„Passport to the Cosmos“ – Teil 5 (letzter Teil)

Isabel betrachtet die Erlebnisse als eine Art Schule, bei der einem geholfen wird, sich an das zu erinnern, was man bereits weiß – nämlich, dass wir alle ein Teil von Gott bzw. der Quelle sind.

Isabel: „Sie haben begonnen, uns zu holen und das Endergebnis ist, dass wir angefangen haben, uns an unsere Kräfte zu erinnern. Das ist ein Erinnerungs-Programm oder ein Aufweck-Programm oder wie immer man es nennen will. Sie haben einen Plan; das ist nicht dem Zufall überlassen.“

Karin: „Es ist so als ob jemand das Innere aus meinem Schädel und all den Mist entfernen würde, der mich davon abhält, offen zu sein. Sie ziehen die Schichten ab und dann beginnen die Lektionen.“

Während eines Erlebnisses 1997 kommt Karin direkt in Kontakt mit dieser Quelle und es fällt ihr schwer, das erlebte zu beschreiben. Sie empfindet es als eine starke Lichtkraft und Vibration, die zu explodieren scheint und durch sie hindurchbricht wie „die Kraft des Wassers, das aus einem Damm hervorbricht. Aber Wasser beschreibt es nicht annähernd.

(…)

Es gibt Momente in der Zeit, die wie Atemzüge im Wind sind und jedes dieser Momente ist ein Leben…eine Seele kommt, um sie zu begrüßen und die Seele hat keine Form, aber eine Art Hand…das ist Gemeinschaft. Das ist Entwicklung. Ich treffe mich selbst…das ist ein Spiegel in meine Seele…Ich stehe in diesem weiß-gelben Licht und diese Präsenz ist vor mir. Während ich diese weiß-gelbe Präsenz berühre, formt sich daraus eine Hand aus dem gelben Licht…Ich stehe hier in der Gegenwart des Einen, das ich selbst bin.

(…)

Wie kann ich mir selbst begegnen? Aber ich bin es…man fühlt das Eine und doch gibt es gleichzeitig eine unendlich Zahl.“

Wenn Karin mit ihrem Mentor (Anm. das Wesen, das bei ihren Erlebnissen die Hauptrolle spielt) zusammen ist, „kommuniziert er mit dem Einen in mir und das ist das Eine in uns und in ihnen und diese Vibration steht im Einklang mit meiner Seele.“

Emotionen haben auf dieser Ebene eine andere Qualität als auf der irdischen Ebene, wo Gefühle zwar heftig, aber auch sehr kurzlebig und oberflächlich sein können.

Karins Mentor erklärt ihr: „Eure Liebe ist sehr unsicher. Sie wird in leidenschaftlichen Momenten gegeben und genommen, die keinerlei Bestand haben.“

Die Liebe, die Karin von der Quelle erfährt „ist eine Schwingung in meinem Körper. Sie ist bedingungslos und kann nicht vernichtet werden.“

Eva: „Wenn ich mit den Wesen zusammen bin gibt es da die Perspektive, dass ich von ihnen getrennt bin (…) aber gleichzeitig besteht eine sehr enge Verbindung und ein Gefühl der Ganzheit.“

Es wird hier auch eine weitere Besonderheit erwähnt, welche auch einigen Betroffenen hier bekannt sein dürfte, nämlich der ausgeprägte Sinn für Humor dieser Wesen.

Isabel: „Diese Kreaturen haben einen unglaublichen Sinn für Humor. Wir denken, dass ist alles so ernst. Aber für sie ist es das überhaupt nicht. Ich denke, sie amüsieren sich eher drüber.“

Während einer ihrer Erlebnisse begegnete Isabel einem Wesen, das sie nicht erkannte, und er lachte und „in diesem Moment erkannte ich ihn. Er fand es lustig, dass ich nicht wusste, wer er war, weil wir uns schon seit tausenden Jahren kannten. Ich fand das überhaupt nicht komisch. Für uns ist das eine große Sache, weil wir in der Illusion leben, dass das (die irdische Realität) alles ist.“

Im letzten Kapitel „Contact Through the Eyes“ (Kontakt durch die Augen) geht Mack auf die Beziehung zwischen Menschen und Wesen ein. Er beschreibt seinen Eindruck folgendermaßen:

„Das menschliche Leben ist geprägt von Beziehungen – zu Menschen untereinander, zu anderen Lebewesen, zur Erde, zu Gott oder einer höheren Kraft oder kreativen Intelligenz, die wir in der Natur und im Kosmos erfahren. Auch wenn menschlich/außerirdische Beziehungen spezielle Eigenschaften aufweisen, die sie von anderen Beziehungen unterscheiden, folgen sie in einiger Hinsicht den Regeln, die alle Beziehungen bestimmen. Das beinhaltet die Varianz von Nähe und Distanz, von Geborgenheit und Furcht, Missverständnisse, die aus Unterschiedlichkeit und Egozentrik (sicherlich auf der menschlichen Seite) erwachsen und schließlich eine Basis für Wachstum, Selbsterkenntnis und Entwicklung einer anderen Bewusstseinsstufe. (…)
Wenn man sich der Furcht, die mit dieser seltsamen Verbindung zusammenhängt, stellt und sie überwindet, können Beziehungen zwischen Menschen und „den Anderen“ eine emotionale und spirituelle Tiefe erreichen, die alles übertrifft, was ich aus menschlichen Beziehungen kenne.“

Tatsächlich ist es die Dynamik der menschlich/außerirdischen Beziehungen, so wie sie von Betroffenen beschrieben werden, die Mack in erster Linie davon überzeugten, dass es sich bei den Begegnungen um ein reales Phänomen handelt.

Die menschlich/außerirdischen Beziehungen sind noch durch eine weitere Besonderheit geprägt. Die Betroffenen haben das Gefühl, die Wesen schon sehr lange zu kennen; die Beziehung zu ihnen scheint weit über das irdische Leben hinauszugehen. Ein bestimmtes Wesen, das oft als „Aufseher“ oder „Arzt“ bezeichnet wird, spielt dabei eine besondere Rolle.

Isabel: „Ich war schon bei ihnen bevor ich hierher (auf die Erde) kam…ich habe immer mit ihnen gearbeitet und mir wird das jetzt alles bewusst. Ich bin schon seit Jahrtausenden mit ihnen zusammen – nicht seit Jahrtausenden, sondern seit tausenden von Leben.“

Will: „Er ist derjenige, mit dem ich verbunden bin. Er ist derjenigen, der alles über mich versteht und dieses Verständnis übertrifft meine Erklärungsmöglichkeiten. Ich möchte eins mit ihnen sein, mit ihm, mit dem Ganzen.“

Eine besondere Rolle in der Verbindung zu den Wesen spielen deren große, schwarze Augen, die auf viele Betroffene paralysierend und wie ein tiefer Brunnen in die Ewigkeit wirken.

Celeste: „Diese Augen sind strahlend und nehmen dich vollständig ein. (…) Diese Augen dringen bis auf den Grund deiner Seele. Stell dir vor, du blickst in Augen, in denen Lichtblitze vor einem opalisierenden dunklen Inneren leuchten, in welchem du fließende, magnetische Bewegung erkennst, die deine Augen gefangen nehmen, sie festhalten und den Kern deines Wesens durchdringen. Wenn sie so tief in dein Inneres dringen, erwecken sie Emotionen in dir und kommunizieren Gedanken intensiver Liebe wie ein kraftvolles, verführerisches Beruhigungsmittel. Dein Geist ist so offen für diese Kraft, so dass du dich ihr nicht entziehen kannst. Die Energie berauscht dich mit einer Fülle von Liebe und hypnotisiert dich mit einem Kaleidoskop an Farben, die in deiner Seele tanzen.“

Isabel: „Sie kennen deine Gefühle. Sie wissen, was du denkst. Du hast das Gefühl, dass sie dich besser kennen als du dich selbst.“

Andrea: „Sie sehen das, was du tief in dir verborgen hältst und vor dem du Angst hast. Besonders, unsere Angst, uns selbst zu lieben, unsere Angst, erkannt zu werden, unsere Angst, ihnen zu erlauben, uns zu erkennen und unsere Angst sie zu erkennen, unsere Angst davor, sich einfach fallen zu lassen. Es ist ein Kataklysmus ungeahnten Ausmaßes. (…) Es gibt keinen Unterschied in der Essenz eines jeden Wesens. Wenn er mir in die Augen sieht, gibt es keinen Unterschied mehr zwischen uns.“

Nona: „Der Augenkontakt war direkt und wurde nicht unterbrochen. (…) Man kommuniziert über die Augen. Das ist für mich wie eine persönliche Kommunikation. Da ist Erkenntnis und die Kommunikation von Gefühlen. Deshalb habe ich keine Angst. Ich weiß, dass ich  nicht verletzt werde. Es ist einfach das, was du ausstrahlst. Sie verstehen es und ich verstehe es. Erkenntnis.“

John Mack: „Die bemerkenswerten Augen der Wesen scheinen (…) die Betroffenen in ihre scheinbar grenzenlosen Tiefen zu ziehen. Wenn die Augen das Fenster zu Seele sind, wird diese alte Maxime im Entführungsphänomen zur ultimativen Metapher. Wenn die Betroffenen in diese Augen blicken, werden sie mit ihrem tiefsten Selbst konfrontiert. In diesen schwarzen Augen mögen sie auch erkennen dass sie eins mit den Wesen und allem Leben sind.“

Fazit:
Normalerweise mache ich einen großen Bogen um Bücher von sog. Entführungsforschern wie Bud Hoppkins, David Jacobs etc. Einem Außenstehenden, der selbst keine entsprechenden Erfahrungen gemacht hat, wird es immer schwerfallen, die Komplexität des Entführungsphänomens zu begreifen und die richtigen Zusammenhänge herzustellen. Oft picken sie sich dann diejenigen Aspekte des Phänomens heraus, die mit ihrem oft materialistisch geprägten Weltbild zusammenpassen und ignorieren den größeren Rest, der in ihren Augen keinen Sinn ergibt oder tun ihn als Gehirnwäsche oder Stockholm-Syndrom ab.

„Passport to the Cosmos“ von John Mack ist da die große Ausnahme. Er blendet die vielen spirituellen Aspekte nicht einfach aus, sondern erkennt sie als wichtigen Bestandteil des Phänomens an und versucht sie zu begreifen und in das Gesamtbild einzufügen. Die Schlüsse, die er daraus zieht, kommen soweit ich das aus meinen eigenen Erfahrungen beurteilen kann, der Wahrheit dabei ziemlich nahe. Ein absolut empfehlenswertes Buch!

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