Abduction.de Interview in UFOzine

Beitrag von: stalker

Abduction.de Interview in Ausgabe 29 der ehemaligen Zeitschrift UFOzine

Besucher aus dem All?
Entführungsopfer der offenen Vereinigung Abduction.de im Gespräch

1. Würden Sie sich und Ihre Gemeinschaft von Entführten unseren Lesern bitte kurz vorstellen?

Abduction.de ist ein Zusammenschluss von Betroffenen des Entführungsphänomens und wird von den Administratoren ehrenamtlich betreut. Die Grundmotivation, die zu der Erstellung dieser Website führte, lag darin, den vorherrschenden Mangel an Informationen, hilfreichen Strukturen und Austauschmöglichkeiten für Betroffene zu beheben. Etwaige ähnliche Bemühungen sind seit dem Tod von Dr. Johannes Fiebag fast vollständig zum Erliegen gekommen, so dass wir deutschlandweit gegenwärtig das einzige Projekt dieser Art darstellen (!). Zu unseren Bestrebungen gehört die Unterstützung Betroffener, denen wir uns in ihren Bedürfnissen annähern möchten, indem wir auf ihre besondere Situation und die für sie zu bewältigenden Schwierigkeiten Bezug nehmen und Hilfestellung anbieten. Da unser Team selbst aus Betroffenen besteht, können wir die Probleme Betroffener aufgrund unserer Erfahrungen besser einschätzen als es beispielsweise für einen Außenstehenden aus ihrem näheren Umfeld der Fall wäre. Ein weiteres Ziel besteht in der Aufklärung Nichtbetroffener und der Förderung weiterer notwendiger Strukturen. Durch das Internet stehen uns nun viel mehr Möglichkeiten offen, wie es beispielsweise zu Fiebags aktiven Zeiten möglich gewesen wäre. Die Anonymität und die schnelle Informationsübermittlung bieten ideale Austauschbedingungen. Natürlich bleibt es in vielen Fällen nicht bei dieser Anonymität bestehen – enge Freundschaften werden gebildet, kleinere Treffen veranstaltet. Ich bin sozusagen einer der Gründerväter dieses Projekts: Am Anfang stand die für mich äußerst frustrierende Erfahrung, selbst in den Weiten des Internets (besonders aber dem deutschsprachigen Raum) keine Ansprechperson für meine besonderen Erlebnisse zu finden. Ich wollte diesen Zustand auf jeden Fall beseitigen. Durch Zufall fand ich meine erste Betroffene, mit der Zeit gesellten sich weitere Kontakte hinzu. Gemeinsam nahm diese Idee konkrete Formen an. Rückblickend kann ich sagen, dass der Austausch mit weiteren Betroffenen mir persönlich sehr viel weitergeholfen hat.

2. Wenn Sie sagen, sie möchten Betroffenen helfen: Wie genau sieht diese Hilfe aus? Was erwartet eine Person, die meint ein Entführungserlebnis erlebt zu haben, wenn sie sich bei Ihnen meldet?

„Hilfe“ wäre unserem Selbstverständnis nach – und im Rahmen der uns zugrunde liegenden Möglichkeiten – wahrscheinlich der falsche Ausdruck. Als Schlagwörter nenne ich hier lieber „Selbsthilfe“ als Ausdruck unserer eigenen individuellen Suche, die letztendlich zu der Suche nach weiteren Betroffenen geführt hat, und „Unterstützung“ bzw. „Hilfestellung“: Der Zusammenschluss zu einem Netzwerk, das durch Kommunikation, dem stetigen „Austausch“ von Informationen, einem wechselseitigen Wachsen und Lernen dienen kann. Auf diese Weise kann es Betroffenen ermöglicht werden, ihre Isolation zu überwinden und ihre Erfahrungen (selbst)bewusst zu reflektieren. Nicht umsonst heißt es in Entführtenkreisen, dass jeder Betroffene ein Puzzleteilchen besitzt, das Rückschlüsse auf das Gesamtbild und damit zu Verständnis und Einsicht über sich und seine Stellung in dem Gesamtgefüge liefern kann. Der Begriff „Hilfe“ ist deswegen problematisch, weil – wie es ein Mitglied der damaligen Ärztegruppe um Fiebag treffend ausdrückte – letztlich niemand diese Erfahrungen aufhalten, niemand ein Schild vor der Wohnung Entführter mit dem Schild: „Aliens verboten“ anbringen kann. Umso mehr erfordert diese Tatsache die Ausbildung eines stabilen Weltbildes, in dem die neuentdeckten Zusammenhänge integriert werden und dem Entführungsphänomen ein angemessener Platz zugewiesen wird. Verleugnung oder Verdrängung liefern nur scheinbare Vorteile, die sich im Laufe der Zeit beeinträchtigend bemerkbar machen.
Die Auseinandersetzung mit dem Entführungsphänomen ist immer auch eine Konfrontation mit dem bisher vertretenen Weltbild, den Einstellungen, Überzeugungen und Idealen, dem persönlichen Entwicklungsprozess, der gelebten Vergangenheit und zukünftigen Entscheidungsprozessen. Damit besitzt es buchstäblich das Potenzial, einer Person den Boden unter den Füßen zu entziehen, indem es alles, was ist, und alles, was war in Frage stellen kann. Dieser Realisationsprozess kann für einen Entführten eine harte Zeit darstellen, in der er in erhöhtem Maße auf Orientierung angewiesen ist und ein Bedürfnis nach tiefergreifenden Antworten verspürt. An diesem Punkt begeben sich viele Betroffene auf die Suche – und treffen in dieser Position mit anderen Austauschpartnern zusammen, vielleicht sogar mit Mitgliedern unserer Gruppierung. Eine der im Mittelpunkt stehenden Fragen lautet dann häufig: „Bin ich auch ein Betroffener? Sind meine Erlebnisse real?“ Wir können und wollen uns nicht anmaßen, darüber ein eindeutiges Urteil zu fällen. Stattdessen können wir anhand unserer Erfahrungen auf bestimmte Zusammenhänge hinweisen, zusammen bisher unbeachtete Details vergangener Geschehnisse aufdecken und alternative Erklärungsmöglichkeiten bereitstellen. Auf diese Weise befinden wir uns am ehesten in der Rolle eines „Geburtshelfers“: Die persönliche Entscheidungskraft soll durch die Bereitstellung verschiedener Lösungsansätze und Perspektiven erhalten bleiben. Idealerweise soll ein Betroffener selbst bestimmen, inwieweit er die Geschehnisse für sich annehmen soll und welchen Weg er für sich wählen möchte – wenn er seine augenblickliche Lage dabei auch möglichst objektiv und realistisch einschätzen kann, was hier aber nicht immer der Fall ist. Letztendlich bleibt die weitere Verarbeitung / Integration eine Leistung, die nur von ihm selber erbracht werden kann und erbracht werden muss. Wir können darauf nur unterstützend einwirken und ihn zu der Herausbildung „günstiger“ Sichtweisen und Bewältigungsstrategien befähigen. Einige Betroffene sind dazu noch nicht bereit und sperren sich gegen die Anerkennung ihrer Erlebnisse, obwohl ihre Schilderungen unseren Erfahrungen nach auf ein Entführungsszenario hindeuten würden. Man kann diese Prozesse nicht erzwingen. Sie verschwinden dann erst einmal für einige Zeit von der Bildfläche, nur um zu einem späteren Zeitpunkt eventuell wieder aufzutauchen.

Für einen Betroffenen kann bereits das Wissen um andere Entführte eine enorme Hilfe darstellen. Allein ihr Vorhandensein bedeutet eine Stabilisierung der eigenen Position: Meine Erlebnisse sind keine Form von Geisteskrankheit, ich bin nicht verrückt, es gibt noch andere da draußen, denen es ganz ähnlich geht wie mir – auch wenn einige Entführte zunächst glücklicher damit wären, wenn sich ihre Erlebnisse als Geisteskrankheit herausstellen würden. Im Normalfall ist das sicherlich keine Rolle, die man sich gerne herbeisehnen würde, und selbst nach Jahren ihrer mehr oder weniger erfolgreichen Akzeptanz kann ein übler Nachgeschmack bestehen bleiben – wie bringt man beispielsweise das Alltagsleben mit seinen Werten und Normen und die so ungewöhnlichen Erfahrungen mit ihren Auswirkungen und weitreichenden Implikationen miteinander in Einklang?

3. In welcher Art und Weise versuchen Sie Nicht-Betroffene, die Öffentlichkeit, über das Phänomen aufzuklären?

Bisher beschränken sich unsere Bemühungen auf den Online-Sektor. Dies ist ein logischer Schritt aus unserer bisherigen Arbeit, die aus den Möglichkeiten des Internets am besten profitieren konnte. Die Bereitstellung geeigneter Austauschstrukturen bildet nach wie vor den Grundpfeiler unserer Bestrebungen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Informationen, die sich den Betroffenen in seiner individuellen Lebenswelt annähern und ihm verschiedene Perspektiven über das Entführungsphänomen / der Alien-Begegnungen vermitteln sollen. Diese könnten besonders auch für das nähere Umfeld Betroffener von Bedeutung sein. Das Gespräch mit Familienangehörigen oder Freunden bildet häufig eine unüberwindbare Hemmschwelle. Durch die Illustration des Entführungsprinzips und dessen Tragweite für Betroffene kann ihre Situation für Außenstehende transparent gemacht werden.
Eine der Schattenseiten des Internets bildet – wie sich recht anschaulich anhand der UFO-/Entführungsthematik ersehen lässt – die Herausbildung von Gerüchten und Fehlinformationen. Ein Großteil dieser Irrtümer basieren auf falschen Grundannahmen bzw. Missverständnisse und Fehlinterpretationen, die in Unkenntnis oder falschen Informationen, aber auch in einer allzu „menschlichen“ Sichtweise und Bewertung der Thematik begründet liegen. Hier besteht allgemein ein großer Nachholbedarf.
Weitere mögliche Ansatzpunkte liegen in der Zusammenarbeit mit Forschern, Ärzten und Psychologen. Leider mussten wir hier in der Vergangenheit einige negative Erfahrungen mit der Szene sammeln. Einer der hier ansässigen „Entführungsforscher“ interessierte sich beispielsweise nur für die Fallberichte Betroffener und stellte diese ohne ihr Einverständnis auf seiner Internetseite aus. Nun befinden wir uns langsam in einer selbstbewussten Position, können als Sprachrohr für andere Betroffene dienen und solchen ausbeuterischen Verhaltensweisen etwas entgegensetzen. Nicht zuletzt ist unser Projekt auch aus einer Gegenreaktion auf die mangelnden Strukturen der deutschsprachigen UFO-Szene zurückzuführen, die diese Thematik immer noch nicht so recht für sich einzuordnen weiß. Diese Berührungsängste fordern eine Abgrenzung geradezu hinaus, denn die Entführungsthematik hat mit der Paläo-Seti oder der Arbeit von UFO-Fallermittlern nichts gemeinsam, was von einigen Skeptikern/Forschern leider immer wieder durcheinandergebracht wird. Ein Betroffener will kein ihn bevormundendes Gegenüber, das mit ihnen ausdiskutiert, ob es diese Form der Erfahrungen geben kann oder nicht. Sie sehen sich schließlich unmittelbar in ihrer Lebenswelt konfrontiert. Hier liegt eine der Schwierigkeiten zwischen den skeptischen Lagern und den Betroffenen begründet. Auf diese Weise entsteht die hiesige Entführungsszene quasi „im Untergrund“ und besitzt eine große Eigendynamik.

4. Darf ich fragen, welches Erlebnis Sie ganz persönlich mit dem Phänomen hatten? Und inwieweit hat sich die Erinnerung daran bei Ihnen gehalten bzw. wurden Sie persönlich auch schon einmal hypnotisiert?

Meine persönliche Biographie ist durch eine Fülle von Entführungserfahrungen durchzogen, deren erstes Auftreten ich bis weit in die früheste Kindheit zurückverfolgen kann. Verständlicherweise kann ich daher nur einen groben Abriss meiner bisherigen Erlebnisse vermitteln.
Jeder Betroffene hat sein persönliches „Realisationsereignis“, das in ihm das Bewusstsein erwachsen lässt, mögliche Begegnungen mit dem Entführungsphänomen erfahren zu haben. Manchmal setzt sich dieses Ereignis aus mehreren Einzelbeobachtungen zusammen, die sich im Laufe der Zeit zu einem unübersehbaren Hindernis auftürmen, das man schließlich nicht mehr länger ignorieren bzw. verdrängen kann.
Dieser Punkt war bei mir im Alter von 15 Jahren erreicht. Zum Abschluss einer Woche, die von ungewöhnlichen nächtlichen Erlebnissen geprägt war, erlitt ich eines Morgens wie aus heiteren Himmel einen ziemlich intensiven „Flashback“. Ich durchlebte eine kurze Erinnerungssequenz, die sich auf den Flur unserer Wohnung konzentrierte. Beinahe sämtliche Türen der Wohnung schienen geöffnet, und das nächtliche Dunkel war von einem hellblauen Licht aufgehellt. Neben mir befanden sich zwei kleine Graue, die mich an der Hand führten. Gemeinsam gingen wir den Flur hinunter. Dieses Szenario öffnete das Tor für weitere Erinnerungssequenzen und sensibilisierte mich gleichzeitig für den spezifischen Ablauf der danach folgenden Erfahrungen. Doch bereits als Kind hatte ich ungewöhnliche Beobachtungen gemacht, die ich in meinem damaligen Alter nicht recht einzuordnen vermochte. Dazu gehörte eine Phase, in deren Verlauf ich nachts von schnellen lauten Schritten geweckt wurde, die sich meinen Zimmer näherten. Damals wusste ich, wer da jetzt kommen würde, und trat die verschiedensten Versuche an, um mich schnell im Bett zu verstecken, mich tot zu stellen oder den Blick wenigstens nicht in ihre Richtung richten zu müssen, bevor sie mein Zimmer betreten würden. Ich hoffte, sie würden dann einfach wieder verschwinden. Aber ich wusste es besser, trat manchmal mit meinen Füßen unter meiner Decke nach ihnen, damit ihre Hände nicht an mich herankommen konnten, litt Todesängste und wusste doch, dass ich nichts gegen sie ausrichten konnte und ich von ihnen mitgenommen werden würde. In dem Zusammenhang erinnere ich mich nur bruchstückhaft an schummerige, gelblich ausgeleuchtete Räume, in denen etwas mit mir gemacht wurde, was meinen Körper betraf. Allein anhand der Variationen, auf welche Art und Weise ich mich im Bett vor ihnen verstecken wollte, kann ich ableiten, dass es damals sehr oft passierte. Korrespondierend dazu wurde ich in diesem Alter plötzlich sehr schüchtern und zog mich zurück. In der Pubertät veränderte sich das Ablaufschema meiner Entführungen. Es dürfte schwierig sein, dem Leser zu vermitteln, wie man jahrelang mit etwas leben kann, dessen Tragweite und Bedeutung einem erst zu einem späteren Zeitpunkt bewusst wird. Damals schienen diese Ereignisse weit von mir entfernt zu sein, wie am Ende eines tiefen, dunklen Brunnens. Sie passierten, ohne dass ich sie richtig registrierte, zogen zwar an mir vorbei, doch wurden nie aus meinem Bewusstsein gelöscht, hatten ihre unsichtbaren Auswirkungen und bildeten im Laufe der Zeit Bruchstücke, die ich eines Tages zu einem größeren Ganzen verbinden musste. Bei den meisten Entführten bedeutet die Aufdeckung ihrer eigenen Erlebnisse gleichzeitig eine Aufarbeitung und Infragestellung ihrer Vergangenheit und ihres bisherigen Entwicklungsprozesses. Dabei werden im Nachhinein häufig Erinnerungen aufgedeckt, die bis weit in die Kindheit des Betroffenen zurückreichen können. Der Grad der Erinnerungsfähigkeit scheint hierbei von Person zu Person zu variieren. Einigen Betroffenen gelingt es beispielsweise nicht oder nur in einem sehr begrenzten Umfang, weitere Details über vergangene Entführungserlebnisse in ihr Bewusstsein zurückzurufen. Manche Betroffene besitzen detaillierte Erinnerungen über verschiedene durchlebte Entführungsszenarien, andere verfügen nur über gewisse Anhaltspunkte, die ihnen eine eindeutige Einordnung ihrer Erlebnisse nicht erlauben und sie oft in tiefen Zweifeln zurücklassen. In jedem Fall wird es einem Entführten nie gelingen, sich an sämtliche durchlebte Erfahrungen zurückzuerinnern. Es kommt heute noch vor, dass Flashbacks oder Erinnerungsbruchstücke in mein Bewusstsein treten und viele weitere unentdeckte Erlebnisse erahnen lassen. Persönlich erinnere ich mich meistens an den Beginn und das Ende einer Entführung. Eine Eigenart meiner Erfahrungen ist, dass ich zuerst durch die Wohnung geführt werde (wir gehen in Richtung des Balkons). In der Vergangenheit wurde ich dazu häufig unter einem veränderten, kontrollierten Bewusstseinszustand dazu gebracht, mein Zimmer zu verlassen. Wir werden auf diesen speziellen Zustand noch zu sprechen kommen. Dementsprechend erlebe und erinnere ich diese Erfahrungen – wie viele andere – nur bruchstückhaft. Nach dem Aufwachen bleibt meistens ein diffuser Eindruck bestehen, der sich bei mir dadurch von Träumen unterschieden lässt, dass die Geschehnisse einem bestimmten Ablaufschema folgen, keine traumhaften Merkmale beinhalten und von einem intensiven Erleben bzw. mir vertrauten Gefühlen begleitet sind.

5. Das Entführungs-Phänomen ist sicherlich vielschichtiger als es uns in der populärliteratur vorgestellt wurde. Man weiss, dass sich mögliche Opfer nicht nur an Entführungsszenarien durch die „kleinen Grauen“ erinnern, sondern es auch Personen gibt, die teils von reptiloiden Gestalten, Roboter, Maschinen der auch menschenähnlichen Gestalten berichten. Skeptiker nehmen dies zum Anlass an der Wirklichkeit des Entführungs-Phänomens allgemein zu zweifeln. Was entgegnen Sie diesen Skeptikern?

Das Bild der Grauen als die einzige im Hintergrund agierende Kraft ist meiner Ansicht nach ein Relikt aus den Anfangsstadien der Entführungsforschung, in denen Fallberichte Betroffener nach festen, wiederkehrenden Merkmalen hin ausgewertet wurden, um die Grundstruktur einer solchen Erfahrung zu skizzieren. In der Öffentlichkeit hat sich dieses Bild bis heute hartnäckig erhalten. Es ist kein Geheimnis, dass David Jacobs Nachforschungen und die früheren Arbeiten Budd Hopkins auf den Typus des grauen Wesens fixiert waren, was im gewissen Sinne auf eine Selektion schließen lässt. Doch bereits unter den vielzitierten grauen Wesen stößt man auf eine breite Vielfalt unterschiedlicher Merkmale, die sich beispielsweise in Variationen der äußeren Erscheinungsform, der Verhaltensweisen oder der durchgeführten Prozeduren niederschlagen. Man findet hier selbst einen Anflug von individuellen Zügen und Emotionen, die den Alien-Wesen so gerne abgesprochen werden. Diese Beobachtungen sprechen gegen die in der Entführungsforschung vorherrschende Vorstellung einer homogenen Gruppe, die hier ihre Aktivitäten vorantreibt. Gleichzeitig bedeutet das aber auch: Der „typische Grey“ an sich ist eine Illusion, eine rein oberflächliche Konstruktion. Konstruktionen haben Vorteile wie Nachteile: Sie grenzen verschiedene Beobachtungen ein, fassen sie zusammen, lassen Gemeinsamkeiten erkennen. Gleichzeitig be-grenzen sie, lassen verschiedene andere Erscheinungen erst einmal im Abseits stehen, die nicht dem gängigem Schema entsprechen.
Entführungserfahrungen durch die grauen Wesen scheinen in der Statistik zwar leicht überrepräsentiert zu sein (was auch durch die Erlebnisse in unserer Gruppe widergespiegelt wird), dennoch sind sie in diesem Zusammenhang nicht die einzigen beobachteten Wesensformen. Wohin steckt man nun beispielsweise Erfahrungen mit menschenähnlichen Wesen oder „Spukerscheinungen“, die von einigen Betroffenen beobachtet werden? Die meisten dieser Erfahrungen sind wiederum in sich konsistent: Als Beispiel könnte man hier Begegnungen mit Kapuzenwesen nehmen, die weit weniger Popularität aufweisen als der Typus des kleinen Grauen. Dennoch treten sie recht häufig auf.
Im Laufe unserer Tätigkeit durchliefen wir einen Bewusstwerdungsprozess, der Alien-Entführungen nur als eine Form der Alien-Mensch-Begegnungen/-Interaktion begreift. Eine Entsprechung hierzu findet sich auch in den Arbeiten von Jacques Vallee und seinem erweiterten Klassifikationsmodell (vgl. z.B. die sogenannten „Anomalien“). Die etwas gewöhnungsbedürftige Alternative lautet also: Alien-Begegnungen sind vielfältig, Alien-Entführungen bilden hier nur einen Teilbereich. Langsam aber sicher ist auch in der populären Entführungsforschung dieser Trend feststellbar.


6. Nun gibt es auch Berichte über Entführungen zu Militärs, wie uns Herr Lammer in zwei seiner früheren Büchern aufzeigt. Halten Sie diese für einen Teil des UFO-Entführungsphänomens oder denken Sie, dass sich diese Erfahrungen nicht mit denen von UFO-Entführungen vereinen lassen und stattdessen außen vor sind und als separates Thema behandelt werden sollten?

Aus meinen persönlichen Erfahrungen sind mir deutschlandweit bis jetzt keine Fälle bekannt, die Parallelen zu MILAB-Erfahrungen aufweisen würden. Dafür sind sie mir jedoch in der amerikanischen Literatur immer wieder begegnet. Derartige Zusammenhänge setzen das Wissen über die Existenz des Entführungsphänomens und notwendigerweise eine Form von Zusammenarbeit bzw. einen Austausch mit einer Gruppe von Alien-Wesen voraus. Dies würde ich nicht für unwahrscheinlich halten, da Alien-Wesen durchaus individuell in Erscheinung treten können. Außerdem kann mir niemand ernsthaft weismachen, dass sich offiziell-inoffiziell niemand für das Entführungsphänomen mit seinen weitreichenden Auswirkungen interessieren würde. Zudem wird häufig die Anwesenheit von Alien-Wesen während MILAB-Erfahrungen bestätigt. Ohne diese „Symbiose“ mit dem klassischen Entführungsphänomen wären MILAB-Erfahrungen in dieser Weise wohl nicht möglich. Daher wären sie als Variation des Entführungsphänomens einzustufen.

7. Sie sagen, dass Entführungserfahrungen durch die „kleinen Grauen“ statistisch gesehen überrepräsentiert sind und führen dies u.a. auf die Erlebnisse der Personen in Ihrer Gruppe zurück. Darf ich fragen, welche Arten von Erlebnissen in Ihrer Gruppe bisher vorgekommen sind? (z.B. Greys, Reptiloide, Menschenwesen, Militärs, gewaltsame Entführungen, Untersuchungen, Operationen, Implantate, sexuelle Handlungen,…)

Eine Alien-Begegnung bzw. Entführungserfahrung enthält viele wiederkehrende strukturelle Merkmale. Dennoch sind Entführungserfahrungen keine Naturgesetze. Ihre vielfältigen Ausprägungen bzw. Variationen müssen erkannt, respektiert und herausgearbeitet werden. Auf den ersten Blick erscheint die Vielfalt an Wesensformen und ihre Verwicklungen in unsere Daseinsformen als unvereinbar, auf dem zweiten Blick wirkt sie bereichernd für die Herausbildung einer differenzierten Betrachtung der unterschiedlichen Formen von Alien-Begegnungen. Dies ist eine Herausforderung, der sich die Entführungsforschung in ihrem weiteren Verlauf stellen muss, um sich nicht über einseitige Kategorien zu definieren und sich in ihnen zu verhaften.
Im Falle der Alien-Entführungen handelt es sich um ein Geschehen, das sich oft schon seit der frühesten Kindheit im Leben eines Betroffenen manifestiert. Anhand dieser Beobachtung wird bereits latent ersichtlich, dass es nicht „nur“ im vorrangigen Sinne um die Durchführung eines Hybridenprojektes geht, wie es in der Vergangenheit von verschiedenen Seiten vermutet worden ist.
Was die Erfahrungen mit den Grauen betrifft, so kann nach unseren Erfahrungen weitestgehend unterstrichen werden, was bereits auch durch die moderne Entführungsforschung bekannt geworden ist. Ein Zugang zu einer differenzierteren Betrachtungsweise des Entführungsphänomens führt über die gegenseitige Beziehung zwischen dem Entführten auf der einen zu den Alien-Wesen auf der anderen Seite. Dieser Beziehungsaspekt basiert auf einem kompliziertem Geflecht unterschiedlicher Faktoren, die sich wiederum gegenseitig bedingen und aufeinander zurückwirken. Auf der Seite des Entführten wären dies beispielsweise Merkmale der individuellen Persönlichkeit, die Haltung und Einstellung gegenüber dem Entführungsphänomen, die jeweilige Weltanschauung bzw. der gegenwärtige kognitive „Entwicklungsstand“, der sich aus dem Zusammenspiel dieser und anderer Komponenten ergibt. Dieses Konglomerat scheint im Zusammenspiel mit den Absichten und Zielen der Alien-Wesen eine Zugangsfläche für subtile Formen der Interaktion und der Einflussnahme darzustellen. Im allgemeinen sind diese Prozesse dem bewussten Denken und Erleben entzogen. Einer der Gründe dafür liegt in der Blockierung der Erinnerungen vergangener Entführungserfahrungen (die wohlgemerkt nicht gelöscht werden!). Diese Erinnerungen bleiben auf diese Weise dem Bewusstsein zwar größtenteils verborgen, entfalten aber ihre Wirkungen weiterhin im Unterbewusstsein. Beispiele dafür wären: Psychische Folgeerscheinungen wie Ängste, die von Betroffenen nicht auf eine bestimmte Ursache zurückgeführt werden können, apokalyptische Bilderbotschaften der Alien-Wesen und gesteigertes ökologisches Bewusstsein unter Entführten oder die Beschäftigung mit alternativen bzw. spirituellen Themen. Umgekehrt bildet sich durch Anerkennung und Kooperation möglicherweise ein positiveres Entführungsschema heraus, eine Opferhaltung wirkt in eine entgegengesetztere Richtung (was sie jedenfalls auf psychologischer Ebene als selbsterfüllende Prophezeiung unvermeidbar tun wird). Jede Handlungsform ist zugleich auch Kommunikation, die einen Beziehungsaspekt ausdrücken kann. Dennoch bleibt auf der Seite der Alien-Wesen eine große Unsicherheit hinsichtlich ihrer Absichten und Ziele bestehen, will heißen: Sie können diesen Beziehungsaspekt in unterschiedlicher Art und Weise ausfüllen, kontrollieren und lenken.
Nach diesem kleinen, aber wichtigen Exkurs bleibt es bei der Aufzählung einer Auswahl von Beobachtungen, die bereits in unserer Gruppe aufgetreten sind: Graue Wesen unterschiedlicher äußerer Erscheinungsform (+Hautfärbung) und Verhaltensweisen (was eine notwendige Erweiterung unserer Typologie erfordert). Schwangerschaften mit Fötenentnahme und anschließende Vorführung des Säuglings bzw. unregelmäßige Erscheinungen in der Schwangerschaft (plötzliches Verschwinden und Auftauchen des Fötus nach einer gewissen Zeitspanne), Hybriden, die in Säulen/Zylindern grüner Flüssigkeit lagern, erwachsene Hybriden, die bekannten größeren „Ärzte“ während der Untersuchungsmaßnahmen, eventuell unterschiedliche Fortschrittslevels bezüglich des Hybridenprojekts, Schlafzimmerbesuche ohne anschließende Entführungen, die Fähigkeit der Emotionen bei einigen Grauen, telepathische Kommunikation, bei der in hohem Maße auf Bilder und Formen zurückgegriffen wird, um Inhalte zu vermitteln; damit einhergehend auch das Wissen um dem in den Entführten vorgehenden Prozesse und seine Absichten (was z.B. dazu führt, dass Überwachungsmaßnahmen wie Videokameras erfolglos sein müssen – bis auf einige Einschränkungen), Tarnerinnerungen wie z.B. ungewöhnliche Tiergestalten, Lehrträume, medizinische Heilungen, die auf Alien-Besuche zurückzuführen sind, Missing-Time-Erlebnisse, falsches Absetzen (z.B. kilometerweit von der Wohnung entfernt in einem Wald), Spuk- und Poltergeistqualitäten von Alien-Wesen, fliegende Lichtbälle bzw. Funken, die wir auch schon mehrere Male über Webcamsitzungen beobachten konnten, Alien-Aktivitäten während Chatgesprächen oder Entführtentreffen, die Fähigkeit zur Beeinflussung von Stromkreisen, menschliche Alien-Wesen, die als Wissensvermittler bzw. geistige Führer auftreten, reptoide Alien-Wesen, die eher negativ gedeutet werden, Partikel im Hausstaub von Entführten, die bisher noch nicht eindeutig identifiziert werden konnten.

8. Sie erwähnen die „Kapuzenwesen“. Auch mir ist dieser Begriff bisher nicht geläufig. Was darf man darunter verstehen und wie treten diese Wesen in Erscheinung?

Eine andere Bezeichnung für diese Erscheinungsform wäre „Kuttenwesen“. Der Name deutet bereits das äußere Erscheinungsbild dieser Wesenheiten an – langgestreckte Kutten oder Roben, die ihren Körper verhüllen und das Gesicht durch eine Kapuze verdecken. Anstelle eines Gesichtes klafft an dieser Stelle genau genommen in manchen Fällen nur ein schwarzes Loch, das die dahinterliegenden Züge verbirgt. In ein paar Fällen wurden diese Kapuzenwesen mit reptiloiden Erscheinungsformen assoziiert. Insofern bleiben hier alle Möglichkeiten bestehen, d.h. eine eindeutige Zuordnung kann aufgrund der vielfältigen Variationen – wie bereits im Fall der Grauen – nicht erfolgen. Es kommt sowohl zu Schlafzimmerbesuchen als auch zu Entführungserfahrungen, in denen die Kapuzenwesen mal eine aktivere, mal eine zurückhaltendere Rolle spielen. Interessanterweise wurde die Farbe der Kutte bis jetzt als schwarz bzw. braun, aber auch in Rottönen beschrieben, was sich auch mit meinen eigenen Erlebnissen deckt.

9. Nun ist die Hypnose eine der weit verbreitetsten Methoden um UFO-Entführungs-Erlebnisse aus dem Unbewussten ins Bewusstsein zurückzuholen. Die Hypnose-Methodik selbst steht hierbei allerdings am Pranger. So sehr, dass sie im Justizwesen auch heute noch nicht als Beweismittel zugelassen wird, da Menschen unter Hypnose zu sehr beinflussbar sind und beginnen können zu fabulieren. Wie stehen Sie der Hypnose-Thematik gegenüber und wird/wurde diese auch bei den Mitgliedern ihrer Gemeinschaft angewandt? Falls ja, wie müssen sich unsere Leser solch eine Hypnosesitzung genau vorstellen?

Der Einsatz von hypnotischen Regressionen zum Zweck der Aufdeckung verborgener Erinnerungen wird im Falle der Alien-Entführungen allgemein überschätzt. Derzeit ist mir in Deutschland hierzu nur ein Psychologe bekannt, der seinerzeit auch mit Dr. Johannes Fiebag zusammengearbeitet hat, aber momentan keine Rückführungen mehr durchführt. Momentan versuche ich jedoch Kontakt zu der alten Ärztegruppe um Dr. Fiebag herzustellen und hoffe auf diesem Wege zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Über hilfreiche Hinweise von aktiven Ärzten/Psychologen/Therapeuten sind wir jederzeit dankbar. Eine andere Möglichkeit wären Hypnosetechniken, die von Privatpersonen ohne abgeschlossene therapeutische Ausbildung angeboten werden, wobei sich hier sicherlich die Frage der Seriosität stellt. Ohne ein entsprechendes Maß an praktischer Erfahrung und einer anschließenden Hilfestellung bzw. Möglichkeit der Aufarbeitung angesichts der neuentdeckten Erinnerungen sehe ich den Einsatz von Hypnose eher kritisch.
Die derzeitige Situation ähnelt einem Dilemma, denn in der Regel wissen Entführte schlicht und einfach nicht, wohin sie sich mit ihren Erlebnissen wenden können. Wir erleben diese „Orientierungslosigkeit“ häufig. Nicht selten lesen wir Betroffene von verschiedenen anderen Internetseiten auf. Ohne ein entsprechendes Netzwerk von Forschern, Ärzten und Psychologen wird sich an der derzeitigen Situation auch nicht viel ändern.
Es ist falsch anzunehmen, dass Entführte ihre meisten Erinnerungen aus der Anwendung von Hypnose heraus beziehen. Ein Großteil wird einerseits aus bewussten Wahrnehmungen heraus gewonnen, beispielsweise aus Beobachtungen, die sich auf den Beginn einer Entführung oder Zeiträume darüber hinaus erstrecken. Andere Gedächtnisinhalte können im Nachhinein wieder in das Bewusstsein des Betroffenen treten, auch wenn eine längere Zeitspanne hinter dem Erlebten liegt, z.B. durch Flashbacks oder Erinnerungen in direktem Anschluss an eine Entführung. Der eigentliche Entführungsvorgang selbst wird in den meisten Fällen unter einem veränderten Bewusstseinszustand erlebt, Ausnahmen hierzu sind jedoch möglich.
Die Bedenken um den Einsatz von Hypnose sind mir bekannt. Persönlich sehe ich meine bewusst gewonnenen Erinnerungen als gesicherter an, als wenn sie durch die Heranziehung von Hypnose heraus gewonnen worden wären. Dies spricht jedoch keineswegs gegen die Hypnose. Mit dieser Methode werden gute Ergebnisse erzielt: Beobachtungen unter Hypnose weisen beispielsweise hohe Parallelen zu Erinnerungen Betroffener auf, die auf „natürlichem Wege“ zum Vorschein getreten sind. David Jacobs beispielsweise hat die Grundzüge von Grey-Entführungen unseren Erfahrungen nach sehr wirklichkeitsnah herausgearbeitet, auch wenn es an seiner Arbeit einige Kritikpunkte gibt. Möglicherweise hege ich also zu starke Vorbehalte gegenüber dieser Methode.

10. Nun wissen wir aus der UFO-Forschung, dass es durchaus auch Fälscher und Betrüger gibt, wenn prozentual gesehen diese sicherlich auch nur einen kleinen Bruchteil des Phänomens ausmachen. Auch die Entführungsszene wird von solchen Betrügern oder tatsächlich psychisch instabilen (um nicht zu sagen kranken) Personen nicht verschont bleiben. Wie trennen Sie die „Spreu vom Weizen“?

Entgegen einiger Meinungen suchen Betroffene nicht das Licht der Öffentlichkeit, um mit ihren Geschichten die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Im allgemeinen ist ein starker Drang nach Sicherheit und Anonymität zu beobachten. Betroffene Personen sind in der Regel vorsichtig – zurückhaltend in der Auswahl ihres Gesprächspartners und in der Schilderung ihrer bisherigen Erlebnisse. Häufig ist diese Haltung Ausdruck ihrer persönlichen Biographie, die von Zweifeln, Ängsten und bereits erfahrenen negativen Reaktionen hinsichtlich einer Offenbarung ihrer Lebensgeschichte negativ geprägt worden ist. Ist ein Betroffener so weit fortgeschritten, seinen Erlebnissen einen festen Platz in seinem Leben zugewiesen zu haben, wird es ihm möglicherweise leichter fallen, sich selbstbewusster äußern zu können. Betrüger und sonstige Exoten sind eher eine Randerscheinung, denen jedoch in den meisten Fällen eine höhere Aufmerksamkeit zu Gute kommt – sie fallen gerade auch deswegen auf, weil sie eher die Öffentlichkeit suchen. So entsteht fatalerweise ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Situation, ein Netz aus Vorurteilen, ein „Label“. Ein Prozess, dem sich so manche Gruppierung ausgesetzt sieht – und der für längere Zeit aufrechterhalten werden kann, manchmal im Sinne einer pervertierten Medienwirksamkeit: Nehmen wir als Extrembeispiel den freakigen Esoteriker, der in einer Talkshow behauptet, in Wirklichkeit vom Planeten Mars zu stammen. Die meisten Entführten führen hingegen ein nach außen hin unscheinbares Leben, das sich auf den ersten Blick nicht von dem eines Durchschnittsmenschen unterschiedet.
Je länger man sich mit der Thematik der Alien-Entführungen beschäftigt, desto feinfühliger wird man für seine inneren „Strickmuster“, seine typischen, wiederkehrenden Merkmale, seine Möglichkeiten und Begrenzungen – was natürlich auch die Reaktionen und Verhaltensweisen Betroffener miteinschließt. Betrüger besitzen in der Regel nicht die Ausdauer und das nötige Wissen, um sich als potentielles Entführungsopfer zu präsentieren.
Wir setzen uns zunächst lange genug mit denjenigen Personen auseinander, die von ihrer Seite aus ernsthaft an einem Austausch interessiert sind. Dabei fällt auf, dass mögliche Entführungserlebnisse eine individuelle Interpretation erfahren, indem sie in ein bereits bestehendes Weltbild integriert werden und eine „Sinndeutung“ erfahren. Dieses „Weltbild“ stellt im Grunde genommen nichts anderes als eine Konstruktion dar, die durch bestimmte Faktoren einer immerwährenden Veränderung unterzogen ist. Ob diese Konstruktion zum Seelenheil oder zur Höllenqual führt, ist eine andere Sache. Einige Entführte sehen sich beispielsweise so sehr in der Opferrolle, dass sie diese Haltung durch immer neue Interpretationen bestätigen und aufrechterhalten. Dies kann im extremsten Fall dazu führen, dass sie für andere Bewältigungsstrategien nicht empfänglich sind. So können andere Entführte schon mal der Naivität oder sogar der Zusammenarbeit mit den Alien-Wesen bezichtigt werden, wenn sie gegenüber ihren Erlebnissen eine optimistischere Haltung einzunehmen versuchen. Unseren Erfahrungen nach birgt diese „Opferrolle“ ein selbstzerstörerisches Potential. Das andere Extrem gipfelt in der Erhöhung der eigenen Erlebnisse bzw. der Alien-Wesen als Sinnquelle für alle äußeren Prozesse, die der Welt und der persönlichen Lebensführung zugrunde liegen. Die Alien-Wesen sind hier meist ein positiver Gegenentwurf zu einer von Zerstörung bedrohten Welt, die durch ihr Eingreifen gerettet werden kann. Ein Beispiel dafür wäre der Fall einer Betroffenen, die zwar Grey-Entführungen erfahren, diese aber mit einem speziellen Ashtar-Glauben verknüpft hat. Sie konnte sich jedoch nicht erklären, warum sich ihre Erlebnisse so angstvoll für sie präsentierten, wenn die Grauen doch gleichzeitig Ashtars gütiger Führung unterstellt waren.
Unglücklicherweise werden Entführte oftmals in denselben Topf geworfen, wenn sie sich mit esoterischen bzw. alternativen Themen auseinandersetzen. Dabei entsprechen diese Prozesse nicht zuletzt auch einer erzwungenen Auseinandersetzung mit den bisherigen Weltbildern, die durch die Konfrontation mit dem Entführungs- bzw. Besucherphänomen erschüttert oder erweitert worden sind, und entspricht gleichzeitig einer Bewältigungsstrategie, wie sie auch in anderen psychologischen Kontexten anzutreffen ist.

11. Sie sagen, dass die meisten Erlebnisse unter einem veränderten Bewusstseinszustand erlebt werden. Wie können wir uns diesen veränderten Bewusstseinszustand vorstellen? Und sehen Sie nicht gerade in diesem veränderten Bewusstseinszustand die Angriffsfläche für Skeptiker?

Bestimmte Teile eines Entführungserlebnisses werden in der Regel nicht unter Normalbewusstsein erlebt. Diese Zustände unterscheiden sich von der Ebene des bewussten Denkens und Erlebens im allgemeinen durch eine eingeschränkte Handlungs- bzw. Willensfreiheit und veränderte Wahrnehmungsfähigkeit. Er kann in etwa als tranceartiger Zustand verdeutlicht werden. Manche Entführungsforscher ziehen einen Zusammenhang zwischen dem Grad der Bewusstheit innerhalb einer Entführungserfahrung und der damit verbundenen eingeschränkten Erinnerungsfähigkeit. Dies bedeutet aber nicht, dass Alien-Begegnungen bzw. Entführungserlebnisse vollständig unter einem veränderten Bewusstseinszustand stattfinden, nur unter diesem besonderen Zustand wahrnehmbar sind oder gar ein rein subjektives Ereignis darstellen, das nur in der Psyche des jeweiligen Betroffenen existiert. Typischerweise wird dieser Zustand von der Anwesenheit der Wesen aufgezwungen, kontrolliert und variiert. Der Eintritt dieses Zustands wird von der Forschung als einer der Bausteine einer Entführungserfahrung gewertet. Im Vorfeld einer Entführungserfahrung kann es zu Phänomenen kommen, die Parallelen zu klassischen Spukphänomenen aufweisen. Diese Erscheinungen weisen auf eine besondere Qualität der Alien-Wesen hin, ihre Anwesenheit durch andere Formen als die physische Präsenz auszudrücken. Dazu gehören die gefühlte Anwesenheit einer Präsenz, die sich auf charakteristische Weise im Raum „breit macht“ und seine Atmosphäre verändert, das spürbar merkliche Absinken der Raumtemperatur, sichtbare Lichterscheinungen bzw. schatten- oder nebelartige Gebilde, schwebende Kugeln, Poltergeistaktivitäten, Abschalten bzw. Beeinträchtigungen der Stromzufuhr, plötzlich einsetzende extreme Müdigkeit oder Bemühungen, den Entführten zum Schlafen legen zu bekommen. In einigen Fällen machen diese Vorgänge auch nicht vor potentiellen Zeugen halt und ereignen sich auch während Chat-Sitzungen. Im Extremfall kann es sogar vorkommen, dass beim Betreffenden der Strom abgedreht wird. Für gewöhnlich findet sich ein Entführter jedoch direkt in diesem veränderten Bewusstseinszustand wieder, wenn er nachts aus seinem Bett geholt wird. Ich kann diesen Zustand aus meinen Erfahrungen heraus etwas näher beschreiben. Manchmal schien ich so weit in jenen veränderten Bewusstseinszustand versunken zu sein, dass ich wie ein Roboter funktionierte und meine kognitiven Funktionen schlafen gelegt worden waren, man kann es ein wenig mit dem Verhalten in einem Traum vergleichen. Bei anderen Gelegenheiten war mein Verstand in gewissem Sinne aktiv, bzw. ich erlangte „Bewusstsein“, meine Handlungsfähigkeit aber zu stark eingeschränkt, so dass ich nicht einfach wegrennen konnte, wenn ich es gewollt hätte. Es kam auch vor, dass ich Kontrolle über meine Körperfunktionen zurückerlangte und mich mit Anstrengungen ihrem „Bann“ widersetzte. Es fühlt sich jedoch so an, als würde man gegen einen unsichtbaren Widerstand ankämpfen, und es kostet etwas an Anstrengung. Sie waren dann jedoch sofort zur Stelle und griffen ein. Meistens kamen sie nicht in mein Zimmer, sondern ich wurde „herausgerufen“, fühlte den starken inneren Drang, das Zimmer verlassen. Sie warteten dann draußen auf dem Flur.
Manchmal gelangt man zu der „Ehre“, ein Alien-Wesen unter Normalbewusstsein zu sehen zu bekommen. Entweder ist dies dann von ihnen nicht beabsichtigt oder aber sie entscheiden sich bewusst dafür. Ein besonderes Beispiel dafür wären Erfahrungen, die Ähnlichkeiten zu Kontaktler-Fällen aufweisen.


12. Wobei man sagen muss, dass die bekanntesten Kontaktlerfälle (Adamski, Menger, Billy Meier) mittlerweile alle sehr detailliert aufgeklärt werden und man den Personen vorsätzlichen Betrug nachweisen konnte. Oder?

Das mag in diesen und vielen anderen Fällen zutreffend sein, was die Kontaktlererfahrung letztendlich zu dem „ungeliebten Stiefkind“ der UFO- und Entführungsforschung gemacht hat und – als esoterischer Unfug verschrien – in diesen Disziplinen bisher kaum Beachtung findet. Das hält diese Ereignisse jedoch nicht davon ab, auch heute noch in scheinbar unverminderten Ausmaß in Erscheinung zu treten. Dabei stehen sie den Kontaktlererfahrungen der 50er und 60er kaum an Vielfältigkeit nach. Aus unserer gemeinsamen Arbeit heraus lernte ich sie jedoch aus einer „menschlichen“ und damit „bodenständigen“ Perspektive kennen, nämlich aus dem Blickwinkel der individuellen Einzelschicksale. Ich befand mich in der glücklichen Position, meine Fälle nicht aus zweiter Hand zu beziehen, sondern durch den Austausch mit weiteren Entführten – die ich auch persönlich kenne und mittlerweile zu meinen besten Freunden zähle – sozusagen hautnah an ihren Erlebnissen teilzuhaben. Das ist für mich aus Gründen des Vertrauens und der Glaubwürdigkeit sehr wichtig, da diese umstrittene Thematik von Natur aus mit einer Reihe von Vorurteilen behaftet ist und eine besondere Herausforderung an die eigenen Denkmaßstäbe darstellt. Wer unter diesem Personenkreis exotische Selbstdarsteller vermutet, die blumige Lehren mitzuteilen haben und auf der höchsten Wolke schweben, wird in dieser Hinsicht aber enttäuscht werden. Wie bereits im Falle der Alien-Entführungen beherbergen die Erfahrenden eine Vorgeschichte abseits der Öffentlichkeit, isoliert in ihren Ängsten, Zweifeln und Bewältigungsschwierigkeiten. Ein krasser Gegensatz zu den „Auserwählten“ manch anderer Kontaktlerfälle – darüber hinaus sind alle mir persönlich bekannten „Kontaktler“ gleichzeitig auch Entführte (z.B. Entführungen durch Graue und unabhängig davon Begegnungen mit menschlichen Wesen). Die hier auftretenden Kombinationen spiegeln die Vielfalt der Alien-Wesen und – Begegnungen wider. In diesem Sinne ist die Bezeichnung „Kontaktler“ etwas problematisch. Bereits in vielen Entführungserfahrungen werden beispielsweise apokalyptische Bildsequenzen präsentiert, und gleichzeitig werden Entführungserinnerungen nicht einfach gelöscht, so dass sie ihre Wirkungen unbewusst entfalten können. Diesem Aspekt trägt John Mack Rechnung, indem er die Wirkung einer solchen Erfahrung auf das Subjekt als eines der Schlüsselelemente der Alien-Mensch-Begegnungen betrachtet. In diesem Bereich greifen auch in etwa diejenigen „Kontaktlerfälle“, die auf Seiten der Alien-Wesen eine offenbarendere Position erfordern. Dabei heben sich besonders die menschlichen Wesen hervor, die unseren Erfahrungen nach (in vier Fällen) eine unterstützende Rolle einnehmen. Dabei können sie jedoch gleichzeitig jene Kontrollmechanismen ausüben, die bereits aus den klassischen Entführungsszenarien bekannt sind, zeigen sich jedoch offener, mitteilsamer und erscheinen den Betreffenden unter vollstem Bewusstsein. Sie bewegen sich damit quasi unerkannt unter uns und zeigen sogar keine Scheu, auch von anderen Passanten wahrgenommen zu werden – denn gravierende Unterschiede zu uns Menschen gibt es hierbei kaum bis gar nicht. Nach Angaben dieser Wesen ist diese Ähnlichkeit kein Zufall, aber dies sind Erkenntnisse, die noch auf unser „Entgegenkommen“ warten – auf das Fortschreiten unseres Weges –
gemeinsam mit ihren Angaben zu ihren Tätigkeiten und Aufgaben, ihrer schwindelerregenden Kosmologie oder der Natur unserer Realität. Es ist ein Erkenntnisprozess, den wir letztendlich für uns selber erbringen müssen. Vielleicht sind wir alle in irgendeiner Art und Weise „Kontaktler“. Für mich sind sie nur eine Variation der „Schubser“ die uns in unserem Alltag schrittweise an die Dinge hinter den Dingen heranführen, unsere persönliche Weiterentwicklung und Lebensführung stimulieren und unseren Geist weiterschulen. Wichtig ist, dass dies bewusste persönliche Kontakte sind und keine Prozesse wie z.B. Channelings. Im Regelfall kann das Auftreten dieser Kontakte nicht willentlich durch einen Betroffenen herbeigeführt werden. Ich kenne jedoch Ausnahmen durch telepathische Kontakte. Wem dies zu abgehoben erscheint – Budd Hopkins unternimmt in seinem neuesten Buch „Sight Unseen“ einen ähnlichen, spürbar vorsichtigen Vorstoß in dieselbe Richtung, nimmt dabei vor dem „Schreckgespenst“ der Kontaktler jedoch noch Abstand. Langsam aber sicher findet diese Thematik jedoch Eingang in die wissenschaftliche Diskussion.

13. Nun nimmt das Entführungsphänomen ähnlich wie das UFO-Phänomen heute kaum noch einen nennenswerten Platz in der medialen Berichterstattung ein. Sehen sie darin eher ein Vorteil, da eine intensivere Beschäftigung möglich und man nicht auf die Oberflächlichkeiten der Medien angewiesen ist, oder eher einen Nachteil, da die Opfer hierdurch von der Gesellschaft abgekapselt und allein mit ihrem Schicksal gelassen werden?

Mediale Berichterstattung bildet im Zusammenspiel zwischen Sender und Empfänger ein komplexes Beziehungsgeflecht unterschiedlichster Interessen und Intentionen. Das UFO- bzw. Entführungsphänomen hatte in dieser Hinsicht seine letzte große „Blütezeit“ in den 80er und 90er Jahren und sah sich im Laufe der Zeit einem abflauenden öffentlichen Interesse gegenüber. Meiner Ansicht nach verbergen sich dahinter Phasen zyklischen Interesses – ein gewisses Thema erlebt einen Boom, bis eine Übersättigung eintritt, die als ein Ausweichen auf andere Themenschwerpunkte erkenntlich werden können. Die Faszination für sogenannte „paranormale“ Themen jedoch ist bis heute ungebrochen – die Entzauberung der Welt nach Max Weber hat niemals stattgefunden, sie wurde lediglich vordergründig propagiert, während im Hintergrund weiterhin alle Türen offen geblieben sind. In diesen Subbereichen entsteht die hiesige „Abductee-Szene“. Die Bedeutung des Internets wurde in diesem Kontext bereits hervorgehoben. Obgleich das UFO- oder Entführungsphänomen in den wenigen aktuellen Medienauftritten meist unter einseitiger Betrachtung als vollständig erklärbare Erscheinungen dargestellt werden, ist ein Gegeninteresse an ihrer „Mystifizierung“ vorhanden, um es auf die Interessen der breiteren Öffentlichkeit abzustimmen. Ebenso kann es jedoch medienwirksam sein, diese Thematik der Lächerlichkeit preis zu geben. In diesem schizophrenen Spannungsfeld wird man keine tiefgründigen Wahrheiten finden können. Fatal wird es dann, wenn durch diese Beiträge ein verzerrtes Bild der wirklichen Verhältnisse produziert wird. Eine ausgewogene Darstellung des Entführungsprinzips wäre hier wünschenswert und hilfreich. Fiebags damalige Medienauftritte haben mir in dieser Hinsicht geholfen, auf meine eigenen Entführungserlebnisse aufmerksam zu werden. Steven Spielbergs Kurzserie „Taken“ dürfte mit seiner größtenteils gelungenen Behandlung der Entführungsthematik im kommenden Herbst für ein wenig Gesprächsstoff sorgen.

14. Nun zur letzten Frage. Wie denken Sie, wird das Entführungsphänomen zukünftig behandelt werden? Erwarten Sie neue Erkenntnisse (beispielsweise durch den Fund von Implantaten)? Und wie werden die zukünftigen Wege ihrer Gemeinschaft Abduction.de aussehen?

Was die „berüchtigte“ Beweisfrage betrifft, so empfehle ich, den Zugang zum Entführungsphänomen eingehender zu überdenken. Entführte und Außenstehende bekleiden jeweils unterschiedliche Positionen und Erfahrungen, die sich bei einem Aufeinandertreffen nicht selten entzünden können. Über Erkenntnisgewinnung im Falle der Alien-Entführungen könnte man Dutzende von wissenschaftliche Arbeiten verfassen. Eine einfache Regel lautet: Jedes Phänomen verlangt eine Beweisführung, die auf seine speziellen Eigenschaften abgestimmt sind. Ein Atom kann nicht mit bloßem Auge erfasst werden, genauso wenig wie der gesamte Ablauf einer Entführung beobachtet oder gefilmt werden könnte. Bisher gefundene „Implantate“ konnten nicht eindeutig als solche identifiziert werden. Warum das so ist – der Schlüssel befindet sich in den Erlebnisberichten Betroffener. Die Erlebnisberichte werden immer die direkte Bezugsquelle darstellen – kein noch so guter „Beweis“ könnte für sich alleine stehen. Ich kenne die sich übereinstimmenden, wiederholenden Muster in Entführungsberichten, habe die eingesetzten Kontrollmechanismen und mentalen Fähigkeiten erlebt, war während Entführungen und Alien-Erscheinungen anwesend, habe einige Narben gesehen und mit weiteren Zeugen schwebende Lichtfunken beobachtet – aber ich kann kein Alien-Wesen entführen und der Öffentlichkeit präsentieren, denn sonst hätten wir es hier nicht mit intelligenten Lebewesen zu tun. Da erachte ich es eigentlich für wahnsinnig, diese Phänomene weiterhin in Forderung eines Beweises zu ignorieren, den es in dieser Form nicht geben kann. Wenn man sich jedoch auf die „Sprache“ der Alien-Begegnungen einlässt, wird man ein reichhaltiges Puzzle an Hinweisen vorfinden, das es zu vervollständigen gilt. Diese Erscheinungen mögen ungewöhnlich sein – für eine Zivilisation, welche erst langsam die Tragweite der Quantenphysik entdeckt und sich weiterhin in Unkenntnis über den Ursprung des Universums und menschlichen Bewusstseins befindet, sollte es sich jedoch nur um die Teile eines Ganzen handeln, die sich in ein höheres Gesamtbild einordnen lassen und Raum für Erkenntnis eröffnen. Für mich ist es letztendlich das, was wir aus den Alien-Begegnungen lernen können. Norm und Normalität sind relativ – ich erlebe diese Erscheinungen mittlerweile als etwas alltägliches, nachdem meine bisherige Weltsicht gezwungenermaßen in sich zusammengebrochen ist. Dies setzt jedoch einen schwierigen und langwierigen Prozess voraus, dessen Verlauf durch hilfreiche Unterstützung enorm begünstigt werden kann. Da Wissen aber auch gleichzeitig Verantwortung bedeutet, werden wir auch weiterhin auf diesem Gebiet aktiv bleiben und uns in diesem Sinne für Aufklärung, Toleranz und einen interdisziplinären Austausch einsetzen. Betroffene sollen wissen, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht alleine stehen. Vielleicht werden wir eines Tages vor einem ähnlichen Durchbruch stehen wie beispielsweise seinerzeit die Homosexuellen-Bewegung.
Jede höher entwickelte Zivilisation wird in etwa dieselben Entwicklungsschritte durchlaufen. Technische und geistige Entwicklung gehen hierbei Hand in Hand. Wir befinden uns im Augenblick an der Wegkreuzung, an der wir entscheiden werden, ob wir erwachsen werden oder uns selbst zerstören. Ich würde nur dann einen „offiziellen“ Erstkontakt erwarten, wenn beides davon eintreten würde. Die Alien-Wesen aber stehen am Rande unseres Weges wie etwas, das schon immer da war, aber erst jetzt ansatzweise von uns wahrgenommen werden kann.

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