Astralreisen: Die Monroe-Technik

Die Monroe-Technik geht auf den US-amerikanischen Geschäftsmann Robert Allen Monroe zurück. Er arbeitete als Autor und Programmdirektor beim Rundfunk und experimentierte im Frühjahr 1958 mit Methoden des Datenlernens während des Schlafs. Während seiner Experimente erlebte er seine erste bewusste Astralreise und beschäftigte sich fortan intensiv mit dem Phänomen.

Seine Erlebnisse und Erkenntnisse hat R. Monroe in insgesamt drei Büchern veröffentlicht, die auch ins Deutsche übersetzt wurden:

  1. »Der Mann mit den zwei Leben – Reisen außerhalb des Körpers«
  2. »Der zweite Körper – Astral- und Seelenreisen in ferne Sphären der geistigen Welt«
  3. »Über die Schwelle des Irdischen hinaus – Reisen in Dimensionen jenseits von Tod und Materie«

Die nun folgende Übungsanleitung ist eine Zusammenfassung aus den Angaben die R. Monroe in seinem ersten Buch »Der Mann mit den zwei Leben« machte.

Die Monroe-Technik

Wie viele andere Astralreisende ist auch R. Monroe davon überzeugt, dass Astralreisen etwas ganz natürliches sind und jeder von uns während des Schlafs den Körper verlässt. Nur das bewusste, willentliche Verlassen scheint dem natürlichen Prozess zu widersprechen und muss daher von uns erlernt werden.

Als eins der größten Hindernisse bei einer erfolgreichen Astralreise benennt R. Monroe die Furcht. Die Furcht kann nicht nur Erfolge erschweren sondern das Astralreisen komplett verhindern. Daher ist es wichtig sich mit ihr zu befassen und sie zu überwinden.
Ein wirkliches Mittel gegen die Furcht kann R. Monroe leider nicht anbieten. Er kann nur dazu raten sich langsam mit dem Astralreisen vertraut zu machen und sich so an dem Ablöseprozess und dem anderen Zustand zu gewöhnen. Durch die daraus gewonnene Vertrautheit und Erfahrungen sollte Zuversicht aufkommen und es leichter fallen aufkommende Ängste abzuschütteln.
Er selbst kämpfte mit der Todesfurcht und fürchtete sich davor nicht wieder zurück in seinen Körper zu gelangen. Eine weitere Form der Angst die ihm zu schaffen machte war die Furcht vor dem Unbekannten. Er hatte niemanden den er um Rat bitten konnte, wusste nicht wie er sich in der anderen Welt verhalten sollte und welche Konsequenzen seine Handlungen haben. Außerdem bereiteten ihm mögliche schädliche Auswirkungen auf seinen Körper und auf seiner Psyche Sorgen.
Nach etlichen Versuchen und Reisen konnte er aber keine Bestätigung für seine Befürchtungen finden. Er kam stets wohlbehalten zurück und das Unbekannte meisterte er souverän durch Respekt und rücksichtsvollen Umgang mit der Anderswelt. Schädliche Auswirkungen auf seinen Körper konnte er auch nicht feststellen.
Das einzige was sich veränderte war seine Psyche. Aber das ist ganz normal. Denn alles was wir jemals erlebt haben fließt in unsere Persönlichkeit mit ein und prägt uns. Wie sich die Erfahrungen schließlich auf unsere Psyche auswirken, ob positiv oder negativ, liegt letztendlich ganz an jedem einzelnen und wie dieser damit umgeht. R. Monroe konnte wohl sehr gut mit den Erfahrungen umgehen und so kamen auch seine Freunde, die vom psychiatrischen Fachen waren, zu dem Schluss, dass seine Veränderungen offensichtlich nicht negativer Natur waren.

Schritt 1 – Entspannung

Der erste und vielleicht sogar einer der wichtigsten Schritt ist es zu lernen sich zu entspannen. Wie uns das gelingt lässt R. Monroe jedem selbst überlassen. Wichtig ist, das neben dem Körper auch der Geist zur Ruhe kommt. Man sollte auch ein Weg finden Termindruck, Alltagsgedanken und Ungeduld abzuschalten.

Schritt 2 – Vorbereitung auf Grenzland Schlafzustand (Kondition A)

Sobald man für sich eine Methode gefunden hat sich zu entspannen und vom Alltag Abstand zu gewinnen legt man sich hin und schließt die Augen. Idealerweise ist man für diese Übung, die R. Monroe als Kondition A bezeichnet, müde und schläfrig. Wenn dann das Gefühl des Einschlafens aufkommt, beginnt man damit seine geistige Aufmerksamkeit auf etwas zu richten und versucht nicht einzuschlafen.
So simpel wie die Vorgehensweise klingt ist es leider nicht. Es wird immer wieder einmal vorkommen das man einschläft. Dagegen hilft nur Geduld und immer wieder erneut zu üben bis es einem schließlich doch gelingt.
Das man erfolgreich gelernt hat im Grenzland Schlafzustand zu verbleiben bemerkt man daran, dass man nicht einschläft und es einem langweilig wird. Außerdem sollte ein vertrautes Gefühl aufkommen, so das man den Eindruck gewinnt das es nichts Neues mehr zu entdecken gibt.

Schritt 3 – Grenzland Schlafzustand (Kondition B)

Kondition B ähnelt stark Kondition A. Anstatt seine Konzentration auf etwas zu richten wird nun geistige Leere angestrebt. Außerdem schaut man auf das Schwarz hinter den geschlossenen Augen. Dabei verbleibt man dann in einem schwebenden Zustand zwischen Wachsein und Schlaf.
Während dieser Übung kann es sein das Lichtblitze oder geistige Bilder auftauchen (z.B. Tetrisbausteine weil vor der Übung Tetris gespielt wurde). Diese sind unbedeutend und beruhen auf Nerventätigkeiten und verschwinden nach einiger Zeit von selbst.
Kondition B ist gelungen sobald man ohne auflodernde Lichtblitze oder geistige Bilder in die Schwärze vor den Augen schauen kann, nichts einem aus der Ruhe bringt und natürlich nicht einschläft.

Schritt 4 – Vertiefung Grenzland Schlafzustand (Kondition C)

Als erstes wird der Zustand von Kondition B hergestellt. Sobald das gelungen ist lässt man sich Schrittweise immer tiefer in den Schlafzustand fallen und kehrt willentlich wieder zurück. So das man sich immer weiter der Einschlafgrenze annähert ohne einzuschlafen.
Den Erfolg der Übung erkennt man an den nach und nach abschaltenden Sinneswahrnehmungen. Als erstes verschwindet das Körpergefühl und es entsteht der Eindruck als sei kein Körper vorhanden. Darauf folgen Geruchs- und Geschmackssinn. Zum Schluss schaltet sich das Gehör und die Sehfähigkeit ab.

Schritt 5 – Vollendung Grenzland Schlafzustand (Kondition D)

Kondition D ist die Vollendung von Kondition C. Anstatt die Übung aus einem schläfrigen Zustand heraus zu beginnen soll nun die Einschlafgrenze aus einem munteren, wachen Zustand heraus erreicht werden.
R. Monroe rät dazu die ersten paar Male mit der Übung direkt nach einem Mittagsschlaf oder Morgens nach dem Aufwachen zu beginnen. Denn wenn man sich physisch noch nicht bewegt hat kann die Entspannung aus dem Schlaf direkt für die Übung genutzt werden.

Schritt 6 – Schwingungszustand

Der Schwingungszustand zeigt sich bei jedem etwas anders und niemand kann genau sagen welche Mechanismen sich dahinter verbergen. In dem Zustand kann ein schwaches Kribbeln bis hin zu einem starken elektrischen Brennen auftreten. Wiederum kann es auch als sanftes, energetisches Empfinden beschrieben werde oder aber auch als ein Schlag der einem trifft und durchfährt. Auf alle Fälle wird jeder, der einmal diesen Zustand erreicht hat, wissen was damit gemeint ist.

Um den Schwingungszustand leichter zu erreichen empfiehlt R. Monroe folgende Bedingungen:

  • Entspannte Lage, so das nichts drückt oder Glieder einschlafen können.
  • Körper in Richtung Nord-Süd ausrichten. Kopf liegt in Richtung magnetischen Norden.
  • Lockere Kleidung und leicht zugedeckt, so das einem etwas wärmer ist als fürs Wohlergehen nötig.
  • Schmuck und metallische Dinge die einem direkt berühren oder nah sind entfernen.
  • Der Raum sollte leicht abgedunkelt sein, so das kein Licht durch die geschlossenen Lider dringt. Aber nicht stockfinster.
  • Unbedingt Ruhe (kein Telefon oder störende Geräusche) und auf gar keinen Fall Zeitdruck.

Schritte um den Schwingungszustand zu erreichen:

  1. Entspannung;
  2. Grenzland Schlafzustand und dabei auf den tiefst möglichen Entspannungszustand hinab gleiten ohne das sich das Bewusstsein vermindert.
  3. R. Monroe empfiehlt eine Selbstsuggestion die man sich in diesem Entspannungszustand 5x hintereinander sagt:
    »Ich werde all das bewusst wahrnehmen und erinnern, was mir in dieser Entspannungsperiode begegnet. Wenn ich wieder völlig wach bin, werde ich mich nur der Dinge in allen Einzelheiten erinnern, die für mein physisches und geistiges Sein wohltuend sind.«
  4. Nach der Suggestion sollte man durch den halb geöffneten Mund atmen und sich wieder voll und ganz auf die Schwärze vor den geschlossenen Augen konzentrieren.
  5. In die Schwärze hinein, ca. 30 Zentimeter von der Stirn entfernt, erschafft man sich einen imaginären Punkt. Den Punkt lässt man anschließend langsam bis auf ca. 2 Meter von sich entfernt wandern und fixiert ihn dort für ein Weilchen.
  6. Nun muss der Punkt in einem Winkel von 90° nach oben wandern, so das er über dem Kopf steht und sich parallel zur Körperachse befindet. Als weiteres stellt man sich vor das sich der Punkt nun in einem Bereich befindet der schwingt und vibriert.
  7. Nun lässt man den Punkt und die Schwingung in einem weiten Bogen nach hinten kippen und durch den Kopf in den Körper hinein fahren. Wenn es erfolgreich war wird man es umgehend spüren. Es ist als würde einem eine energetische Welle treffen und durch den Körper fahren. Dadurch wird der Körper auch starr und unbeweglich.
  8. Um sich an den Zustand zu gewöhnen bietet es sich an erst einmal gar nichts zu tun als dazuliegen und die Wellen die durch den Körper gleiten objektiv zu analysieren. Wenn man nicht weiter darauf einwirkt verschwinden die Schwingungen innerhalb von ca. 5 Minuten ganz von selbst.

Sobald der Schwingungszustand ein paar Mal erreicht wurde ist es nicht mehr notwendig diese Übung durchzuführen. Es genügt dann sich entsprechend für eine Astralreise zu entspannen und diesen Zustand willentlich herbei zu führen.

Schritt 7 – Kontrolle der Schwingung

Die Schwingungen lassen sich geistig beeinflussen und auf Kommando hervorrufen. Das gilt es ab dieser Übungsphase zu trainieren.
Zuerst versucht man die Schwingungswellen geistig vom Kopf durch den Körper bis in die Füße zu leiten, so das ein rhythmisches Pulsieren auftritt. Sobald die Schwingungen fließen lässt man sie von alleine verschwinden. Dies übt man in mehreren Sitzungen solange bis man in der Lage ist die Schwingungen per geistigen Befehl (ohne die Visualisierung aus Schritt 6) erscheinen und gleichmäßig den Körper durchströmen bis sie wieder von selbst abebben.

R. Monroe geht davon aus das die Schwingungen wie ein Motor wirken. Sobald die Frequenz der Schwingung hoch genug ist, so hoch das wir sie nicht mehr bemerken (in der Übung nach dem abebben der Schwingung), sind wir bereit den Körper zu verlassen. Eventuell nimmt man dann noch ein leichtes kribbeln oder körperliche Wärme wahr.

Schritt 8 – Vorbereitung auf den Trennungsprozess

Bei Astralreisen unterliegt alles der Gedankenkontrolle. Das beginnt mit den Schwingungen die man ab diesen Schritt mittlerweile willentlich erzeugen kann, geht weiter mit der Trennung und der späteren Kontrolle des Astralleibes.
Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden sollte man sich bewusst sein das verirrte Gedanken, auch solche die vielleicht unbewusst existieren, einem unverhofft an Orten und Personen gelangen lassen mit denen man nicht rechnet. Daher ist es wichtig sich bei Astralreisen so genau wie nur möglich auf sein Ziel zu konzentrieren. Zu Beginn ist es auch anzuraten sich erst im hier und jetzt (keine Zeitreisen, keine fremden Welten) aufzuhalten und sich mit dem anderen Zustand vertraut zu machen.

Für die eigentliche Übung arbeitet man sich bis zur Schwingung vor. Nachdem sie hoch genug war und nicht mehr zu spüren ist kann es losgehen. R. Monroe rät dazu als erstes mit einer Hand astral aus dem Körper zu fassen und Gegenstände in der Umgebung zu berühren und zu ertasten. Es ist auch möglich durch Gegenstände hindurch zu fassen und das Innere zu erfühlen.

Um die Übung zu beenden, wird die astrale Hand langsam zurück gezogen und neben den Körper abgelegt wo sich die physische Hand befindet. Um aufzuwachen denkt man an seinen Körper und beginnt langsam seine physischen Zehen und Finger zu bewegen. Normalerweise kommt dann langsam das Körpergefühl zurück und man kann aufstehen.

Eine weitere Übung die man machen kann geht folgendermaßen: Man nimmt Rückenlage ein und die physischen Arme liegen auf der Brust oder an der Seite. Der Schwingungszustand wird aufgebaut und man hebt seine astralen Arme und versucht in der Luft die Finger zusammen zu legen. Dies versucht man so beiläufig und unaufmerksam wie nur möglich. Nun wird versucht mit den astralen Augen (die physischen Augen bleiben geschlossen) hinzuschauen. Eventuell muss dafür der Astralkörper leicht angehoben werden. Das Ergebnis sollte sein das man seine astralen Arme in der Luft und die physischen Arme an der Körperseite oder auf der Brust liegen sieht.

Schritt 9 – Der Trennungsprozess

Für die erste Trennung empfiehlt R. Monroe Tageslicht und ein leicht abgedunkelter Raum um sich besser orientieren zu können. Außerdem rät er dazu astral im Zimmer, in vertrauter Umgebung, zu bleiben um Bezugspunkte zu haben.

Wenn der Schwingungszustand erreicht wurde beginnt man damit zu denken wie schön und nett es ist leichter zu werden und nach oben zu schweben. Im Inneren sollte der Wunsch entstehen hinauf zu schweben.
Eventuell klappt es bei den ersten Versuchen noch nicht. Das ist aber nicht schlimm. Wenn alle Übung zuvor absolviert wurden wird es sicher bald funktionieren.

Eine weitere Möglichkeit ist die Rotationstechnik. Nach Aufbau der Schwingung versucht man sich langsam umzudrehen. So als würde man sich im Bett umdrehen und dann aufstehen. Nur mit dem Unterschied das man es nun mit seinen Astralleib macht und versucht nicht Arme und Beine zum Abstützen zu verwenden.
Am besten beginnt man mit dem Oberkörper, Kopf und den Schultern. Wichtig ist die Drehung langsam durchzuführen. Sobald man keinen Widerstand spürt sollte es gelungen sein und man stellt sich vor wie man leichter wird und hinauf schwebt.

Sobald der Austritt gelungen ist kann man damit beginnen seine Umgebung zu erkunden. R. Monroe empfiehlt in der ersten Zeit wirklich seinen Körper nah zu bleiben und zu lernen damit umzugehen. Damit soll gewährleistet werden das man sich in Ruhe mit dem anderen Zustand vertraut machen kann und unbehagliche Situationen vermieden werden. Zudem kann man so in Ruhe die Rückkehr üben.

Viel Erfolg 🙂

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