Michel

Beitrag von: stalker

Aus verständlichen Gründen ist „Michel“ nicht der richtige Vorname des Zeugen. Er hat sich dazu entschieden, seine wahre Identität zu verbergen, um nicht von seinen Angehörigen, seinen Arbeitskollegen, seiner Familie oder von Personen aus seinem näheren Umfeld erkannt zu werden. Die Veröffentlichung seines Namens im Zusammenhang mit der hier veröffentlichten Zeugenaussage könnte nicht nur eine Distanzierung seines Umfelds nach sich ziehen, sondern auch eine Gefährdung seiner Berufskarriere durch den Argwohn seiner Vorgesetzten zur Folge haben. Aus diesem Grund muss er einen Kompromiss eingehen und anonym bleiben.

Michel ist Anfang 30 und geht einer geordneten Beschäftigung nach, die ihm einen angenehmen Lebensstandard gewährleistet. Er lebt in der Region Rhône-Alpes / Frankreich.

ANMERKUNG:
Ich möchte den Leser darauf hinweisen, dass Michel weder für die vollständige Richtigkeit der hier genannten Ereignisse bürgen, noch die Wahrheit seiner Äußerungen zweifelsfrei bestätigen kann. Wir werden den Zeugen im weiteren Verlauf „Michel“ nennen. Hier ist seine Geschichte:



Im September habe ich mich aus ganz anderen Beweggründen (die zum Teil in den folgenden Abschnitten erläutert werden) für die Aufnahme einer Psychotherapie entschieden. Meine Psychotherapeutin (mit staatlich anerkanntem Diplom) hat sehr schnell erkannt, dass ich große Gedächtnisprobleme habe. Tatsächlich war ich mir dieser Angelegenheit bereits seit längerem bewusst, da ich immer wieder mit Erinnerungsschwierigkeiten zu kämpfen hatte und vergangene Ereignisse häufig wie ausgelöscht waren. Ich hatte mich jedoch damit arrangiert und mir nie großartig Gedanken darüber gemacht. Ich fand mich einfach mit der Erklärung ab, dass ich eben ein schlechtes Gedächtnis hatte. In Wahrheit erinnere ich mich quasi an gar keine, oder eben aber nur an ein paar wenige Begebenheiten aus meiner Kindheit. Meine Jugendzeit erinnere ich ebenfalls nur sehr schlecht. Und selbst Erlebnisse, die sich erst vor kurzer Zeit ereignet haben, muss ich mir erst mühselig durch einige geistige Anstrengungen wieder ins Gedächtnis zurückrufen.

An die Zeit vor meiner Pubertät habe ich praktisch gar keine Erinnerungen, außer an ein paar verschwommene Bilder oder Szenen. Zum Beispiel kann ich mich zwar noch an meine erste Freundin erinnern, nicht aber an den ersten Kuss oder den ersten Geschlechtsverkehr. Es scheint mir wichtig diese Beispiele zu nennen, weil man sich meiner Ansicht nach normalerweise an solche Dinge erinnern müsste.

Die Psychotherapeutin nahm an, dass ich in meiner Vergangenheit ein traumatisches Erlebnis erlitten hatte, welches für meine innere „Blockade“ verantwortlich sein könnte.

Sie empfahl mir zu der Teilnahme an einem Wochenendseminar über „Atmung und Entspannung“ und dem damit verbundenen Versuch, die Ursache für meine Blockade heraus zu finden, sie aus dem Unterbewusstsein zu befreien und damit den Ablösungsprozess zu erleichtern. Meine Psychotherapeutin sprach es zwar nicht direkt aus, aber ich vermutete, dass sie einen sexuellen Missbrauch oder sogar eine Vergewaltigung in Erwägung zog, die vielleicht in meiner frühesten Kindheit zu verorten war. Ehrlich gesagt hatte ich auch schon mit einer solchen Erklärungsmöglichkeit gerechnet.

Am Sonntag, den 29. und Montag, dem 30. Juli 2003 habe ich schließlich an dieser speziellen Therapieform teilgenommen, die von meiner Psychotherapeutin und einem Arzt durchgeführt wurde, der sich auf dieses Gebiet spezialisiert hatte. Ich wollte unbedingt wissen, was sich im Schatten meiner Vergangenheit vor mir verbarg, um mich ihm zu stellen und es sozusagen zu „exorzieren“.

DIE DURCHFÜHRUNG

Das Prozedere dieser therapeutischen Vorgehensweise aus „Atmung und Entspannung“ soll an dieser Stelle kurz erläutert werden. Ich lag auf einer Matratze, den Kopf auf einem Kissen gebettet und den Körper in einen Schlafsack gehüllt (den ich zu diesem Anlass mitgebracht hatte). Eine sanfte Musik begleitete den gesamten Entspannungsprozess. Ich wurde angewiesen, möglichst regelmäßig und tief zu atmen und dabei zu entspannen, bis eine eventuell relevante Episode aus den Tiefen meiner Vergangenheit „hochkommen“ würde. Dabei sollte ich mich auf nichts anderes als meine Atmung konzentrieren und meine Erinnerungen einfach fließen lassen.

Ich möchte mit Nachdruck darauf hinweisen, dass ich während dieses Prozesses nicht von den anderen Teilnehmern beeinflusst wurde und es sich dabei auch nicht um eine Form von Hypnose gehandelt hat. Stattdessen befand ich mich über den gesamten Zeitraum hinweg bei vollem Bewusstsein und hätte die Sitzung jederzeit unaufgefordert abbrechen können.

Die einzige Anweisung, die ich im Verlauf der folgenden Sitzungen übernommen habe, bestand darin, so weit wie möglich in meinen Erinnerungen zurückzugehen, um der Ursache meiner „Blockade“ auf die Spur zu kommen. Ich weiß nicht, ob ich die für diesen Vorgang angemessenen Ausdrücke verwende, da ich kein Spezialist auf diesem Gebiet bin.

Im Verlauf der folgenden zwei Tage wurden folglich zwei Sitzungen durchgeführt, die jeweils ungefähr 3 Stunden in Anspruch genommen haben. Der Rest des Tages war den verschiedenen Entspannungsübungen und therapeutischen Gesprächen vorbehalten.

SITZUNG 1

Schon nach kurzer Zeit stiegen verschiedene Bilder in meinem Geist hoch. Ich werde sie in der Reihenfolge ihres Erscheinens aufzählen.

Ich bin an einen Stuhl gefesselt und befinde mich in einem Raum, den ich im ersten Augenblick für eine Art Keller gehalten habe. Der Raum scheint leer zu sein, es ist dunkel und feucht, und durch die schwache Beleuchtung bin ich in meiner Wahrnehmungsfähigkeit stark eingeschränkt. Meine Arme und Beine sind festgebunden und der Druck der Fesseln tut sehr weh. Ich kann die Schmerzen an Armen und Beinen physisch nachempfinden. Verzweifelt versuche ich mich aus diesem Zustand zu befreien.

Durch die relativ schwache Beleuchtung konnte ich meinen genauen Standort nicht bestimmen. Es war zu dunkel, um nähere Details ausmachen zu können.

Einige Augenblicke später betritt eine (ziemlich kleine) Gestalt den Raum und nähert sich mir von der linken Seite. Die Dunkelheit und Verschwommenheit der näheren Umgebung erlauben mir weder eine genaue Identifikation dieser Gestalt noch die Bestimmung der genauen Beschaffenheit und Größe des Raumes. Obwohl ich mich angestrengt darauf konzentriere, kann ich einfach nichts genaueres wahrnehmen. Als die Gestalt genügend nah an mich herangetreten ist, kann ich vage den Umriss eines Gesichtes erkennen, und ich habe das Gefühl, dass ich es kenne. Es erschreckt mich und macht mich traurig zugleich.

Nach dieser Konfrontation verlässt die Gestalt wieder den Raum (ich weiß nicht durch welche Öffnung) und ich bin nunmehr allein an diesem Ort. Mir gegenüber, in einer Entfernung von mehreren Metern, befindet sich eine schwarze Mauer oder Wand. Ich kann sie kaum erkennen, obwohl sie nicht weit von mir entfernt ist. Meine Sicht ist wie verschwommen. Zunächst führe ich es auf Feuchtigkeit und eine mögliche Reflektion des in den Raum einfallenden Lichtes zurück, dass ich auf dieser Wand einige Lichtpunkte tanzen sehen kann. Ich finde diese Lichter sehr schön und betrachte die Wand minutenlang. Es hat eine beruhigende Wirkung auf mich. Dann komme ich wieder aus meinem Entspannungszustand heraus.

Ich verlasse meinen Entspannungszustand.

ENDE DER SITZUNG


Skizze des „Kellers“ (Ansicht von oben)

Das Bild entstand nach einer Zeichnung von Michel

Murcrépis noir: schwarze Mauer oder Wand
Parcours de la silhouette: Bewegung der Gestalt im Raum
Flou qui ne me permet pas de distinguer la salle: Durch die Dunkelheit konnte ich keine genaueren Einzelheiten des mich umgebenden Raumes erkennen
Chaise où j’étais attaché: Stuhl, an dem ich festgebunden war


Am darauffolgenden Tag führte Michel eine zweite Sitzung durch, deren Ergebnisse sich als weit aufschlussreicher und detaillierter erweisen sollten, als es noch in der ersten Rückführung der Fall gewesen war.

MICHEL FÜHRT SEINEN BERICHT FORT:

SITZUNG 2

Die folgenden Szenen sind in der Reihenfolge ihres Erscheinens aufgelistet, befinden sich jedoch deshalb nicht notwendigerweise in chronologischer Ordnung. Ich werde später noch genauer darauf eingehen.

DER STUHL

Innerhalb weniger Augenblicke sehe ich mich wieder in diesem kellerartigen Raum, und ich bin wie bereits zuvor an Armen und Beinen auf einem Stuhl festgebunden. Nachdem ich realisiert habe, wo ich mich befinde, konzentriere ich mich einzig und allein auf die Wahrheit, die ich hinter dieser Szenerie zu finden erhoffe: Ich möchte wissen, wo ich wirklich bin und wer außer mir noch dort ist… Und da beginnt die Szene schrittweise zu verschwimmen! Die vorherige Umgebung ist einem anderen Ort gewichen, der ganz anders ist als der Keller, in dem ich mich vorher befunden habe. Es ist ein Raumschiff. Alles in diesem Raum wirkt glatt und steril. Der Raum ist oval und scheint mit Platten ausgelegt zu sein, die wie eine Mischung aus Plastik und Metall wirken und grau-beige gefärbt sind.

Eine Gestalt betritt den Raum und nähert sich mir wie in der ersten Sitzung von der linken Seite, aber diesmal ist es ein Alien. Es muss ungefähr zwischen 1,50 bis 1,60m groß gewesen sein, doch von meiner sitzenden Position aus konnte ich dies nicht genau genug einschätzen. Es hat einen großen, kahlen Kopf und zwei riesige, schwarze Augen, die sehr glatt und irgendwie auch feucht wirken. Seine Haut ist in einen grau-beigen Farbton getaucht, der den uns umgebenden Raum ziemlich stark ähnelt. Der Mund ist sehr klein. Ich kann es nicht annähernd genau beschreiben, aber er wirkt für mich wie der Mund eines Krebses. Es ist wie der Fortsatz eines winzigen Schnabels, der etwas von der Öffnung des „Mundes“ absteht.

Anstelle einer Nase befinden sich zwei Löcher, ohne irgendwelche Anzeichen eines Knorpels oder Nasenbeins.

Es kommt ganz nahe an mich heran und ich kann seinen großen Kopf genau betrachten. Es scheint herausfinden oder eher „spüren“ zu wollen, ob ich mich bei Bewusstsein befinde oder schlafe. Jedenfalls sucht es dazu Blickkontakt. Ich habe große Angst vor ihm, und besonders der Anblick seines Mundes bereitet mir Ekel. In seinem großen schwarzen Auge (das rechte) kann ich meine eigene Reflektion erkennen (ich glaube, dass ich diese Reflektion bereits in der ersten Sitzung wahrgenommen habe und deswegen dem Eindruck einer Vertrautheit erlegen bin). Trotz meines – undeutlichen – Anblicks kann ich dieses Ereignis nicht in eine zeitliche Einordnung bringen, ich glaube aber, dass ich damals ungefähr um die zwanzig gewesen sein muss. Ich habe schreckliche Angst vor seinem Mund. Ich habe Angst, es könnte mich beißen.

Aus irgendeinem Grund habe ich den Eindruck, dass seine Augen eine beruhigende Wirkung auf mich ausstrahlen und ich mich in ihrer Gegenwart entspannen soll. Es ist so, als ob es mich immer wieder zu beruhigen oder mir zu übermitteln versucht: „Komm schon… entspanne dich… es wird alles gut werden.“

Gleichzeitig scheint es den hinter mir liegenden Raum anzusehen, und ich habe dabei das Gefühl, als befänden sich dort noch weitere Aliens. Sie scheinen miteinander zu kommunizieren, doch ich kann nichts davon hören. Dann verlässt das Wesen das Zimmer, zumindest verschwindet es aus meinem Gesichtfeld. Ich befinde mich allein in diesem runden Raum und bin weiterhin an den „Stuhl“ festgebunden. Er wirkt sehr glatt. Er scheint weder aus Holz, noch aus Plastik, noch aus Metall zu bestehen… es erinnert irgendwie eher an eine Mischung aus diesen drei Elementen.

Mir gegenüber, in einigen Metern Entfernung, erkenne ich wieder die schwarze Wand mit ihren schimmernden Lichtpunkten. Wie bereits im vorherigen Falle beginnt nun auch diese Erscheinung zu verschwimmen und macht einem großen Fenster Platz, durch das man die schwarze Nacht und die Sterne sehen kann. Ich sehe unzählige Sterne, die in einem intensiven Licht erstrahlen. Es ist wunderschön. Der Anblick lässt sich nicht mit unserem irdischen Standpunkt vergleichen, wenn wir die Sterne mit dem Einbruch der Nacht beobachten. Ihr Glanz ist noch viel schöner und intensiver. Auf der rechten Seite erscheint die Erde… und ihr Anblick ist wunderbar. Es ist so wunderschön und hat eine beruhigende Wirkung auf mich.

Dann befinde ich mich in einer Szene, die sich eigentlich zeitlich vor der Episode mit dem Stuhl abgespielt haben mus:

ANKUNFT

Ich befinde mich in Begleitung zweier Aliens. Ich bin vollkommen bewegungsunfähig, obwohl ich nirgendwo festgebunden zu sein scheine. Ich kann nur noch meine Augen bewegen. Ich stehe im Raum und blicke hilflos umher, um vielleicht auf irgendeine Weise verstehen zu können, was im Augenblick mit mir geschieht. Ich bin vollkommen verängstigt. Es ist als wäre ich in einem unsichtbaren Kraftfeld gefangen. Ich bewege mich zwar von der Stelle, habe dabei jedoch nicht das Gefühl, dass ich selbst laufen würde. Es scheint als „gleite“ ich eher über den Boden. Ich kann meinen Kopf nicht nach unten bewegen, um meine Füße zu sehen und nachzuvollziehen, wie ich mich vorwärts bewege. Ich bin wie eine Statue auf Rädern!!

Ich erreiche den ovalen Raum, in dem sich (auf der rechten Seite) auch der Stuhl befindet. Bewegungsunfähig bleibe ich neben zwei Aliens stehen. Ich habe furchtbare Angst. Ich frage mich, was ich an diesem Ort mache und zittere am ganzen Körper. Tränen der Angst laufen über meine Wange. Ich möchte sprechen und ihnen sagen, dass ich nach Hause zurückkehren will, es gelingt mir aber nicht, und so kann ich nur weinen. Dann betritt ein anderes Alien (von der linken Seite her) den Raum, also direkt mir gegenüber. Es nähert sich, schaut mich von Kopf bis Fuß an und wendet sich daraufhin dem Alien an meiner rechten Seite zu. Es scheint mit ihm über etwas zu sprechen, doch ich kann noch immer nichts davon hören.

Die nachfolgende Szene hat sich zeitlich nach der Episode mit dem Stuhl abgespielt.

IM KORRIDOR (1)

Ich bin in Begleitung zweier Aliens: Der eine läuft vor und der andere hinter mir. Ich bin immer noch bewegungsunfähig und schaffe es deshalb immer noch nicht, meine Augen so weit zu senken, um meine Fortbewegungsart nachvollziehen zu können. Wir durchqueren eine Art Korridor, der in seiner Farbe dem anderen Raum des Schiffes entspricht (außer, dass er weniger beige und dafür etwas grauer ist). Die Wände der uns umgebenden „Mauern“ scheinen ebenfalls aus großen Platten zusammengesetzt zu sein.

Die Decke ist ziemlich niedrig.

Nach nur wenigen Metern erreichen wir einen Eingang. Das sich vor mir befindliche Alien bleibt stehen und dreht sich um. Ich weiß nicht wie, – ich kann es nicht hören – aber es gibt mir irgendwie zu verstehen, dass ich in den Raum (zu meiner Linken) eintreten soll.

Im Inneren sehe ich noch einige andere Männer, ungefähr zehn Stück an der Zahl. Es handelt sich dabei ausschließlich um erwachsene Männer. Einige davon liegen auf dem Boden und scheinen zu schlafen, die anderen stehen im Raum und sind vollkommen wach. Ich sehe einen Mann, der wie erstarrt da steht (aber bei Bewusstsein ist), wie es auch bei mir vorher der Fall gewesen ist. Er kann nichts anderes als die Augen bewegen. Er tut mir leid.

Einer der Männer nimmt mich in Empfang. Er sagt mir, dass ich mir keine Sorgen machen soll, weil sie uns nichts böses antun wollen. Sie wollen uns nur studieren, uns kennen lernen. Er erklärt, dass sie uns (aus unserem Körper) Proben entnehmen und uns irgendetwas implantieren, ich verstehe aber nicht genau was. Trotz der besonderen Umstände, in denen wir uns befinden, schafft er es tatsächlich mich zu beruhigen. Und als er mir sagt, dass sie uns nichts böses antun wollen, fasse ich wieder neues Selbstvertrauen und habe sogar nicht übel Lust, gegen sie zu rebellieren (obwohl dies normalerweise meiner Natur widerspricht).

Ich denke an meinen Wunsch, nach Hause zurückzukehren. Ich habe große Angst. Der Mann sagt mir, dass wir bald nach Hause gehen werden. Ich kann mich noch ziemlich gut an diesen Mann erinnern. Er muss ungefähr zwischen 45 und 50 Jahre alt gewesen sein. Er hatte graue, wellige Haare, die ihm vorne bis zu den Ohren reichten und einen kleinen Bart (oder Kinnbart), der ebenfalls bereits graumeliert war. Er war nicht besonders groß (ungefähr 1,60 bis 1,65m). Ich hatte den Eindruck, dass er mit freiem Oberkörper da stand (ich kann mich übrigens nicht daran erinnern, wie ich gekleidet war). Wir haben uns ganz ruhig miteinander unterhalten. Ich glaube, dass er außerdem noch etwas über seine (zwei?) Kinder erwähnt hatte, aber ich bin mir dessen nicht mehr ganz sicher. Ich weiß nicht warum, aber ich habe nicht mit den anderen Männern in diesem Zimmer gesprochen… Ich erinnere mich ganz schwach daran, dass ein oder zwei nicht besonders gut aussahen. Ein paar lagen reglos auf dem Boden und hielten sich den Bauch. Sie schienen krank zu sein… jedenfalls hatten sie Schmerzen.

VAGE ERINNERUNGEN

Ich habe mehrere vage Erinnerungen, die ich aufgrund ihres bruchstückhaften Charakters nicht in die chronologische Abfolge der Ereignisse einordnen kann. Ich kann nicht sagen wann sie geschehen sind.

1 / Ich befinde mich in einer liegenden Position und sehe Schläuche, die von der Decke herabreichen. Ich spüre, dass man diese Schläuche auf meinen Bauch legt (es müssen mindestens drei Stück davon sein). Sie sind durchsichtig, aber gleichzeitig auch farbig. Der größte (in grüner Farbe) muss ungefähr einen Durchmesser von etwa 3-4 cm gehabt haben. Er ist nicht glatt, sondern eher wie „aufgebläht“… ich kann ihn zwar genau erkennen, aber ich habe Schwierigkeiten das ganze in Worten zu beschreiben. Es ist wie ein „Schnorchel“ den man zum Tauchen benutzt, aber das gekrümmte Teilstück scheint aus mehreren dehnbaren, plastikähnlichen Ringen zusammengesetzt zu sein, so dass es sich in jede Richtung bewegen lässt. Ich hebe kurz meinen Kopf. Ich kann sehen, dass die Aliens (es sind mindestens 2) damit beschäftigt sind, die Schläuche auf meinem Bauch zwischen Nabel und Plexus anzusetzen… Auf einmal fühle ich, wie mein Körper von einer starken Energie durchströmt wird, und ich verspüre einen furchtbaren Schmerz. Es ist, als würde ich einen Messerstich in den Bauch bekommen, und es tut höllisch weh! Ich richte mich auf, doch ich kann überhaupt nicht erkennen, das etwas durch diese (durchsichtigen) Schläuche in meinen Körper fließen würde. Da ist eine Art Leuchten, das ich zu erkennen glaube, wie ein schwacher Lichtstrahl (??), und etwas wie Tropfen, die an der (inneren) Wand des Schlauches entlang fließen. Dennoch sehe ich kein Blut, und es wurde auch kein Einstich an meinem Körper vorgenommen.

2 / Ich sitze auf einem Stuhl, vielleicht ist es der selbe wie in dem ovalen Raum. Mein linker Arm ist festgebunden. Ich sehe (ziemlich kleine) Schläuche, die an meinem (linken) Vorderarm befestigt sind. Zwei metallische Ringe fixieren meinen linken Arm am Handgelenk und am Ellenbogen. Ich habe das Gefühl, dass man mir etwas in den Arm spritzen würde. Es tut sehr weh, aber es ist nicht so schmerzhaft wie die Schläuche an meinem Bauch.

3 / Ich kann mich auch noch an eine „Brille“ erinnern, die mir aufgesetzt wurde und mit deren Hilfe ich bestimmte Dinge sehen konnte. Leider kann ich mich nicht mehr an die genauen Bilder erinnern. Die Brille war sehr groß und lichtundurchlässig, ähnlich wie die Brillen die man zum schweißen benutzt.

Ich erinnere mich an eine weitere Szene, die sich im Korridor abgespielt hat. Diese Erinnerung ist zeitlich nach allen anderen Szenen angesiedelt, aber ich weiß nicht, was ich davor gemacht habe und von wo aus ich zurückgebracht wurde. Vielleicht kam ich gerade von einem Eingriff zurück, doch es handelt sich dabei nur um eine Vermutung.

IM KORRIDOR (2)

Wieder werde ich von zwei Aliens begleitet. Der eine befindet sich vor, der andere hinter mir. Diesmal habe ich jedoch nicht den Eindruck, bewegungsunfähig zu sein oder über den Boden zu „gleiten“. Es scheint, als ob ich mich „körperlich“ vorwärts bewege, auch wenn ich mich ziemlich betäubt, „schlapp“ und müde fühle.

Das vor mir befindliche Alien dreht sich in meine Richtung, als wir vor dem Eingang des Zimmers (in dem sich die anderen Männer befinden) ankommen. In diesem Moment wird mir bewusst, dass ich nicht mehr (wie eine Statue) „gelähmt“ bin, und schenke ihm daraufhin ein kleines Lächeln: Ich erwäge ernsthaft, auf das Wesen loszugehen und Kleinholz aus diesen Aliens zu machen!

[Tatsächlich wirken die Aliens im Gegensatz zu mir klein und schmächtig, ich dagegen bin groß und kräftig gebaut. Außerdem habe ich während meiner Jugend Kampfsport praktiziert.]

Ich balle meine rechte Faust und gehe in Gedanken durch, wie ich sie ihm gleich mitten auf den Kopf verpassen werde. Doch plötzlich scheint es zu bemerken, oder eher aus meinen Augen „abzulesen“ was ich vorhabe… und an diesem Punkt spüre ich ganz deutlich seine Überraschung und sine Angst! Es hat Angst davor, dass ich ihm weh tun möchte. Gerade als ich mich auf das Alien stürzen möchte, bekomme ich einen fürchterlichen „elektrischen“ Schlag am Nacken. Ich sehe nur noch eine Art „Lichtblitz“ vor Augen… und dann kann ich mich an nichts mehr erinnern.

Alles erstarrt vor meinem geistigen Augen.

Ich verlasse meinen Entspannungszustand.

ENDE DER SITZUNG


Skizze des „ovalen Raumes“ (Ansicht von oben)

Das Bild entstand nach einer Zeichnung von Michel.

Hublot (vue de l’espace): Fenster, durch das man das Weltall sehen konnte
Parcours de la silhouette: Bewegung der Gestalt im Raum
Entrée: Eingang
Chaise où j’étais attaché: Stuhl, an dem ich festgebunden war
Je sens des présences derrière moi: Ich fühle mehrere Anwesenheiten hinter mir
Couloir qui mène dans la salle des prisonniers: Flur, der zu dem Zimmer mit den gefangenen Männern führt
Zone d’arrivée: Ankunft


Zwei Aliens, die nach der Beschreibung von Michel gezeichnet wurden:


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