Black Triangles

In der Datenbank des National Reporting UFO Center liegt die Dreicks-Form bei UFO-Sichtungen auf Platz 3  (hinter eher diffusen oder formmäßig unbestimmbaren Lichtern, Platz 1 und kreis- bzw. punktförmigen Objekten, Platz 2). Eine Zusammenstellung von David Marler aus verschiedenen Quellen und Archiven kommt zu demselben Ergebnis. Marlers Spezialgebiet sind Dreiecks-UFOs und die berüchtigten Black Triangles (schwarze Dreiecke). Im Jahr 2013 hat er einen Klassiker über historische Dreiecks-Berichte veröffentlicht (Triangular UFOs – An Estimate of the Situation). Aktuell steht er vor der Mammutaufgabe, bei der Digitalisierung verschiedener Archive mitzuwirken (etwa von CUFOS, NICAP, Dr. Allen Hynek) und sie nach Dreiecken zu durchforsten. Schwarze Dreiecke werden meist mit der belgischen UFO-Welle in Verbindung gebracht, doch es gibt noch weiter zurückliegende Berichte bis hin zu Wellenerscheinungen. Eines scheint klar – Dreieckssichtungen haben in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Oft teilen sich gerade die schwarzen Dreiecke frappierend ähnliche Eigenschaften. Dieser Artikel soll eine kleine allgemeine Zusammenstellung darüber liefern.

Dreiecksobjekte über USS Russell, Juli 2019

Aktuell gibt es ein recht aufsehenerregendes Dreiecks-Video. Im Zuge eines Informationsleaks veröffentlichten Jeremy Corbell und George Knapp drei dokumentierte UFO-Vorfälle, die Teil eines klassifizierten Briefings des Office of Naval Intelligence (ONI) gewesen sein sollen. Im April 2021 wurde durch Pentagon-Sprecherin Susan Gough bestätigt, dass die Aufnahmen von Navy-Mitarbeitern stammen. Allerdings wurden die dazugehörigen Hintergrundinformationen nicht direkt bestätigt, und es gibt keine Angaben darüber, was diese Objekte gewesen sein sollen. Einer dieser Vorfälle bezieht sich auf einen möglichen Zwischenfall im Juli 2019 im Bereich San Diego. Mehrere blinkende dreiecksförmige Objekte sollen über dem Kriegsschiff USS Russell geschwebt sein, die Höhe wurde auf 700 Fuß (ca. 210 Meter) angegeben. Skeptiker verweisen hingegen auf den Bokeh-Effekt, der bei unscharfen Objekten durch die dreieckige Kamerablende entstehen kann. Es ist noch vieles offen und man darf auf weitere Entwicklungen gespannt sein. Das Video gibt es hier:

Historie

Gesicherte Dreieckssichtungen lassen sich bis in die vierziger Jahre zurückverfolgen – und wenn man die verschwommene Quellenlage gelten lässt, sogar bis in die 1880er Jahre. Berichte über militärische Sichtungen und Radarerfassungen tauchten später vereinzelt in den Blue Book-Akten auf. Damals wurden UFOs in der Öffentlichkeit eigentlich noch stark mit dem Bild der fliegenden Untertassen assoziiert. Seit Mitte bis Ende der siebziger Jahre stiegen die Fallzahlen der Dreickssichtungen langsam an. 1975 wurde die erste gut dokumentierte Sichtungswelle in den USA verzeichnet (Lumberton, North Carolina).

Hier gibt es eine kleine Galerie über Sichtungen seit den 60ziger Jahren:

Historische UFO-Sichtungen – Triangular UFOs Through The Years

Bereits hier finden sich viele Eigenschaften der modernen Sichtungen – und das einige Zeit vor der Entwicklung und dem Einsatz der Stealth-Technologie. Eine rein militärische Erklärung für diese Objekte ist daher als recht unwahrscheinlich anzusehen, selbst wenn wir den damaligen Stand der Technik nicht kennen. In der Art ihrer Eigenschaften sind die Dreiecke den späteren Stealth- und Spionageflugzeugen oder Drohnen um Meilen voraus. Wenn irgendein Staat über solch eine außergewöhnlichen Technologie verfügen sollte, haben wir sie bei keinem der militärischen Konflikte der letzten Jahrzehnte im Einsatz gesehen.

Form und Größe

Das Beitragsbild (eine künstlerische Darstellung) zeigt bereits „den“ typischen Vertreter der schwarzen Dreiecke:

„Die meisten davon werden als relativ flach, schwarz, mit hellen weißen Lichtern in jeder Ecke und einem blinkenden oder dauerhaft brennenden roten Licht in der Mitte beschrieben.“ (Conflict Radio)

Natürlich gibt es dahingehend verschiedene andere Variationen. Die Seitenlängen sind oft gleich lang. Abweichend davon kann der Winkel  spitzer verlaufen, eine oder mehrere Kanten abgerundet erscheinen, etc. Die Lichter oder „Scheinwerfer“ befinden sich teilweise anders angeordnet, wie z.B. seitlich des Objekts oder es laufen zusätzlich Lichter an seinen Seiten entlang.

Auffällig ist gerade auch die Größenordnung dieser Objekte:

„Die meisten dieser Dreiecke werden auf eine Länge zwischen 200 (ca. 60 Meter) bis 300 Fuß (ca. 90 Meter) geschätzt, an jeder Seite auf eine Länge zwischen 200 bis 300 Fuß geschätzt.“

Zum Vergleich: Ein Fußballfeld ist je nach Größenrahmen etwa 60 breit und 100 Meter lang!

Groß vs. Klein

Die Phönix-Lichter aus dem Jahr 1997 werden mit einer verwandten Form-Kategorie verbunden, die im amerikanischen als „Chevron“ bezeichnet wird (in Anlehnung an die militärischen Winkelstreifen).

„Dieses „Objekt“, in Ermangelung eines besseren Ausdrucks, wurde mit einer Breite von einer Meile bis hin zu eineinhalb Meilen geschätzt. Und das ist eine konservative Einschätzung. Manche Schätzungen stufen es sogar als größer ein. Also könnte es ein naher „Cousin“ zu manchen dieser Dreiecke sein, weil es lautlos war, es bewegte sich sehr geschmeidig über den Himmel, es hatte diese sehr großen, leuchtstarken Lichter, weiße Lichter, aber was die Größe betrifft, ich meine es ist einfach jenseits von Gut und Böse, vergleichen mit diesen kleinen, 200 oder 300 Fuß langen Dreiecken.“

Der Phönix-Fall addressiert ebenfalls die Gemächlichkeit, die viele dieser Objekte an den Tag legen:

„Wir nennen es den Phönix-Lichter-Fall, aber das ist eigentlich viel weniger der Fall. Denn […] dieses Objekt startete mindestens weit in der nordwestlichen Ecke von Arizona und bewegte sich den ganzen Weg hinunter durch den gesamten Staat, südlich von Tucson, in südöstliche Richtung. Und wenn wir es die Phönix-Lichter nennen, dann suggerieren wir beinahe, dass es nur in Phönix gesehen wurde. Doch in Wirklichkeit durchquerte es den ganzen Staat und wurde von hunderten, wenn nicht tausenden Augenzeugen gesehen.“

Künstlerische Darstellung des Objekts durch den Sichtungszeugen Tim Ley

Das Ascot Park-Objekt war bumerangförmig und besaß ein annähernd gigantisches Ausmaß.

„Sind es einfach nur dieselben Objekte, die gleiche Technologie in einem größeren Maßstab, oder in diesem Fall, in einem kleineren Maßstab? Ich weiß es nicht. Viele Menschen haben […] den berühmten Bentwaters-Zwischenfall zur Sprache gebracht, das war ein dreieckiges Objekt, das als nah am Waldboden befindlich zitiert wurde.“

Hier handelt es sich eher um einen „Zwerg“. Das Objekt vom 26. Dezember 1980 wurde als etwas über 2,5 Meter lang und knapp 2 Meter hoch beschrieben. Es stand auf drei Stützen und wies eine ebenfalls dreieckige Erhebung auf der Oberseite auf. Blaue und gelbe Lichter bewegten sich über die Oberfläche hinweg. Als es nach einiger Zeit lautlos aufstieg, entfernte es sich mit sehr hoher Geschwindigkeit (Kean, S. 192 ff).

„Und können wir also willkürlich alle Dreiecke betrachten und sagen, dass sie gleich sind, dass sie der gleichen Kategorie angehören sollten?  Ich weiß es einfach nicht. Aber die überwiegende Mehrheit ist, wie ich gesagt habe, durchschnittlich zwischen 200 und 300 Fuß lang. Und in einigen Fällen haben wir ziemlich gute Einschätzungen, dass das genau ist, bezogen auf Bäume, bezogen auf Objekte im Vordergrund, im Hintergrund, in denen die Falluntersucher der damaligen Zeit mit einem ausreichenden Grad an Gewissheit beurteilen konnten, dass der Zeuge ziemlich präzise darin war, was er beschrieb.“

Geräusche

„Die meisten von ihnen sind lautlos oder fast lautlos. Aber es hat einige gegeben, die sehr ungewöhnliche Beschreibungen gehabt haben, wie ein Staubsauger, das habe ich bereits gehört. Eines wurde wie folgt in APRO-Akten beschrieben: Es klang wie rauschendes Wasser. Es machte das Geräusch von rauschendem Wasser. Andere haben es beschrieben mit: Es machte ein summendes oder brummendes Geräusch wie ein Transformator, elektrischer Trafo. Über einige von ihnen wurde sogar berichtet, in einigen der früheren Fälle, dass sie ein Dröhnen haben, kein Düsenjägergeräusch, sie waren sehr deutlich in ihren Aussagen, dass es kein Düsenjäger war, aber es machte ein dröhnendes Geräusch. […] Eines wurde sogar so beschrieben, das ist einer der bizarreren Fälle, das war während der 1966er-Sichtungswelle in der Nähe von Wanaque […]. Sie beschrieben ein Dreieck, das gesehen wurde, das in allen Beschreibungen ein schrillendes Geräusch machte. Also, sehr ungewöhnlich. Allerdings, eine interessante Sache, die nicht berichtet wird, wir haben bislang nichts davon in den Aufzeichnungen: Wir haben diese Objekte, die sich offensichtlich mit Überschallgeschwindigkeit bewegen. Aber sie erzeugen keinen Überschallknall.“

Geschwindigkeit und Nähe zu Zeugen

Trotz ihrer schieren Größe ist den Objekten in vielen Fällen eine besondere Behäbigkeit zu eigen. Eine Fluggeschwindigkeit von etwa 10 Meilen die Stunde ist dabei etwa keine große Seltenheit. Die zusätzliche Nähe zu den Zeugen scheint nahe zu legen, dass sie sich bewusst zeigen oder sich nicht sonderlich daran stören, gesehen zu werden:

„Die meisten Zeugen gaben an, dass es sich so langsam bewegte, dass sie gehen und mit ihm Schritt halten konnten. Tatsächlich sagten einige Zeugen während der berühmten Hudson Valley das gleiche aus: Ich konnte den Gehweg entlang gehen und mit diesem Ding Schritt halten. Es unternahm keinerlei Anstalten, um einfach davon zu fliegen.“

Auf der anderen Seite können die Dreiecke auch anders – sie legen dann genau die gleiche unglaubliche abrupte Beschleunigung an den Tag, wie sie bei verschiedenen anderen Objekten beobachtet werden kann:

„Manche der Nein-Sager da draußen sagen: „Nun ja, die Menschen sehen einfach nur dreiecksförmige Blimps (Anmerkung: Kleinluftschiffe).“ Und ich kann nachvollziehen, dass, wenn du so ein tieffliegendes, schwebendes, langsam bewegendes Objekt siehst – ja, dann könnte das ein Blimp sein. Aber andererseits musst du dir die Gesamtheit der Informationen anschauen. Der Polizeibeamte sah am 5. Januar außerhalb von Lebanon, Illinois dieses Dreieck, das sich langsam bewegte, dann stoppt und schwebt, sich dann dreht, aber dann beschleunigt es schnell, buchstäblich in einem Augenblick, und befindet sich nun mehrere Weilen weiter im Südwesten. Blimps verfügen über kein starres Flugwerk, um dieser Art von G-Kraft standzuhalten. Man könnte also sagen, dass dreiecksförmige Blimps manche dieser Berichte erklären, aber mit Sicherheit nicht alle.“

Marler bezieht sich hierbei auf die Massensichtungen aus dem Jahr 2000. Der besagte Polizeibeamte hieß Ed Barton, der schließlich die klassische Black Triangle-Form beschrieb. Die weißen Lichter seien ziemlich hell gewesen und obwohl sie direkt nach unten schienen, trafen sie nicht auf den Grund. Als das Objekt von ihm fortsprang, sah er an der Hinterseite des Objekts einen weißen Lichtstreifen. Andere Polizeibeamte konnte die Sichtung bestätigen und es gab weitere zivile Zeugen. Das Objekt wurde an diesem Morgen in mehreren Städten im südlichen Illinois gesehen, die Sichtungen begannen gegen 4 Uhr nachts.

Eine weitere Variante ist ebenfalls möglich:

„Im umgekehrten Fall […] sagen Menschen aus, dass sie da stehen und nichts sehen, und plötzlich zischt dieses Dreieck ins Sichtfeld und kommt in Sekundenschnelle zum Stehen.“

Der Umstand, dass diese Objekte in den meisten Fällen in extrem niedriger Höhe gesehen werden und es nur eine geringe Entfernung zu ihnen gibt, ruft in einem Beobachter häufig ein äußerst surreales Empfinden hervor. Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen technologischen Fähigkeiten ist es ebenfalls surreal, wie ein so schweres Objekt bewegungslos am Himmel gehalten werden kann, ohne dabei ein besonderes Geräusch zu verursachen – Man kann nur über eine Art Antigravitationsfeld spekulieren:

„Aber es gab auch Zeugen, die mir sagten, dass es so verstörend war, etwas so Großes so niedrig zu sehen, das lautlos war. Einige Zeugen haben mir, während ich sie interviewte, erzählt: Es war so, dass ich dieses Objekt anschaute, und ich einfach darauf wartete, dass es vom Himmel fallen würde. Denn wenn ich so etwas Großes am Himmel sehe, dann macht es irgendeine Art von Geräusch. Und die Tatsache, dass es einfach da saß, eiskalt, lautlos, und einfach dort schwebte – ich hatte das Gefühl, dass es jeden Moment vom Himmel stürzen würde.“

In vielen Fällen starren die Zeugen diese Objekte einfach nur staunend und ehrfurchtsvoll an.

Belgische UFO-Welle

Die Zusammenfassung einiger relevanter Beobachtungen aus der belgischen UFO-Welle ist ebenfalls aufschlußreich (Kean, S. 41 ff).

  • Es wurden nicht ausschließlich Dreiecke gesehen, die meisten Berichte beschreiben jedoch die Black Triangle-Form. Interessant sind überdies ein paar wenige Berichte über einen gigantischen schwebenden „Block“ – ein rechteckiges Objekt mit technisch anmutenden Aufbauten an der Unterseite. Es bewegte sich langsam in geringer Höhe über den Himmel. In einem Fall wurde es als lautlos und mit sehr hellen Scheinwerfern beschrieben, in einem anderen als dunkel, mit einem leisen Pfeifton.
  • Die Objekte legten kein aggressives Verhalten an den Tag und versuchten nicht, sich den Blicken von Zeugen zu entziehen. In einigen Fällen reagierten sie sogar auf Beobachter, in dem sie auf sie zuflogen oder auf das Blinken von Autoscheinwerfern „antworteten“. Elektromagnetische Wirkungen auf die Umgebung wurden nicht beschrieben.
  • Häufig langsame Fluggeschwindigkeit, doch ebenso plötzliche, extreme Beschleunigung. Bei beiden Vorgängen trotzdem Stille oder annähernde Geräuschlosigkeit. Am 30. März 1990 wurde ein F-16-Alarmstart eingeleitet. Die Radardaten zeigten u.a. eine plötzliche Beschleunigung um etwa 1500km/h und eine Höhenänderung von etwa 1200m.
  • In drei Fällen entfernte sich eine rote Lichtkugel aus dem Dreiecksobjekt, die in zwei Fällen wieder zurückkehrte.
  • Problemloses Verharren in der Luft, selbst in verschiedenen schrägen Winkeln oder im senkrechten Stand (!).
  • Während solcher schrägen Perspektiven oder kippenden Flugbewegungen der Objekte sahen Beobachter kuppelförmige Erhebungen auf der Oberseite der Objekte. Manchmal wurden seitliche Lichter und Fenster wahrgenommen.

David Marler kennt Berichte über Fenster an Dreiecksobjekten und bezieht sich hier auf den Fall eines Polizeibeamten im Ruhestand: „Er und seine Frau kehrten eines Nachts spät in der Nacht über die Midlands im Vereinigten Königreich zurück. Und weil sie spät in der Nacht fuhren, da sagte er: Es war noch nicht gespenstisch genug, da war Nebel. Und er sagt: Meine Frau schlief, und ich fahre, und ich sah plötzlich dieses dreiecksförmige Objekt, das über dem Highway vor uns durch den Nebel brach. Und er beschrieb große Aussichtsfenster, die von innen erleuchtet waren und Licht nach außen warfen. Und […] er sagte: Ich konnte Gestalten sehen. Und er gab an, und ich habe diesen Gentleman einige Male interviewt, er ist so unerschütterlich, wie ein Zeuge nur sein kann, ein erfahrener, pensionierter Polizeibeamter, er sagte: David, ich sage nicht, dass es Aliens waren, ich sage nicht, dass es Menschen waren, alles was ich dir sagen kann, da war ein „Humanoider“, in Ermangelung eines besseren Ausdrucks, in diesem Fenster, der offensichtlich nach außen schaute, und da waren einige andere, die sich dort herumbewegten. Ich konnte die Silhouetten ihrer Köpfe sehen, Schultern, Arme, Torso, Beine. Ich weiß nicht, ob es Außerirdisch war, ich weiß nicht, ob es Menschlich war. Aber ich kann dir nur sagen, was ich beobachtet habe.“

Beleuchtung

Eine Beobachtung, die in der belgischen UFO-Welle für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte, war die Beleuchtung der Objekte. Die weißen „Scheinwerfer“ wurden damals oftmals als sehr hell beschrieben. Sie konnten ein Feld wie taghell beleuchten. Trotzdem fiel ihr Licht nicht immer auf den Boden, als wäre ihr Licht beinahe wie ein solider Strahl, dessen Länge reguliert werden kann.

„Entgegen der landläufigen Meinung gibt es Variationen in den Beleuchtungsmustern dieser Dreiecke. Das charakteristischte sind die Lichtpunkte an jeder Spitze mit dem roten Licht im Zentrum. Aber in vielen der Zeugenberichte, die ich habe, gibt es keine Lichter. Sie sind völlig dunkel. Und die einzige Weise, auf die der Zeuge es sehen konnte, war, dass z.B. gerade Vollmond war und die Sterne am Himmel standen, und sie sahen einfach wie der Himmel von diesem schwarzen Dreieck ausgeblendet wurde. Es flog lautlos über ihn hinweg.“

Doch was haben diese spezifischen Objekte hier zu suchen? Die Motivation dieser Überflüge wird manchmal mit dem Flugverhalten und der Struktur der Objekte in Verbindung gebracht. Tiefflug, die langsame Geschwindigkeit und die Dreieckslichter – ähnlich wie bei einer Triangulation – könnten eine Beobachtungs, – Messungs- oder Kartierungsmission nahelegen: Scannen, das Terrain analysieren, etc. Dreiecksobjekte sind ebenfalls über militärisch sensiblem Terrain, Kraftwerken etc. beobachtet worden: Die 2000er Sichtungen im südlichen Illinois in Reichweite der Scott Air Force Base, die mit dem U.S. Air Mobility Command den globalen Transport der amerikanischen Truppen koordiniert. Die berühmten Hudson Valley Sichtungen in Nähe der Stewart Air Force Base, etc. Christopher Mellon, ehemaliger US Deputy Assistant Secretary of Defense for Intelligence kennt u.a. entsprechende Berichte von Golfkriegsveteranen und drückt es aus militärischer Sichtweise folgendermaßen aus: Die Objekte verhalten sich wie ein Gegner, der einen zukünftigen Angriff plant und jeden Zentimeter des Schlachtfelds kennen möchten.

 Motivation der Objekte und das Militär

Dreieckssichtungen haben in den letzten Jahrzehnten erkennbar zugenommen. Seit der Veröffentlichung des New York Times-Artikels über das AATIP-Programm im Dezember 2017 kam vieles ins Rollen – Videos der Navy leakten, wurden bestätigt und neue Leitlinien eingeführt, wie mit der Sichtung unbekannter Flugobjekte verfahren werden soll:

„Ein kleine Bemerkung im Kommentar des Navy-Sprechers, die von den meisten nicht beachtet wird, und ich kann dir sagen, meine Augenbrauen haben sich nach oben bewegt, und die Haare in meinem Nacken stellten sich auf, sie besagte: Einer der Gründe, warum wir das tun, ist aufgrund der vermehrten Häufigkeit von Sichtung dieser UAPs innerhalb von militärischen Operationsgebieten. […] Warum jetzt? Warum erkennen sie das Phänomen an? Warum kommen sie jetzt mehr damit an die Öffentlichkeit und sprechen darüber? Warum veröffentlichen sie jetzt DoD-Videos? Wir müssen diese Frage stellen, und ich denke, der Navy-Sprecher hat uns einen Einblick darin gegeben, als sie erklärt haben: Aufgrund der ansteigenden Häufigkeit.“ (Somewhere in the Skies)

David Marler hält Kontakte in diese Bereiche und für ihn ist klar, dass keine Regierung oder militärisch-geheimdienstliche Organisation über diesen Punkt hinwegschauen kann:

„Wenn sie erkennen, dass diese Dinge wirklich real sind – es gibt eine objektive Realität dieser UFOs oder UAPs – wenn sie sich ohne unser Wissen durch kontrollierten Luftraum bewegen, wenn sie eine Form von Technologie benutzen, die wir nicht verstehen können, […] wenn sie erkennen, dass es ein echtes Phänomen gibt, was so ziemlich bestätigt worden ist, seit der New York Times Artikel erschienen ist, dann muss es als – und das ist das Schlüsselwort, Leute – als „potentielle“ Bedrohung aufgefasst werden. […] Wenn man UFO-Berichte geschichtlich betrachtet, dreicksförmige UFOs oder anderweitige, scheinen sie – mit seltenen Ausnahmen – nicht offen feindselig zu agieren. […] Aber, da wir nicht wissen, mit was wir es dabei zu tun haben, da wir nicht wissen, welche Variablen dabei im Spiel sind, wir wissen nicht, ob – sagen wir, morgen, oder in einem Monat, oder in einem Jahr – diese Dinge in einen anderen Gang wechseln und einen völlig andere Herangehensweise annehmen könnten. Und wenn du dich in innerhalb des militärischen Verteidigungsnetzwerks in einer verantwortlichen Position befindest, wenn du Teil des Geheimdiensterbunds bist, dann musst du diese Möglichkeiten in Betracht ziehen und über Notfallpläne verfügen, wie du damit umgehst. […] Und warum sollte es bei UFOs oder UAPs darin anders sein, wenn man bedenkt, dass wir nicht wissen, um was es sich dabei handelt?“ 

Offene Fragen

Die Thematik ist sehr umfangreich und es bleiben viele weitere Fragen offen. In manchen der historischen Berichte sehen die Zeugen zunächst ein nicht-dreieckiges Objekt, das seine Form verändert und zu einem Dreieck wird – oder umgekehrt. Vereinzelt spaltet sich sogar ein Teil ab – ein Dreieck teilt sich in zwei. Zwei Dreiecke werden zu einem. Es werden kleine Objekte ausgestoßen oder aufgenommen.

Die Verbindung  zwischen schwarzen Dreiecken und Entführungen ist unklar. Laut Marler gibt es zwar einige Berichte über Entführungen und sogar über eine Art von telepathischer Kommunikation mit den Zeugen, doch sie machen noch einen kleinen Anteil aus. Die historische Auswertung älterer Fallberichte gestaltet sich als schwierig, da die Entführungsthematik nicht in dem Maße bekannt war und sich die verschiedenen Quellen hauptsächlich auf die Sichtungen konzentrieren.

Manchmal wird darüber spekuliert, ob die Objekte über eine Form von Stealth-Vorrichtung verfügen könnten, wie z.B. durch die Projizierung des Himmels an ihrer Unterseite. Klar ist, dass die Objekte nicht leicht wahrzunehmen sind, wenn sie ohne Beleuchtung fliegen, und so schnell beschleunigen können, dass ihr Erscheinen oder Entfernen kaum wahrgenommen werden kann – die Zeugen sehen einfach einen Strich und in der nächsten Sekunde ist es verschwunden.

Quellen:

  • Conflict Radio – Episode 67 The Triangular UFO Phenomenon & More with David Marler (05.02.2021). Deutsche Übersetzungen von mir

  • Somewhere in the Skies: The Black Triangles (08.03.2021). Deutsche Übersetzungen von mir

  • Kean, Leslie: UFOs – Generäle, Piloten und Regierungsvertreter brechen ihr Schweigen. Kopp, 2012.

2 Gedanken zu „Black Triangles“

  1. Es heisst, das Pentagon wird im Juni seine Erkenntnisse über die zunehmenden Ufo- Sichtungen veröffentlichen. Auch in Deutschland berichten die Medien seit Tagen darüber. Ob es wirklich dazu kommt? Man darf mehr als gespannt sein.

  2. Ja, das sind wirklich beispiellose Entwicklungen und so langsam verliert man schon den Überblick :-s Es ist einfach zu viel rausgekommen und der öffentliche Druck ist zu groß geworden, so dass die USA keine fadenscheinigen Erklärungen mehr abliefern können. Es ist erfreulich dass man auch hierzulande in punkto Medienberichterstattung langsam aus dem Dornröschenschlaf erwacht und dabei größtenteils auf die üblichen albernen Kommentare verzichtet 😀

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