The Age of Disclosure - Dokumentation von Dan Farah

The Age of Disclosure

Die Dokumentation „The Age of Disclosure“ unter der Regie von Dan Farah gilt als einer der gewichtigsten Beiträge zur aktuellen Debatte um UFOs, oder „Unidentified Aerial Phenomena“ (UAP). Der Film greift die zentrale These auf, dass die Existenz nicht-menschlichen intelligenten Lebens seit rund 80 Jahren von globalen Regierungen vertuscht wird. 

Der besondere Anspruch des Films liegt in der Glaubwürdigkeit seiner Quellen: Es werden 34 aktuelle und ehemalige hochrangige Mitglieder der US-Regierung, des Militärs und der Geheimdienste interviewt. Darunter befinden sich bekannte Experten wie Garry Nolan und Eric Davis. Kein Wunder, dass die Dokumentation in den USA gleich auf Platz 1 der meistverkauften Titel startete.

Die Hauptaussage der Dokumentation ist, dass die Vertuschung nicht nur die Existenz der Phänomene betrifft, sondern dass es einen geheimen Wettlauf zwischen den Nationen gibt, die geborgene Technologie der UAP durch Reverse Engineering zu entschlüsseln (was man grob zusammenfassend als das „Legacy Programm“ bezeichnen kann). Das Programm soll von Elementen der CIA, der US Air Force, des Department of Energy (DOE) und der privaten Verteidigungsindustrie außerhalb der demokratischen Aufsicht betrieben worden sein – bzw. immer noch betrieben werden. 

„The Age of Disclosure“ wird von einigen gewichtigen Aussagen getragen, wie etwa von Jay Stratton, dem ehemaligen Direktor der UAP-Taskforce des Pentagon:

„Die Menschen hinter dem [UFO] Legacy-Programm sind fest davon überzeugt, dass das Geheimnis so brisant ist, dass sie es nicht mit der amerikanischen Bevölkerung teilen können. Es mag einige Aspekte geben, die so brisant sind, dass sie nicht offengelegt werden können. Ich denke jedoch, dass wir die grundlegende Tatsache, dass wir nicht allein im Universum sind, mit der amerikanischen Bevölkerung teilen können. Wir können damit umgehen.“

Das ist zugleich auch ein Manko dieser Dokumentation, die so schnell zu einer Aneinanderreihung von Aussagen über die Aussagen anderer werden kann – ohne dem Zuschauer wirklich etwas zeigen zu können. Wie der Skeptiker Michael Shermer bemerkt, drohen so viele der Zitate zu einer Luftnummer zu werden, wie z.B. das folgende von Lue Elizondo:

„Wenn Sie in meinen Schuhen stecken würden, und sehen könnten, was ich gesehen habe, gäbe es für Sie nicht den geringsten Zweifel daran, dass diese Dinge real sind und nicht von Menschenhand geschaffen wurden.“

Dem gegenüber stehen die Glaubhaftigkeit und der Rang der befragten Zeugen, die aufgrund ihrer ehemaligen Positionen eigentlich genau wissen müssten, über was sie da sprechen. Manchen Zuschauer wird sich dabei die Frage aufdrängen, warum die Bevölkerung diese Schilderungen nicht mit einem größeren öffentlichen Aufschrei quittiert. Die traurige Realität ist wohl, dass die jahrzehntelange Anwendung von Geheimhaltungsstrategien so tief in das kollektive Bewusstsein eingesickert ist, dass ihre lähmende Wirkung selbst die schockierendsten Enthüllungen zu neutralisieren droht.

Und dafür ist diese Dokumentation gut: Sie entzieht der Thematik den „Kicher-Faktor“, indem sie seine Untersuchung bestätigt und zugleich entlarvt, dass damit eine undemokratische Parallelwelt geschaffen wurde, die bis heute aufrechterhalten wird. Es ist nicht unbedingt ein Film für die „UFO-Meute“, die schon tiefer in der Materie steckt – für sie ist es hauptsächlich ein alter Hut. Die Dokumentation richtet sich an Menschen, die sich eigentlich nicht für UFOs interessieren, also an die große Mehrheit der Bevölkerung, die UFO-Nachrichten und -Geschichten wenig oder gar keine Beachtung schenkt. 

Was hingegen wieder völlig ausgeklammert wird, sind Kontakte, Entführungen und die Sicht der Experiencer selbst. Hier habe ich zwei Stimmen herausgesucht:

Robert Salas: 

„Age of Disclosure ging über die bloße Wiederholung der nationalen Sicherheitsbedrohung durch UFOs hinaus, die 2007 zur Entstehung des Advanced Aerospace Threat Identification Program führte, was zu viel Kritik an Lue Elizondo, Chris Mellon, Jay Stratton usw. führte, da ihnen vorgeworfen wurde, einen limitierten Informationsfluss zu betreiben, um die Öffentlichkeit auf eine Art False-Flag-UFO-Ereignis vorzubereiten.

Der Schwerpunkt lag jedoch eindeutig auf dem Legacy-Programm und darauf, wie es zu einer übermäßigen Machtkonzentration bei Luft- und Raumfahrtunternehmen geführt hat, die einen Großteil der geborgenen UFO-Wrackteile und NHI (nichtmenschliche Entitäten) besitzen, die nun als geschützte Informationen gelten, die von FOIA-Anfragen ausgenommen sind. Außerdem werden einige der Verantwortlichen des Legacy-Programms als christliche Fundamentalisten beschrieben, auch bekannt als die Collins-Gruppe, die UFOs als dämonisch betrachten.

Es gab bedeutende Zeugenaussagen, die die Realität von UFO-Bergungsaktionen seit 1947 belegten und dass dabei mehrere nicht-menschliche Intelligenzen geborgen wurden. Die Dokumentation „Age of Disclosure“ beschrieb zudem anschaulich, wie gewählten Amtsträgern der Zugang zum Legacy-Programm verweigert wird und dass ähnliche Programme von Russland und China betrieben werden.“

„Ich hatte einen kurzen Auftritt (35 Sekunden) im Film, während Lue Elizondo scheinbar den ganzen Film über sprach. Ich finde, das waren zu viele Meinungen und Kommentare von einer einzelnen Person. Ich erkenne zwar seine Beiträge zur Förderung der Offenlegung an, bin jedoch nicht damit einverstanden, dass er wiederholt die Idee propagiert, dass die UAP eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen.

Meine Sichtweise zu den UFO-UND-ATOMRAKETEN-Vorfällen ist, dass sie eine Botschaft der Hoffnung darstellen, dass die Menschheit den Wert und die Bedeutung der Abschaffung von Atomwaffen erkennen wird! Es ist eine Botschaft, die uns daran erinnert, dass wir uns für eine friedliche Zusammenarbeit aller Völker unseres Planeten einsetzen müssen, damit wir uns zu einem höheren Seinszustand entwickeln können. Sobald wir dies uns selbst und unseren außerirdischen Brüdern und Schwestern wahrhaftigbeweisen, können wir eine Einheit mit unseren kosmischen Nachbarn teilen. Sie mögen sagen, dass ich ein Träumer bin, aber ich glaube nicht, dass ich der Einzige bin.“

Susan Demeter: 

„Einerseits freue ich mich, wenn dadurch die Stigmatisierung von UFOs etwas abgebaut wird, andererseits bin ich sehr besorgt, wenn Politiker (die uns schon einmal belogen haben) und das Militär sich mit Agenden befassen, die das Thema aus einer amerikanisch-zentrierten Perspektive beleuchten. Und das vorherrschende Narrativ kontrollieren. Man sieht ja, wie polarisiert die Klimadebatte wurde, als sich spaltende US-Politiker einmischten.

Die Offenlegung von Informationen findet seit Jahren und auch in anderen Ländern statt. Anfang der 1990er-Jahre gab es in Belgien eine bemerkenswerte Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Behörden, Ufologen und UFO-Experiencern. Frankreich und andere Länder beschäftigen sich seit Jahrzehnten offen mit UFOs. Daneben haben die USA mit einer Vielzahl von „Whistleblowern und dubiosen Quellen“ mit diesem Thema gespielt. Solange ich keine konkreten Beweise aus den USA sehe, halte ich das Ganze für wenig aussagekräftig und sehe sogar ein Schadenspotenzial, da wie schon zuvor nichts anderes als weitere Polarisierung dabei herauskommt.

Wo ich schon mal dabei bin: Ich bin es noch viel mehr leid, dass christliche Mythologie zur Erklärung dieses Phänomens herangezogen wird.🙄

Ich bin eine UFO-Experiencerin und betreibe seit drei Jahrzehnten aktiv Feldforschung. Ich kann ehrlich sagen, dass ich schockiert wäre, wenn dies noch zu Lebzeiten meiner Enkelkinder erklärbar wäre. Wenn Sie versuchen wollen, zu verstehen, was UFOs/UAPs sind, dann gehen Sie dorthin, wo sie häufig gesichtet werden, und hören Sie den Menschen zu, die sie erlebt haben. Sie werden dem Verständnis dieser Phänomene viel näher kommen als Regierungen, die in dieser Angelegenheit regelmäßig lügen und irreführen, oder Personen, die versuchen, die öffentliche Meinung zu kontrollieren oder daraus Profit zu schlagen – es sei denn, sie legen unwiderlegbare Beweise vor, die der wissenschaftlichen Gemeinschaft, vorzugsweise nicht nur der amerikanischen, zugänglich gemacht wurden.“

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