Camping bei Sedona – Teil 2

Im Juni des Jahres 1991 ereignete sich eine dramatische Begegnung, die Marie zu einer Auseinandersetzung mit ihren Ängsten und Erinnerungsbruchstücken zwang und maßgeblich zu einem inneren Bewusstwerdungsprozess beitrug. Marie befand sich damals mit ihrer Freundin Jean auf einer Kurzreise nach Sedona, Arizona. Da sie ihr geplantes Tagesziel am ersten Tag nicht erreichten und sich vor Anbruch der Dunkelheit noch zwanzig Kilometer außerhalb von Sedona befanden, beschlossen sie die Nacht neben der Straße zu verbringen und trafen dabei zufällig auf einen abgelegenen Campingplatz. Der Ort zeichnete sich eher als Grillplatz aus und lag idyllisch mitten in der Natur; außer Marie und Jean blieb der Platz jedoch die ganze Zeit über verlassen. Die beiden entfachten ein Lagerfeuer und Marie überkam langsam ein immer erdrückenderes Gefühl, dass sie beobachtet wurden, obwohl dafür keine besonderen Anzeichen vorlagen. Nach 23 Uhr legten sich beide zum Schlafen in den Van.

„Das nächste, woran ich mich erinnern konnte, war aufrecht da zu sitzen, hellwach, außerhalb meines Schlafsacks, völlig zitternd. Mein Herz raste und meine Haut war schweißnass. Ich befand mich in einem angsterfüllten Geisteszustand und hatte das Gefühl, dass ich gerade eben von irgendwo anders her in den Van zurückgefallen wäre. Mein Geist kreiste um furchterregende Gedanken und Bilder, gegen meinen Willen von jemand nicht-menschlichen aus dem Van geholt worden zu sein. Ich erinnerte mich deutlich daran, dass die Hintertür des Vans sich plötzlich geöffnet hatte, nach außen schwang, und ein kleiner, dünner Arm griff hinein, um mich herauszuziehen. Ich war geschockt, als ich sah, dass die Hand nur drei Finger hatte, anstatt vier, und dass die Haut grau war! Ich war benommen und nicht fähig, mich aus eigener Kraft zu bewegen, bis ich plötzlich irgendwie von zwei kleinen Wesen, je eines von ihnen an meiner Seite, über den Boden entlang bewegt wurde. Ich konnte mich daran erinnern, dass etwas wiederholt gegen mein Gesicht schlug, während wir uns voranbewegten, aber ich konnte meinen Kopf nicht drehen, um es zu vermeiden. Vor mir konnte ich ein extrem helles, weißes Licht sehen, und wir schienen ihm näher zu kommen.“

Maries bewusste Erinnerungen setzen erst ab dem Zeitpunkt wieder ein, als sie mit dem Gefühl zu sich kam, plötzlich in den Van zurück zu fallen. Es war nun 3.30 Uhr. Marie verbrachte die nächsten zwei Stunden in einer Art Schockzustand und beobachtete den nächtlichen Campingplatz aus den Fenstern des Vans. Gemeinsam mit ihrer Freundin suchte sie bei Tagesanbruch die Umgebung ab und entdeckte eine weitere böse Überraschung:

„Es dauerte nicht lange um zu bemerken, dass all meine persönlichen Dinge, die ich draußen gelassen hatte, verschwunden waren, obwohl sonst nichts, einschließlich ihrer Habseligkeiten, im Camp angerührt worden war. Wir durchsuchten das bewaldete Gebiet gründlich auf fünfzig oder mehr Fuß in alle Richtungen, aber es gelang uns nicht, meine Tasche, mein Handtuch, meine Kleidung und Schuhe zu finden. Auch wenn ich wusste wie lächerlich es klang, versuchte ich mich dennoch mit der Erklärung zu beruhigen, dass irgendein Tier meine Sachen mitgenommen haben musste.“

In der folgenden Zeit entwickelte Marie seltsame Ängste und Obsessionen, die ihr ziemlich unerklärlich waren. Dabei handelt es sich eigentlich um recht typische Entführungsmerkmale, wie z.B. Alpträume von fremden Wesen, nächtliches Erwachen mit dem Gefühl einer Anwesenheit oder des Beobachtet-Werdens, einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis, plötzliche Episoden extremer Müdigkeit mit damit verbundenen Missing-Time-Erlebnissen, dem Drang, lange Autofahrten in entlegene Gebiete zu unternehmen, usw. Die meisten dieser Dinge entwickelten oder verstärkten sich nach einem Umzug in den Staat New Mexico, zu dem sich Marie auf eine seltsame Art und Weise gezwungen sah, obwohl sie dort niemanden kannte. Marie suchte in der Annahme, sie wäre in der Nacht auf dem Campingplatz durch irgendein Ereignis traumatisiert worden, schließlich einen Psychotherapeuten auf, der mit der Alien-Thematik überhaupt nichts am Hut hatte. Eine Rückführungssitzung musste wegen ihrer Panik schließlich vorzeitig abgebrochen werden. Die Sitzung erbrachte, dass sie damals zu einem Raumschiff geführt und schließlich dazu gezwungen worden war, sich nackt auf einen Untersuchungstisch zu legen.

Im folgenden wurde das Erlebnis durch Barbara Lamb untersucht:

„A: Sie und ich schliefen. Sie öffneten die Hintertüre und holten mich raus.

Q: Und wahrscheinlich war der Van abgeschlossen, könnte ich mir denken.

A: Ja. Ich fühlte es schon kommen, bevor es in dieser Nacht überhaupt passierte. Ich hatte einen Traum von einem Alien, einen Monat bevor wir fuhren. Dann musste ich nach Sedona gehen.

[…]

Q: Ok, du schläfst also auf deinem Rücken in dem Van. Was nimmst du sonst noch wahr?

A: Da sind schlurfende Geräusche draußen.

Q: Hört es sich so an, als würden die Geräusche von unterhalb vom Boden her kommen, oder kommen sie von höher?

A: Es ist genau da, wo ich bin.

Q: Kommt es nur von einer Seite des Vans oder von mehreren Seiten?

A: Ich weiß nicht.

Q: Und während du die schlurfenden Geräusche hörst, denkst du darüber nach, um was es sich dabei handeln könnte?

A: Ich möchte einfach nur schlafen.“

Zu diesem Zeitpunkt fühlt Marie sich benommen und verspürt den Drang, einfach nur einzuschlafen. Das ist sicherlich eine Reaktion, die man in so einer Situation am wenigsten erwarten würde, die aber in Zusammenhang mit dem Entführungsphänomen wiederum recht typisch ist und auf eine mentale und körperliche Beeinflussung hindeutet.

„A: Es hat sich draußen um mich herum verstreut, und um das Ende des Vans herum.

[…]

A: Ich höre ein Klicken an der hinteren Tür und die Türe schwingt auf, ziemlich weit. Das Licht ist jetzt auch an.

Q: Das Licht des Vans im Inneren?

A: Ja, die Lichter gehen an, wenn die hintere Tür aufschwingt.“

Schließlich streckt sich ein grauer Arm in das Innere. In ihrer nächsten Erinnerung steht Marie draußen und kann sich nicht bewegen. Neben drei kleineren grauen Wesen bemerkt sie ein größeres, reptilienartiges Wesen:

„Q: Ist er mit den kleinen Grauen zusammen?

A: Ja, ist er.

Q: Ok. Nun, das ist sehr interessant zu wissen. Diese verschiedenen Arten scheinen zusammen zu arbeiten.

A: Er gibt definitiv die Dinge vor, sagt ihnen wo sie hingehen sollen und wie es zu tun ist, und sie folgen ihm einfach nach. Sie sind einfach wie kleine Roboter. Ich dachte zuerst, dass nur sie und wir da sein würden, aber da ist eine Menge von den Kleinen um uns herum und beobachtet nur. Ich kann ein Gesicht in den Büschen sehen, das uns beobachtet.

Q: Und sehen sie so wie die Kleinen aus, die um dich herum sind?

A: Ja, sie sind sehr klein, mit großen Köpfen, Stirn, und den großen Augen. Dieser Typ vorne dran ist widerlich! Ich weiß nicht was er ist. Ich denke, dass er sich zuerst wie die anderen aussehen gelassen hat.

Q: Wie sieht sein Körper aus?

A: Es scheint als ob seine Haut und sein Körper sehr rauh und faltig wären. Da ist eine Art Panzer über seiner Brust. Es sieht so aus, wie wenn er von außen anliegt, als ob es eine metallüberzogene Rüstung wäre, die mit seinem Körper verbunden ist. Ich kapiere das überhaupt nicht! Die Art, wie er geht, ist eigenartig, so als ob seine Beine und Gelenke nach hinten gerichtet sein würden.

Q: Was trägt er sonst noch außer diesem metallenen Panzer? Hat er irgendwelche anderen Kleidungsstücke an, die du sehen kannst?

A: Dort, wo die Gelenke sind, ist es sehr höckerig. Er könnte auch so etwas wie den Panzer auf seinen Beinen tragen.

Q: Wenn du also an die Gelenke denkst, denkst du an Ellenbogen-

A: Sein Knie scheint, als ob es rückwärts ausgerichtet wäre. Ekelhaft!

[…]

A: Er ist viel aggressiver und er fühlt alles, und da ist eine Art von Geruch.

Q: Beobachte das jetzt einfach weiter.

A: Ja, da ist eine Art von Geruch, und ich denke, dass er sich harmloser stellt, damit er nicht so bedrohlich oder so groß wirkt. Er scheint neugierig auf mich zu sein. Er führt uns in Richtung eines starken weißen Glühens in den Wäldern. Man kann es zwischen den Bäumen sehen. Sie fassen mich nicht an, sie führen einfach ihre Hände unter meine Hand und es hebt mich empor.

Q: Sie heben dich nicht hoch oder etwas ähnliches?

A: Niemand berührt mich, aber sie bewegen mich dennoch.

Q: Also ist alles, was sie tun, um dich herum zu bewegen, einfach sanft deine Hände zu berühren?

A: Nein, sie berühren meine Hände überhaupt nicht, sie legen einfach ihre Hände darunter. Sie machen eine hohle Hand unter meiner und es hebt mich um einige Zoll empor.

Q: Machen das die kleinen Wesen?

A: Ja. Sie bewegen mich von dem Van fort.“

Die Objekte, die Marie ins Gesicht geschlagen haben, stellen sich schließlich als Äste heraus, denen sie wegen der körperlichen Lähmung nicht ausweichen konnte. An Bord des Schiffes kam es schließlich zu einigen körperlichen Eingriffen.

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