Emily Trim und der Ruwa, Simbabwe – Zwischenfall

Am 16. September 1994 ereignete sich an einer Grundschule in Ruwa / Simbabwe einer der bekanntesten Ufo-Nahbegegnungsfälle. Eine Gruppe von Kindern bemerkte auf dem Pausenhof ein Objekt, das sich ihrem Standort näherte, und suchte die Stelle auf, an dem es herunterging. Einige der Kinder berichteten anschließend, dass dem Schiff seltsame Wesen entstiegen waren, die ihnen teilweise auch telepathische Botschaften übermittelt hätten. Die Geschichte wäre ohne das couragierte Auftreten der Forscherin Cynthia Hind wohl schnell heruntergespielt worden. Sie erkannte die Bedeutung des Zwischenfalls und nahm schnell Untersuchungen vor Ort vor, die von einem Kamerateam der BBC begleitet wurden. Tage später führte der Harvard Psychiater John Mack umfangreiche Interviews durch und gelangte zu der Aufassung, dass es sich bei den Erzählungen nicht um einen Streich oder um eine Massenhysterie gehandelt hatte. Skeptiker beharrten trotzdem darauf, dass es sich bei Kindern um unglaubwürdige Zeugen handeln würde.

Lange erfuhr man nichts mehr über den Fall, und die Kinder von damals blieben weitestgehend unter dem Radar. Emily Trim ist eine der Betroffene, die damals nur wenige Meter von den Wesen entfernt stand und in eine telepathische Interaktion mit ihnen gezogen wurde. Seit ein paar erzählt sie ihre Geschichte und wie ihr Leben bis heute von dem Ereignis beeinflusst wird.

Der Vorfall

Die Geschichte des Ruwa-Zwischenfalls ist so umfangreich, dass ich sie hier nicht in all ihren Einzelheiten vorstellen kann. Außerdem hat mir jemand diese Aufgabe bereits abgenommen 😀 Der Youtuber TheMidnightMansion hat mit einer unglaublichen Akribie sämtliches Material zusammengetragen, was sich so darüber finden lässt. Im Video finden sich Bilder des Geländes sowie die Aussagen der Kinder und die von ihnen angefertigten Zeichnungen. Wirklich sehr empfehlenswert!

 

Wenn man sich mit den einzelnen Beschreibungen der befragten Kinder beschäftigt, stößt man zunächst auf einige Abweichungen und Ungereimtheiten. Nicht alle sahen das vollständige Ereignis. Es gab Kinder, die erst durch die aufgeregten Rufe auf das Objekt aufmerksam wurden oder einfach die Ansammlung am Randes des Pausenhofs bemerkten. Die Landung und die Wesen waren ebenfalls nicht von der ganzen Gruppe beobachtet worden, da die Sicht durch andere Kinder, Dickicht oder schlicht durch die eigene Körpergröße beschränkt war. Ein Teil verließ das Schulgelände, um sich auf dem Weg zum Objekt zu machen. Somit gab es ein paar wenige, die dem Geschehen unmittelbar am nächsten waren. Es gibt einen Kern der Geschichte, der sehr hohe Übereinstimmungen bietet:

„Zufällig“ war der Pausenhof zu Beginn des Geschehens prall gefüllt. Preston Dennet hat in „Schoolyard UFO Encounters“ viele vergleichbare Fälle zusammengetragen. Ohne Vorwarnung erschien ein großes, silbrig-weißlich strahlendes Objekt, dessen Flug von einem sirrenden Geräusch begleitet wurde. An der unteren Hälfte war es wahrscheinlich flach-halbkugelförmig bis scheibenförmig und lief auf der oberen Hälfte zu einem Dom bzw. einer Kuppel zu. Über seine Breite könnte eine Lichterreihe angeordnet gewesen sein. Hinter dem Pausenhof lag eine freie, sumpfige Wiese, die auf ein kleines Wäldchen zulief, vor dem sich Gestrüpp und hohes Gras befand. In dem Bereich direkt hinter dem hohen Gras ging das große silbrige Objekt zwischen vereinzelten Bäumen nieder. Manche erwähnen ein oder mehrere Sprünge, bei denen das Objekt mit einem Blitzen verschwand, nur um daraufhin an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Die Kinder, die ganz nahe herankamen, sahen auch noch kleinere Objekte, die knapp über dem Boden schwebten und ein Leuchten aussonderten.

Die meisten sprechen von drei Wesen, die anschließend aus dem großen Objekt heraustraten. Eines der Wesen stand oder saß eine Weile auf dem Objekt. Mindestens eines der Wesen ging im Gras umher, wobei sein Gang leicht torkelnd oder wie in Zeitlupe wirkte. Die Wesen starrten in Richtung der Kinder und sahen ihnen dabei direkt ins Gesicht. Sie verschwanden wieder im großen Objekt, das ein kleines Stück vom Boden abhob und dann einfach verschwand, als würde es sich ausblinken.

Die Wesen erinnern letztendlich stark an die klassische Grey-Form. Eine Besonderheit der Zeugenberichte war, dass sie einen schwarzen, enganliegenden Anzug trugen. Die Zeugin Salma verglich es mit einem Taucheranzug, weil der Anzug in der Sonne leicht das Licht reflektierte. Eines der Wesen trug lange schwarze Haare auf dem Kopf, während die anderen kahl waren. Ihre Haut war hell, sie besaßen große, schwarze, schrägliegende Augen, zwei Löcher anstelle der Nase und einen kleinen, schmalen Mund. Die Wesen waren nur etwa einen Meter groß.

Nach eigenen Angaben waren die vordersten Kinder bis auf fünf Meter an das große Objekt herangekommen. Ebenso verhielt es sich mit den Wesen, die z.B. von sich selbst aus bis auf 3 Meter herankamen oder sich wie in Emilys Fall nur noch auf Armeslänge entfernt befanden.

Mittlerweile könnte man sagen, dass es sich bei dieser Zusammenfassung um den Fixpunkt der Geschichte handelt, deren Ränder jedoch alles andere als klar begrenzt erscheinen. Dafür steht exemplarisch die Geschichte von Emily Trim.

Emily Trims Geschichte

Emily war acht Jahre alt und ihr älterer Bruder war an jenem Tag mit auf dem Schulhof. Es war ein schöner sonniger Tag, und eine der 15-minütigen Pausen hatte gerade begonnen. Emily war mit ihrer Freundin Lisel zusammen, die bereits in frühen Interviews eine mentale Verbindung mit einem der Wesen angedeutet hatte. Lisel ist das farbige Mädchen in der bekannten Videoaufzeichnung mit John Mack. Sie ist nach den ersten 30 Sekunden zu sehen:

Hier ist Emilys Erzählung:

„Ich war mit meiner Freundin Lisel zusammen, und wir spielten ein Spiel auf den Grenzstämmen des Grundstücks. […] Und wir hüpften über die Baumstämme, und da war ein hochfrequenter Ton, ebenso wie ein heller Blitz am Himmel. Und es erregte unsere Aufmerksamkeit, und ganz plötzlich war es wie eine Filmszene, die sich abzuspielen begann. Da war Panik, da war Chaos, da waren schreiende Kinder. Es war so, als ob die Zeit in diesem Moment nicht existent war. Du kannst dir vorstellen – Kinder, die alle in Richtung eines Punkts auf dem Spielplatz strömen. Wir blickten alle auf dieses Schiff. Nun befand ich mich auf den Baumstämmen, die Abgrenzungsfläche, die sich dem eigentlichen Schiff am nächsten befand. Und da waren diese Wesen. Sie kamen aus dem Schiff, und sie begannen die Kinder nachzuahmen. Und sie wurden begleitet von… so als ob… als ob die Zeit nicht existent wäre, und als ob ich mitten in der Luft hüpfen würde, in dem Moment, als das Schiff und die Wesen hervorkamen. Sie waren direkt vor uns, vor Lisel und mir. Nun war ich nicht das einzige Kind, das eine Kommunikation mit den Wesen erfahren hat, aber Lisel und ich – wobei ich nur für mich selbst sprechen kann – Lisel und ich waren erstarrt. Und die Zeit hatte angehalten, und es war, als befänden wir uns augenblicklich in einer Kommunikation mit diesem Wesen. Und die einzige Art und Weise, auf die ich es beschreiben kann, ist, als ob es neurologisch und telepathisch war. Es war wie eine Slideshow von Bildern, die durch meinen Kopf geflutet wurde. Und ich kann mich nicht wirklich zu sehr daran erinnern, was für Bilder es sind. Ich erinnere mich daran, dass das letzte sehr explosionsartig war. Was ich am meisten davon herausgezogen habe, war die emotionale Resonanz, weil da waren so viele Emotionen, die durch mich geflutet sind. Es waren Traurigkeit, es war Freude, es war Euphorie, es war Angst, eine Angst vor dem Unbekannten, die einfach hindurchgeschossen sind.“

Quelle (Übersetzung von mir): Aliens & Artists, 8. Oktober 2020: Emily Trim Part One

Bei ihrem ersten Gang in die Öffentlichkeit (anlässlich der Alien Cosmic Expo 2015) erklärt Emily diesen Teil so:

„Und es ist wirklich schwer, „Zeit“ in diesem Moment zu beschreiben, also weiß ich nicht, wie lange dies alles geschehen ist. Alles was ich euch darüber sagen kann, ist, dass zwei Wesen neben Lisel und mir entlang hüpften. Und… sie waren neugierig. […] Fast so, als würden sie uns nachahmen. Und ganz plötzlich waren sie vor uns. Ich würde sie etwa als auf Armeslänge beschreiben. Und wir waren erstarrt. Und telepathische Bilder begannen durch mein Gesicht zu laufen… Es ist Kommunikation durch die Augen, das ist das einzige, womit ich es wirklich beschreiben kann. Und es war einfach Bild um Bild um Bild. Eines der Mädchen das neben mir stand, sie empfing mehr Kommunikation über die Umwelt, und bei mir war es mehr über den Einsatz von Technologie und positiver und negativer Gebrauch von Technologie.“

In diesem Vortrag sieht man zwei Zeichnungen von Emily. Das Zeichnen ist für sie zum Ventil geworden, um ihre Gefühle und die Botschaften der Wesen zu manifestieren. Emily selbst hat Jahre gebraucht, um die Eindrücke und Empfindungen aus ihrer Kindheit richtig zu sortieren. Es gibt vieles in ihrem Inneren, das weiter in ihr arbeitet, Blockaden, die sie erst umgehen musste und Phasen, in denen es ihr sehr schlecht ging. Es ist, als läge alles mit der Atmosphäre zusammen, die mit dem Auftauchen der Wesen verbunden war, und der mentalen Interaktion, die viele Bilder und Gefühle in ihr abgelegt hat. Durch die Art der Realität, in welcher die Begegnung stattgefunden hat, könnte darüber hinaus weitaus mehr passiert und in den Kindern abgelegt worden sein, als es ihnen allen bewusst war.

Was ist wirklich geschehen?
  • Aussehen der Wesen und des Schiffs

Emilys Wahrnehmung der Wesen macht deutlich, dass es sich bei den Ereignissen um etwas völlig Fremdartiges gehandelt hat, das mit keiner ihrer früheren Erfahrungen vergleichbar war. Da ihr die Möglichkeit einer Einordnung fehlte, versuchte sie das Gesehene nicht zu interpretieren und sich stattdessen auf die damit verbundenen Gefühle zu konzentrieren:

„Es ist interessant, weil ich mich diesbezüglich nicht in der ufologischen Denkart bewegte, als ich heranwuchs. Ich hatte nur Kenntnis in Bezug auf das, was mir selbst passiert war. Sie waren kleiner – folglich, damals als Kind, hatte ich nicht über die Terminologie verfügen können, um sie als „Grey“ zu beschreiben […] Aber ich halte sie für, da sie kleiner gewesen sind, sie waren in meiner Körpergröße, also denke ich, ist der „typische“ Grey wohl das, womit wir es an diesem Tag zu tun hatten. Aber sie waren hell, sie waren strahlend, also hatten sie eigentlich ein durchscheinendes Aussehen an sich. […] Ich schätze, das Wort, das ich verwenden könnte, ist, dass sie eine Aura hatten.“ Quelle (Übersetzung von mir): Aliens & Artists, Emily Trim Part One

Die Abweichungen in den Zeugenberichten lassen sich nicht zuletzt auf diesen Fremdartigkeitsfaktor zurückführen. In den Zeichnungen der Objekte und der Wesen wird die Spanne zwischen Alter, Wissensstand, kognitiven Fähigkeiten und sozialer Herkunft der Kinder noch einmal verdeutlicht. Ein paar von ihnen gaben an, über die Medien bereits mit Außerirdischen und Ufos in Berührung gekommen zu sein (z.B. lief damals schon „Akte X“ im Fernsehen). Ansonsten habe die Thematik für sie jedoch keine Rolle in ihrem Alltag gespielt.

  • Dauer des Vorfalls und Botschaften der Wesen

Emily stellt in den Raum, dass sich an diesem Tag noch weitere Dinge ereignet haben könnten, und auch hierbei gibt es ein paar interessante Übereinstimmungen. Emily spricht häufig über den Faktor „Zeit“, mit welchem sie die merkliche Veränderung in ihrem Erleben und Empfinden zu charakterisieren versucht. Als die Mädchen direkt mit den Wesen konfrontiert waren und aus nächster Nähe von ihnen angestarrt wurden, legte sich eine seltsame Energie über die Umgebung. In einem ihrer Zeichnungen (siehe noch einmal Video der Alien Cosmic Expo 2015) hat sie diese Atmosphäre mit einer Aura oder Lichtblase visualisiert, welche die kleine Gruppe eingehüllt hat:

„Es gibt manche Tage, an denen ich denke, dass es sehr schnell ablief. […] Und dann gibt es manche Tage, an denen ich eigentlich denke, als wäre es… es könnte… viel mehr könnte an diesem Tag passiert sein. Viel mehr könnte an diesem Tag geschehen sein. Also habe ich gemischte Gefühle darüber, über welche Spanne sich diese Zeitdauer tatsächlich erstreckt hat. Weil es ist wirklich hart, wenn du dieses Erlebnis aufarbeitest, wenn du es für so lange Zeit aus deinem Kopf verdrängt hast, und dann diese Tür erneut zu öffnen, um dieses Erlebnis wieder zu erleben. Viele Dinge beginnen durchzusickern, so dass eine Menge Fragen aufzusteigen beginnen. Und ich habe nicht immer die Antworten zu diesen Fragen. Unglücklicherweise bin ich mit einer Menge unbeantworteten Fragen zurückgelassen worden. Ich denke, an diesem Tag ist tatsächlich eine Menge mehr passiert, als die Kinder es eigentlich verstehen. Ich denke, sie verdrängen viele Informationen aus speziellen Gründen, vielleicht um uns einfach in Sicherheit sein zu lassen. […] Ich denke es ist zu viel für uns, um es alles auf einmal in uns aufzunehmen.“

[…]

„Ich kann das sagen, was ich empfunden habe, dass es mir passiert sein könnte. Ich habe keine Ahnung, was der Rest der Kinder, wie sie dieses Erlebnis aufgearbeitet haben, und was ihre Gedanken über das ganze Ereignis ist, aber in meiner Aufarbeitung glaube ich, dass wir zu dem Schiff geholt wurden. Es ist nicht etwas, von dem ich sagen kann, dass es 100%-ig passiert ist, aber im Verlauf meiner Aufarbeitung, und meinem Verstehen darüber, empfinde ich es so, als wären wir geholt worden.“

[…]

„Ich habe diese Antworten nicht. Ich denke, je mehr ich das Erlebnis aufarbeite, desto mehr kommt hervor, je weiter ich fortschreite. Aber ich denke, dass wir geholt wurden. An was ich mich während des Erlebnisses auf den Baumstämmen erinnere, ist, dass eines der Hände nach uns ausgestreckt wurde, also lässt mich dieser Teil meiner Zeugenaussage zu dem Schluß kommen, dass sie nach uns ausgestreckt wurden, um irgendwo hin zu gehen. Aber jedes Kind wird irgendeine andere Erinnerung über das haben, was mit ihnen an diesem besonderen Tag passiert ist, aber das ist meine besondere Erinnerung an die Schilderung.“ Quelle (Übersetzung von mir): Aliens & Artists, Emily Trim Part One

Laut Emily endete alles ganz abrupt: Als die Glocke das Ende der Pause einläutete, waren die Wesen und das Schiff einfach verschwunden, was einen tranceartigen Zustand unterstreichen könnte. Es gibt tatsächlich kaum Zeugen, die das Schiff wegfliegen sahen.

Lisel, die neben Emily stand, stützt Emilys Schilderung, von zwei Wesen mit großen schwarzen Augen angestarrt worden zu sein. Die „Ideen“ bzw. Gedanken waren anschließend einfach in ihr aufgekommen, ohne dass von Seiten der Wesen etwas gesagt worden wäre. Bei Lisel waren es bildhafte Warnungen vor drohenden Folgen, die eintreten könnten, falls die Menschheit ihren bisherigen Kurs beibehalten würde. In der Befragung von John Mack war es das Gefühl, dass die Menschen nicht richtig auf den Planeten und die Luft aufpassen würden. Es war eingebettet in eine Furcht davor, dass die Welt enden könnte. In einem Interview mit Michael Hesemann (Der RUWA-Zwischenfall, Magazin 2000) sagte Lisel zweieinhalb Jahre später, sie habe trotz allem keine Angst vor den Wesen empfunden, da sie ihnen irgendwie ansehen konnte, dass sie harmlos seien. Als sie sich mit anderen Kindern über die Absichten der Wesen unterhielt, kam immer die gleiche Meinung auf – dass es der Versuch einer Warnung war. Die beiden Wesen hätten eine helle Haut gehabt und schwarze Anzüge getragen. Ein Wesen war kahl, während das andere schwarze Haare besessen habe. Bezüglich der Haare fand ich noch eine Bemerkung des Zeugen „Daniel“, der von Cynthia Hind befragt wurde. Die Haare seien sehr glatt gewesen und nicht kraus, wie er es von seinen afrikanischen Mitmenschen kannte.

Der Junge Francis wurde indessen von dem Alien-Wesen fixiert, das sich auf dem Objekt befand und dort sogar gesessen haben soll. Francis hob die Augen des Wesen hervor und glaubt, dass sie irgendetwas mit den Gefühlen zu tun hatten, die daraufhin in seinem Kopf auftauchten. Wie bei Lisel war es die Ahnung, dass etwas Schlimmes eintreten könnte und es mit der Zerstörung unserer Umwelt verbunden ist. Francis bleibt bis heute bei seiner Geschichte und wird wahrscheinlich in Randall Nickersons Dokumentation zu sehen sein.

Das Mädchen Emma gab in den Gesprächen mit John Mack an, etwa drei bis vier Meter von den Wesen entfernt gewesen zu sein. Als sie der Blick eines der Wesen traf, habe sie das Gefühl gehabt, mit ihm mitgehen zu sollen, doch sie wollte das nicht. Laut Emmas weiteren Gefühlen wollten die Wesen uns darauf aufmerksam machen, dass wir unserer Welt Schaden zufügen und nicht zu technologisiert werden sollten.

Das Mädchen Salma gehört ebenfalls zu den Kindern, die ihre Aussagen im Erwachsenenalter wiederholt haben. Dabei äußerte sie allerdings noch mehrere verräterische Details. Der hypnotische Blick des Wesens sei ihr bis heute am meisten in Erinnerung geblieben. Eigentlich war sie in Sorge um ihre Geschwister, doch sie konnte den Blick nicht von den Augen des Wesens abwenden. Wie Emily geht Salma auf das Zeitgefühl und auf eine merkliche Stimmungsänderung in der Umgebung ein. Sie wurde von einem Wesen angestarrt, das sich in einiger Entfernung zu ihr befand.

„Ich habe genau genommen den Blickkontakt mit ihm abgebrochen, weil ich losgehen und nach meinem Bruder und meiner Schwester schauen wollte, die viel jünger waren und in einem anderen Teil des Spielplatzes spielten. Weil ich dachte, wenn ich mich fürchte, dann müssten sie ebensolche Angst haben. […] Aber sobald ich die Hand meiner Freundin losließ und mich von diesem starren Blick abkoppelte, was überhaupt keine leichte Sache war – ich hatte das Gefühl, dass es jedes bißchen Anstrengung und Energie von mir brauchte, und ich glaubte das war der Grund, warum ich mich hinterher so erschöpft fühlte – sah ich es nicht mehr wieder.“

Salma habe sich in ihrem Leben nie mehr so müde und erschöpft gefühlt wie nach diesem Kraftaufwand, der alles von ihr abverlangt hatte. Auf die Frage nach einer telepathischen Botschaft des Wesens antwortet Salma:

„Ich denke… falls ich eine Botschaft erhalten habe, erinnere ich mich nicht daran. Und dass ich mich nicht daran erinnere, bedeutet nicht, dass es nicht passiert ist. Aber ich denke dass der Umstand, dass ich mich von diesem verflechtenden Moment abgekoppelt habe, eine Menge damit zu tun hat. Aber ehrlich gesagt, auf diesen Moment bezogen, weiß ich das nicht. Und ich weiß nicht wie lange dieser Moment andauerte. Ich hätte es dir nicht sagen können. Mein Zeitgefühl war völlig verzerrt. Alles verlangsamte sich, und ich konnte nichts mehr hören. Dies ist ein Spielplatz voller Kinder. Natürlich spielten da Kinder auf dieser Seite, und da waren andere Kinder, die wirklich durcheinander von dem waren, was da vor sich ging, und manche begannen zu weinen. Also gab es dort definitiv Lärm. Aber ich konnte absoulut nichts hören.“

Irgendwann könnte sich Salma den Einsatz von Hypnose einstellen, um die ungeklärten Umstände rund um diesen Tag zu lüften. Dazu müsse sie aber erst die innere Bereitschaft in sich finden und das nötige Vertrauen aufbauen. Salma arbeitet heute übrigens im Bereich des Menschenrechtsaktivismus, ähnlich ist es bei Lisel.

  • Anzahl der Zeugen

Die Zeugenanzahl im Ruwa-Fall wurde bislang mit 62 beziffert. Randall Nickerson hat für sein Filmprojekt „Ariel School Phenomenon“ intensive Forschungen betrieben und weitere Zeugenaussagen gesammelt. Leider ist nicht klar, wann die Dokumentation letztendlich erscheinen wird. Nickerson ließ im Vorfeld schon die ein oder andere Bombe platzen. Die spektakulärste Erkenntnis: Der Pausenhof war anscheinend mit fast allen 250 Schülern gefüllt. Das ist eigentlich ziemlich einleuchtend, weil es sich um eine reguläre Pause gehandelt hat. Der Schulkiosk war besetzt und die Lehrer saßen in ihren Räumen zusammen. Darüberhinaus sollen Szenen des Vorfalls von zwei Lehrerinnen mit angesehen worden sein. Eine ältere Lehrerin ging kreidebleich zurück ins Gebäude, während eine jüngere Kollegin weitaus mehr beobachtet haben will und sich Nickerson gegenüber geoutet hat.

  • Wo sind die Zeugen?

Tragischerweise blieben die Kinder weitgehend alleine mit diesen Dingen zurück. Die emotionalen Auswirkungen der Ereignisse wurden kaum erkannt und die Befragungen drehten sich eher um den Vorfall an sich. Was geschehen war, blieb in den Kindern verschlossen und entwickelte sich zusammen mit ihnen weiter, je älter sie wurden. Auch hier steht Emily exemplarisch für viele andere Kinder. Schulleiter Colin Mackie erinnerte sich sehr eindrücklich an ein Geschwisterpaar, das sich diesem Tag auf dem Pausenhof befunden hatte, und an die Reaktion ihrer streng religiösen Eltern. Sie weigerten sich kategorisch die Schilderungen ihres Sohnes zu glauben oder auch nur über den Vorfall zu sprechen. Es ist klar, dass es sich um Emilys Familie gehandelt hat, deren Eltern als Missionare beschäftigt waren. Auf Emilys Bruder wirken sich die Ereignisse bis heute belastend aus, und das Thema wird fast nie angeschnitten.

Lediglich John Mack benannte die Traumatisierung in vielen der Kinder, mit denen er gesprochen hatte. Das Alter der Grundschüler reichte von etwa sechs bis zwölf Jahren. Laut Zeugenberichten brachen vor allem die jüngeren Mitschüler während des Vorfalls in Tränen aus, weil sie von den Geschehnissen geängstigt wurden. Bei zwei afrikanischen Kindern zeigte sich die Auswirkung des soziokulturellen Hintergrunds ganz deutlich. Die Alien-Wesen erinnerten sie an ein Pendant zu unserem „Schwarzen Mann“, dem Tokoloshe / Tokoloshi.

Darüberhinaus fiel es den Kindern laut John Mack schwer, über ihre Erlebnisse zu reden, weil ihnen bereits ihre Eltern nicht geglaubt hatten. Also hörten sie einfach damit auf, das Thema nochmal in den Mund zu nehmen. In den folgenden Jahren traten die Medien in diese Rolle und schufen ein Klima, in welchem die Glaubwürdigkeit und die psychische Verfassung der Kinder angezweifelt wurde. Man kann es den Zeugen daher nachsehen, wenn sie sich mit so etwas lieber nicht belasten möchten. Für die meisten Kinder lief das Leben weiter, als wäre nie etwas geschehen. Diejenigen, die damals schon etwas mehr im Licht der Öffentlichkeit standen, blieben als Erwachsene weiterhin bei ihrer Geschichte.

Emilys Eltern zogen wegen ihrer Missionarstätigkeit oft um und so ging es bereits Ende des Jahres nach Kanada, wo sie viel Zeit und Energie in das neue Schulsystem investieren musste. Ruwa war erst einmal weit weit weg – aber irgendwie doch nicht so richtig.

Weitere Entwicklung

Emily hatte später noch mindestens eine andere Grey-Begegnung. die sie an einem besonderen Punkt auf ihrem Entwicklungsweg ereilte. Beides waren für sie zutiefst persönliche Erlebnisse. Die Begegnung an der Ariel School hatte jeden auf eine andere Weise in seinem Inneren berührt, und doch war sie gleichzeitig mit einer Botschaft für alle verbunden. Das neuere Ereignis war hingegen spirituellerer Natur und eine Art Reaktion auf ihre damaligen Zweifel und negativen Gedanken. Es beinhaltete einen Grey, der auf ihre Wahrnehmung einzuwirken schien, um ihr etwas zu symbolisieren. Er war in eine helle gelbe Aura eingehüllt. Sein Gesicht verwandelte sich in das eines Löwen und wechselte ständig hin und her.

„Und ich wurde so tiefgreifend davon umgehauen. Es war sehr persönlich. Ich weinte und heulte vor diesem Wesen. Es sagte mir einfach: „Ich bin immer bei dir.“ Dieses Erlebnis löste meinen Ausbruch meiner Kunst aus. Es war einfach wie ein instinktives „Zeichne es heraus“, so dass du es sehen kannst. Und dann einfach diese tröstenden Erinnerungen, dass ich immer bei dir bin. Ich bin immer bei dir.“

[…]

„Es bereitete mich buchstäblich auf den Krieg vor. […] Ich durchlief Angst, Paranoia, und all diese schrecklichen… So wie ich es niemanden wünschen würde. […] Ich fühlte mich als ob… diese beiden Erlebnisse mich definitiv stärker gemacht haben. […] Sie erinnern mich andauernd daran, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Du tust das, was du tun sollst. Mach weiter! All diese positiven Erinnerungen. Und sie sagten mir zu dieser Zeit, dass ich durch ein Feuer laufen würde. Und metaphorisch gesehen ist es das, was ich durchlaufen habe. Sie sagten mir die ganze Zeit, dass „wir“ bei dir sein würden.“

Zu den Botschaften, die in Ruwa an sie übermittelt wurden, sagt Emily:

„Es war so, als würde jemand einfach beständig zu mir sagen: „Benutze deine Stimme. Benutze deine Stimme“. […] Und das war das, was am schwierigsten für mich war, weil ich sagte: „Nein. Ich möchte das nicht.“ Ich wusste nicht, wie ich sonst noch meine Stimme nutzen konnte, denn jedes Mal wenn ich meine Stimme nutzte, wurde ich für verrückt gehalten. Ich würde für geistesgestört gehalten. Die Kunst war wie der einzige Ort, an dem ich ich selbst sein konnte. Der einzige Ort, an dem ich mich selbst ausdrücken konnte, und meine Stimme. Das war dort, wo ich frei wurde.“ Quelle (Übersetzung von mir): Aliens & Artists, Emily Trim Part One

Dieser innere Drang begleitet Emily ihr Leben lang, und sie versucht ihren Teil der Welt ein klein wenig besser zu machen. Doch er zieht sie auch immer wieder dahin zurück, eine Stimme der Ruwa-Kinder zu sein.

Emilys Instagram-Seite & Zeichnungen:

https://www.instagram.com/emily_trim86/

Ein Gedanke zu „Emily Trim und der Ruwa, Simbabwe – Zwischenfall“

  1. Danke auch für diesen höchst interessanten Artikel und die Videos! Schade, dass Michael Hesemann sich nicht mehr mit dieser Thematik beschäftigt.

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