Außerkörperliche Erfahrungen und Entführungen: Erste Schritte (stalker)

In dieser Artikelreihe stellen wir unsere eigenen Erlebnisse auf dem Gebiet der außerkörperlichen Erfahrungen (OBE’s) vor. Diese Aufstellung soll gleichzeitig ein Versuch sein, um ein paar gemeinsame Elemente und Unterschiede zwischen Alien-Entführungen, Kontakten und außerkörperlichen Zuständen zu beschreiben. Aus „Abductee-Perspektive“ scheint hinter alldem eine zugrundeliegende Basis zu bestehen. Viele Phänomene und Eigenschaften, die die Alien-Wesen an den Tag legen, könnten sich vor dem Hintergrund einer höheren Realität erklären lassen, in die wir alle eingebettet sind. OBE’s und Astralreisen sind möglicherweise ein Weg, um diese höhere Identität zu erleben. Und für diejenigen, die es erleben, stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Natur des Bewusstseins.

Wir können dabei natürlich nur unsere eigenen subjektiven Beobachtungen und Meinungen widergeben, die sich nicht bis ins Detail mit den Erlebnissen anderer decken müssen. Deshalb sind wir für Feedback, eigene Erfahrungen oder für die Bestätigung von einzelnen Erlebnissen dankbar (als Kommentar oder unter contact@abduction.de)

Für die Neulinge fangen wir erstmal ganz am Anfang an – Mit den ersten Schritten und dem Herantasten an den außerkörperlichen Zustand. Zunächst beschreibe ich aus meiner Sicht, wie ich überhaupt mit der Thematik in Berührung gekommen bin und wie es sich anfühlt, in den außerkörperlichen Zustand überzuwechseln. Später kommen noch Artikel hinzu wie: Die Beziehung zwischen der außerkörperlichen und der „materiellen“ Welt, Reisen an nähere und irdische Orte, Reisen in höhere Astralbereiche, die Begegnung mit anderen Wesen, Geistern und Greys sowie mit seltsamen weiteren Erscheinungen.

Ich denke dass jeder Mensch in seinem Leben in irgendeiner Form mit außerkörperlichen Erlebnissen und ähnlichen Erscheinungen in Berührung kommt, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein. Über außerkörperliche Erfahrungen hatte ich zuvor schon einiges gehört und gelesen. Ich habe aber erst verstanden, wie es sich anfühlt, als ich es selber bewusst erlebt habe, und diese ganz persönlichen Empfindungen haben mir kein Buch und keine Erzählung so richtig vermitteln können. Dadurch wurde mir auch klar, dass ich in der Jugend schon OBE-Erfahrungen gehabt habe (Schwingungen, manchmal verbunden mit Lähmungen) die ich damals nur nicht richtig verstehen konnte.

Bis heute erstaunen mich bei OBE-Erfahrungen und Entführungen die Ähnlichkeiten in den einzelnen Beschreibungen – Angefangen von der Einleitung der Ereignisse bis hin zu den Beobachtungen und Empfindungen, die jede weitere Stufe begleiten. Ich wurde von einigen Personen darauf angesprochen, ob es sich bei Entführungen nicht einfach nur um OBEs handelt. Für mich sind es getrennte Erfahrungen, die dennoch eine Art Verbindung zueinander aufweisen. Entführungen haben meiner Ansicht nach einen materiellen Ursprung. Aber auf der anderen Seite weisen sie ein großes geistiges Element auf – etwa in Form von Telepathie, der Manipulation des Bewusstseins und der besonderen Aura oder „Ausstrahlung“, über die die Wesen verfügen. Einige Empfindungen sind sich etwas ähnlich.

Als Abductee habe ich OBE-Erscheinungen daher teilweise mit Entführungen in Zusammenhang gebracht. Später konnte ich manche Einschätzungen mit meinen neu gewonnenen Erkenntnissen korrigieren. Bis heute gibt es jedoch Erlebnisse, die ich nicht genau einem der beiden Lager zuordnen kann, und die Gefühle zu Beginn einer OBE können immer noch einige Ängste in mir aufsteigen lassen.

Außerkörperliche Zustände habe ich auf folgende Arten erlebt:

Bewusst: Die Einleitung ist geplant und erfolgt durch mich selbst. Das Prinzip ist im Grunde wie folgt: Körperliche Entspannung und geistiges Zur-Ruhe-Kommen, Gedankenruhe einstellen lassen,  hervorkommende Gedanken ignorieren und vorbeiziehen lassen. Meist ist es ein Balancieren am Rande von Wachen und Schlafen. Ist man zu müde, so wird man durch hervorkommende Gedankenbilder gerne in einen Traum manövriert. Das Hinlegen am Tag hingegen hat bei mir zu vielen erfolgreichen Versuchen geführt, da der Geist noch die nötige Wachheit und Fokussierungsfähigkeit besitzt.

Eine Übungsanleitung findet sich unter anderem hier auf der Webseite: Astralreisen: Ausführliche Übungsanleitung

Unbewusst: Das Auftreten geschieht von selbst (oder vielleicht besser gesagt, „ganz natürlich“) in geeigneten halbbewussten Zuständen. Z.B. geschieht das während der Einschlafphase oder des Träumens. Es wird daher nur selten bemerkt, außer man wird zwischendurch wach oder sonstwie bewusst. Viele Male bin ich „zu mir“ gekommen und habe schon die bekannten Schwingungen gespürt. Verschiedene Autoren sind sogar der Auffassung, dass es sich um einen ganz natürlichen Vorgang handelt, der eigentlich jede Nacht während des Schlafes erfolgt.

Spontan oder sogar gewaltsam: Genauso gibt es ein gegenteiliges Extrem. Dabei handelt es sich um plötzliche stark auftretende Schwingungen, die besonders in Phasen starker körperlicher bzw. geistiger Ermüdung erfolgen (z.B. in Verbindung mit einer „bleiernen Müdigkeit“ nach zu viel körperlicher Betätigung, also einem Ausgepowered-sein)  oder in Verbindung mit zu wenig Schlaf. Meine persönliche Erklärung dafür ist, dass man sehr schnell in den körperlichen Entspannungszustand fällt und in Zusammenspiel mit der geistigen Ermüdung die passenden Voraussetzungen geschaffen werden. Die Schwingungen sind meist heftig spürbar und kehren immer wieder zurück. Schlafparalysen erfolgten bei mir früher ebenfalls auf diese Weise – Ich fiel plötzlich von einem Moment auf den anderen in den Lähmungszustand, obwohl ich eigentlich bereits halbwach gewesen war.

„Astrale Sicht“: Die Wahrnehmung von sich bewegenden Formen, Objekten oder „Auren“ um Gegenstände in der Umgebung in einer Art von Übergangszustand. Ich werde im entsprechenden Artikel darüber erklären, warum ich dabei mit den Begriffen „hypnagoge“ oder „hypnopompe Halluzinationen“ so etwas meine Probleme habe (Spoiler: Aufgrund der Möglichkeit der Interaktion und der gleichzeitigen Wahrnehmung durch einen Zeugen).

„Herüberziehen“ oder von außen induziert: Das Spüren und Wahrnehmen von Anwesenheiten, die scheinbar von sich aus aktiv werden oder durch irgendetwas angezogen werden (etwas fokussiert seine Aufmerksamkeit auf mich, scheint neugierig zu sein, versucht mit mir zu interagieren oder sucht mich mehrere Tage hintereinander heim). Das umfasste z.B. astrale Formen, die eine Art Bewusstsein besaßen, möglicherweise „echte“ Geister und eine Begegnung mit einem Wesen, das man wohl als Nachtalb oder Mahr bezeichnen würde. Ich weiß nicht, ob es etwas damit zu tun hat, dass ich Abductee bin, bei denen paranormale Erscheinungen phasenweise stärker auftreten können. Ich hatte in diesem Zusammenhang auch Erlebnisse mit den Greys. Die Schwingungen wurden teilweise von außen angeregt. Manchmal wurde ich in die Außerkörperlichkeit gezogen und es wurde ein Versuch unternommen, um mich darin zu halten.

Erste Erfahrungen

Nach vielen erfolglosen Versuchen klappte es zu einem Zeitpunkt, an dem ich überhaupt nicht an eine OBE gedacht hatte. Ich hatte mich nachmittags aufs Bett gelegt, um in einem Buch zu lesen und war dann ziemlich schläfrig geworden:

Ich muss dazu sagen, dass ich ungern nachmittags einschlafe, weil es bei mir ein ganz anderes Empfinden ist, als wenn man abends zu Bett geht. Meine Sinne scheinen dann sehr geschärft zu sein, und während dem Einschlafvorgang höre ich alles von außerhalb ziemlich gut. Der Schlaf kommt mit einem komischen, schweren Gefühl, und meistens nicke ich dann kurz weg, habe einen lebhaften Traum und schrecke dann wieder hoch, um kurz danach wieder wegzusacken.

Nachdem ich mal wieder weggenickt und aus einem Traum erwacht bin und ich entspannt dalag, in Vorbereitung mal wieder wegzusacken, kam ganz plötzlich ein Gefühl über mich. Ich sah so etwas wie ein Raster oder Gitter aus vielen feinen braunen Gitterstäben über mir und gleichzeitig zog etwas an mir, es war ein kurzes Vibrieren, das sich eher an der unteren Körperhälfte abspielte, unterhalb des Bauchbereichs, im Beckenbereich. Wie soll man das beschreiben… wie bei einem Handy, das vibriert, nur war die Vibration ziemlich schwach. Sie dauerte auch nur ein bis zwei Sekunden, und dann befand ich mich in einem anderen Zustand. Ich war ganz wach und wusste, dass ich innerhalb meines Körpers liege. Sofort versuchte ich mich zu bewegen. Mein physischer Körper war gelähmt, und der „astrale“ Teil war leider sehr schwerfällig und schien am physischen Körper zu kleben.

Ich sah überhaupt nichts während des gesamten Erlebnisses. Trotzdem versuchte ich, den astralen Teil zu bewegen. Es war eher so, als würde sich mein Bewusstsein nach außen verlagern und mein Geist würde die Bewegungen vollführen. Ich schaffte es so zumindest, mich auf einem Arm aufzustützen und ein Bein über die Bettkante zu schwingen. Ich hatte mich schon zur Hälfte aufgesetzt, aber es war schon eine kleine Anstrengung. Wie gesagt war es ein Empfinden, als klebe man am Körper und würde wieder zurückgezogen.

Seit diesem Tag war es, als hätte ich eine Tür einen Spalt weit aufgestoßen. Der Knoten war geplatzt und ich machte nun öfter Bekanntschaft mit den Schwingungen.

Die Schwingungen

Zunächst bauten sich die Schwingungen bei mir eher in der Körpermitte auf. Von dort aus wanderten sie weiter, bis sie meinen ganzen Körper ergriffen. Später bemerkte ich etwas Seltsames – Es gibt eine Stelle in meiner linken Kopfregion (etwas über dem Ohr gelegen), von der aus ein Ziehen oder Zucken ausgehen kann:

Doch da – ich spürte wieder ein zartes Zucken, komischerweise an derselben Stelle wie immer in einem Teil der Kopfregion. Wie sich für mich langsam durch die zurückliegenden Erlebnisse herauskristallisiert hat, können aus diesem zarten, rhythmischen Zucken schließlich die Schwingungen entstehen.

Manchmal muss ich für das Zucken nicht einmal besonders tief entspannt sein oder wache bereits mit ihm auf. Dadurch kann ich im günstigsten Fall einige Male hintereinander in den Bereich der Schwingungen vordringen. Und selbst wenn ich nachts aufstehe, kann ich das Ziehen immer noch bis zu zwei Minuten lang spüren, bis es verschwindet. Ein anderes Phänomen in diesem Zusammenhang ist, dass sich das Zucken auf das Trommelfell zu erstrecken scheint und dort ein Vibrieren auslöst. Letztendlich verselbständigt und verstärkt es sich so weit, dass die Vibrationen erst wirklich umfassend werden:

Das komische daran ist, dass ich dieses Gefühl kenne. Wie soll ich das beschreiben… man spürt es in den Ohren (zieht sich da das Trommelfell zusammen?). Ich kann dieses Gefühl in den Ohren sogar jetzt herstellen, aber es jeweils nur kurz „zusammenziehen“ lassen. Bei der Erfahrung heute morgen brach es mit Gewalt herein, und es dehnte sich dann auch etwas mehr auf den restlichen Körper aus.

Ich kann die Vibrationen sogar stärker anstoßen, indem ich selbst mit meinem Trommelfell nachhelfe. In letzter Zeit entstehen die Schwingungen bei mir außerdem an dem Punkt, den man mit dem „Dritten Auge“ in Zusammenhang bringt. Zusammenfassend teile ich daher die Aufassung, dass es besondere Punkte und Energiebahnen geben muss, wie sie z.B. in der Chakrenlehre beschrieben werden.

Ein kurioses Erlebnis verdeutlicht die mögliche Stärke der Schwingungen, aber zeigt auch ihr natürliches Auftreten, das ansonsten wohl unbemerkt bleibt:

Nicht lange danach träume ich, dass ich tagsüber im Zimmer stehe und plötzlich alles durch ein Erdbeben durchgeschüttelt wird. Ich befinde mich gleich neben dem Bücherregal und nehme wahr wie es hin- und herschaukelt. Ich versuche es festzuhalten und rufe nach meiner Mutter, weil ich glaube dass sie sich auch irgendwo in der Wohnung aufhält. Das Erdbeben war in dem Traum sehr intensiv und fühlbar – ich erfuhr auch gleich den Grund dafür, als ich wach wurde. Das „Erdbeben“ waren die „Schwingungen“ bzw. Vibrationen gewesen, die meinen Körper nun durchzuckten (das ist etwas unmißverständlich, ich denke ein äußerer Betrachter würde gar nicht sehen, dass sich mein physischer Körper bewegt. Aber diese Vibrationen sind ziemlich stark). Ich war beim Schlafen in die Nähe einer außerkörperlichen Erfahrung gekommen. Wenn ich mir überlege wie ängstlich ich früher darauf reagiert hätte oder es jemanden ergehen muss, der es ganz plötzlich wie aus heiterem Himmel erlebt…

Mitunter bemerke ich von den Schwingungen überhaupt nichts und befinde mich im nächsten Moment einfach irgendwo anders. Es kommt auch vor, dass ich daliege und den Raum und die Zimmerdecke über mir sehen kann, bis mir bewusst wird, dass meine physischen Augen ja eigentlich geschlossen sind!

Schwierigkeiten

Aller Anfang ist schwer und man muss sich erst an viele neue Eindrücke und Empfindungen gewöhnen. Das typischte und frustrierendste Problem ist es wohl, sich im Schwingungszustand zu befinden und sich doch nicht vom physischen Körper ablösen zu können. In früheren Erlebnissen ging dieses Loslösen nur sehr zäh vonstatten. Es war, als würde man gegen eine geleeartige Masse ankämpfen und sich nur ein Stückchen vom Körper abtrennen können.

Die Wahrnehmung und Koordination ist zunächst nicht ganz einfach:

Leider sehe ich diesmal auch nichts außer Schwärze, wie in früheren OBEs. Warum ist das so? 🙁
Durch den Satz aus dem Bett lande ich vor meinem Bett und „falle“ durch den Boden. Ich spüre das Fallgefühl, aber sehe nichts als Schwärze.

Durch die Perspektive des Astralkörpers können verwirrende neue Blickwinkel entstehen. Einige Male sah das Zimmer für mich wie um 90° gekippt aus. Bei andere Gelegenheiten musste ich verwirrend feststellen, dass ich durch ein pötzliches Schweben nach unten blickte oder mich direkt unter der Zimmerdecke befand.

Eine andere Möglichkeit sind seltsame Störgeräusche während des Schwingungszustands. Sie verschwinden zwar meist nach der Ablösung, doch augenscheinlich nicht immer. Manche treten erst im außerkörperlichen Zustand selbst auf. Hier sind zwei Beispiele dazu:

Die Schwingungen schienen etwas stärker zu werden, und nun hörte ich auch ein Geräusch. Es war so als würde etwas im Zimmer Herumtrippeln, jemand mit seinem Finger auf eine Tischplatte klopfen, so etwas in der Art. Das irritierte mich nur ganz kurz und ich konzentrierte mich weiter, verlor aber schnell die Geduld und fragte einfach gedanklich, ob ich meinen Helfer sehen könnte oder meinen Schutzengel, jemand der für mich zuständig wäre (jemand hatte mir einmal gesagt, dass ich es versuchen soll). Gleich darauf hörte ich plötzlich ganz klar eine männliche Stimme in meinem Kopf, die etwas sprach (und das war ganz klar nicht ich selbst!), aber da ich den Zustand der Schwingungen nicht stabil halten konnte, war es so als würde ich die Verbindung verlieren, während sie weitersprach. Ich konnte es nur abgehackt hören und fiel dann wieder aus dem Schwingungszustand heraus.

Interessant ist, dass ich trotz des abgebrochenen Schwingungszustands nach zwei bis drei Minuten wieder in ihn hinüberwechseln konnte. Das Trippeln mitsamt der Stimme tauchte noch einmal auf, so als wäre nichts gewesen. Beides schien seine eigene Existenz aufzuweisen, die einfach auf mich gewartet hatte.

Beispiel 2:

Gerade als ich aus dem Körper auszutreten begann, schien ich das Summen einer Stechmücke zu hören, die sich neben dem Ohr meines physischen Körpers befand. Ich dachte nur: „Oh nein, gerade jetzt nervt mich so ein Ding und zersticht mich dann, während ich hier draußen bin.“ Aber gleichzeitig hielt ich es für komisch, dass bei diesen Temperaturen überhaupt noch eine Stechmücke unterwegs sein sollte. Das Summen begleitete mich die ganze Zeit, während ich außerkörperlich war. Es summte nicht immer durchgängig, sondern das Geräusch war ab und zu etwas abgehackt und hörte sich später ein bißchen wie das Nagen einer Maus an. Ich denke also nicht, dass es eine Stechmücke oder Fliege war. Keine Ahnung was es war, aber es irritierte mich.

Ein kleiner Punkt Bewusstsein

Wie fühlt es sich letztendlich an, einfach nur ein Stück Bewusstsein zu sein? Ich habe es auf diese Arten zu beschreiben versucht:

Mein Bewusstsein verlagert sich nach außen, und ich fühle mich wie eine „Bewusstseinswolke“, die ich irgendwie immer als schwarzes nebelförmiges Etwas visualisiere.

Es war, als würde sich mein Bewusstsein nach außen verlagern, und ich empfand mich nicht wirklich als Körper. Ich denke, dass der Geist das Bild des Körpers bereitstellt, wenn man an ihn denkt, aber in Wirklichkeit besitzt man in der Astralen keine wirkliche Form. Ich visualisierte mich ein paarmal als schwarzes schattenähnliches Etwas ohne feste Form, bzw. hatte ich diesen Eindruck davon gehabt.

Das erste Mal hatte ich die Gelegenheit, meine astralen Arme genauer unter die Lupe zu nehmen und dabei bestärkte sich dieser Eindruck:

Ich bin eingeschlafen, indem ich die Arme über den Kopf nach hinten ausgestreckt hatte. Ich erinnere mich, dass ich das Gefühl hatte, im Astralkörper zu stecken. Ich versuchte mich zu bewegen und schaffte es mit den Astralarmen. Das fühlte sich so real an, dass ich glaubte, das wären meine echten, physischen Arme. Ich streckte sie nach oben und wackelte mit beiden immer wieder heftig von links nach rechts. Diesmal schaffte ich es auch, etwas von meiner Umgebung sehen zu können. Die Astralarme, die ich hin- und herbewegte, sahen verschwommen und etwas grau-schwarz aus (es war eher so ein Grauton), doch sie hatten tatsächlich die Form von Armen. Die Ränder waren aber nicht ganz scharf, als wären sie nichts wirklich „Festes“.

Ich weiß noch dass ich dann ins Zimmer geblickt habe, und der Raum sah aus, als wäre er um 90 Grad zur Seite gedreht worden. Das fand ich so komisch, dass ich in wacher wurde, und ich in den Körper zurückfiel. Ich wurde anschließend aber nochmal außerkörperlich und konnte mich etwas im Bett aufrichten (das war aber auch wieder mehr im Halbschlaf). Dabei konnte ich nichts sehen, außer Schwärze um mich herum. Dann stellte sich die Sicht wieder ein und das Zimmer schien wie vorher um 90 Grad auf der Seite zu liegen. Ich wachte ganz auf, und das Zimmer nahm wieder seine normale Position ein. Ich habe beide Male, in denen ich aufgewacht bin, gemerkt, dass mein physischer Körper genauso dalag, wie es beim Einschlafen der Fall gewesen ist (mit den Händen ausgestreckt über dem Kopf). Es waren also tatsächlich die Astralarme, die ich bewegt habe. Bis jetzt habe ich noch nie gesehen, wie sie aussehen.

Ein ganz besonderer Eindruck ist es hingegen, den physischen Körper im Bett liegen zu sehen. Einmal wagte ich ein Experiment:

Mindestens zweimal habe ich mich vom Körper gelöst, indem ich mich zur Seite wegrollte. Weil ich aber am Bettrand lag, flog mein astraler Körper auf den Boden. Der Fall war so langsam, als wäre ich eine leichte, geleeartige Masse oder ein Luftballon. Am Fußboden gabs dann keinen Aufprall, sondern eine sanfte Abbremsung. Da ich in dem Moment bei Bewusstsein war, wollte ich ein Experiment ausprobieren. Ich wollte versuchen, meinen physischen Körper zu ertasten. Also griff ich aus dieser Position mit der „astralen Hand“ aufs Bett hinauf. Den Bettrand spürte ich nicht wirklich, es war wie ein Widerstand. Ich erreichte die Matratze und berührte dann zufällig geradewegs meine physische Hand, die neben meinem physischen Körper lag. Dabei konnte ich ganz deutlich die Handfläche und die Finger spüren, es gab keinen Unterschied zur „Realität“.

Das enorme Realitätsgefühl wird durch eines meiner früheren Erlebnisse verdeutlicht, das ich hier zum Abschluss vorstelle. Spätestens jetzt kann man sich die Frage stellen, was Realität überhaupt ist und ob sie wirklich an physische Sinne gekoppelt sein muss:

In dieser Nacht passiertes etwas Seltsames, als ich einzuschlafen versuchte. Nicht lange nachdem ich mich hingelegt hatte, spürte ich innerlich immer wieder ein kleines Ziehen. Dieses Ziehen kannte ich schon von den Schwingungen, bevor sie sich richtig zu entfalten beginnen, aber es ist selten dass ich so etwas schon fühle, wenn ich noch eher wach bin. Ich betrachtete diesen Umstand mit Freude und dachte mir, wenn ich mich weiter entspannen würde, dann könnte sich das Ziehen vielleicht tatsächlich in die Schwingungen verwandeln. Das Entspannen kam von ganz alleine. Vielleicht war noch eine Restmüdigkeit im Körper, weil ich in der Nacht zum Montag gar nicht einschlafen konnte und so nur eineinhalb Stunden geschlafen habe. Doch noch wurde ich immer wieder von Geräuschen abgelenkt und war deshalb eher wach.

Plötzlich befand ich mich ohne Übergang am Eingang zum Wohnzimmer, bzw. ich schien dort aus heiterem Himmel „aufzutauchen“ indem ich mich etwa 20-30 cm über dem Boden wiederfand und langsam zu Boden schwebte. Ich erschrak ziemlich. Wie kam ich auf einmal hierher? Ich war sehr aufgeregt weil es real war – ich stand in diesem Moment tatsächlich am Eingang zum Wohnzimmer. Ich blickte die ganze Zeit in Richtung des großen Wohnzimmerfensters in die helle Nacht hinaus. Aber gleichzeitig fühlte ich mich so ähnlich wie während der Entführungen. Ich fühlte eine Art Lähmung und konnte mich nicht richtig bewegen. Also war mein erster Gedanke, dass ich mich mitten in einer Entführung befinden würde. Da überkam mich zuerst Panik, aber ich beruhigte mich selbst schnell wieder, denn schließlich hatte ich mir schon oft vorgenommen, während einer Entführung ruhig zu bleiben. Ich dachte, dass in diesem Fall vielleicht jemand hier bei mir im Raum sein könnte. Doch ich konnte niemanden erkennen, was nicht zuletzt auch daran lag, dass sich mein Gesichtsfeld langsam einzutrüben begann und ich am Ende nur noch Schwärze sah. Trotzdem stand ich immer noch dort und versuchte sogar in Gedanken mit „ihnen“ zu plappern, bekam aber keine Antwort. Schließlich fasste ich den Entschluss, in Richtung Balkon zu laufen, wo ich sie am ehesten vermuten würde, sozusagen als nette Geste und Beweis meines guten Willens. Das bedeutete, die Lähmung überwinden zu müssen – also versuchte ich ein Bein in die Luft zu strecken und mit den Armen herumzufuchteln, kam aber nicht von der Stelle.

Durch die Anstrengung passierte jetzt etwas anderes: Ganz dunkel konnte ich auf einmal den Raum wieder sehen, so ähnlich, wie wenn man seine Augen nur ein klein bißchen geöffnet hat. Auch das hat mir in dem Moment gezeigt, dass es kein (luzider) Traum war. Während außerkörperlicher Erfahrungen habe ich schon oft erlebt, dass alles einfach nur schwarz war oder schwarz wurde.

Ohne Übergang war ich auf einmal wieder im Bett, in der gleichen Position wie zuvor, und noch mit Herzklopfen. Ich habe überhaupt nichts davon gespürt, außerkörperlich zu werden. Ich glaube trotzdem, dass es ein außerkörperliches Erlebnis war. Doch so habe ich es noch nie erlebt. Es hat sich außerdem alles so real angefühlt, als wäre ich tatsächlich dort gestanden. Ich war geistig wach und bin mir sicher, nicht zwischendurch eingeschlafen zu sein.

Quelle des Titelbilds: pixabay.com, free license.

 

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