „Die Angst, mit der wir konfrontiert werden, ist zu diesem Zeitpunkt für uns eine Notwendigkeit, um über uns hinauszuwachsen.“

Ich halte das Kontaktphänomen für ein Art Weckruf, der die Betroffenen aus der Illusion, die wir hier als Realität bezeichnen, wachrütteln soll. Die Menschheit hat einen Punkt in ihrer technologischen Entwicklung und Globalisierung erreicht, an dem es absolut notwendig ist, „aufzuwachen“, wenn eine Selbstvernichtung verhindert und eine höhere Evolutionsstufe erreicht werden soll. Wir haben nicht mehr die Option von selbst irgendwann einmal aufzuwachen, da uns die Zeit davon läuft. Wir benötigen eine Hand von außen, die uns an der Schulter packt und wachrüttelt. Wir tendieren dazu, diese Hand abzuschütteln und nach weiteren 5 Minuten zu bitten, die wir aber nicht mehr haben.

Abhängig vom individuellen Wesen der Betroffenen, geschehen die Kontakterlebnisse auf eine individuelle Art und Weise, die den einzelnen Betroffenen am besten erreichen. Wenn etwas bei einer Person funktioniert bedeutet das nicht, dass dies auch bei allen anderen der Fall ist. Deshalb unterscheiden sich die Erlebnisse von Person zu Person so signifikant. Sie sind auch abhängig vom „Schlafzustand“ des einzelnen. Einige befinden sich vielleicht nur noch in einem leichten Schlummer und es ist ausreichend, sie leicht an der Schulter zu berühren, um sie aufzuwecken. Andere befinden sich dagegen noch im Tiefschlaf und man muss ihnen die Decke wegziehen und ihnen einen nassen Lappen ins Gesicht werfen, um sie aufzuwecken. Natürlicherweise sind die Erlebnisse für letztere traumatischer, da man sie durch ihren Widerstand hindurch erreichen und an einen Punkt bringen muss, die Realität, in der sie leben, zu hinterfragen. Sobald man jedoch den Widerstand und die Ängste loslässt, transformieren sich die Erlebnisse und der Aufwachprozess beginnt.

Die durch das Kontaktphänomen hervorgerufene spirituelle Transformation geht oft mit zwei grundlegenden Erkenntnissen einher:

1.   Die einzig wirkliche Realität ist Bewusstsein, das ewigwährend ist und von dem wir alle ein Teil sind.
2.   Das, was wir für Realität halten, ist eine Illusion. Wir leben in einem multidimensionalen Universum, das aus reiner Energie besteht. Die verschiedenen Dimensionen entsprechen verschiedenen energetischen Schwingungsebenen.

Das Kontaktphänomen ist in den allermeisten Fällen mit Vorgängen verbunden, die sich mit der menschlichen Vorstellung einer materiellen Realität nicht erklären bzw. vereinbaren lassen, wie z.B. das Schweben durch Wände, Astralreisen etc. Menschen, die vom Kontaktphänomen betroffen sind oder dieses erforschen, stellen sich deshalb oft die Frage, ob sie es mit ETs oder mit Wesen aus einer anderen Dimension zu tun haben. Meinem Verständnis nach ist beides der Fall, da eine höhere Entwicklungsstufe mehr oder weniger zwingend auch Multidimensionalität nach sich zieht.

Die Quantenphysik besagt, dass feste Materie so wie wir sie in unserem Alltag wahrnehmen auf subatomarer Ebene gar nicht existiert, sondern dass die Realität vielmehr aus Energie und Schwingung besteht. Die physische Realität ist also nicht das, was sie zu sein scheint. Wir haben es nicht mit fester Materie, sondern mit Energie zu tun, aus welcher das gesamte Universum besteht. Energie kann nun in verschiedenen Ebenen oder Frequenzen existieren. Diese Energiefrequenzen oder Dimensionen der Realität durchdringen sich gegenseitig und um sie wahrzunehmen, muss man sich auf die entsprechenden Frequenzen „einstellen“.   Man kann das mit einem Radio vergleichen. Es gibt viele verschiedene Programme die gleichzeitig auf verschiedenen Frequenzen ausgestrahlt werden, aber man kann das Radio immer nur auf eine Frequenz einstellen und nur ein Programm hören. Alle anderen Programme werden weiterhin ausgestrahlt, aber man empfängt nur jenes, auf das das Radio eingestellt ist.

Die 3 D Realität repräsentiert eine bestimmte Vibration der universellen Energie. Wir sind auf diese Energie eingestellt und schwingen sozusagen auf ihrer Frequenz. Gleichzeitig haben wir die Fähigkeit verloren, uns auf andere Frequenzen einzustellen und diese ebenfalls wahrzunehmen. Am Beispiel mit dem Radio würde das bedeuten, dass der Regler kaputt gegangen ist und wir den Sender nicht mehr wechseln, sondern immer nur dasselbe Programm hören können.

John Mack: „Die veränderten Zustände und intensiven Emotionen, die ein wesentlicher Teil der Erfahrungen sind, scheinen die Grenzen zwischen dieser Ebene und der Realitätsebene, in der sich die Wesen befinden, niederzureißen. Diese Ebene scheint sich auf einer höheren Schwingungsfrequenz zu befinden und wer immer diese Wesen sein mögen, sie haben die Möglichkeit die Grenzen zwischen ihrer und unserer Realitätsebene aufzulösen. Sie können dann in unserer Welt agieren und gleichzeitig die Schwingungsfrequenz der Energie des Betroffenen erhöhen, so dass dieser in der Lage ist, ihre eigene Bewusstseinsebene oder Dimension zu betreten, in der sich die Wesen befinden.“

Karin: „Schwingungstechnisch fühlt es sich einfach anders an. Es ist so als hätte jemand eine Decke weggezogen (…) oder als hätte jemand einen Schalter umgelegt und die Wand verschwindet einfach.“

Karin sagt, dass die Auflösung der Grenzen zwischen den Dimensionen sie ihre Seele viel bewusster wahrnehmen lässt. „Man ist sich seines höheren Bewusstseins sehr bewusst – dieses Ding in dir, dass eigentlich du bist.“

Der – zumindest geistige – Wechsel zwischen verschiedenen Realitätsebene oder Dimensionen, ist kleinen Kindern noch sehr vertraut. Die entsprechende Fähigkeit wird einem aber im Laufe des Lebens durch die menschliche Gesellschaft quasi abtrainiert.

Greg: „(Als kleiner Junge) war ich gegenüber der Natur und anderen Ebenen unglaublich offen. Abends ins Bett zu gehen war für mich eines der aufregendsten Dinge, weil ich dann frei war. Wir lebten auf einer Farm und das war so bereichernd – all die Tiere – alles war für mich lebendig. Ich wechselte zwischen den Dimensionen. Ich ging ins Bett und traf verschiedene Leute und erlebte Dinge, die für mich ebenso real waren. Tatsächlich erlebte ich diese Dinge intensiver als mein anderes Leben.“

Zusammen mit der Erkenntnis einer multidimensionalen Realität geht auch die Erkenntnis einher, dass wir selbst multidimensionale Wesen sind, die auf zahlreichen Ebenen agieren und nach einem umfassenderen Plan agieren, der uns während unseres irdischen Daseins in den meisten Fällen aber nicht bewusst ist.

Isabel: „ Ich fühle, dass es da diesen viel größeren Teil von mir gibt, der all die anderen kleinen Existenzen überwacht, die zu leben ich mich entschieden habe. (…) Dieses wahre oder ewige Selbst kann nicht getötet werden und weiß, dass das Leben nur ein Spiel ist.“

Karin: „Ich lebe nun eine dreidimensionale Existenz, aber in diesem höheren Bewusstsein kenne ich keine Grenzen. In diesem Bewusstsein ist meine Seele nicht an Raum und Zeit gebunden.“

John Mack: „Wenn Betroffene den Schmerz und das Trauma überwinden, geschieht das meinem Verständnis nach weil sie sich auf einer Ebene bewusst werden, dass sie an einem Prozess teilnehmen, der nicht nur ihr eigenes Wachstum und ihre eigene Transformation beinhaltet, sondern ein Erwachen des Bewusstseins der gesamten Menschheit. Es ist so als würden sich ihre individuellen Psychen mit einem kosmischen Bewusstsein verbinden, mit dem sie intuitiv harmonieren.“

Karin: „Meine Erlebnisse ermöglichten es mir die tiefsten und dunkelsten Teile meiner Selbst zu erkennen und so die unendliche Liebe des „allen was ist“ zu finden, die in mir lebt. Ich werde nie wieder die sein, die ich war. Und doch gibt es kein Wort für das, was ich geworden bin. So muss sich eine Geburt anfühlen. Es ist so schmerzhaft, weil die Schönheit so groß ist.“

Das Konzept der Multidimensionalität und eines ewigwährenden Bewusstseins führt dann unweigerlich zur Frage nach dem Ursprung bzw. nach Gott oder „der Quelle“ oder wie immer man es auch nennen mag.

Eine grundlegende Lektion mit der Betroffene des Kontaktphänomens früher oder später konfrontiert werden ist das Konzept des universellen Einsseins, d.h. alles kommt aus derselben Quelle und bildet eine Einheit. Das multidimensionale Universum ist demnach die Quelle oder „Gott“ selbst und jedes Bewusstsein darin ist Teil des Ganzen und damit Teil von „Gott“ selbst. Innerhalb des Universums (oder Universen) erschafft sich die Quelle eine Myriade Möglichkeiten, sich selbst zu erfahren. Und eine grundlegende Erfahrung eines irdischen Lebens, wie es sich im Moment darstellt, ist die Trennung. Wir leben in der Illusion, dass wir voneinander und vom Rest der Schöpfung getrennt sind und keinerlei Verbindung existiert. Dieser Trennungsgedanke zieht sich durch unser ganzes Leben und prägt nicht zuletzt auch unsere Weltreligionen, deren Zentralfigur meist ein von seiner Schöpfung getrennter Schöpfer ist.

Diese Illusion der Trennung kann verhängnisvoll sein und auf einen Pfad der Selbstzerstörung führen. Andererseits erschafft die Erfahrung der Trennung aber auch die Möglichkeit, die Illusion zu überwinden, sich wiederzuverbinden und sich der eigenen Schöpfungskraft bewusst zu werden.

Es gibt verschiedene spirituelle Techniken wie z.B. Tiefenmeditation, welche eine Rückverbindung zur Quelle wiederherstellen können. Diese Methoden sind oft mühsam und langwierig. Die Kontakterlebnisse stellen für viele Betroffen eine Art Abkürzung dieses Prozesses dar. Die Wesen werden dabei oft als eine Art Botschafter oder „Brücke“ zur Quelle betrachtet.

Karin: „(Die Wesen) stellen eine Art Zwischenglied oder Übersetzer dar, welche die Kluft, die sich zwischen Menschen und „dem Einen“ gebildet hat. Für uns muss die Botschaft von der göttlichen Quelle von jemandem kommen, der bereits mit ihr verbunden ist.“

In einigen Fällen wird den Betroffen von den Wesen auch mitgeteilt, dass sie eigentlich Energiewesen sind, jedoch eine körperliche Form annehmen müssen, wenn sie mit uns auf der physischen Ebene interagieren wollen.

Carol: „Diese Wesen begreifen mehr über das Universum und die Beziehung aller Lebewesen darin. Die Kommunikation mit diesen Wesen beschert mir einen unglaublichen Trost, weil sie mir helfen etwas zu fühlen, dass ich nicht sehen, berühren, riechen oder schmecken kann. Sie helfen mir, mich der universellen Quelle näher zu fühlen.“

Catherine: „Die Quelle ist nicht an irgendeine bestimmte Dimension, an ein Universum oder an die Zeit gebunden wie wir sie kennen. Es ist die Energie, die alles einhüllt. Es ist die Energie, die alle Dinge zu dem macht, was sie sind, die ihnen Leben und Energie gibt.“

Will: „Die Liebe dort ist unglaublich. Dort herrscht eine Tiefe, die hier einfach nicht existiert. (…) Dort herrscht eine Tiefe der Verbundenheit und Empfindungen. Es ist so, als wäre man auf einer Ebene eins und trotzdem bleibt das Gefühl der Individualität bestehen. (…) Es gibt nichts, das nicht verstanden wird. Es gibt nichts, das nicht getan werden könnte. Es ist eine Liebe, die man nicht beschreiben kann. Und jetzt wissen Sie, warum ich so wütend bin, dass ich hier (auf der Erde) sein muss.“

 

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