UFOs und Amnesien: Drei Fallbeispiele

Der Ufo-Zwischenfall in Ascot Park (Ohio, 1974) hat mich nicht mehr losgelassen, und so habe ich mich daran erinnert, dass Preston Dennett ein Video zu genau der gleichen Thematik gemacht hat. Die drei Fallbeispiele haben eines gemeinsam: Es gab mehrere Zeugen, ein sich näherndes Objekt und völlig atypische, „trancehafte“ Reaktionen der Beteiligten, die in einem teilweisen oder vollständigen Vergessen der Ereignisse mündeten. Die Erinnerungen kamen nach auslösenden Triggern als Flashbacks zurück. Auf die damaligen Umstände angesprochen, konnten sich einige der der Beteiligten an Teile der Sichtungen erinnern, andere wiederum an überhaupt nichts mehr. Die drei Fälle stammen aus einem älteren Buch von Dennett: „Extraterrestrial Visitations: True Accounts of Contact“, von dem es leider noch keine Kindle-Version gibt.

Zwei dieser Fälle trugen sich im Umkreis von Ann Arbor, Michigan zu. Diese Gegend scheint in den sechziger Jahren immer wieder ein Hotspot für UFO-Sichtungen gewesen zu sein.

Fall 1

Im Jahr 1962 war Rob Baldwin 16 Jahre alt. Damals machten gerade Geschichten über mysteriöse Flugobjekte rund um seine Heimatstadt die Runde. Einige Leute nahmen das zum Anlass, um nachts mit ihren Autos rauszufahren und den Himmel zu beobachten. Rob und drei seiner Kumpels wollten ebenfalls ihr Glück versuchen und landeten irgendwann auf einer sehr abgelegenen Straße nahe dem ländlichen Städtchen Canton. Sie stellten ihren Wagen mitten auf der Fahrbahn in einer natürlichen Senke ab, so dass der Blick auf den klaren Nachthimmel durch kein Umgebungslicht gestört wurde. Es war eine klassische heiße Sommernacht und ungefähr gegen Mitternacht.

Die folgenden Geschehnisse entstammen aus einem Audiomitschnitt mit Robs eigenen Schilderungen (alle Übersetzungen von mir):

„Wir sitzen also im Auto, unterhalten uns einfach nur und waren schätzungsweise gerade 10 Minuten da. Und dieses strukturierte Schiff kam über der Mitte der Straße heruntergeschwebt, und es war ungefähr 3 Fuß (ca. 1 Meter) über der Straße, einfach mitten auf der Straße. Und es sah wie ein riesiges Ei aus. Also, dieses Schiff, ich bezeichne es als „Schiff“, weil ich natürlich weiß, dass es kein Ei war. Und es war es war von Kopf bis Fuß wohl so etwa 9 bis 10 Fuß (ca. 3 Meter) groß, mit dem breiteren Teil an der Unterseite, so wie man es auch bei einem gigantischen Ei sehen würde. Von einer Seite zur anderen ungefähr 5 Fuß breit. Nun, dieses Ding hatte die unglaublichsten Farben, ich meine, da waren die wunderschönsten Rots, und Gelbs, und Golds, und Oranges und so etwas. Die Grundfarben des Farbspektrums, alle perfekten Repräsentationen jeder Farbe im Spektrum.

Preston Dennett: Glowing Egg

Nun, diese Farben schwebten umher, irgendwie wie Kleckse, und über die ganze Oberfläche dieses Dings. Und alle berührten einander. Aber sie vermengten sich nie miteinander, so dass eine Farbe in eine andere überlaufen würde. Die Grüns und z.B. die Blaus waren zusammen und sausten irgendwie zusammen umher und alle behielten ihre Intaktheit bei. Sie schwebten über der Oberfläche dieses Schiffs und bestimmten im Grunde, was die Form dieses Schiffes war. Es war selbstleuchtend, aber es war nicht etwa wie ein großes, helles Licht, es war einfach ein Licht auf dem Schiff selbst. Kein Licht traf jemals wirklich auf den Boden. Also war es eine selbstbeleuchtende, sehr eingeschränkte Lichtquelle. Ich entschied mich das Auto zu starten und mich dem Objekt zu nähern. Nun war dieses Objekt wohl nur ungefähr 30 Fuß (zwischen 9 und 10 Meter) von dem Auto entfernt. Es befand sich buchstäblich direkt vor uns, und jeder von uns sah es.“

Einem Impuls folgend startete Rob den Wagen und fuhr auf das Objekt zu. Daraufhin zog sich das Objekt vom Rand der Senke zurück. Dieses Verhalten wird häufiger in Fallberichten beschrieben. Wenn ein Zeuge beispielsweise auf ein Objekt zugeht, schwebt es einfach ein paar Meter in die entgegengesetzte Richtung davon, bleibt stehen, bewegt sich wieder ein Stück zurück usw. Wenn man ihm zu sehr auf die Pelle rückt, hebt es irgendwann ab und verschwindet, so auch in Robs Fall – Als er den Wagen beschleunigte, schoss das Objekt über der Straße davon wie eine „Kanonenkugel“.

Doch nicht nur die Umstände der Sichtung trieben Rob um. In seiner Erinnerung klaffte ein Loch. Der restliche Ausgang der Nacht lag nach dem Verschwinden des Objekts im Nebel. Und nicht nur das: Das Erlebnis wurde in den nachfolgenden Wochen und Monaten kein einziges Mal mehr angesprochen. Es wurde eigentlich überhaupt nie mehr darüber gesprochen. Selbst Rob „vergaß“ es. Rob vergleicht es damit, dass das Erlebnis irgendwo in seinem Inneren eingelagert wurde. Es war so, als hätte es niemals stattgefunden, aus seinem Gedächtnis verschoben. 25 Jahre später kamen die Erinnerungen spontan zurück – alles war mit einem Schlag wieder da. Natürlich reizte Rob die Frage, was seine alten Kumpels zu den Ereignissen in jener Nacht beitragen konnten. Bei einem Klassentreffen ergab sich endlich die passende Gelegenheit dazu.

Einer der Freunde erinnerte sich an überhaupt nichts – er bestritt sogar, dass der Vorfall jemals passiert war. Der zweite konnte sich zwar an Teile davon erinnern, hielt das Erlebnis jedoch für eine Art Scherz, weil da „Typen“ gewesen seien, die sich ihnen von der Seite der Straße genähert und dabei so etwas wie Taschenlampen getragen hätten. Rob war geschockt, weil er nichts über irgendwelche Gestalten wusste, sondern einfach den Wagen gestartet hatte. Der dritte Kumpel bestätigte schließlich Robs anfängliche Version – Ein Objekt sei in der Nähe des Wagens herabgeschwebt und wäre wie ein Beobachter vor ihnen in der Luft gesessen. Doch es gab eine erhebliche Abweichung: Alle vier seien aus dem Wagen gestiegen und hätten das Objekt von der Straße aus angeschaut, wären dann aber auf das Feld neben der Straße gegangen. Das Objekt sei ihnen gefolgt und auf dem Feld direkt über ihre Köpfe geschwebt. An diesem Punkt brachen seine Erinnerungen ab. Er wusste nichts mehr von Robs Versuch, dem Objekt mit dem Wagen zu folgen oder wie sich das Objekt am Ende entfernt hatte.

Hier haben wir es also mit einem Fall zu tun, in dem die Zeugen verschiedene bruchstückhafte Erinnerungsversionen aufweisen. Robs Ausgangserinnerung schien zunächst die komplette Geschichte dieser Nacht abzubilden, bis sie durch die zusätzlichen Bruchstücke seiner Freunde erweitert wurde. Die Erlebnisse blieben in jeder Wahrnehmung anders repräsentiert, als wäre das Bewusstsein der Zeugen zwischendurch einer Veränderung unterlegen. Unterschiedliche Erinnerungsblöcke sind ein möglicher Hinweis auf weitergehende Erfahrungen. Dieser Fall bildet dahingehend ein sehr anschauliches Beispiel.

Fall 2

Das Städtchen Pinckney liegt zufälligerweise gerade mal dreißig Meilen von Canton entfernt. Im September des Jahres 1978 kam es im Zuge einer Sichtungswelle zu einer Kette von Ereignissen, die einige Parallelen zur Aston Park-Sichtung aufweisen, was z.B. die Anzahl der potentiellen Zeugen und die ungeheure Größe des Objekts betrifft. Der Zeuge „Jay“ war zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre alt. Erneut machten Geschichten über Objekte am Himmel die Runde. Die Gegend um ein Farmhaus wurde als heißer Tipp gehandelt. Der ansässige Farmer hatte angeblich so viele regelmäßige Sichtungen gehabt, dass man fast schon die Uhr danach stellen konnte. Als Jay und sein Kumpel die Szene erreichten, erwartete sie dort eine regelrechte Jahrmarktatmosphäre – die Straßenränder waren mit geparkten Autos vollgestopft und bis zu 300 Leute stromerten in den Feldern umher. Sogar ein lokaler Nachrichtensender war an diesem Abend anwesend, um Interviews mit einigen der Schaulustigen zu führen. Bald darauf schob sich tatsächlich ein gigantisches Objekt über den Himmel. Die Beschreibung aus Jays Sicht ist wie folgt:

„Ungefähr 15 Minuten, nachdem wir dort angekommen waren, bewegte sich direkt aus südlicher Richtung, auf gleicher Linie mit dem Feld dieses Typens etwas heran, das wie ein Gitternetz aus vierzig verschiedenen Flugkörpern aussah. Ich schätze, man kann sie als Flugkörper bezeichnen: Sich drehend, sie bewegten sich irgendwie als ein Ganzes. Ich erinnere mich daran, dass sie rot waren, und gelb, und ihre Farbe irgendwie marmorierte, beinahe wie bei einer Lava-Lampe.“ (Dieses Merkmal ist den Farben des Objekts  aus Fall 1 recht ähnlich. )

Die Menschenmenge reagierte darauf, indem sie kollektiv und still nach oben starrte. Eine ungewöhnliche Ruhe schien sich über alle Beteiligten zu legen:

„Niemand flippte aus und sagte: „Ooh!“ oder „Aah!“, sogar ich nicht. Es war wie eine Art hypnotische Wirkung, in der Form von: „Oh, das ist schön.“ Dann gingen die Leute zu ihren Wägen und fuhren weg. Als ob es nichts Besonderes wäre. Man würde denken, dass sie deswegen ausflippen würden. Es war eines der größten Dinge, mit dem ich je in Berührung gekommen bin. Aber wir wurden müde und fuhren weg. Sie waren immer noch dort, als wir wegfuhren. Aber wir scherten uns nicht mehr darum.“

Man fragt sich, woran sich 300 Menschen kollektiv im Nachhinein erinnert haben – Wenn sie sich überhaupt an etwas erinnern, außer zu den Feldern hinausgefahren und irgendwann Zuhause gelandet zu sein. Das absolut unnatürliche Verhalten erinnert abermals an einen trancehaften Zustand, der sich mit dem Erscheinen des Objekts breitgemacht hat. Wieder haben weder Jay noch sein Freund das Objekt kommentiert, als sie es sahen, und es wurde auch im Nachhinein nicht darüber gesprochen.

Für Jay waren die Vorkommnisse des Abends damit noch lange nicht vorbei. Nachdem er seinen Freund abgesetzt hatte, sah er auf Höhe der Baumkronen ein kleineres Objekt schweben, das Lichtstrahlen in den darunterliegenden Wald warf. Acht Meilen von seinem Zuhause entfernt – es war ein abgelegenes Waldgebiet und eine sternenklare Nacht – hatte Jay eine erneute Begegnung mit dem riesigen Objekt. Zuvor war er sich nicht ganz sicher gewesen. Die Einzelobjekte hatten sich zwar im Gleichklang bewegt, aber Jay hatte keine größere Struktur in ihnen erkannt. Jetzt war es ein ungeheurer rechteckiger Block, der sich über den Himmel heranschob und die Sterne verdeckte. Es wurde plötzlich immer dunkler. Jay hielt den Wagen an und stieg aus. Das Objekt war nur etwa 150 Fuß (ca. 45-50 Meter) über ihm:

„Meine erste Reaktion war: „Das ist großartig! Komm her!“ Dann kam es näher und ich begann zu begreifen wie verdammt groß es war. Ich meine, dieses Ding hätte unser Feld in den Schatten gestellt. Ich glaube, man hätte 30000, 40000 Menschen in dieses Teufelsding stecken können. Es war als hätte man irgendein großes Gebäude, wie das Gebäude der Vereinten Nationen, auf die Seite gelegt und über deinen Kopf gehalten – bereit, es fallen zu lassen. Dieses Ding war größer als ein Schlachtschiff. Dieses Ding fiel auf mich herab, und dann war es gar nicht mehr lustig. Ich begann eine unheimliche Angst zu bekommen.“

Das Objekt hatte sich nun auf 100 Fuß (ca. 30 Meter) herabgesenkt. Jay konnte ein leichtes summendes Geräusch vernehmen. Über seinem Kopf spielte sich eine Art Lichtshow ab: Farben in gelb, rot, blau und grün leuchteten auf und bewegten sich ohne festes Muster über die Oberfläche. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als ehrfurchtsvoll hinauf zu schauen. Eine elektrische Spannung breitete sich in der Luft aus und all seine Haare stellten sich auf. Mit einem Mal trat aus dem Zentrum des Objekts ein weiß-bläulicher Strahl aus und tauchte Jay darin ein. Er empfand ihn als seltsam solide, stark und intensiv, als würde er gleichzeitig wie Rötgenstrahlen durch seinen Körper hindurchgehen. Jay verglich es mit einem Scannen oder einem Fluss von Informationen. Der Vorgang dauert lediglich ein paar Sekunden. Anschließend verschwand der Lichtstrahl und das Objekt stieg langsam auf. Das Summen verstärkte sich und es bewegte sich weiter.

An diesem Punkt hatte Jay keine Missing Time-Erfahrung gehabt, aber als er Zuhause angekommen war, hörte er das summende Geräusch nach einiger Zeit erneut und verfiel in einen trancehaften Zustand. Als er sich irgendwann daraus losreißen konnte, verhielt er sich ungewöhnlich passiv. Er versuchte nicht einmal aufzustehen und draußen nachzusehen. Jay hat keine weiteren Erinnerungen an diese Vorfälle, doch im Laufe seines Lebens kam es immer wieder zu Ufo-Sichtungen – besonders in Verbindung mit seiner Tätigkeit in der Army, durch die er an einigen interessanten Orten stationiert war, wie z.B. in Gulf Breeze.

Fall 3

Auch „Jack“ wuchs in einem Farmgebiet auf, allerdings in einer anderen Ecke – in Nampa, Idaho. Im Jahr 1972 war Jack zwölf Jahre alt. Autokinos waren damals eine beliebte Form der Freizeitgestaltung, und so fuhr ihre Mutter eines Abends mit ihm und seinem jüngeren Bruder zur Spätvorstellung. Allerdings kam in dieser Nacht schlagartig starker Nebel auf, sodass die Veranstaltung gleich zu Beginn abgebrochen werden musste. Das Zuhause war nicht weit entfernt, aber aufgrund des Nebels war die Fahrt zurück sehr mühsam und ging ziemlich langsam voran. Mit einem Mal stoppte die Mutter den Wagen. Sein jüngerer Bruder befand sich neben ihr auf dem Vordersitz, und beide begannen über ein Stinktier zu reden, das sich vor ihnen im Scheinwerferlicht befand – ein mit drei Fuß (etwas über 90cm) extrem großes, gepunktetes Stinktier. Doch Jack konnte überhaupt nichts sehen.

So wie er sich auch anstrengte und seinen Kopf hin und her bewegte – Jack erkannte absolut nichts, erst recht kein solch seltsames Geschöpf wie ein übergroßes gepunktetes Stinktier. Seine Mutter und sein Bruder starrten weiterhin gebannt auf die Stelle, als ein Licht auftauchte und sich dem Wagen näherte. Die Mutter rief aus, dass da ein Sprühflugzeug auf sie zukam, und der Bruder stimmte mit ein. Für Jack sah es jedoch ganz und gar nicht wie ein Sprühflugzeug aus. Das Auto wurde in Licht gebadet, und Jack erfüllte ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Ihn überkam ein Gefühl der Angst, weil er nicht wusste, was mit ihm passierte. Doch das Licht knipste sich abrupt aus – Jack erinnert sich nur noch daran, dass er benommen da saß, sein Bruder sich grinsend zu ihm umdrehte und sagte: „Siehst du? Ich habe dir doch gesagt, dass es ein Sprühflugzeug war!“

Die restlichen Ereignisse waren ebenfalls recht ominös. Der Nebel löste sich auf und die Mutter fuhr einfach weiter. Zuhause stellte Jack fest, dass es sehr viel später war, als es eigentlich möglich sein konnte – die Morgendämmerung setzte schon ein. Anstatt diesen Umstand zu kommentieren und auf die Uhrzeit einzugehen, schickte seine Mutter sie ohne Umschweife ins Bett. Für Jack handelten beide so unnatürlich wie Roboter, und er selbst erinnert sich auch nur noch daran, direkt ins Bett gegangen und zusammen mit den anderen am Nachmittag aufgewacht zu sein. Sogar diese ungewöhnlich späte Uhrzeit blieb umkommentiert. Und auch sonst wurde nie mehr über die Vorfälle der letzten Nacht gesprochen – alles war vergessen. Da dieses Merkmal in Verbindung mit einer anschließenden Amnesie so häufig auftritt, hat Preston Dennett einen humorvollen, treffenden Ausdruck dafür gefunden – „Die Ruhe nach dem Sturm“.

In den folgenden Jahren tauchten in den Feldern der Familie wiederholt Kornkreise auf – der größte mit einer Ausdehnung auf über zwei Morgen Land. Die Tiere mieden die Stellen und ein Erzeuger der Kreise konnte nie gefunden werden. Als ihm die Weisheitszähne entfernt wurden, fand der Zahnarzt ein Objekt unter einem der Zähne, das er sich nicht erklären konnte. Im Jahr 1997 löste ein ähnliches Ereignis einen Flashback aus – Jack hatte beim Essen so unglücklich gekaut, dass einer seiner Molaren auseinanderbrochen war. In diesem Moment brach eine Flut von Erinnerungen über ihn ein, und er fühlte sich wie in die Zeit zurückversetzt, als er zwölf Jahre alt und mit seiner Familie auf dem Rückweg vom Autokino war. In der aufgekommenen Erinnerung wurde der Wagen von einem Lichtstrahl getroffen, und Jack verspürte das Gefühl der Angst und der Schwerelosigkeit. Aber jetzt schwebte er durch das Wagendach hindurch und wurde zu einem wartenden Objekt gezogen.

Im Folgenden entwickelte sich ein komplexes Szenario. Jack lag auf einem metallischen Tisch und war nicht richtig dazu in der Lage, die übrigen Wesen im Raum zu erkennen. Sie standen um ihn herum und es lag eine telepathische Verbindung vor. Er bekam mit, wie sie die nächsten Schritte untereinander diskutierten und aushandelten. Als er Sorge um seine Familie äußerte, teilten sie ihm mit, dass es ihnen gut ginge und sie ihn bald zu ihnen zurückbringen würden. Ein Instrument wurde in seinen Mund eingeführt, ein anderes erzeugte Energiestöße, die von den Fußsohlen ausgehend die Beine hochwanderten. Später würde Jack manchmal ein Kältegefühl in seinen Beinen verspüren. An einem Punkt fand eine Form von Informationsfluss statt. Jack schwebte im Lichtstrahl zum Wagen herab und landete wieder auf dem Rücksitz. Sein Bruder drehte sich grinsend zu ihm um und sagte: „Siehst du? Ich habe dir doch gesagt, dass es ein Sprühflugzeug war!“

Es stellt sich die Frage, wie häufig Entführungen und Ufo-Nahsichtungen eigentlich sind. Wie oft sind sie im Gedächtnis verlagert, weil sie mit anderen Bewusstseinsschichten verbunden sind – einem veränderten, trancehaften Zustand, der durch eine mentale Einwirkung entsteht? Mit einer telepathischen Manipulation, die ein übergroßes Stinktier im Geist erzeugt und das verdeckt, was dahinter steckt – ein ganzes Erlebnis oder wie in Jacks Fall, fünf verlorene Stunden. Sein Bruder erinnerte sich an nichts mehr, seine Mutter erinnerte sich an das Stinktier und das Sprühflugzeug. Sie erinnerte sich auch daran, dass es frühmorgens war, als sie nach Hause kamen, und sie hatte sich all die Jahre gefragt, warum sie mit ihren Jungen so lange weg gewesen war.

Ein Gedanke zu „UFOs und Amnesien: Drei Fallbeispiele“

  1. Das Objekt in Fall 2 muss ja von der Grösse her schon ein Mutterschiff gewesen! Wundert mich, dass es so tief herabgekommen ist, aber okay – es waren ja etwa 300 Personen anwesend. Erinnert mich an das „Riesenteil“ am Ende von Spielbergs „Close Encounters of the third kind“. Immer noch mein Lieblingsfilm zum Thema. Aber die Mini-Serie „Taken“ finde ich auch sehr gut.

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