Livechat mit Dr. John Mack auf SciFi.com

Im Jahre 2002 organisierte der SciFi-Channel während der Promotion für die von Steven Spielberg produzierte Miniserie „Taken“ auf seiner Webseite einen Livechat mit Dr. Mack.

Mit freundlicher Genehmigung des John E. Mack Institutes haben wir für euch den Livechat ins Deutsche übersetzt. Das Original ist hier zu finden:

http://johnemackinstitute.org/2002/10/scifi-com-chat-with-dr-john-mack/

SCIFIMOD: Hallo allerseits, danke, dass Sie heute hier sind. Ich bin Ben Trumble von SCIFI. Heute Abend freuen wir uns, Dr. John E. Mack begrüßen zu dürfen. Dr. John Mack ist Professor für Psychiatrie an der Harvard Medical School und eine führende Autorität in Bezug auf die verändernden und spirituellen Aspekte von außerirdischen Begegnungen.

SCIFIMOD: Dr. Mack ist der Autor von Passport to the Cosmos: Human Transformation and Alien Encounters, seinem 1994 veröffentlichten Bestseller Abduction: Human Encounters With Aliens und einer mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Biografie des britischen Abenteurers und Soldaten T.E. Lawrence.

SCIFIMOD: Ganz kurz zum Ablauf. Dies ist ein moderierter Chat – bitte senden Sie Ihre Fragen für unseren Gast als private Nachrichten an SCIFIMOD. (Um eine private Nachricht zu senden, doppelklicken Sie entweder auf SCIFIMOD oder geben Sie in der Befehlszeile „/ msg SCIFIMOD“ ein – nur ohne Anführungszeichen.)… Drücken Sie dann die Eingabetaste.

SCIFIMOD: Haben Sie eine Meinung darüber, woher Aliens kommen?

JohnMack: Die erste Aufgabe bei der Beantwortung dieser Frage ist die Abkehr vom wörtlichen Denken

JohnMack: Dieser oder jener Stern

JohnMack: Sie könnten aus einer anderen Dimension stammen

JohnMack: Ein Schamane fragte sie, woher sie kommen

JohnMack: und sie antworteten Nirgendwo und überall

JohnMack: Sie könnten aus einem Sternensystem stammen

JohnMack: Wer weiß

m6scott: Werden Entführungen jetzt häufiger oder haben sie sich verringert?

JohnMack: Es ist schwer dafür eine generelle Antwort zu finden.

JohnMack: Ich habe nur meine eigenen Fälle und die, die ich kenne

JohnMack: Ich habe den allgemeinen Eindruck, dass die berühmten Arten von Entführungen der späten 90er Jahre seltener geworden sind

JohnMack: Es ist subtiler

JohnMack: Wesen, die mit Menschen in Kontakt treten

JohnMack: Lichtkugeln

JohnMack: etc.

JohnMack: Es ist möglicherweise ein Fehler, für viele solcher Kontakte den Begriff „Entführung“ anstelle dem Begriff „Begegnung“ zu verwenden

JohnMack: „Entführung“ ist das, was Menschen einander antun

JohnMack: Soweit wir wissen, beinhalten nicht alle Arten von Begegnungen körperliche Aspekte

JohnMack: GA (go ahead = Fahren Sie fort)

SCIFIMOD: Hat sich die Art und Weise, wie die Leuten Ihnen von ihren Entführungen erzählen, in den letzten 10 Jahren verändert?

JohnMack: Das ist eine sehr interessante Frage

JohnMack: Viele Leute, die mit mir sprechen, sind in ihrem Wissen schon ziemlich weit fortgeschritten

JohnMack: Sie wissen, was mit ihnen passiert ist und sie sind sehr gut informiert

JohnMack: Sie versuchen zu verstehen, wie man es in der Familie ansprechen kann

JohnMack: Wie lange geht es schon, usw.

JohnMack: Es ist weniger wahrscheinlich, dass sie von seiner Seltsamkeit überwältigt werden

JohnMack: Eine der Schwierigkeiten ist eine Selbstauswahl

JohnMack: Es ist jetzt ein Umfeld, in dem die Abductees anscheinend nach Forschern suchen, die ihre Gefühle über die Erfahrung widerspiegeln

JohnMack: Also sammle ich ganz andere Erfahrungen als jemand anderes

JohnMack: Ich weiß nicht, ob sie tatsächlich so denken

JohnMack: Hopkins betrachtet die Erfahrung so

JohnMack: Mack sieht das so

JohnMack: Barbara Lamb sagt das

JohnMack: Aber ich habe das Gefühl, dass das anfängliche Trauma jetzt weniger zu sein scheint

JohnMack: GA

Deadgirl: Wie viele Menschen haben Ihrer Meinung nach Begegnungen, verdrängen es jedoch aufgrund ihrer eigenen Zweifel

JohnMack: Ich muss raten und denke es sind viele

JohnMack: Ich treffe Leute, mit denen ich über die letzten Monate hinweg gesprochen habe

JohnMack: die sich plötzlich an eine Begegnung von vor vielen Jahren erinnern

JohnMack: und sie haben es verdrängt

JohnMack: Erst wenn sie eine spätere Erfahrung als Orientierungspunkt haben, beginnen sie, die Verbindung herzustellen

JohnMack: Kindheitserfahrungen können als Träume usw. abgetan werden

JohnMack: GA

Choocha: Wie sind Ihre Beziehungen zur Harvard-Fakultät nach Ihren „Schwierigkeiten“ im Zusammenhang mit Ihrem ersten Buch?

JohnMack: Ich behaupte, ziemlich gut

JohnMack: Ich bin nicht im Ruhestand obwohl ich über das Rentenalter hinaus bin

JohnMack: Und wie ich oft sage, kann sich ein Harvard-Professor nur einmal lächerlich machen

JohnMack: das habe ich hinter mir

JohnMack: Ich bin in der Art und Weise, wie ich meine Argumente formuliere, geschickter geworden

JohnMack: Ich glaube auch, dass eine Veränderung in der Kultur stattgefunden hat

JohnMack: in der Weltanschauung

JohnMack: Das dieses Phänomen nicht mehr so grenzwertig ist wie früher.

JohnMack: Die Spielberg-Miniserie TAKEN hätte vor zehn Jahren nicht ausgestrahlt werden können

JohnMack: Es gibt jetzt ein größeres Bewusstsein

JohnMack: Wir können es nicht mehr so schnell von der Hand weisen

ZO: Haben Sie sich jemals gefragt, ob diese Implantat-Technologie verwendet wird, um durch unsere Augen zu sehen, durch unsere Ohren zu hören und im Grunde alles zu sehen, was wir tun?

JohnMack: Daran habe ich nie wirklich geglaubt

JohnMack: Das einzige, was viel Sinn machte, war die Idee Leute zu markieren, um sie zu überwachen

JohnMack: Das Implantat-Thema ist einer der rätselhaften Aspekte der Entführungen, die eine handfeste wissenschaftliche Untersuchung nie ganz zufrieden stellt

JohnMack: Es bleibt immer ein bisschen ungreifbar.

JohnMack: Meiner Meinung nach werden wir das alles niemals in der dreidimensionalen Realität mit den üblichen Werkzeugen der Wissenschaft erfassen

JohnMack: Ich habe einen Artikel über Nahtoderfahrungen gelesen

JohnMack: Der Autor traf die Aussage, dass nur Forscher versuchen, Nahtoderfahrungen zu erklären.

JohnMack: Die Menschen, die sie erleben, brauchen keine Erklärung

JohnMack: Sie wissen, wie tiefgreifend es war

JohnMack: Gleiches gilt möglicherweise für die Erfahrungen aus Begegnungen

JohnMack: Es ist was es ist

JohnMack: Wenn wir nicht so sehr versuchen, es auf unsere Sprache zu reduzieren, werden wir vielleicht mehr wahrnehmen und verstehen als uns im Moment bewusst ist.

JohnMack: Vielleicht wissen wir viel mehr, wenn wir einfach die interdimensionalen Möglichkeiten verstehen

SCIFIMOD: Ist die gegenwärtige Erfahrung der Entführung durch Außerirdische überall gleich und kommt global vor? Kann man mit ein bisschen Nachforschung genauso leicht Entführte finden, sagen wir im guatemaltekischen Hochland wie in Neuengland?

JohnMack: Ich glaube nicht, dass es ausreichend untersucht wurde, um darauf zu antworten

JohnMack: Ich weiß, dass wir Fälle in Südamerika haben

JohnMack: Australien

JohnMack: Türkei

JohnMack: Afrika

JohnMack: Die Fälle findet man dort, wo danach gesucht wird

JohnMack: Die Kernerfahrung scheint ähnlich zu sein, ob in Afrika, Brasilien oder New York

JohnMack: Aber wie es interpretiert wird, variiert zwischen den Kulturen

JohnMack: In schamanistischen Kulturen gibt es ein ganzes Pantheon von „Aliens“ und Dämonen und anderen Kreaturen

choocha: Glauben Sie, dass Bewegungen wie das Disclosure Project oder die Vereinigung für Informationsfreiheit bald Fortschritte machen werden, um die Öffentlichkeit über bestimmte Realitäten zu informieren – ohne dass die großen Medien das „unsinnige“ Thema der ET-Realität ignorieren oder diskreditieren?

JohnMack: Es passiert bereits

JohnMack: Das Disclosure Project hat großes Interesse geweckt

JohnMack: Eine Reihe von Zeitungen hat das sehr ernst genommen

JohnMack: Gestern gab es in Washington eine Pressekonferenz, bei der die Regierung gebeten wurde, Informationen zu veröffentlichen

JohnMack: Jedes Mal, wenn eine Anfrage vorliegt, tritt die Öffentlichkeit in den Dialog ein

JohnMack: Ich denke nicht, dass die Regierung hier der Schlüssel ist

JohnMack: Ich denke, es ist ein Mythos, dass die Regierung so viel von wirklichem Wert vertuscht

JohnMack: Sie vertuschen möglicherweise ihre eigene Vertuschung

JohnMack: Das heißt nicht, dass es keine Geheimnisse gibt

JohnMack: Aber ich habe nicht das Gefühl, dass sie wirklich an Entführungen interessiert sind

JohnMack: Sie haben sich nie für das interessiert, was ich getan habe

JohnMack: 1992 gab es eine Miniserie namens Intruders

JohnMack: Geheimdienstler haben versucht, ihn nach drei Fällen zum Schweigen zu bringen

JohnMack: Ich habe Hunderte bearbeitet und NIEMAND hat mich direkt kontaktiert

SCIFIMOD: Ich möchte eine Frage stellen, bei der es nicht um die Entführung von Außerirdischen geht. Als der junge Mann aus Kalifornien, John Walker Lindh, in Afghanistan verhaftet wurde und für die Taliban kämpfte, wurde ich irgendwie an T.E. Lawrence erinnert. Wie würde Lawrence die gegenwärtigen Spannungen zwischen dem Islam und dem Westen sehen?

JohnMack: Er wäre entsetzt über die Teilung und Feindseligkeit

JohnMack: Er hat versucht, Juden und Araber zusammenzubringen

JohnMack: Es widerspricht allem, was er schätzte

JohnMack: Sein Geist muss große Schmerzen haben

aillann: Sehen die meisten Ihrer Abductees UFOs? In Ihrem Buch hörte es sich bei den Befragten nicht so an.

JohnMack: Oh sicher

JohnMack: Vielleicht hat die Hälfte schon einmal UFOs gesehen

JohnMack: Oft sind es nur Lichter am Himmel

JohnMack: Aber viele von ihnen sehen früher oder später ein unbekanntes Flugobjekt

JohnMack: Ich war einmal bei einem MUFON-Treffen und es fiel mir auf, dass die Leute, die die meisten Sichtungen meldeten, auch die Leute waren, die Begegnungen hatten

JohnMack: Also gehört es zusammen

ZO: Halten Sie es für möglich, dass „Aliens“ in einem technologischen Zeitalter vor Tausenden von Jahren menschliche Wesen genetisch erschufen und klonten?

JohnMack: Ich habe keine Ahnung

JohnMack: Die ganze genetische Frage ist verwirrend

JohnMack: Es ist klar, dass Eizellen und Sperma entnommen werden

JohnMack: Die Annahme ist, dass es für die genetische Manipulation ist

JohnMack: Es gibt jedoch keine Studien, die belegen, dass unsere Gene tatsächlich verändert wurden

JohnMack: Dass die Gene von Abductees oder ihren Kindern verändert wurden

JohnMack: Je mehr man das alles untersucht

JohnMack: desto mehr muss man auf wissenschaftliche Beweise bestehen

JohnMack: Aber wenn man sich all dem durch die Wissenschaft nähert, lässt es sich schwer erfassen

JohnMack: Das könnte die falsche Methodik sein

JohnMack: Deshalb habe ich die tiefgreifende Erfahrung betrachtet, die in ihrem eigenen Licht steht

JohnMack: Ob die Aliens physische oder geistige Wesen sind, die in unserer Welt erscheinen

JohnMack: Wenn es Hunderttausende von Begegnungen gibt, warum sehen wir dann nicht mehr solcher Objekte

JohnMack: Ich neige dazu, die wortwörtliche Erfahrung geringer einzuschätzen als die mystische

UMichPsychonaut: Was halten Sie von Jungs Ideen über das kollektive Unbewusste und seine Relevanz für ET?

JohnMack: Wenn Sie mit dem kollektiven Unbewussten meinen, dass wir alle mehr oder weniger die gleiche Idee zur gleichen Zeit haben, dann denke ich das nicht

JohnMack: Wenn Sie meinen, dass es eine Resonanz zwischen unserem Innenleben und der äußeren physischen Welt gibt, vielleicht

JohnMack: Wie oben, so unten

JohnMack: Aber das widerlegt die physische Realität nicht

SCIFIMOD: Skeptiker scheinen Berichte über Entführungen durch Außerirdische entweder als Schwindel oder Wahnvorstellung zu betrachten und werfen sie manchmal mit Visionen der Jungfrau Maria, Engelssichtungen usw. in einen Topf. Trotz des Traumas, das oft mit Entführungserfahrungen verbunden ist, sind sie in irgendeiner Weise eine Form von religiöser Ekstase?

JohnMack: Einige Intelligenzen sind verkörpert, so wie einige der Wesen

JohnMack: Und manche nicht

JohnMack: Im Kosmos könnte es Wesen geben, die von dichten Wesen, wie wir es sind, bis hin zu formlosen Körpern und Zwischenzuständen reichen.

SCIFIMOD: Letzte Frage

Choocha: Fühlen sich die Ets mit uns Verbunden, so als wären wir „Brüder“ oder sehen sie uns eher als Versuchskaninchen an, von dem was Sie beurteilen können?

JohnMack: Das liegt sehr im Auge des Betrachters

JohnMack: Manche Menschen haben Angst und sehen sie als kalt und gleichgültig an

JohnMack: Andere fühlen ein starkes Gefühl der Verbundenheit und Liebe

JohnMack: Einige behaupten sogar, Freunde in der anderen Welt zu haben

JohnMack: Und manchmal ist dieselbe Person zunächst wütend, verängstigt und schreit

JohnMack: und im Laufe der Zeit formen in späteren Begegnungen starke Bindungen

JohnMack:  Aber ich bin als Beobachter auch darin involviert

JohnMack: Es ist ein andauerndes Phänomen

JohnMack: Der Komponist und der Musiker sind gemeinsame Mitgestalter

JohnMack: Ich möchte Ihnen alles über einen Film namens TOUCHED erzählen

JohnMack: Es ist eine einstündige Dokumentation, die hier und in Brasilien gedreht wurde und sich mit dem Phänomen der Entführung befasst.

JohnMack: Die Produzenten sind Blind Dog Films und Laurel Chitin

JohnMack: Die Website ist www.blindogfilms.com

JohnMack: Der Film wird im Februar in Boston gezeigt

JohnMack: Ich spreche dies wegen des Zeitpunktes und der ganzen Aufmerksamkeit an, die SCIFI dem Phänomen widmet

JohnMack: Laurel kann jede Unterstützung gebrauchen, um sich auf die Veröffentlichung des Films im nächsten Jahr vorzubereiten

JohnMack: Wir alle müssen daran arbeiten, das ganze Thema zu etablieren

JohnMack: Und ein Film wie der ihre hat eine größere Chance, gesehen zu werden, wenn wir das Feld weiter öffnen

JohnMack: Ich möchte Ihnen allen für Ihr Kommen danken

JohnMack: Gute Nacht

SCIFIMOD: Wir werden jetzt den Chat wieder frei geben

SCIFIMOD: Danke an alle

2 Gedanken zu „Livechat mit Dr. John Mack auf SciFi.com“

  1. Ich weiß, dass das hier die Wiedergabe eines Chats ist. Es wäre dennoch sinnvoll gewesen, Macks Antworten zusammenzufassen. So werden selbst Sätze und Aufzählungen auseinander gerissen und jedes Mal steht mittendrin ein „JohnMack:“ Das stört den Lesefluss wirklich extrem. In dem Fall finde ich, dass ein Zusammenfügen der Antworten nicht verfälschend wäre, da lediglich die Absätze verschwinden würden, aber kein einziges Wort von Mack gekürzt würde.

  2. Ja, ich erinnere mich noch an die alten IRC-Chat Zeiten 😀 Ich habe jetzt erst bemerkt dass die Anfangsnamen nicht fett gedruckt waren wie im Original 😮 Jetzt sollte das Lesen zumindest etwas leichter fallen.

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