{"id":436,"date":"2010-04-11T15:13:30","date_gmt":"2010-04-11T13:13:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abduction.de\/blog\/?p=436"},"modified":"2019-02-02T14:39:36","modified_gmt":"2019-02-02T13:39:36","slug":"psychopathologie-und-abductionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abduction.de\/blog\/gedanken\/kommentare\/psychopathologie-und-abductionen\/","title":{"rendered":"Psychopathologie und Entf\u00fchrungen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: x-large;\"><a title=\"top\" name=\"top\"><\/a><\/span><strong>Zusammengestellt von Hermann E. Bossi<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die hier verwendeten Begriffe entstammen den folgenden Websites, die zu genauerer Information zu empfehlen sind: <a href=\"http:\/\/icd.web.med.uni-muenchen.de\/\/ALL\/A00-Z99.html#F00-F99\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Uni M\u00fcnchen<\/a> , <a href=\"http:\/\/www.m-ww.de\/krankheiten\/psychische_krankheiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Medicine Worldwide &#8211; Psychische Krankheiten<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.panikattacken.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Panikattacken<\/a>. Die hier und auch in den erw\u00e4hnten Seiten aufgelisteten Symptome sollten dem Interessierten Information bieten, aber keineswegs zur Selbstdiagnose benutzt werden. Sollten Sie den Verdacht haben, an einer psychischen Erkrankung zu leiden, kl\u00e4ren Sie das mit Ihrem Psychiater ab. Oftmals interpretiert man eigene Symptome falsch und redet sich ein Krankheitsbild ein. Auch wenn Sie das Gef\u00fchl haben, dass einige der Punkte auf sie zutreffen, sollten Sie sich bewusst sein, dass vieles auf jeden von uns zutrifft, und dass Intensit\u00e4t und Kombination von Symptomen dar\u00fcber entscheiden, ob das Verhalten normal oder pathologisch ist. Auch werden kaum je reine Symptome beschrieben, sondern zumeist Mischformen verschiedenen Erkrankungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"#x1\">Entf\u00fchrung und Psychopathologie<\/a> von Hermann E. Bossi<br \/>\n<a href=\"#a1\">Abh\u00e4ngige (asthenische) Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#a2\">Agoraphobie<\/a><br \/>\n<a href=\"#a3\">Akute vor\u00fcbergehende psychotische St\u00f6rungen<\/a><br \/>\n<a href=\"#a4\">Anankastische (zwanghafte) Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#a5\">Andauernde Pers\u00f6nlichkeits\u00e4nderung nach Extrembelastung<\/a><br \/>\n<a href=\"#a6\">\u00c4ngstliche (vermeidende) Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#a7\">Angstschwindel<\/a><br \/>\n<a href=\"#b1\">Borderline-St\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#c1\">CFS (Chronical Fatigue Syndrom, Burnout Syndrom)<\/a><br \/>\n<a href=\"#d1\">Depersonalisationsst\u00f6rungen<\/a><br \/>\n<a href=\"#d2\">Depressionen und Manien<\/a><br \/>\n<a href=\"#d3\">Dissoziale Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#d4\">Dysthymie<\/a><br \/>\n<a href=\"#e1\">Emotional instabile Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#e2\">Exhibitionismus<\/a><br \/>\n<a href=\"#f4\">False Memory Syndrom<\/a><br \/>\n<a href=\"#f1\">Fetischismus<\/a><br \/>\n<a href=\"#f2\">Folie a Deux (Induzierte wahnhafte St\u00f6rung)<\/a><br \/>\n<a href=\"#f3\">Frigidit\u00e4t<\/a><br \/>\n<a href=\"#h1\">Histrionische Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#h2\">Hyperkinetische St\u00f6rungen<\/a><br \/>\n<a href=\"#i1\">Ichdystone Sexualorientierung<\/a><br \/>\n<a href=\"#i2\">Internet-Sucht<\/a><br \/>\n<a href=\"#k1\">Kleptomanie<\/a><br \/>\n<a href=\"#l1\">Liebeskummer<\/a><br \/>\n<a href=\"#m1\">Mobbing <\/a><br \/>\n<a href=\"#n1\">Neurologische Erkrankungen<\/a><br \/>\n<a href=\"#p1\">P\u00e4dophilie<\/a><br \/>\n<a href=\"#p2\">Panik<\/a><br \/>\n<a href=\"#p3\">Panikattacke<\/a><br \/>\n<a href=\"#p4\">Paranoia (Wahnhafte St\u00f6rung)<\/a><br \/>\n<a href=\"#p5\">Paranoide Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#p6\">Pathologisches Spielen<\/a><br \/>\n<a href=\"#p7\">Phobien<\/a><br \/>\n<a href=\"#p8\">Posttraumatische Belastungsst\u00f6rungen<\/a><br \/>\n<a href=\"#p9\">Psychische Erkrankungen<\/a><br \/>\n<a href=\"#p10\">Pyromanie<\/a><br \/>\n<a href=\"#s1\">Sadomasochismus<\/a><br \/>\n<a href=\"#s2\">Schizoide Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#s3\">Schizophrenie<\/a><br \/>\n<a href=\"#s4\">Schizotype St\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#s5\">Sexuelle Beziehungsst\u00f6rung<\/a><br \/>\n<a href=\"#s6\">Sexuelle Reifungskrise<\/a><br \/>\n<a href=\"#s7\">Soziale Phobie (Soziophobie)<\/a><br \/>\n<a href=\"#s8\">Stereotype Bewegungsst\u00f6rungen<\/a><br \/>\n<a href=\"#s9\">St\u00f6rungen des Sozialverhaltens<\/a><br \/>\n<a href=\"#t1\">Tic- und Tourettest\u00f6rungen<\/a><br \/>\n<a href=\"#t2\">Transsexualismus<\/a><br \/>\n<a href=\"#t3\">Trichotillomanie<\/a><br \/>\n<a href=\"#v1\">Voyeurismus<\/a><br \/>\n<a href=\"#z1\">Zwangsst\u00f6rungen<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"x1\" name=\"x1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Entf\u00fchrung und Psychopathologie<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Abductions-Syndrom wird auch heute noch nicht als f\u00fcr sich existierendes Ph\u00e4nomen anerkannt. Auch wenn einige Psychologen und Psychiater heute bedeutende Forschungen zu diesem Thema vorweisen k\u00f6nnen, werden diese in der breiten Fachwelt nicht anerkannt oder ignoriert. Statt dessen sieht sich der\/die Entf\u00fchrte der Situation gegen\u00fcber, dass der Psychologe oder Psychiater nicht weiss, was er mit dem Thema anfangen soll. Einige gehen schulterzuckend dar\u00fcber hinweg, andere hingegen geben sich klassischen Erkl\u00e4rungsversuchen hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine h\u00e4ufig in Verbindung mit dem Abduction-Ph\u00e4nomen gestellte Diagnose ist Schizophrenie. Um zu dieser Deutung zu kommen, muss der Psychologe oder Psychiater annehmen, dass es sich bei den beschriebenen Erfahrungen um Halluzinationen handelt, dass die damit verbundenen Handlungen Wahnvorstellungen entsprechen und dass sich sogenannte Ich-St\u00f6rungen einstellen. Als Halluzinationen gelten unter anderem Gestalten, die man erblickt, aber auch Stimmen im Kopf. Charakteristisch f\u00fcr eine Halluzination ist aber, dass sie sich auf eine einzelne Person beschr\u00e4nkt. Nun kommt es aber vor, dass ganze Familien die selben Vorg\u00e4nge beschreiben, leiden also Ehegatten sowie deren Kinder unter den selben Halluzinationen? Die Wissenschaft d\u00fcrfte hier wohl kontern, dass es sich bei der Schizophrenie um eine Krankheit handelt, die genetisch weiter gegeben werden kann. Aber erkl\u00e4rt sich damit auch, dass die &#8222;Halluzinationen&#8220; so gut \u00fcbereinstimmen? Noch unwahrscheinlicher ist, dass Eltern ihren Kindern halluzinationsf\u00f6rdernde Substanzen (z.B. Psilopilze) einfl\u00f6ssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wahnhafte Vorstellungen werden unterstellt, wenn der Patient zum Beispiel das Bed\u00fcrfnis hat, vor dem Einschlafen s\u00e4mtliche K\u00e4sten zu durchsuchen, die Fenster und T\u00fcren zu kontrollieren und oftmals auch in der N\u00e4he seines Ruheplatzes eine geladene Flinte griffbereit hat. Solches Verhalten wird als Wahn angesehen, insbesondere als eine Form des Verfolgungswahnes. Die Psychologie geht dabei davon aus, dass diese wahnhaften \u00c4ngste keine reale Begr\u00fcndung haben, sondern in den Halluzinationen zu suchen sind. Doch w\u00fcrde jemand auch einem Menschen Wahn unterstellen, der sich in gleicher Weise verh\u00e4lt, da in seinem Wohnquartier h\u00e4ufig Einbr\u00fcche und Raub\u00fcberf\u00e4lle geschehen? Die Wahns-Vorstellung ist also nur insofern konsistent, als dass die Ursache als Halluzination erwiesen werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter scheint der Vorgang der Entf\u00fchrung an und f\u00fcr sich der Ich-St\u00f6rung zu entsprechen. So ist ein typisches Merkmal der Entf\u00fchrungen, dass physikalische Gesetze aufgehoben scheinen. Aliens und Entf\u00fchrte diffundieren m\u00fchelos durch W\u00e4nde. Mit dem blauen Lichtstrahl schliesslich betritt der\/die Entf\u00fchrte eine g\u00e4nzlich fremdartige Welt. Weiter best\u00e4rkt wird diese Einsch\u00e4tzung dadurch, dass die Kommunikation mit den fremden Wesen in telepathischer Weise geschieht. Doch erkl\u00e4rt diese Deutung nicht, wieso Entf\u00fchrte an g\u00e4nzlich anderen Orten gefunden werden (und das sogar bei nach wie vor verschlossenen Fenstern und T\u00fcren), woher ihre Narben stammen und was es mit den Implantaten auf sich hat. Auch erkl\u00e4rt das nicht, wieso Ehepartner gelegentlich zusehen m\u00fcssen, wie ihr liebster Mensch vor ihren Augen entf\u00fchrt wird, ohne dass sie etwas dagegen unternehmen k\u00f6nnen. Weiter waren auch viele Entf\u00fchrte physisch verschwunden, also wirklich weg, und nicht nur in ihrer Einbildung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ferner kommt hinzu, dass andere Merkmale einer Schizophrenie nicht nachweisbar sind. Zudem soll darauf hingewiesen werden, dass die Diagnose der Schizophrenie ung\u00fcltig ist, wenn eine manisch-depressive St\u00f6rung vorliegt. Auch erkl\u00e4rt die Schizophrenie-Hypothese nicht, wie es dann bei vielen Entf\u00fchrten zu posttraumatischem Stresssyndrom kommt. Soll ein solches wirklich von &#8222;Halluzinationen&#8220; ausgel\u00f6st sein? Wenn wir den Beschreibungen zu diesem Syndrom Glauben schenken wollen, steht diese These dazu im Widerspruch, denn anscheinend geht es um die mangelhafte Verarbeitung einer realen, nicht eingebildeten Traumatisierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Vorwurf, der von Seiten der Skeptiker eingebracht wird, besteht im False Memory Syndrome, das insbesondere als Kritik-Punkt gegen hypnotische Regression eingebracht wird. So soll es durchaus m\u00f6glich sein, dass der Hypnotiseur einen namhaften Einfluss auf die Erinnerungen habe, und dass auf diese Weise absurde Erinnerungen wie UFO-Entf\u00fchrungen zustande kommen. Das d\u00fcrfte aber wohl etwas sehr einfach sein, wenn auch die h\u00e4ufige Beschreibung von Greys schon den Gedanken aufkommen l\u00e4sst, ob da nicht eine vors\u00e4tzliche Manipulation vorliegt. Der Grey ist heute der Inbegriff des typischen Ausserirdischen, und hat in dieser Weise sogar Einzug in die Popkultur gehalten. Nichtsdestotrotz erscheint es eher unlogisch, dass alle Therapeuten, die Hypnose einsetzen, zu diesen schwarzen Schafen geh\u00f6ren. Seri\u00f6se Therapeuten halten sich an Schemata, die verf\u00e4lschte Erinnerungen weitgehend vermeiden sollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das menschliche Ged\u00e4chtnis ist nachweislich nicht perfekt, und Erinnerungen k\u00f6nnen sich, wie in Tests nachgewiesen wurde, stark \u00e4ndern. Nichtsdestotrotz kann das nicht einfach vorgebracht werden, um jede bewusst erlebte Entf\u00fchrung zu negieren! Ansonsten m\u00fcssten wir doch langsam alles in Frage stellen, was nur auf Beobachtungen basiert. Das Beobachten eines Mordes ist doch auch eine ziemlich heftige Angelegenheit, denoch wird den Zeugen zugemutet, dass sie ihre Erinnerung in eine Aussage packen sollen. Aber darf man dieser Aussage wirklich glauben? Kann nicht der Schock \u00fcber das entsetzliche Ereignis die Erinnerung ver\u00e4ndert haben? Und kann ein so aufgestelltes T\u00e4terprofil noch glaubhaft sein?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist symptomatisch, dass alles, was nicht ins g\u00e4ngige Weltbild passt, was nicht unserer bekannten physikalischen Realit\u00e4t entspricht, durch &#8222;vern\u00fcnftige&#8220; Erkl\u00e4rungen gedeutet wird. Doch bei n\u00e4herer Betrachtung zeigt sich, dass diese vern\u00fcnftigen Erkl\u00e4rungen gar nicht so vern\u00fcnftig sind. Sie sind nicht in der Lage, die physikalischen Unstimmigkeiten zu erkl\u00e4ren, wie das nachweisbare Verschwinden von Leuten bis hin zu unwahrscheinlich erscheinenden Ortsverschiebungen (im Extremfall von Buenos Aires nach Mexico City!). Ebenso k\u00f6nnen physisch auftretende Narben nicht in dieser Weise gedeutet werden, und schon gar nicht die Implantate. Zus\u00e4tzlich gibt es noch andere Merkw\u00fcrdigkeiten wie spontane Heilungen, oder aber k\u00f6rperlicher Erkrankungen, deren Ursache unbekannt bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schulmediziner betrachtet ein Ph\u00e4nomen immer nur aus seinem Blickwinkel. Doch wenn wir andere Erkenntnisse der UFO-Forschung und der Parapsychologie betrachten, dann ergibt sich ein deutlich weiteres Feld. Interessant sind hierbei insbesondere physikalische Effekte im Zusammenhang mit UFO-Sichtungen. Das geht von Radar-Blips bis hin zu Dematerialisationen, Teleportationen, Ver\u00e4nderung des Raum-Zeitgef\u00fcges, Umwandlung des Bodenchemismus, Mutationen von Insekten sowie Pflanzen und so weiter. Auch das Verhalten der Tiere bei einer UFO-Sichtung sollte uns zu denken geben. Rinder geraten in Panik, Hunde verkriechen sich \u00e4ngstlich. Im Zusammenhang dazu steht auch die vielbeschriebene Weigerung von Hunden, einen Kornkreis zu betreten. Auch in Kornkreisen treten \u00e4hnliche Ph\u00e4nomene auf wie bei Begegnungen der zweiten Art. So wurden mysteri\u00f6se Lichteffekte beobachtet, die keine sichtbare Quelle aufwiesen. Partylaser sind inzwischen jedem bekannt und d\u00fcrfen als billige Erkl\u00e4rung ausgeschlossen werden! Einen solchen in einem Kornfeld zu installieren und zu betreiben w\u00e4re ein ziemlich kostspieliger Spass &#8211; vergessen wir das lieber! Der Bodenchemismus ist in Kornkreisen merklich ver\u00e4ndert, die Anzahl magnetisierter Partikel nimmt gegen das Zentrum in guter Linearit\u00e4t zu. Ebenso h\u00e4ufig beobachtet wird das Versagen elektronischer Ger\u00e4te in Kornkreisen, ohne dass ein reeller physikalischer Grund genannt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir befinden uns also in einem Gebiet, in dem sich physische und psychische Effekte \u00fcberschneiden. Diese Ebene ist das Forschungsgebiet der Parapsychologie. Was so wissenschaftlich klingt gilt immer noch als Pseudowissenschaft, obwohl sich die Parapsychologie in Bezug auf ihre Beweisfindung streng wissenschaftlichen Prinzipien verpflichtet hat. Die klassischen Wissenschaftler wollen parapsychologisch ermittelten Signifikanzen keine Beweiskraft zugestehen, da ihre Zusammenh\u00e4nge absurd erscheinen. Doch sind die von der Wissenschaft gest\u00fctzten Zusammenh\u00e4nge immer glaubhaft? Die unz\u00e4hligen, einander entgegengesetzten Modelle, welche das Weltklima beschreiben wollen, sollten zum Nachdenken anregen! Auch kann die messbare Abweichung der Ausrichtung eines foucaultschen Pendels w\u00e4hrend einer Sonnenfinsternis durch unsere g\u00e4ngigen Theorien immer noch nicht erkl\u00e4rt werden &#8211; trotzdem kann niemand dieses Ph\u00e4nomen leugnen. Viele merkw\u00fcrdige Ph\u00e4nomene verweigern sich nach wie vor einer &#8222;vern\u00fcnftigen&#8220; Erkl\u00e4rung, auch wenn uns das neunmalkluge Entlarver weismachen wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer noch wird eine starke Trennlinie zwischen physikalischer und spiritueller Welt gezogen. Der westliche Mensch betrachtet die Umwelt analytisch. Sein Denken ist durchwegs atomistisch, beherrscht vom Gedanken, der Sache auf den Grund zu gehen. Doch hat diese Suche zur Entdeckung immer tiefer liegender Zusammenh\u00e4nge geliefert. Insbesondere die Quantenwelt und der Urknall stellen eine unerwartete Herausforderung an den menschlichen Geist dar. Auch die Entwicklung des Universums verlangt von unseren Kosmologen immer mehr Zugest\u00e4ndnisse an die Existenz noch unbekannter Kr\u00e4fte oder Gesetzm\u00e4ssigkeiten. Mit den Superstring- und Brane-Theorien (siehe Kasten) sehen wir uns mit immer abstrakteren Modellen konfrontiert, welche eine v\u00f6llig fremdartigeWelt beschreigen. Damit kommen wir zur Problematik mit der Psychologie: Sie definiert, was normal und was fremdartig sei. Doch was wir wahrnehmen, ist in Wahrheit nur ein Konstrukt unserer Sinne in unserem Geist. Wir sehen ein Bild von der Welt, und das ist ein offensichtlich verzerrtes Bild. Von 11 vermuteten Dimensionen nehmen wir grad mal drei als solche wahr, bei der vierten hapert es schon mit der Anschaulichkeit. Auch zweifeln Physiker wie Stephen Hawking an der Allgemeing\u00fcltigkeit physikalischer Gesetze ausserhalb des beobachtbaren Raumes. Unsere Gesetze beschreiben das, was wir innerhalb unserer vier Dimensionen wahrnehmen, jedoch sind sie nicht in der Lage, die Beeinflussung durch uns nicht zug\u00e4ngliche Dimensionen zu beschreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der UFO-Entf\u00fchrung sowie den anderen aufgef\u00fchrten Ph\u00e4nomenen scheint eine Beeinflussung durch eine uns nicht zug\u00e4ngliche Welt statt zu finden. Das w\u00fcrde auch erkl\u00e4ren, wieso sich paranormale Ph\u00e4nomene nicht wissenschaftlich beschreiben lassen. Wir haben keinen direkten Zugang zu dieser Welt, w\u00e4hrend sie jederzeit unsere Welt beeinflussen kann. So kann auch das Erschaffen und Aufl\u00f6sen von Materie als direkte Einflussnahme gedeutet werden. UFO&#8217;s k\u00f6nnten durchaus physikalische K\u00f6rper sein, sind sichtbar, h\u00f6rbar, k\u00f6nnen die Umgebung ver\u00e4ndern, lassen sich auf Radar aufzeichnen, m\u00fcssen aber nicht das sein, als was sie uns erscheinen, sondern m\u00f6glicherweise lediglich Projektionen aus einer h\u00f6heren Dimension. Johannes Fiebag nannte diese M\u00f6glichkeit das Virtual-Reality-Szenario, womit er auch erkl\u00e4rte, wie die verschiedenen UFO-Formen und Alientypen zu stande kommen k\u00f6nnen. Moderne Theorien wollen im Urknall eine \u00dcberlagerung von zwei Branes erkennen. Wir befinden uns auf einer Bran, welche von anderen Branes gekreuzt und beeinflusst werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch verlassen wir nun das Feld der physikalischen Realit\u00e4t und wenden uns wieder der Psychologie zu. Denn einige Psychologen haben sich, allem Widerstand zum Trotz, dem unsinnigen Abduction-Ph\u00e4nomen hingegeben und es wissenschaftlich untersucht. Die daraus ableitbaren Ergebnisse sind durchaus bemerkenswert. John Mack zum Beispiel, seines Zeichens Harvard-Professor der Psychiatrie, will keinen Zweifel an der Realit\u00e4t der Entf\u00fchrungserlebnisse aufkommen lassen. Ein deutscher Testpsychologe untersuchte die psychische Konstitution von Abductees, dabei konnte er das Vorurteil nicht best\u00e4tigen, dass Abductees Schizophrene seien. Diese sind nach der Studie in der Minderzahl, der Anteil an &#8222;Psychopathen&#8220; betrug gerade mal 6%. Dieser Psychologe hat allerdings die diesbez\u00fcglichen Forschungen eingestellt und w\u00fcnscht aus guten Gr\u00fcnden (die dem Autor bekannt sind, aber hier aus Diskretion nicht genannt werden) nicht mehr mit der Sache konfrontiert zu werden! Der Autor bittet, dass dieser Bitte mit geb\u00fchrendem Respekt Folge geleistet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.abduction.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/psychopathologie-und-abductionen_html_m316eeca41.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-444\" title=\"psychopathologie und abductionen_html_m316eeca4\" src=\"https:\/\/www.abduction.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/psychopathologie-und-abductionen_html_m316eeca41.jpg\" alt=\"\" width=\"438\" height=\"547\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ansonsten stellen Abductees einen repr\u00e4sentativen Querschnitt der Bev\u00f6lkerung dar, womit auch soziale Ursachen nicht als Erkl\u00e4rung geltend gemacht werden k\u00f6nnen. <strong>Dr. Hans-Martin Z\u00f6llner <\/strong>aus Z\u00fcrich entwickelte ein eigenes Differentialdiagnostik-Schema f\u00fcr vom Abductions-Ph\u00e4nomen Betroffene. Dabei untersuchte er auch, in welcher Weise die Verarbeitung des Erlebten sich auswirkte. Leider kann Herr Z\u00f6llner seine grossartige Arbeit nicht mehr weiterf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.abduction.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/psychopathologie-und-abductionen_html_m1dcc1301.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-445\" title=\"psychopathologie und abductionen_html_m1dcc130\" src=\"https:\/\/www.abduction.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/psychopathologie-und-abductionen_html_m1dcc1301.png\" alt=\"\" width=\"489\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.abduction.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/psychopathologie-und-abductionen_html_m1dcc1301.png 611w, https:\/\/www.abduction.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/psychopathologie-und-abductionen_html_m1dcc1301-300x215.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 489px) 100vw, 489px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schweizer Psychologe <strong>Dr. Remo Roth<\/strong> fand im Rahmen seiner Besch\u00e4ftigung auch viele Parallelen zu anderen parapsychologischen Ph\u00e4nomenen. Kann es also sein, dass gewisse Menschen, z.B. in Form von Out of Body Experiences, Meditation, Schamanistischen Praktiken oder Nahtodeserfahrungen einen Zugang in eine andere Bran erlangen? W\u00e4hrenddem die andere Welt sich in Form von Kornkreisen, Abductionen, UFO&#8217;s und Kryptoiden (z.B. Yeti, Nessi etc.) bemerkbar macht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider muss gesagt werden, dass solche Wissenschaftler immer noch die Ausnahme darstellen und nur allzu oft bei der Ausf\u00fchrung weiterer Forschungen behindert werden. Abductions-Forschung hat keinen Platz in der universit\u00e4ren Wissenschaft und muss auch heute noch im privaten Rahmen betrieben werden. Somit muss auch auf l\u00e4ngere Sicht bef\u00fcrchtet werden, dass viele Abductees mit Fehldiagnosen abgespiesen werden, und aufgrund einer fehlerhaften Diagnose auch noch mit nicht angemessener Psychopharmaka behandelt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hermann E. Bossi<\/p>\n<table class=\"system-pagebreak\" style=\"background-color: #888488;\" border=\"4\" width=\"90%\" cellspacing=\"2\" cellpadding=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr class=\"system-pagebreak\" align=\"center\" valign=\"middle\">\n<td>\n<div>\n<p><strong>Branes<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p>In den letzten Jahrzehnten wurde grosse Fortschritte erzielt, was die Beschreibung des Mikrokosmos betrifft. Der grosse Zoo der Elementarteilchen konnte auf eine Kombination von 6 Quarks zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, daneben gibt es noch sechs Leptonen. Zu all diesen Teilchen gibt es nat\u00fcrlich auch entsprechende Antiteilchen. Die Kr\u00e4fte werden von 13 verschiedenen Bosonen \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Da im Reich der Quarks und Leptonen eine Systematik vorliegt, kamen die Theoretiker schnell darauf, dass ein noch grundlegenderes System vorliegen muss. Dazu wurden verschiedene Pr\u00e4quark-Modelle diskutiert, wie Pr\u00e4onen oder Rishons. Leider hatten diese Modelle einen schweren theoretischen Nachteil, n\u00e4mlich dass diese kleineren Teilchen zusammen mehr Energie aufweisen, als es das resultierende Teilchen h\u00e4tte, also m\u00fcsste bei der Bindung Energie freigesetzt werden.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Ein anderes Modell wurde entwickelt, dass in den verschiedenen Elementarteilchen den Ausdruck schwingender F\u00e4den erkennt. Diese wurden Superstrings genannt. Neben den Elementarteilchen gibt es innerhalb der Physik noch weitere Probleme, wie den Urknall oder die schwarzen L\u00f6cher. In diesen Grenzf\u00e4llen kommt man mit den herk\u00f6mmlichen Theorien, Quantenchromodynamik (die Lehre der Quarks) sowie der allgemeinen Relativit\u00e4tstheorie zu widerspr\u00fcchlichen Ergebnissen. Insbesondere gelang es, drei der vier Grundkr\u00e4fte in der SU5-Theorie zu vereinigen, jedoch war es nicht m\u00f6glich, auch die Gravitation mit einzubeziehen. Daraus erwuchs die Idee einer Supergravitation sowie einer Supersymmetrie, welche aber zus\u00e4tzlicher Dimensionen bedurfte.<\/p>\n<p>Aus den verschiedenen Stringtheorien und der Supergravitation kondensierte schliesslich eine vereinheitlichte Stringtheorie. Strings k\u00f6nnen offene oder geschlossene F\u00e4den sein, die in 11 Dimensionen schwingen. Aus den verschiedenen Schwingungszust\u00e4nden lassen sich die Massen der Teilchen herleiten. Eine weiterentwickelte Form ist die Brantheorie. Bran ist ein Kunstwort f\u00fcr Membran, jedoch kann eine Bran mehrdimensional sein. In einem 11-dimensionalen Kontinuum kann eine Bran bis zu 10 Dimensionen aufweisen.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrte zur Annahme, dass unser Universum eine Bran darstellt, also eine Grenzfl\u00e4che in einem weiteren Raum. Eine solche Bran kann in diesem Super-Raum gekr\u00fcmmt sein, ohne dass wir etwas davon merken w\u00fcrden. So kann es durchaus sein, dass eine Milliarden von Lichtjahren entfernte Galaxis \u00fcber den Super-Raum nur gerade mal einen Milimeter von uns entfernt ist. Die einzige uns bekannte Kraft, welche aus der Bran hinaus wirken soll, sei \u00fcbrgiens die Gravitation.<\/p>\n<p>Eine weitere Konsequenz der Bran-Theorie ist, dass nicht nur die selbe Brane gefaltet sein k\u00f6nnte, sondern dass andere Branes parallel zu unserer liegen und gelegentlich diese sogar durchdringen k\u00f6nnten. Der Urknall wird auf eine Interaktion zweier solcher Branes zur\u00fcckgef\u00fchrt, und unsere Welt w\u00e4re wohl die daraus erfolgende St\u00f6rungswelle. Physiker k\u00f6nnen sich durchaus vorstellen, dass es andere Universen gibt, in denen nicht zwangsweise die selben Gesetze vorherrschen wie im Unsrigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der nun folgende Teil soll die verschiedenen Krankheitsbilder, welche in der Psychopathologie bekannt sind, kurz erl\u00e4utern:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"a1\" name=\"a1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Abh\u00e4ngige (asthenische) Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Personen mit dieser Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung verlassen sich bei kleineren oder gr\u00f6\u00dferen Lebensentscheidungen passiv auf andere Menschen. Die St\u00f6rung ist ferner durch gro\u00dfe Trennungsangst, Gef\u00fchle von Hilflosigkeit und Inkompetenz, durch eine Neigung, sich den W\u00fcnschen \u00e4lterer und anderer unterzuordnen sowie durch ein Versagen gegen\u00fcber den Anforderungen des t\u00e4glichen Lebens gekennzeichnet. Die Kraftlosigkeit kann sich im intellektuellen emotionalen Bereich zeigen; bei Schwierigkeiten besteht die Tendenz, die Verantwortung anderen zuzuschieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"a2\" name=\"a2\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Agoraphobie<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Agoraphobie bezeichnet man nicht nur alle \u00c4ngste vor offenen Pl\u00e4tzen, sondern auch alle \u00c4ngste vor \u00f6ffentlichen Orten, Situationen und Menschenansammlungen, wo beim pl\u00f6tzlichen Auftreten einer unerwarteten oder durch die Situation ausgel\u00f6sten Panikattacke oder \u00e4hnlichen, milderen Symptomen (Schwindel, Ohnmachtsangst, Herzrasen, Schwitzen, Verlust der Blasen-\/Darmkontrolle usw.) eine Flucht schwierig oder peinlich w\u00e4re oder aber keine Hilfe verf\u00fcgbar w\u00e4re. Besonders angstmachend ist die Vorstellung, die Kontrolle \u00fcber sich und die K\u00f6rperreaktionen zu verlieren, in der \u00d6ffentlichkeit umzufallen und hilflos liegen zu bleiben oder der Reaktion der Umwelt ausgeliefert zu sein bzw. durchzudrehen und verr\u00fcckt zu werden.<br \/>\nPhobische Situationen werden konsequent gemieden, wenn kein Fluchtweg in Aussicht ist, oder k\u00f6nnen nur unter gro\u00dfer Angst und Belastung durchgestanden werden. Manche Agoraphobiker erleben aktuell wenig Angst, weil es ihnen gelingt, den gef\u00fcrchteten Situationen auszuweichen. Als Folge der Angst bestehen entweder Einschr\u00e4nkungen der Bewegungsfreiheit, vor allem beim Reisen, die Notwendigkeit einer Begleitperson au\u00dferhalb der Wohnung, oder die phobischen Situationen k\u00f6nnen nur unter intensiver Angst durchgestanden werden.<br \/>\nDas ausgepr\u00e4gte Vermeidungsverhalten f\u00fchrt oft zu einem totalen R\u00fcckzug in die eigene Wohnung und damit zur sozialen Isolierung. Doch auch zu Hause kann das Gef\u00fchl der Sicherheit verloren gehen durch die Angst vor dem Alleinsein, wo die besch\u00fctzende Wirkung vertrauter Personen fehlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"a3\" name=\"a3\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Akute vor\u00fcbergehende psychotische St\u00f6rungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine heterogene Gruppe von St\u00f6rungen, die durch den akuten Beginn der psychotischen Symptome, wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen und andere Wahrnehmungsst\u00f6rungen, und durch eine schwere St\u00f6rung des normalen Verhaltens charakterisiert sind. Der akute Beginn wird als Crescendo-Entwicklung eines eindeutig abnormen klinischen Bildes innerhalb von 2 Wochen oder weniger definiert. Bei diesen St\u00f6rungen gibt es keine Hinweise f\u00fcr eine organische Verursachung. Ratlosigkeit und Verwirrtheit kommen h\u00e4ufig vor, die zeitliche, \u00f6rtliche und personale Desorientiertheit ist jedoch nicht andauernd oder schwer genug, um die Kriterien f\u00fcr ein organisch verursachtes Delir zu erf\u00fcllen. Eine vollst\u00e4ndige Besserung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Monate, oft bereits nach wenigen Wochen oder nur Tagen. Wenn die St\u00f6rung weiterbesteht, wird eine \u00c4nderung der Kodierung notwendig. Die St\u00f6rung kann im Zusammenhang mit einer akuten Belastung stehen, definiert als belastendes Ereignis ein oder zwei Wochen vor Beginn der St\u00f6rung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"a4\" name=\"a4\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Anankastische (zwanghafte) Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung, die durch Gef\u00fchle von Zweifel, Perfektionismus, \u00fcbertriebener Gewissenhaftigkeit, st\u00e4ndigen Kontrollen, Halsstarrigkeit, Vorsicht und Starrheit gekennzeichnet ist. Es k\u00f6nnen beharrliche und unerw\u00fcnschte Gedanken oder Impulse auftreten, die nicht die Schwere einer Zwangsst\u00f6rung erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"a5\" name=\"a5\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Andauernde Pers\u00f6nlichkeits\u00e4nderung nach Extrembelastung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine andauernde, wenigstens \u00fcber zwei Jahre bestehende Pers\u00f6nlichkeits\u00e4nderung kann einer Belastung katastrophalen Ausma\u00dfes folgen. Die Belastung mu\u00df extrem sein, da\u00df die Vulnerabilit\u00e4t der betreffenden Person als Erkl\u00e4rung f\u00fcr die tiefgreifende Auswirkung auf die Pers\u00f6nlichkeit nicht in Erw\u00e4gung gezogen werden mu\u00df. Die St\u00f6rung ist durch eine feindliche oder mi\u00dftrauische Haltung gegen\u00fcber der Welt, durch sozialen R\u00fcckzug, Gef\u00fchle der Leere oder Hoffnungslosigkeit, ein chronisches Gef\u00fchl der Anspannung wie bei st\u00e4ndigem Bedrohtsein und Entfremdungsgef\u00fchl, gekennzeichnet. Eine posttraumatische Belastungsst\u00f6rung kann dieser Form der Pers\u00f6nlichkeits\u00e4nderung vorausgegangen sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"a6\" name=\"a6\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>\u00c4ngstliche (vermeidende) Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung, die durch Gef\u00fchle von Anspannung und Besorgtheit, Unsicherheit und Minderwertigkeit gekennzeichnet ist. Es besteht eine andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptiertwerden, eine \u00dcberempfindlichkeit gegen\u00fcber Zur\u00fcckweisung und Kritik mit eingeschr\u00e4nkter Beziehungsf\u00e4higkeit. Die betreffende Person neigt zur \u00dcberbetonung potentieller Gefahren oder Risiken allt\u00e4glicher Situationen bis zur Vermeidung bestimmter Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"a7\" name=\"a7\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Angstschwindel<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Angst- und Panikpatienten leiden unter heftigen Schwindelzust\u00e4nden. Sie f\u00fcrchten st\u00e4ndig, im Stehen (manchmal auch im Sitzen) umzufallen, einen Kreislaufkollaps zu bekommen, ohnm\u00e4chtig zu werden oder gar einen Herzinfarkt zu erleiden und infolgedessen zu sterben. Sie erleben sich bei Schwindelattacken oft hilflos verlassen von den Angeh\u00f6rigen oder sonstigen m\u00f6glichen Rettern. Wegen massiver Schwindelzust\u00e4nde mit \u00c4ngsten umzufallen entwickeln viele Menschen nach einer Panikattacke oft eine lebenseinengende Agoraphobie (Platzangst).<br \/>\nDer Angstschwindel ist ein eher diffuser Schwindel, h\u00e4ufig erlebt als Benommenheit, Unsicherheit auf den Beinen, mangelnde Standfestigkeit, Schweben wie auf Wolken, Gehen wie auf Watte, Glatteis oder Schaumgummi, wie wenn man den Kontakt zum Boden verloren h\u00e4tte, oft verbunden mit Unruhe, manchmal auch mit \u00dcbelkeit. Haltungsver\u00e4nderungen beeinflussen diese Schwindelform kaum. Bei normalem Gang f\u00fchlt man sich wie betrunken schwankend.<br \/>\nMenschen mit Panikattacken beschreiben verschiedenartige Schwindelzust\u00e4nde: Benommenheit, Leere im Kopf, schwankende Bewegung des Bodens, der Umwelt oder des eigenen K\u00f6rpers, Unsicherheit beim Gehen oder Stehen, Gef\u00fchl des drohenden Sturzes oder einer bevorstehenden Ohnmacht.<br \/>\nEine Begleitperson, Sitzen oder Liegen bewirkt oft eine Besserung der Schwindelsymptomatik, Kopfbewegungen k\u00f6nnen dagegen die Schwindelzust\u00e4nde verst\u00e4rken.<br \/>\nViele Agoraphobiker klagen \u00fcber Schwindel, Ohnmachtsangst und \u00dcbelkeit, wurden im Laufe des Lebens jedoch kaum ohnm\u00e4chtig (dies war nur bei 1% der Agoraphobiker der Fall).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"b1\" name=\"b1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Borderline-St\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Borderline-St\u00f6rungen, auch als Borderline-Syndrom bezeichnet, geh\u00f6ren zu der diagnostischen Gruppe der Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen. Diese Diagnose wird dann gestellt, wenn sich bei einer Person anhaltende und weitgehend gleichbleibende Verhaltensmuster zeigen, die durch starre unangemessene Reaktionen in unterschiedlichen pers\u00f6nlichen und sozialen Lebenslagen gekennzeichnet sind. Problematisch bei dieser Diagnose ist, dass nicht einzelne Verhaltensweisen als &#8222;St\u00f6rung&#8220; bezeichnet werden wie bei anderen psychischen Erkrankungen (z.B. Angstst\u00f6rungen), sondern eine Beurteilung der Person an sich erfolgt. Auch sind die Grenzen von pers\u00f6nlichen &#8222;Macken&#8220; (bzw. hervorstechenden Pers\u00f6nlichkeitseigenschaften) zu einer gest\u00f6rten Pers\u00f6nlichkeit oft schwer zu ziehen. Deshalb sollte diese Diagnose nur gestellt werden, wenn die sozialen Beziehungen des Betroffenen so stark beeintr\u00e4chtigt werden, dass die berufliche und private Leistungsf\u00e4higkeit deutlich herabgesetzt ist. Meist entsteht f\u00fcr diese Personen erhebliches pers\u00f6nliches Leid.<br \/>\nDie Borderline-Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen zeichnen sich durch ein fortlaufendes Muster von Instabilit\u00e4t in sozialen Beziehungen, im Selbstbild und der Stimmung aus. Der Borderline-Begriff entstand aus der Annahme, dass sich diese St\u00f6rungen im Grenzbereich zwischen Neurose und Psychose bewegen, da die Betroffenen neben einer gest\u00f6rten Charakterstruktur auch vereinzelt psychotische Symptome, wie z.B. Verfolgungsideen zeigen. In der letzten Zeit ist in Presse und Fernsehen vermehrt \u00fcber Borderline-St\u00f6rungen berichtet worden &#8211; vermutlich angeregt durch die gesteigerte Aufmerksamkeit, die der Themenbereich des k\u00f6rperlichen und sexuellen Missbrauchs vor allem bei Kindern erhalten hat, da diese extrem belastenden Lebenserfahrungen bei der Entstehung von Borderline-St\u00f6rungen h\u00e4ufig eine Rolle spielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"c1\" name=\"c1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>CFS (Chronical Fatigue Syndrom, Burnout Syndrom)<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Chronische Ersch\u00f6pfungssyndrom ist ein komplexes Krankheitsbild, das die Leistungsf\u00e4higkeit und Lebensqualit\u00e4t der Erkrankten oft jahrelang massiv beeintr\u00e4chtigt.<br \/>\nZu den Symptomen und Beschwerden gibt es lange Listen, von denen jedoch keine absoluten G\u00fcltigkeits- bzw. Vollst\u00e4ndigkeitsanspruch besitzt. Dies h\u00e4ngt damit zusammen, dass viele Symptome ebenso auf andere Krankheiten hindeuten k\u00f6nnen und somit nicht unbedingt f\u00fcr CFS charakteristisch sind. Erst wenn durch eine vollst\u00e4ndige Analyse ebenfalls in Betracht kommende Krankheiten oder Infekte ausgeschlossen werden, kann CFS weiterhin in Frage kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hauptsymptome:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. schwere Abgeschlagenheit mit Reduktion der \u00fcblichen Aktivit\u00e4t um 50% f\u00fcr die Dauer von mindestens sechs Monaten<br \/>\n2. alle anderen Erkrankungen, die zu 1. f\u00fchren k\u00f6nnen, werden ausgeschlossen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"d1\" name=\"d1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Depersonalisationsst\u00f6rungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den Gef\u00fchlen der Unwirklichkeit besteht entweder ein Angst machendes Fremdheitserleben gegen\u00fcber sich selbst (Depersonalisation) oder gegen\u00fcber der Umwelt (Derealisation). Die Betroffenen erleben eine massive Verunsicherung und einen starken Vertrauensverlust in die Umwelt bzw. in die Selbstwahrnehmung. Beide Zust\u00e4nde treten selten allein auf, sondern meistens in Verbindung mit anderen psychischen St\u00f6rungen (posttraumatische Belastungsst\u00f6rung, Phobien, Panikst\u00f6rung, Depression, Zwangsst\u00f6rung). \u00c4hnliche Zust\u00e4nde finden sich bei Gesunden auch im Zustand der M\u00fcdigkeit, sinnlichen Wahrnehmungsbehinderung, Meditation oder Ver\u00e4nderung durch halluzinogene Drogen oder Trance (hypnotischer Zustand). Die Zust\u00e4nde sind auch den todesnahen Erfahrungen in Momenten extremer Lebensgefahr \u00e4hnlich.<br \/>\nDepersonalisation ist eine h\u00e4ufige Erfahrung, auch wenn es jedem einzelnen Betroffenen so vorkommen mag, als k\u00f6nnte man dieses Erleben keinem Menschen durch Beschreibung verst\u00e4ndlich machen. Die H\u00e4lfte der Erwachsenen erlebt laut amerikanischem psychiatrischen Diagnoseschema DSM-IV im Laufe des Lebens eine kurzfristige Depersonalisation, zumeist nach einer schweren Belastung. Eine vor\u00fcbergehende Depersonalisation zeigt sich bei etwa einem Drittel der Personen, die einer lebensbedrohenden Gefahr ausgesetzt waren, sowie bei fast 40% der Patienten, die wegen einer psychischen St\u00f6rung station\u00e4r behandelt werden.<br \/>\nBei einer Depersonalisation machen die Betroffenen die angstvolle Erfahrung einer Ver\u00e4nderung ihrer geistigen Aktivit\u00e4t, ihrer Gef\u00fchle oder ihres K\u00f6rpers. Es besteht das Gef\u00fchl des Losgel\u00f6st seins, der Entfremdung zum eigenen Selbst und des Daneben-Stehens. Es herrscht der Eindruck vor, nicht ganz da zu sein und nicht mehr das eigene Denken, die eigenen Vorstellungen oder Erinnerungen zu erleben. Die betroffene Person empfindet sich so, als w\u00e4re sie ein au\u00dfenstehender Beobachter der eigenen geistigen Prozesse, des eigenen K\u00f6rpers oder einzelner K\u00f6rperteile. Sensorische Unempfindlichkeit, Mangel an emotionalen Reaktionen und das Gef\u00fchl, das eigene Handeln einschlie\u00dflich der Sprache nicht v\u00f6llig beherrschen zu k\u00f6nnen, werden oft beklagt.<br \/>\nBewegungen und Verhaltensweisen werden irgendwie nicht mehr als die eigenen erlebt. Man kann sich wie ein Roboter f\u00fchlen. Der K\u00f6rper erscheint leblos, losgel\u00f6st oder sonst anormal. Das Leben wirkt k\u00fcnstlich, wie in einem Traum, in einem Film oder auf einer B\u00fchne, wo man eine Rolle spielt. Am meisten beklagt wird der Verlust der Gef\u00fchle. Der charakteristische Gef\u00fchlsverlust wird oft verwechselt mit einer Depression, wenngleich diese ebenfalls gegeben sein kann. Bei einer Depersonalisation werden die Gef\u00fchle abgespalten aus Schutz vor einer leidvollen Gef\u00fchls\u00fcberflutung.<br \/>\nBei der Depersonalisationsst\u00f6rung bleibt die Realit\u00e4tspr\u00fcfung intakt, weshalb die h\u00e4ufige Bef\u00fcrchtung, an Schizophrenie zu erkranken, v\u00f6llig unbegr\u00fcndet ist. Dahinter stehen einerseits starke Stresszust\u00e4nde (massive psychosoziale Belastungsfaktoren), die im Rahmen des Lebenskontexts v\u00f6llig verst\u00e4ndlich sind, andererseits Erkl\u00e4rungsversuche, dass mit dem Geist etwas nicht stimmen k\u00f6nne, wenn man schon k\u00f6rperlich &#8222;nichts&#8220; habe. Die Angst deswegen bald in die Psychiatrie eingeliefert zu werden ist v\u00f6llig unberechtigt.<br \/>\nDepersonalisation und Derealisation sind oft Symptome einer Panikattacke und stellen den Hauptgrund dar, warum Menschen mit Panikst\u00f6rung h\u00e4ufig die Angst haben, durchzudrehen und verr\u00fcckt zu werden, wenn die Depersonalisationserfahrung im Rahmen einer Panikattacke auftritt. Eine Depersonalisationsst\u00f6rung als eigenst\u00e4ndige St\u00f6rung liegt nur dann vor, wenn die beschriebenen Zust\u00e4nde nicht ausschlie\u00dflich im Rahmen einer Angstst\u00f6rung, einer Depression oder einer anderen St\u00f6rung auftreten.<br \/>\nBei einer Derealisation besteht das Gef\u00fchl des gest\u00f6rten Umwelterlebens. Objekte, Menschen oder die gesamte Umgebung werden als fremd, unvertraut, unwirklich, roboterhaft, fern, k\u00fcnstlich, zu klein oder zu gro\u00df, farblos oder leblos erlebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"d2\" name=\"d2\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Depressionen und Manien<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Depression und Manie werden als affektive St\u00f6rungen zusammengefasst. Man unterscheidet unipolare Verlaufsformen, das hei\u00dft nur die Depression oder &#8211; sehr selten &#8211; nur die Manie pr\u00e4gen das Krankheitsbild, und bipolare Verlaufsformen, die durch Wechsel von Depression und Manie charakterisiert sind. Typische Symptome der Depression sind traurige Verstimmung, Hemmung von Denken und innerem Antrieb, Schlafst\u00f6rungen, Angst, Selbstmordgedanken und k\u00f6rperliche Symptome. Die Manie stellt genau das entgegengesetzte Krankheitsbild dar und ist durch unangemessen gehobene Stimmung, Antriebssteigerung, Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung und Enthemmung gekennzeichnet. Das Risiko an einer Depression zu erkranken, liegt bei 5-12%, wobei Frauen h\u00e4ufiger betroffen sind als M\u00e4nner. Das Risiko einer bipolaren affektiven St\u00f6rung, auch Zyklothymie genannt, liegt bei 1% f\u00fcr beide Geschlechter. Die Ursachen sind komplex und bestehen aus genetischer Veranlagung, psychologischen Faktoren und biologischen Ver\u00e4nderungen der Signal\u00fcbertragung im Gehirn.<br \/>\nDie Behandlung erfolgt in erster Linie mit antidepressiven Medikamenten, wobei entsprechend den vorherrschenden Symptomen und der Vertr\u00e4glichkeit das geeignete Mittel aus der gro\u00dfen Gruppe der Antidepressiva gew\u00e4hlt werden muss. Erg\u00e4nzend helfen Psychotherapie, in manchen F\u00e4llen auch Lichttherapie oder Schlafentzug und Besch\u00e4ftigungs- oder Arbeitstherapie. Insgesamt dauern die depressiven Phasen mehrere Monate und werden von beschwerdefreien oder manischen Phasen abgel\u00f6st. Bei der unipolaren Depression ist mit etwa vier Erkrankungsphasen im Leben zu rechnen. 10-15% der Betroffenen versterben an Selbstmord.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"d3\" name=\"d3\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Dissoziale Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung, die durch eine Mi\u00dfachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gef\u00fchlen f\u00fcr andere gekennzeichnet ist. Zwischen dem Verhalten und den herrschenden sozialen Normen besteht eine erhebliche Diskrepanz. Das Verhalten erscheint durch nachteilige Erlebnisse, einschlie\u00dflich Bestrafung, nicht \u00e4nderungsf\u00e4hig. Es besteht eine geringe Frustrationstoleranz und eine niedrige Schwelle f\u00fcr aggressives, auch gewaltt\u00e4tiges Verhalten, eine Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergr\u00fcndige Rationalisierungen f\u00fcr das Verhalten anzubieten, durch das der betreffende Patient in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"d4\" name=\"d4\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Dysthymie<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Dysthymie ist eine depressionsartige Negativstimmung, die die Betroffenen \u00fcber viele Jahre qu\u00e4lt. Insgesamt findet sich ein \u00dcberwiegen der weiblichen Patientinnen, \u00e4hnlich wie auch bei der klassischen Depression. Die Dysthymie beginnt typischerweise in der sp\u00e4ten Adoleszenz und Anfang 20. Die Betroffenen f\u00fchlen sich oft monatelang m\u00fcde, niedergeschlagen, sie gr\u00fcbeln und schlafen schlecht, sind aber in der Regel f\u00e4hig, mit den Anforderungen des t\u00e4glichen Lebens fertig zu werden. Prof. Dr. Dr. h.c. Siegfried Kasper, Vorstand der klinischen Abteilung f\u00fcr Allgemeine Psychiatrie, AKH Wien: &#8222;Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale gegen\u00fcber dem Vollbild einer klassischen Depression sind, dass es bei der Major Depression zu Stimmungsschwankungen kommt, die zeitlich limitiert sind und mit Monaten oder Jahren normaler Stimmung abwechseln.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"e1\" name=\"e1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Emotional instabile Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung mit deutlicher Tendenz, Impulse ohne Ber\u00fccksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbr\u00fcchen und eine Unf\u00e4higkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner besteht eine Tendenz zu streits\u00fcchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden. Zwei Erscheinungsformen k\u00f6nnen unterschieden werden: Ein impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilit\u00e4t und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline- Typus, zus\u00e4tzlich gekennzeichnet durch St\u00f6rungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Pr\u00e4ferenzen, durch ein chronisches Gef\u00fchl von Leere, durch intensive, aber unbest\u00e4ndige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"e2\" name=\"e2\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Exhibitionismus<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wiederkehrende oder anhaltende Neigung, die eigenen Genitalien vor meist gegengeschlechtlichen Fremden in der \u00d6ffentlichkeit zu entbl\u00f6\u00dfen, ohne zu einem n\u00e4heren Kontakt aufzufordern oder diesen zu w\u00fcnschen. Meist wird das Zeigen von sexueller Erregung begleitet und im allgemeinen kommt es zu nachfolgender Masturbation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"f4\" name=\"f4\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>False Memory Syndrome<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit &#8222;false memory&#8220; &#8211; &#8222;falscher Erinnerung&#8220; &#8211; bezeichnet man die Verzerrung eines tats\u00e4chlichen Erlebnisses, oder gar das Erfinden eines vermeintlichen Erlebnisses. Viele solcher Schein-Erinnerungen entstehen durch das Verwechseln und Durcheinanderbringen von Erinnerungen, die vielleicht zu unterschiedlichen Zeiten passiert sind, aber in der Erinnerung zu einem einzigen Ereignis verschmelzen. Eine weitere Ursache f\u00fcr falsche Erinnerungen sind fehlerhafte Erinnerungsquellen. So kann es leicht passieren, dass jemand einen Traum f\u00fcr die Wiedergabe eines realen Erlebnisses h\u00e4lt. Andere Pseudo-Erinnerungen wiederum, sind auf den Einfluss von Therapeuten und Beratern zur\u00fcckzuf\u00fchren: Durch Anstacheln, Suggestion und gezielte Andeutungen wird ihren Patienten eine falsche Erinnerung regelrecht &#8222;eingeimpft&#8220;. Elizabeth Loftus, Professorin f\u00fcr Psychologie an der Universit\u00e4t Washington in Seattle, bewies 1994 in einer Studie, dass es f\u00fcr einen Therapeuten relativ leicht ist, eine solch falsche Erinnerung zu erzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"f1\" name=\"f1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Fetischismus<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gebrauch toter Objekte als Stimuli f\u00fcr die sexuelle Erregung und Befriedigung. Viele Fetische stellen eine Erweiterung des menschlichen K\u00f6rpers dar, z.B. Kleidungsst\u00fccke oder Schuhwerk. Andere gebr\u00e4uchliche Beispiele sind Gegenst\u00e4nde aus Gummi, Plastik oder Leder. Die Fetischobjekte haben individuell wechselnde Bedeutung. In einigen F\u00e4llen dienen sie lediglich der Verst\u00e4rkung der auf \u00fcblichem Wege erreichten sexuellen Erregung (z.B. wenn der Partner ein bestimmtes Kleidungsst\u00fcck tragen soll).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"f2\" name=\"f2\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Folie a Deux (Induzierte wahnhafte St\u00f6rung)<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es handelt sich um eine wahnhafte St\u00f6rung, die von zwei Personen mit einer engen emotionalen Bindung geteilt wird. Nur eine von beiden leidet unter einer echten psychotischen St\u00f6rung; die Wahnvorstellungen bei der anderen Person sind induziert und werden bei der Trennung des Paares meist aufgegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"f3\" name=\"f3\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Frigidit\u00e4t<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">St\u00f6rungen der weiblichen Sexualit\u00e4t &#8211; umgangssprachlich und h\u00e4ufig auch abwertend oft als &#8222;Frigidit\u00e4t&#8220; bezeichnet &#8211; k\u00f6nnen in verschiedenen Bereichen sexueller Aktivit\u00e4t (Verlangen, Erregung, Orgasmus, sexuell bedingte Schmerzen) auftreten. Zumindest vor\u00fcbergehend treten diese Probleme bei einer gro\u00dfen Anzahl von Frauen auf. Es werden verschiedene Ursachen diskutiert; h\u00e4ufig zeigen sich bei den Betroffenen ein starker Leistungsdruck und \u00c4ngste in Bezug auf die eigene Sexualit\u00e4t. Da (als Ursache oder in Folge der sexuellen St\u00f6rungen) oft Partnerschaftsprobleme auftreten, wird der Partner in die Therapie mit einbezogen: Neben Informationsvermittlung stehen hier die Reduzierung von Angst und Leistungsdruck sowie die Steigerung des Genussempfindens im Vordergrund.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"h1\" name=\"h1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Histrionische Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung, die durch oberfl\u00e4chliche und labile Affektivit\u00e4t, Dramatisierung, einen theatralischen, \u00fcbertriebenen Ausdruck von Gef\u00fchlen, durch Suggestibilit\u00e4t, Egozentrik, Genu\u00dfsucht, Mangel an R\u00fccksichtnahme, erh\u00f6hte Kr\u00e4nkbarkeit und ein dauerndes Verlangen nach Anerkennung, \u00e4u\u00dferen Reizen und Aufmerksamkeit gekennzeichnet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"h2\" name=\"h2\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Hyperkinetische St\u00f6rungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Gruppe von St\u00f6rungen ist charakterisiert durch einen fr\u00fchen Beginn, meist in den ersten f\u00fcnf Lebensjahren, einen Mangel an Ausdauer bei Besch\u00e4ftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen, und eine Tendenz, von einer T\u00e4tigkeit zu einer anderen zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen; hinzu kommt eine desorganisierte, mangelhaft regulierte und \u00fcberschie\u00dfende Aktivit\u00e4t. Verschiedene andere Auff\u00e4lligkeiten k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich vorliegen. Hyperkinetische Kinder sind oft achtlos und impulsiv, neigen zu Unf\u00e4llen und werden oft bestraft, weil sie eher aus Unachtsamkeit als vors\u00e4tzlich Regeln verletzen. Ihre Beziehung zu Erwachsenen ist oft von einer Distanzst\u00f6rung und einem Mangel an normaler Vorsicht und Zur\u00fcckhaltung gepr\u00e4gt. Bei anderen Kindern sind sie unbeliebt und k\u00f6nnen isoliert sein. Beeintr\u00e4chtigung kognitiver Funktionen ist h\u00e4ufig, spezifische Verz\u00f6gerungen der motorischen und sprachlichen Entwicklung kommen \u00fcberproportional oft vor. Sekund\u00e4re Komplikationen sind dissoziales Verhalten und niedriges Selbstwertgef\u00fchl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"i1\" name=\"i1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Ichdystone Sexualorientierung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Geschlechtsidentit\u00e4t oder sexuelle Ausrichtung (heterosexuell, homosexuell, bisexuell oder pr\u00e4pubert\u00e4r) ist eindeutig, aber die betroffene Person hat den Wunsch, da\u00df diese wegen begleitender psychischer oder Verhaltensst\u00f6rungen anders w\u00e4re und unterzieht sich m\u00f6glicherweise einer Behandlung, um diese zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"i2\" name=\"i2\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Internet-Sucht<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p>Ein neuer Begriff &#8211; eine neue Krankheit?<\/p>\n<p>Alkoholsucht z.B. ist seit langem als Krankheit anerkannt. Kann man aber auch vom Internet s\u00fcchtig werden?<br \/>\nDiese Frage spaltet seit einiger Zeit die Psychologen in zwei Lager: Auf der einen Seite gibt es die Anh\u00e4nger und Bef\u00fcrworter der Theorie des New Yorker Psychiaters Ivan Goldberg, der diesen Begriff (engl.: internet addiction disorder, kurz: IAD) 1995 erstmals einf\u00fchrte. Die Abh\u00e4ngigkeit wird in diesem Zusammenhang als psychisch beschrieben.<br \/>\nAuf der anderen Seite gibt es die Kritiker des Begriffs &#8218;Internet-Sucht&#8216;, der &#8211; ihrer Meinung nach &#8211; als Beschreibung des Ph\u00e4nomens nicht zutreffend ist: Um es &#8218;Sucht&#8216; nennen zu k\u00f6nnen, fehlt die stoffliche Ebene, die k\u00f6rperliche Abh\u00e4ngigkeit samt schwerster bis lebensbedrohlicher Entzugssymptome hervorruft. Au\u00dferdem sei ihrer Ansicht nach noch unzureichend gekl\u00e4rt, was genau beim Internet s\u00fcchtig macht.<br \/>\nBernad Batinic, Wissenschaftler am Fachbereich Psychologie der Universit\u00e4t Gie\u00dfen, hat es folgenderma\u00dfen ausgedr\u00fcckt: &#8222;Das Problem Internet-Sucht existiert. Es gibt Menschen, die sich den Konsum des Internet nicht einteilen k\u00f6nnen beziehungsweise nicht damit aufh\u00f6ren k\u00f6nnen. Doch die Linie zwischen noch normal und bereits s\u00fcchtig ist sehr schwer zu ziehen.&#8220;<br \/>\nAllerdings ist er davon \u00fcberzeugt, dass es einen Automatismus, von einem Online-Medium s\u00fcchtig zu werden, nicht gibt: &#8222;Um s\u00fcchtig zu werden, m\u00fcssen bestimmte psychische Vorsch\u00e4den bereits vorhanden sein. Schlie\u00dflich werden auch nicht alle Menschen, die Alkohol trinken, automatisch zum Alkoholiker.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"k1\" name=\"k1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Kleptomanie<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die St\u00f6rung charakterisiert wiederholtes Versagen Impulsen zu widerstehen, Dinge zu stehlen, die nicht dem pers\u00f6nlichen Gebrauch oder der Bereicherung dienen. Statt dessen werden die Gegenst\u00e4nde weggeworfen, weggegeben oder gehortet. Dieses Verhalten ist meist mit wachsender innerer Spannung vor der Handlung und einem Gef\u00fchl von Befriedigung w\u00e4hrend und sofort nach der Tat verbunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"l1\" name=\"l1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Liebeskummer<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast alle Menschen werden im Laufe ihres Lebens einmal oder mehrmals das Opfer von Liebeskummer. Normalerweise w\u00fcrde man in einem solchen Fall von einer epidemischen Erkrankung sprechen. Aber merkw\u00fcrdigerweise wird diese teilweise schlimme psychische Ausnahmesituation in der Medizin kaum zur Kenntnis genommen. Dabei sind die Folgen von echtem Liebeskummer teilweise dramatisch, bis hin zu schweren k\u00f6rperlichen Erkrankungen oder sogar Selbstmord. Au\u00dferdem wird in den Medien immer wieder von F\u00e4llen berichtet, in denen Betroffene nicht nur sich selber, sondern die ganze Familie einschlie\u00dflich der Kinder get\u00f6tet haben.<br \/>\nEs sei angemerkt, dass all das, was \u00fcber Liebeskummer gesagt wird in vergleichbarer Form auch f\u00fcr viele andere Formen von Verlusten, wie z.B. den Tod von Freunden oder Verwandten, gilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"m1\" name=\"m1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Mobbing <\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter Mobbing wird verstanden, das ein im Arbeitsumfeld Unterlegener \u00fcber l\u00e4ngere Zeit Angriffen durch Kollegen oder Vorgesetzte ausgesetzt ist. Der Betroffene sieht keine M\u00f6glichkeit, sich gegen die dadurch entstehende Diskriminierung und den daraus folgenden Ausschluss aus der beruflichen Gemeinschaft zu wehren. Es entstehen erhebliche negative Folgen sowohl f\u00fcr den Betrieb (Fehlzeiten, K\u00fcndigungen etc.) als auch f\u00fcr den betroffenen Mitarbeiter (psychische und k\u00f6rperliche Beschwerden). Mobbing kann auf verschiedene Weisen stattfinden, so z.B. durch Sch\u00e4digung der sozialen Beziehungen oder des Ansehens des Betroffenen. Die Ursachen sind in verschiedenen Bereichen zu suchen, beispielsweise in arbeitsorganisatorischen M\u00e4ngeln, dem F\u00fchrungsstil des Vorgesetzten oder dem Betriebsklima. F\u00fcr den Einzelnen besteht die M\u00f6glichkeit, zu versuchen, die Konflikte in Einzelgespr\u00e4chen oder durch Vermittlung des Betriebsrates beizulegen. Auf betrieblicher Ebene wird von den Gewerkschaften die Ausarbeitung eines &#8222;Bel\u00e4stigungsverbotes&#8220; empfohlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"n1\" name=\"n1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Neurologische Erkrankungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter neurologischen Erkrankungen versteht man Erkrankungen des Zentralen-Nervensystems (ZNS) und\/oder der peripheren Nerven. Das ZNS besteht aus den R\u00fcckenmarknerven und den Gehirnnerven.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p1\" name=\"p1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>P\u00e4dophilie<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sexuelle Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Kinder, Jungen oder M\u00e4dchen oder Kinder beiderlei Geschlechts, die sich meist in der Vorpubert\u00e4t oder in einem fr\u00fchen Stadium der Pubert\u00e4t befinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p2\" name=\"p2\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Panik<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Angst ein so extremes Ausma\u00df annimmt, dass es zum Zusammenbruch des gesamten geordneten Denkens und Handelns kommt, spricht man von Panik. In bestimmten Katastrophensituationen (Erdbeben, Gro\u00dfbrand, Terroranschlag) wird Angst gew\u00f6hnlich zur Panik.<br \/>\nPanik im Sinne eines katastrophenbedingten Massenph\u00e4nomens ist eine akute Angstreaktion mit verminderter Selbstkontrolle, die zu Fluchtverhalten ohne R\u00fccksicht auf soziale Aspekte f\u00fchrt. Es erfolgt eine blinde, un\u00fcberlegte und unorganisierte Flucht, solange noch die M\u00f6glichkeit dazu gegeben ist. Der Ausfall von Fluchtm\u00f6glichkeiten ist nach sozialpsychologischen Studien verantwortlich f\u00fcr die Entstehung von Panik in Menschenmengen.<br \/>\nDas gr\u00f6\u00dfte Ausma\u00df an Panik ist dann gegeben, wenn eine mittlere Wahrscheinlichkeit besteht, der Situation zu entkommen. Dies erkl\u00e4rt das st\u00e4ndige Auf-dem-Sprung-Sein vieler Angstpatienten, wenn sie in einer Angstsituation eine Fluchtm\u00f6glichkeit sehen (die Vorstellung von Flucht aktiviert zur Flucht).<br \/>\nBei fehlender Fluchtm\u00f6glichkeit (Versch\u00fcttung durch Hauseinsturz oder Lawinenungl\u00fcck, Absturz in eine Gletscherspalte, Eingeschlossensein durch versperrte T\u00fcren usw.) wird man oft ganz ruhig und wartet auf Hilfe oder auf den Tod. In \u00e4hnlicher Weise werden viele Angstpatienten entspannter, wenn sie in einer Angstsituation auf die Suche nach einer Fluchtm\u00f6glichkeit verzichten, d.h. wenn sie sich bewusst zum Ausharren entschlie\u00dfen.<br \/>\nDer Begriff der Panikattacke als akuter Angstanfall im Sinne eines klinischen Syndroms bedeutet eine Einengung auf eine individuelle Symptomatik. Hier f\u00fchlen sich Menschen bedroht durch massive Symptome ihres eigenen K\u00f6rpers (Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Erstickungsgef\u00fchle, Flimmern vor den Augen, Taubheits- und Kribbelgef\u00fchle usw.), sodass sie oft glauben, sterben zu m\u00fcssen, obwohl sie gesund und \u00e4u\u00dferlich nicht bedroht sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p3\" name=\"p3\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Panikattacke<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Panikattacke wird oft in folgenden oder \u00e4hnlichen Worten geschildert:<br \/>\n&#8222;Mir wird pl\u00f6tzlich ganz schwindlig und \u00fcbel. Meine H\u00e4nde werden taub, im linken Arm entsteht ein eigenartiges Kribbelgef\u00fchl, meine Knie werden ganz weich. Ich habe Angst, umzufallen und ohnm\u00e4chtig zu werden, dann dazuliegen, und niemand kommt mir zu Hilfe. Mein Herz beginnt zu rasen, ich sp\u00fcre einen Druck auf der Brust und f\u00fcrchte, dass ich einen Herzinfarkt bekomme und sterben muss. Mir wird ganz hei\u00df, ich bekomme Hitzewallungen, das Blut steigt von unten nach oben. Ich beginne zu schwitzen, auf einmal \u00fcberf\u00e4llt mich ein K\u00e4lteschauer am ganzen K\u00f6rper. Ich beginne zu zittern, am liebsten w\u00fcrde ich davonlaufen, aber ich f\u00fchle mich wie gel\u00e4hmt. Meine Kehle schn\u00fcrt sich zusammen, dass ich keine Luft mehr bekomme. Ich ringe um Luft, aber es reicht nicht, ich atme noch mehr und sp\u00fcre, wie der Druck in meinem Brustkorb ansteigt. Ich bin dann gar nicht mehr richtig da und glaube, gleich \u00fcberzuschnappen und verr\u00fcckt zu werden. Alles erscheint so unwirklich. Wenn ich das Ganze \u00fcberlebe, glaube ich, dass ich in die Psychiatrie komme. Die Panikattacke dauert etwa eine Viertelstunde. Wenn ich in dieser Zeit auf meine beiden kleinen Kinder aufpassen muss, denke ich, wer wird sich um die Kinder k\u00fcmmern, wenn mir etwas passiert. Wenn mein Mann in der N\u00e4he ist, beruhige ich mich schneller, als wenn ich allein bin. Das Erlebnis einer Panikattacke ist so belastend, dass ich manchmal noch immer nicht sicher bin, ob ich nicht doch eine k\u00f6rperliche Erkrankung habe, deren Ursache die \u00c4rzte bisher nicht gefunden haben.&#8220;<br \/>\nEine Panikattacke ist eine abgrenzbare Periode intensiver Angst und starken Unbehagens und besteht aus mehreren, pl\u00f6tzlich und unerwartet (wie aus heiterem Himmel), scheinbar ohne Ursachen in objektiv ungef\u00e4hrlichen Situationen auftretenden somatischen und kognitiven Symptomen von subjektiv oft lebensbedrohlichem Charakter.<br \/>\nEine Panikattacke als einzelne Episode von intensiver Angst oder Unbehagen beginnt abrupt, d.h. nicht vorhersagbar, erreicht innerhalb von einigen Minuten ein Maximum und dauert mindestens einige Minuten an (nach Forschungsergebnissen durchschnittlich eine knappe halbe Stunde).<br \/>\nEine Panikst\u00f6rung besteht aus wiederholten, spontan und unerwartet auftretenden Panikattacken. Die Panikattacken sind nicht auf spezifische Situationen oder besondere Umst\u00e4nde bezogen, stehen in keinem Zusammenhang mit besonderen Anstrengungen, gef\u00e4hrlichen oder lebensbedrohlichen Situationen und sind auch nicht durch eine k\u00f6rperliche oder eine andere psychische St\u00f6rung bedingt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p4\" name=\"p4\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Paranoia (Wahnhafte St\u00f6rung)<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine St\u00f6rung charakterisiert durch die Entwicklung eines einzelnen Wahns oder mehrerer aufeinander bezogener Wahninhalte, die im allgemeinen lange, manchmal lebenslang, andauern. Der Inhalt des Wahns oder des Wahnsystems ist sehr unterschiedlich. Eindeutige und anhaltende akustische Halluzinationen (Stimmen), schizophrene Symptome wie Kontrollwahn oder Affektverflachung und eine eindeutige Gehirnerkrankung sind nicht mit der Diagnose vereinbar. Gelegentliche oder vor\u00fcbergehende akustische Halluzinationen schlie\u00dfen besonders bei \u00e4lteren Patienten die Diagnose jedoch nicht aus, solange diese Symptome nicht typisch schizophren erscheinen und nur einen kleinen Teil des klinischen Bildes ausmachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p5\" name=\"p5\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Paranoide Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung ist durch \u00fcbertriebene Empfindlichkeit gegen\u00fcber Zur\u00fcckweisung, Nachtragen von Kr\u00e4nkungen, durch Mi\u00dftrauen, sowie eine Neigung, Erlebtes zu verdrehen gekennzeichnet, indem neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich oder ver\u00e4chtlich mi\u00dfgedeutet werden, wiederkehrende unberechtigte Verd\u00e4chtigungen hinsichtlich der sexuellen Treue des Ehegatten oder Sexualpartners, schlie\u00dflich durch streits\u00fcchtiges und beharrliches Bestehen auf eigenen Rechten. Diese Personen k\u00f6nnen zu \u00fcberh\u00f6htem Selbstwertgef\u00fchl und h\u00e4ufiger, \u00fcbertriebener Selbstbezogenheit neigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p6\" name=\"p6\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Pathologisches Spielen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die St\u00f6rung besteht in h\u00e4ufigem und wiederholtem episodenhaften Gl\u00fccksspiel, das die Lebensf\u00fchrung des betroffenen Patienten beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und famili\u00e4ren Werte und Verpflichtungen f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p7\" name=\"p7\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Phobien<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">Aus fr\u00fcheren Zeiten stammen Klassifikationen nach dem Inhalt spezifischer Phobien mit einer beeindruckenden Vielfalt von Bezeichnungen, die zumeist nur mehr historische Bedeutung und keinerlei Erkl\u00e4rungswert haben. Es wurden \u00fcber 250 spezifische Phobien beschrieben, die auf altgriechischen Wortwurzeln beruhen. Derartige Aufz\u00e4hlungen sind nicht an klinisch unterscheidbaren Syndromen orientiert.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auswahl spezifischer Phobien:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"80%\" cellspacing=\"3\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Agoraphobie<\/td>\n<td>Angst vor dem \u00dcberqueren eines freien Platzes (urspr\u00fcngliche Bedeutung)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Aichmophobie<\/td>\n<td>Angst vor spitzen Gegenst\u00e4nden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ailurophobie<\/td>\n<td>Angst vor Katzen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Aiktiophobie<\/td>\n<td>Angst vor scharfen, spitzen Instrumenten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Akrophobie<\/td>\n<td>Angst vor H\u00f6hen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Algophobie<\/td>\n<td>Angst vor Schmerz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Androphobie<\/td>\n<td>Angst vor M\u00e4nnern<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Aquaphobie<\/td>\n<td>Angst vor Wasser<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Arachnophobie<\/td>\n<td>Angst vor Spinnen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Astraphobie<\/td>\n<td>Angst vor Blitzen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Aviophobie<\/td>\n<td>Angst vor dem Fliegen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bakteriophobie<\/td>\n<td>Angst vor Schmutz und Bakterien<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Blaptophobie<\/td>\n<td>Angst vor Verletzung anderer mit einem Messer oder spitzen Gegenstand<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Brontophobie<\/td>\n<td>Angst vor Donner<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Carcinophobie<\/td>\n<td>Angst vor Krebs<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Dromosiderophobie<\/td>\n<td>Angst vor Eisenbahnen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Dysmorphophobie<\/td>\n<td>Angst vor k\u00f6rperlicher Entstellung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Emetophobie<\/td>\n<td>Angst vor Erbrechen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Entophobie<\/td>\n<td>Angst vor Insekten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Equinophobie<\/td>\n<td>Angst vor Pferden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Erythrophobie<\/td>\n<td>Angst vor Err\u00f6ten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gephyrophobie<\/td>\n<td>Angst vor Br\u00fccken<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gynophobie<\/td>\n<td>Angst vor Frauen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gymnophobie<\/td>\n<td>Angst vor Nacktheit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Herpetophobie<\/td>\n<td>Angst vor Eidechsen, Reptilien, kriechenden, krabbelnden Tieren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Karzinophobie<\/td>\n<td>Angst vor Krebserkrankung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Keraunophobie<\/td>\n<td>Angst vor Gewittern<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Klaustrophobie<\/td>\n<td>Angst vor engen R\u00e4umen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Kynophobie<\/td>\n<td>Angst vor Hunden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Melissophobie<\/td>\n<td>Angst vor Bienen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Mysophobie<\/td>\n<td>Angst vor Ber\u00fchrung, Schmutz, Bazillen, Ansteckung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nyctophobie<\/td>\n<td>Angst vor der Nacht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00d6kophobie<\/td>\n<td>Angst vor Umweltgiften<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ophidiophobie<\/td>\n<td>Angst vor Schlangen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Phobophobie<\/td>\n<td>Angst vor der Angst<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Photophobie<\/td>\n<td>Angst vor Licht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Pyrophobie<\/td>\n<td>Angst vor Feuer<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Skotophobie<\/td>\n<td>Angst vor Dunkelheit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Thanatophobie<\/td>\n<td>Angst vor dem Tod<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Trypanphobie<\/td>\n<td>Angst vor Blut und\/oder Injektionen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Xenophobie<\/td>\n<td>Angst vor Fremden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zoophobie<\/td>\n<td>Angst vor Tieren<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p8\" name=\"p8\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Posttraumatische Belastungsst\u00f6rungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">Bei der posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung handelt es sich nach dem ICD-10 um eine verz\u00f6gerte (protrahierte) Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation au\u00dfergew\u00f6hnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausma\u00dfes (kurz oder lang anhaltend), die bei fast jedem Menschen eine tiefe Verzweiflung hervorrufen w\u00fcrde. Nach dem DSM-IV haben die Betroffenen die Erfahrung von Todesbedrohung, Lebensgefahr oder starker K\u00f6rperverletzung gemacht bzw. die Bedrohung der eigenen k\u00f6rperlichen Unversehrtheit oder einer anderen Person erlebt. Bei Kindern sind aufgrund des Entwicklungsstandes unangemessene sexuelle Erfahrungen inbegriffen.<br \/>\nDie fr\u00fchere Annahme, dass die Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung nur bei Personen mit bereits pr\u00e4morbider psychischer Auff\u00e4lligkeit (z.B. mit emotionaler Labilit\u00e4t, neurotischen, affektiven oder schizophrenen Beeintr\u00e4chtigungen) vorkommt, gilt allgemein als widerlegt, wenngleich die Auspr\u00e4gung der Beeintr\u00e4chtigung dadurch versch\u00e4rft werden kann. Es besteht heute ein Konsens dar\u00fcber, dass die St\u00f6rung auch bei fr\u00fcher psychisch stabilen Personen auftreten kann, wenn sie au\u00dfergew\u00f6hnlich belastenden Situationen ausgesetzt sind.<br \/>\nDie St\u00f6rung und dessen Ausma\u00df wird nicht allein durch das Trauma an sich definiert, sondern vielmehr auch durch die subjektive Reaktion darauf, die auf die unzureichende Verarbeitungsf\u00e4higkeit hinweist (z.B. intensive Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen, bei Kindern oft chaotisches oder agitiertes Verhalten).<br \/>\nTraumatisierend wirkt nicht nur die Bedrohung der k\u00f6rperlichen Integrit\u00e4t, sondern auch die Bedrohung der fundamental menschlichen Erfahrung, eine autonom handelnde und denkende Person zu sein. Das Sich-Aufgeben und der Verlust jeglicher Autonomie in der Zeit der traumatischen Erfahrung stellen nach neueren Erkenntnissen an vergewaltigten oder inhaftierten Menschen unabh\u00e4ngig von der Lebensbedrohung versch\u00e4rfende Belastungsfaktoren dar, was zuk\u00fcnftig st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden sollte.<br \/>\nDie St\u00f6rung entwickelt sich charakteristischerweise nicht sofort nach dem traumatischen Erlebnis, wie dies bei einer akuten Belastungsreaktion oder einer Anpassungsst\u00f6rung der Fall ist, sondern erst Wochen bis Monate sp\u00e4ter, doch selten sp\u00e4ter als 6 Monate nach dem Trauma.<br \/>\nDas wesentlichste Merkmal stellt das ungewollte Wiedererleben von Aspekten des Traumas dar. Es treten dieselben sinnlichen Eindr\u00fccke (z.B. bestimmte Bilder, Ger\u00e4usche, Geschmacksempfindungen, K\u00f6rperwahrnehmungen) sowie gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfigen und k\u00f6rperlichen Reaktionsweisen auf wie zum Zeitpunkt der traumatischen Erfahrung.<br \/>\nAlles, was an das Trauma erinnert, wird als sehr belastend erlebt und deshalb gemieden. Bestimmte Gedanken, Bilder und Erinnerungen werden unterdr\u00fcckt und verschiedene Situationen des Alltagslebens vermieden.<br \/>\nDie emotionale Befindlichkeit kann von Patient zu Patient sehr verschieden sein, ist jedoch gew\u00f6hnlich charakterisiert durch eine Mischung von panischer Angst, gro\u00dfer Traurigkeit, intensivem \u00c4rger, emotionaler Taubheit und starken Schuldgef\u00fchlen, Selbstvorw\u00fcrfen und Schamgef\u00fchlen. Es besteht eine ausgepr\u00e4gte emotionale, kognitive und psychovegetative \u00dcbererregbarkeit.<br \/>\nEine posttraumatische Belastungsst\u00f6rung ist nach den neuen Diagnoseschemata durch drei zentrale Symptomgruppen charakterisiert:<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. intrusives (aufdringliches) Wiedererleben,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Vermeidung traumarelevanter Reize bzw. reduzierte emotionale Reagibilit\u00e4t,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. \u00dcbererregtheit (k\u00f6rperlich, emotional, kognitiv).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p9\" name=\"p9\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Psychische Erkrankungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im wesentlichen lassen sich f\u00fcnf verschiedene Grundformen psychischer Erkrankungen bzw. St\u00f6rungen unterscheiden: Schizophrenie, affektive St\u00f6rungen, Angst- und Panikst\u00f6rungen, Zwangsst\u00f6rungen und Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabh\u00e4ngigkeit. Die allermeisten anderen psychischen St\u00f6rungen lassen sich als Untergruppen oder Spezialf\u00e4lle der dargestellten Grundformen erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"p10\" name=\"p10\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Pyromanie<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die St\u00f6rung ist durch h\u00e4ufige tats\u00e4chliche oder versuchte Brandstiftung an Geb\u00e4uden oder anderem Eigentum ohne verst\u00e4ndliches Motiv und durch eine anhaltende Besch\u00e4ftigung der betroffenen Person mit Feuer und Brand charakterisiert. Das Verhalten ist h\u00e4ufig mit wachsender innerer Spannung vor der Handlung und starker Erregung sofort nach ihrer Ausf\u00fchrung verbunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"s1\" name=\"s1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Sadomasochismus<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es werden sexuelle Aktivit\u00e4ten mit Zuf\u00fcgung von Schmerzen, Erniedrigung oder Fesseln bevorzugt. Wenn die betroffene Person diese Art der Stimulation erleidet, handelt es sich um Masochismus; wenn sie sie jemand anderem zuf\u00fcgt, um Sadismus. Oft empfindet die betroffene Person sowohl bei masochistischen als auch sadistischen Aktivit\u00e4ten sexuelle Erregung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"s2\" name=\"s2\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schizoide Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung, die durch einen R\u00fcckzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten mit \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Vorliebe f\u00fcr Phantasie, einzelg\u00e4ngerisches Verhalten und in sich gekehrte Zur\u00fcckhaltung gekennzeichnet ist. Es besteht nur ein begrenztes Verm\u00f6gen, Gef\u00fchle auszudr\u00fccken und Freude zu erleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"s3\" name=\"s3\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schizophrenie<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die schizophrenen Erkrankungen geh\u00f6ren zur Hauptgruppe der endogenen Psychosen, bei denen davon ausgegangen wird, dass anlagebedingte, also erbliche Faktoren zur Verursachung beitragen. Unter Psychose versteht man eine psychische St\u00f6rung, die durch den grundlegenden Wandel des eigenen Erlebens und des Au\u00dfenbezugs charakterisiert ist.<br \/>\nIn den Medien wird Schizophrenie h\u00e4ufig mit der Multiplen Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung verwechselt. Bei dieser Erkrankung existieren zwei oder mehr verschiedene Pers\u00f6nlichkeiten innerhalb eines Individuums. Typisches Beispiel f\u00fcr diese Krankheit ist die Geschichte von Dr. Jekyll und Mister Hyde. Bei der Schizophrenie treten solche Ph\u00e4nomene jedoch nicht auf.<br \/>\nSchizophrenie geh\u00f6rt in den westlichen Kulturen zu den schwerwiegendsten psychischen Erkrankungen, unter anderem deshalb, weil ihre typischen Symptome, so z.B. das Stimmenh\u00f6ren, innerhalb dieser Kulturen als sehr absonderlich und beunruhigend angesehen werden. In anderen Kulturen jedoch k\u00f6nnen diese Symptome als Zeichen f\u00fcr eine besondere Begabung angesehen werden. <strong>So zeigt sich beispielsweise eine <span style=\"color: blue;\">gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit<\/span> zwischen den Halluzinationen Schizophrener und der Trance von Schamanen, die in ihrer Kultur als besonders weise und auserw\u00e4hlte Menschen verehrt werden.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt keine Symptome die nur bei Schizophrenie auftreten. Alle Symptome k\u00f6nnen f\u00fcr sich allein genommen auch bei vielen andereren Erkrankungen auftreten, es k\u00f6nnen aber folgende charakteristische Symptombereiche genannt werden:<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>Wahn<\/strong><\/p>\n<p>Beim Wahn handelt es sich um eine nichtkorrigierbare falsche Beurteilung der Realit\u00e4t. H\u00e4ufige Wahnvorstellungen bei Schizophrenen sind Verfolgungs- und Beziehungsideen, dabei wird das Verhalten anderer vom Patienten wahnhaft auf sich selbst bezogen. Der Wahn kann sich sowohl ohne, als auch mit Bezugnahme auf \u00e4u\u00dfere Wahrnehmungen \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p><strong>Halluzinationen<\/strong><\/p>\n<p>Hierunter versteht man eine Sinneswahrnehmung, die f\u00fcr einen wirklichen Sinneseindruck gehalten wird, obwohl der entsprechende reale Sinnesreiz nicht vorhanden ist. Diese Sinnest\u00e4uschung kann alle Sinnesorgane betreffen, wobei akustische Halluzinationen am typischsten f\u00fcr Schizophrenie sind. Am h\u00e4ufigsten h\u00f6ren Schizophrene Befehle erteilende und sich \u00fcber ihn unterhaltende fremde Stimmen.<\/p>\n<p><strong>Ich-St\u00f6rungen<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Symptom ist dadurch charakterisiert, dass die Grenzen zwischen Ich und Umwelt als durchl\u00e4ssig empfunden werden. Dabei werden h\u00e4ufig die eigene Person (K\u00f6rper, Gef\u00fchle, Gedanken) oder die Umwelt als fremdartig erlebt. Es kann zu einem Gef\u00fchl der Fremdbeeinflussung oder Gedankeneingebung von au\u00dfen kommen, auch kann der Patient das Gef\u00fchl haben, dass seine Gedanken mitgeh\u00f6rt oder ihm entzogen werden. Dabei lebt der Kranke zugleich in einer wirklichen und in einer wahnhaften Welt, wobei es immer mehr zu einer Abkapselung von der realen Welt kommt.<\/p>\n<p><strong>Formale Denkst\u00f6rungen<\/strong><\/p>\n<p>Hierbei handelt es sich um eine Verzerrung des Denkablaufs. Es kommt zur Verschmelzung verwandter W\u00f6rter zu einem Begriff, zu teilweise absurden Wortneusch\u00f6pfungen, Zerfahrenheit mit sprunghaften und unlogischen Gedankeng\u00e4ngen oder zum pl\u00f6tzlichen Abbruch eines Gedankenganges ohne erkennbaren Grund.<\/p>\n<p><strong>Affektive St\u00f6rungen<\/strong><\/p>\n<div>Typischerweise ist bei Schizophrenen der emotionale Kontakt zu anderen Menschen reduziert. Es kann zu Situationen nicht angemessenen Gef\u00fchls\u00e4u\u00dferungen oder mimischen Reaktionen kommen. H\u00e4ufig ist bei Patienten eine leere also grundlose Heiterkeit zu beobachten. Unvereinbare Gef\u00fchlszust\u00e4nde und W\u00fcnsche k\u00f6nnen nebeneinander stehen. Insbesondere beim Bestehenbleiben einer Restsymptomatik nach Abklingen der akuten Erkrankung kommt es zu erheblicher gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfiger Verarmung.<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><br \/>\nPsychomotorische St\u00f6rungen<\/strong> <span style=\"color: #008400;\"><br \/>\n<\/span><br \/>\nBei schizophrenen Patienten zeigen sich h\u00e4ufig eine Bewegungslosigkeit bei vollerhaltenem Bewu\u00dftsein oder eine starke motorische Unruhe, h\u00e4ufig mit sich wiederholenden stereotypen Bewegungen. Auch die Kooperationsf\u00e4higkeit ist z.T. ver\u00e4ndert; so macht der Patient oft automatisch das Gegenteil des Verlangten oder f\u00fchrt es automatenhaft aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcblicherweise wird die Vielzahl von Symptomen nach Positivsymptomatik und Negativsymptomatik unterteilt. Dabei versteht man unter Positivsymptomatik Verhaltensmerkmale die \u00fcber das Verhalten von Gesunden hinausgehen. Zu diesen, auch &#8222;produktiv&#8220; genannten Symptomen geh\u00f6ren Halluzinationen und Wahn. Von Negativsymptomatik spricht man dagegen, wenn das Verhalten im Vergleich zum Gesunden Defizite aufweist. Typisch sind hier Antriebsmangel und Affektarmut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je nach Auspr\u00e4gung bestimmter Symptome unterscheidet man folgende Untertypen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Paranoid-halluzinatorische Form<\/strong>:<\/em> Wahn und Halluzinationen pr\u00e4gen das Bild des Erkrankten, am h\u00e4ufigsten tritt dieser Subtyp im 4. Lebensjahrzehnt auf.<br \/>\n<em><strong>Katatone Form<\/strong>:<\/em> Vorherrschen der psychomotorischen St\u00f6rungen.<br \/>\n<em><strong>Hebephrene Form<\/strong>:<\/em> Affektst\u00f6rungen stehen im Vordergrund, die Ersterkrankung liegt meist im Jugendalter.<br \/>\n<em><strong>Residuale Form<\/strong>: <\/em>Besonders auff\u00e4llig ist eine Pers\u00f6nlichkeits\u00e4nderung im Sinne von Antriebsmangel, Affektarmut und sozialem R\u00fcckzug.<br \/>\n<em><strong>Schizophrenia simplex<\/strong>:<\/em> Symptomarme Form, in der vor allem die produktiven Symptome fehlen und es allm\u00e4hlich zu einem durch Negativsymptomatik gepr\u00e4gten Bild (Residualsyndrom) kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"s4\" name=\"s4\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Schizotype St\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine St\u00f6rung mit exzentrischem Verhalten und Anomalien des Denkens und der Stimmung, die schizophren wirken, obwohl nie eindeutige und charakteristische schizophrene Symptome aufgetreten sind. Es kommen vor: ein kalter Affekt, Anhedonie und seltsames und exzentrisches Verhalten, Tendenz zu sozialem R\u00fcckzug, paranoische oder bizarre Ideen, die aber nicht bis zu eigentlichen Wahnvorstellungen gehen, zwanghaftes Gr\u00fcbeln, Denk- und Wahrnehmungsst\u00f6rungen, gelegentlich vor\u00fcbergehende, quasipsychotische Episoden mit intensiven Illusionen, akustischen oder anderen Halluzinationen und wahn\u00e4hnlichen Ideen, meist ohne \u00e4u\u00dfere Veranlassung. Es l\u00e4\u00dft sich kein klarer Beginn feststellen; Entwicklung und Verlauf entsprechen gew\u00f6hnlich einer Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"s5\" name=\"s5\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Sexuelle Beziehungsst\u00f6rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Geschlechtsidentit\u00e4t oder sexuelle Orientierung (heterosexuell, homosexuell oder bisexuell) bereitet bei der Aufnahme oder Aufrechterhaltung einer Beziehung mit einem Sexualpartner Probleme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"s6\" name=\"s6\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Sexuelle Reifungskrise<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die betroffene Person leidet unter einer Unsicherheit hinsichtlich ihrer Geschlechtsidentit\u00e4t oder sexuellen Orientierung, mit \u00c4ngsten oder Depressionen. Meist kommt dies bei Heranwachsenden vor, die sich hinsichtlich ihrer homo-, hetero- oder bisexuellen Orientierung nicht sicher sind; oder bei Menschen, die nach einer Zeit scheinbar stabiler sexueller Orientierung, oftmals in einer lange dauernden Beziehung, die Erfahrung machen, da\u00df sich ihre sexuelle Orientierung \u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"s7\" name=\"s7\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Soziale Phobie (Soziophobie)<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Soziale Phobien bestehen in der Furcht vor der pr\u00fcfenden Beobachtung durch andere Menschen in verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleinen Gruppen (nicht dagegen in Menschenmengen) und f\u00fchren schlie\u00dflich dazu, dass soziale Situationen vermieden werden oder nur unter intensiver Angst durchgestanden werden. Eine soziale Phobie ist eine dauerhafte, unangemessene Furcht und Vermeidung von Situationen, in denen die Betroffenen mit anderen Menschen zu tun haben und dadurch einer m\u00f6glichen Bewertung im weitesten Sinne ausgesetzt sind. Es bestehen unangemessen starke \u00c4ngste vor sozialen Situationen oder Leistungssituationen, in denen die Person im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit anderer steht und bef\u00fcrchtet, etwas zu tun, was dem\u00fctigend oder peinlich w\u00e4re.<br \/>\nMenschen mit einer Sozialphobie haben Angst zu versagen, sich l\u00e4cherlich zu machen oder durch ungeschicktes Verhalten unangenehm aufzufallen. Sozialphobiker bef\u00fcrchten, in sozialen Situationen verspottet oder feindselig behandelt zu werden, dumm auszusehen, die Kontrolle zu verlieren, Panik zu erleben und nicht mehr zu wissen, was sie sagen sollen, sodass sie erst recht auffallen, noch dazu, wenn gleichzeitig verschiedene vegetative Symptome auftreten.<br \/>\nSoziale Phobien k\u00f6nnen klar abgegrenzt und umschrieben sein oder unbestimmt und in fast allen sozialen Situationen au\u00dferhalb des Familienkreises auftreten. Die Diagnose einer sozialen Phobie wird best\u00e4tigt, wenn eine Person T\u00e4tigkeiten alleine angstfrei ausf\u00fchren kann, die ihr in Gegenwart anderer Menschen Angst machen. Die Beobachtung durch andere wirkt irritierend, die Furcht vor kritischer Beurteilung bewirkt eine Leistungshemmung.<br \/>\nEin gewisses Ausma\u00df an sozialer Angst ist v\u00f6llig normal. Sch\u00fcchternheit stellt ebenfalls keine St\u00f6rung dar, wenn sie nicht als belastend erlebt wird. Die Krankheitswertigkeit sozialer \u00c4ngste h\u00e4ngt vom Ausma\u00df der erlebten Beeintr\u00e4chtigung ab. Kennzeichnend hierf\u00fcr ist die angstvolle Vermeidung von an sich gew\u00fcnschten Sozialkontakten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"s8\" name=\"s8\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Stereotype Bewegungsst\u00f6rungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Willk\u00fcrliche, wiederholte, stereotype, nicht funktionale und oft rhythmische Bewegungen, die nicht Teil einer anderen psychischen oder neurologischen Krankheit sind. Wenn solche Bewegungen als Symptome einer anderen St\u00f6rung vorkommen, soll nur die \u00fcbergreifende St\u00f6rung kodiert werden. Nichtselbstbesch\u00e4digende Bewegungen sind z.B.: K\u00f6rperschaukeln, Kopfschaukeln, Haarezupfen, Haaredrehen, Fingerschnipsgewohnheiten und H\u00e4ndeklatschen. Stereotype Selbstbesch\u00e4digungen sind z.B.: Wiederholtes Kopfanschlagen, Ins-Gesicht-schlagen, In-die-Augen-bohren und Bei\u00dfen in H\u00e4nde, Lippen oder andere K\u00f6rperpartien. Alle stereotypen Bewegungsst\u00f6rungen treten am h\u00e4ufigsten in Verbindung mit Intelligenzminderung auf; wenn dies der Fall ist, sind beide St\u00f6rungen zu kodieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"s9\" name=\"s9\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>St\u00f6rungen des Sozialverhaltens<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">St\u00f6rungen des Sozialverhaltens sind durch ein sich wiederholendes und anhaltendes Muster dissozialen, aggressiven und aufs\u00e4ssigen Verhaltens charakterisiert. Dieses Verhalten \u00fcbersteigt mit seinen gr\u00f6beren Verletzungen die altersentsprechenden sozialen Erwartungen. Es ist also schwerwiegender als gew\u00f6hnlicher kindischer Unfug oder jugendliche Aufm\u00fcpfigkeit. Das anhaltende Verhaltensmuster mu\u00df mindestens sechs Monate oder l\u00e4nger bestanden haben. St\u00f6rungen des Sozialverhaltens k\u00f6nnen auch bei anderen psychiatrischen Krankheiten auftreten, in diesen F\u00e4llen ist die zugrundeliegende Diagnose zu verwenden.<br \/>\nBeispiele f\u00fcr Verhaltensweisen, welche diese Diagnose begr\u00fcnden, umfassen ein extremes Ma\u00df an Streiten oder Tyrannisieren, Grausamkeit gegen\u00fcber anderen Personen oder Tieren, erhebliche Destruktivit\u00e4t gegen\u00fcber Eigentum, Feuerlegen, Stehlen, h\u00e4ufiges L\u00fcgen, Schulschw\u00e4nzen oder Weglaufen von zu Hause, ungew\u00f6hnlich h\u00e4ufige und schwere Wutausbr\u00fcche und Ungehorsam. Jedes dieser Beispiele ist bei erheblicher Auspr\u00e4gung ausreichend f\u00fcr die Diagnose, nicht aber nur isolierte dissoziale Handlungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"t1\" name=\"t1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Tic- und Tourettest\u00f6rungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Bei dem tickt&#8216; s ja wohl nicht richtig&#8220;, wer hat das nicht schon einmal gedacht, wenn z.B. ein Sitznachbar in der U-Bahn auff\u00e4llig mit den Gesicht zuckte, st\u00e4ndig h\u00fcstelte oder unvermittelt obsz\u00f6ne Worte rief. Vielleicht waren wir dann Zeugen einer Tic-St\u00f6rung. Dies ist eine komplexe psychiatrische Erkrankung, die sich auch beim besten Willen oft nicht verbergen l\u00e4sst.<br \/>\nUnter einer Tic-St\u00f6rung versteht man pl\u00f6tzliche schnelle Bewegungen des K\u00f6rpers oder Laut\u00e4u\u00dferungen des K\u00f6rpers, die ohne willentlichen Einfluss ablaufen. Sie k\u00f6nnen dabei einzeln oder rhythmisch in Serie auftreten und von dem Betroffenen h\u00f6chstens kurzeitig unterdr\u00fcckt werden. H\u00e4ufige Beispiele sind dabei Augenblinzeln, Gesichtsgrimassen oder auff\u00e4lliges R\u00e4uspern oder H\u00fcsteln. Dies sind einfache Tics der Bewegung und der Stimme, sogenannte motorische und vokale Tics. Findet man bei einem Betroffenen mehrere motorische Tics zusammen mit einem vokalen Tic, so nennt man dies Tourette-Syndrom.<br \/>\nVor\u00fcbergehende Tic-St\u00f6rungen sind im Kindes- und Jugendalter sehr h\u00e4ufig, wobei Jungen mehr betroffen sind als M\u00e4dchen. Diese St\u00f6rung ist harmlos und verschwindet bald von selbst. Selten entwickelt ein Kind mehrere Tics \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum oder ein Tourette-Syndrom, dann ist eine intensive Psychotherapie kombiniert mit der Gabe von Medikamenten n\u00f6tig. Schwer Erkrankte sind durch ihre bizarren Bewegungen oder Laut\u00e4u\u00dferungen im \u00f6ffentlichen Leben sehr auff\u00e4llig. Sie neigen zum sozialen R\u00fcckzug, haben Probleme in der Schule und am Arbeitsplatz und erleiden dadurch h\u00e4ufig weitere seelische St\u00f6rungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"t2\" name=\"t2\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Transsexualismus<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Wunsch, als Angeh\u00f6riger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gef\u00fchl der Nichtzugeh\u00f6rigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen K\u00f6rper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie m\u00f6glich anzugleichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"t3\" name=\"t3\"><\/a><\/strong><\/span><strong>Trichotillomanie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dieser St\u00f6rung kommt es nach immer wieder mi\u00dflungenem Versuch, sich gegen Impulse zum Ausrei\u00dfen der Haare zu wehren, zu einem beachtlichen Haarverlust. Das Ausrei\u00dfen der Haare ist h\u00e4ufig mit dem Gef\u00fchl wachsender Spannung verbunden und einem anschlie\u00dfenden Gef\u00fchl von Erleichterung und Befriedigung. Diese Diagnose soll nicht gestellt werden, wenn zuvor eine Hautentz\u00fcndung bestand oder wenn das Ausrei\u00dfen der Haare eine Reaktion auf ein Wahnph\u00e4nomen oder eine Halluzination ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"v1\" name=\"v1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Voyeurismus<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wiederkehrender oder anhaltender Drang, anderen Menschen bei sexuellen Aktivit\u00e4ten oder intimen T\u00e4tigkeiten, z.B. Entkleiden, zuzusehen ohne Wissen der beobachteten Person. Zumeist f\u00fchrt dies beim Beobachtenden zu sexueller Erregung und Masturbation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><a title=\"z1\" name=\"z1\"><\/a><\/strong><\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Zwangsst\u00f6rungen<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#top\">zum Anfang<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwangs\u00e4hnliche Ph\u00e4nomene treten auch bei vielen gesunden Menschen auf: Gehen entlang bestimmter Linien, nicht auf bestimmte Fugen steigen, Vermeiden bestimmter Bodenplatten, Lesen-M\u00fcssen aller Autokennzeichen oder Werbeplakate, Z\u00e4hlen von Randsteinen, Treppenstufen, Autos oder Glockenschl\u00e4gen, \u00fcberm\u00e4\u00dfige Genauigkeit in bestimmten Bereichen, verschiedene stereotype Gewohnheiten und Rituale, mehrfaches Nachz\u00e4hlen der Geldscheine auf der Bank bei Abhebung eines gro\u00dfen Geldbetrags, wiederholte Kontrollen des Ofens, der Gas- und Wasserh\u00e4hne, der Wohnungst\u00fcr oder des Gep\u00e4cks vor Urlaubsreisen, mehrfache Kontrollen beim Auto nach einer unangenehmen Panne, leicht magische Praktiken, um das Gl\u00fcck zu erzwingen (z.B. Einsetzen der Geburtsdaten bei den Lottozahlen, Klopfen auf Holz, &#8222;toi-toi-toi&#8220;-Rufe), gedankliches Beharren auf einzelnen Worten, S\u00e4tzen oder Melodien u.a. Es handelt sich dabei um keine lebensbeeintr\u00e4chtigenden Denk- und Verhaltensgewohnheiten, sondern oft um Strukturierungshilfen f\u00fcr das Leben. Der Gesunde kontrolliert bei Unsicherheit gew\u00f6hnlich nur einmal und gewinnt Sicherheit, der Zwangskranke bleibt unsicher.<br \/>\nZwangsst\u00f6rungen umfassen Zwangsgedanken bzw. Zwangsimpulse (engl. obsessions) und Zwangshandlungen (engl. compulsions). Im angloamerikanischen Raum hei\u00dft die Zwangsst\u00f6rung deshalb &#8222;obsessive-compulsive disorder&#8220;. Bestimmte Situationen, Personen oder Objekte l\u00f6sen bestimmte Zwangsgedanken aus, die zu Zwangshandlungen f\u00fchren. Die h\u00e4ufigsten Zw\u00e4nge sind Kontrollzw\u00e4nge, gefolgt von Waschzw\u00e4ngen. \u00dcber 85% der Betroffenen weisen prim\u00e4r Zwangshandlungen auf, nur rund 12% der Zwangskranken in Behandlungseinrichtungen leiden unter reinen Zwangsgedanken.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button info shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#eee\"><a href=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" title=\"Weitere Informationen\" aria-label=\"Weitere Informationen\" role=\"button\" rel=\"noopener \" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#fff; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 11 32\"><path fill=\"#999\" d=\"M11.4 24v2.3q0 0.5-0.3 0.8t-0.8 0.4h-9.1q-0.5 0-0.8-0.4t-0.4-0.8v-2.3q0-0.5 0.4-0.8t0.8-0.4h1.1v-6.8h-1.1q-0.5 0-0.8-0.4t-0.4-0.8v-2.3q0-0.5 0.4-0.8t0.8-0.4h6.8q0.5 0 0.8 0.4t0.4 0.8v10.3h1.1q0.5 0 0.8 0.4t0.3 0.8zM9.2 3.4v3.4q0 0.5-0.4 0.8t-0.8 0.4h-4.6q-0.4 0-0.8-0.4t-0.4-0.8v-3.4q0-0.4 0.4-0.8t0.8-0.4h4.6q0.5 0 0.8 0.4t0.4 0.8z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.abduction.de%2Fblog%2Fgedanken%2Fkommentare%2Fpsychopathologie-und-abductionen%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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