Vorspiegelung eines Hundes, der in Andreas Erlebnis beschrieben wird

Der Hund, der keiner war

Kürzlich war auf Whitley Striebers Plattform Unknowcountry die Experiencerin Andrea zu Gast, die dort zum ersten Mal öffentlich über ihre Erlebnisse gesprochen hat. Aber statt klassischer Entführungserinnerungen stand diesmal eine interessante „Vorspiegelung“ im Fokus, die viele Merkmale von bekannten Nahbegegnungen aufweist.

Andreas Leben ist seit Kindheit an von paranormalen Phänomenen und verblüffenden Synchronizitäten durchzogen. Viele dieser Ereignisse wirkten wie ein übernatürlicher „Wink mit dem Zaunpfahl“, der sie immer wieder zurück zur Alien-Thematik führte. Für Andrea markierten diese Erlebnisse den Startpunkt eines Bewusstwerdungsprozesses, der gerade erst begonnen hat.

Paranormale Ereignisse

Andrea selbst beschreibt ihren Weg als ein „Leben voller Seltsamkeiten“.

„Ein […] Aspekt ist, dass wir bei Experiencern oft über Kontakterfahrungen sprechen, weil es das ist, worüber die Menschen am meisten wissen wollen. Worüber wir jedoch selten sprechen und was oft nicht zur Kenntnis genommen wird, ist dieses ganze Spektrum an Seltsamkeiten, an übersinnlichen Phänomenen und anderen Dingen, die mit dem gesamten Konzept einhergehen, ein Experiencer zu sein.“

Bereits in frühester Kindheit sah sie sich mit Geistererscheinungen und Vorahnungen konfrontiert, die sie damals nicht einordnen konnte und daher einfach akzeptierte. Wie so viele Menschen versuchte sie später als Erwachsene, diese seltsamen Erfahrungen zu verdrängen und weit von sich zu schieben.

Besonders ein Erlebnis aus ihrer Kindheit sticht dabei heraus. Im Alter von fünf Jahren hatte sie einen prägnanten, beinahe hyperrealistischen Traum, dessen Details sie bis im Nachhinein präzise abrufen konnte:

„Als ich fünf war, hatte ich einen Traum davon, wie ich aussehen würde, wenn ich groß bin. […] Aber ich träumte, dass ich übergewichtig war, eine Brille trug – ich trug als Kind keine Brille – und in einem Hörsaal unterrichtete. Ich verstand das nicht, und alles daran kam mir falsch vor. Ich erinnerte mich regelmäßig an diesen Traum und ärgerte mich darüber.“

Die Jahre vergingen. Andrea bekam eine Brille, legte an Gewicht zu und rutschte über Umwege in eine IT-Karriere. Durch ihre Kenntnisse wurde sie der Mitarbeiterschulung zugeteilt:

„Und so betrete ich den Raum, um den Unterricht zu halten, und mir wird plötzlich klar: „Heilige Scheiße! Das ist mein Traum.“

Andrea trug sogar das rote T-Shirt aus ihrem Traum, das zu ihrer damaligen Unternehmenskleidung gehörte.

Ein anderer Traum beinhaltete den Tod ihrer Zimmergenossin, die bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. 

Andrea zog in eine alte Wohnung, die im zweiten Stock einer Collegestadt lag. Sie entwickelte eine seltsame Furcht vor Gesichtern, die sich in ihrem Fenster spiegeln könnten, denn es schien sie daran zu erinnern, dass etwas von außen hereinkommen könnte. Also überklebte sie das Fenster kurzerhand mit Klebeband, was bei Besuchern für allerhand kuriosen Gesprächsstoff sorgte. Manche erwähnten dabei jedoch, bereits selbst ein UFO gesehen zu haben. Als Andrea eines Tages „zufällig“ das Buch von Whitley Strieber mit dem ikonischen Alien-Cover entdeckte, fühlte sie sich sofort dazu hingezogen.

Andrea hatte oft das Gefühl, dass hinter der „Weirdness“ Methode steckte und die Vorkommnisse orchestriert waren, um sie in eine bestimmte Richtungen zu lenken – weg vom Verdrängen, hin zur Akzeptanz und Aufarbeitung ihrer Geschichte. Durch ihren langsamen Bewusstwerdungsprozess stieg das Verlangen, einen bewussten Kontakt mit den Wesen aufzunehmen, die möglicherweise hinter ihren Erfahrungen steckten. Sie beschäftigte sich mit Meditation und OBE-Praktiken, was zunächst ohne greifbares Ergebnis blieb, aber der Wunsch war in die Welt gesetzt.

Die Vorspiegelung

Ein paar Wochen später kam es zu einem bewussten, nächtlichen Ereignis:

„Im November 2021 ging ich schlafen und wachte mitten in der Nacht auf. […] Da bemerkte ich ein sehr helles, blau-weißes Licht, das durch [das gegenüberliegende Fenster] schien, und ich würde sagen, es war zu dieser Zeit zwei oder drei Uhr morgens. Und ich dachte: „Was ist das?“ Ich stand auf und schaute durch die Jalousien […]. Es befand sich rechts über der Dachlinie meines Hauses, am Dach, und war strahlend blau-weiß. Es war größer als eine Kugel, ich kann nicht sagen, ob es ein Flugobjekt war, aber es war groß und strahlte hinein.

Und ich trat einen Schritt zurück und bemerkte, dass durch das Fenster Licht hereinkam, auch durch das Fenster des angrenzenden Schlafzimmers. Da bekam ich sofort Angst, rannte zu meinem Mann, der im Bett lag, und rief: „Wach auf! Wach auf! Wach auf!“ Und ich schlug auf ihn ein und rief: „Wach auf!“ Und er wachte für einen Moment auf und sagte: „Huh?“ und schlief dann sofort wieder ein. Und ich war entsetzt, ich hatte schreckliche Angst. Also sagte ich weiter: „Wach auf!“, aber er wachte nicht auf. Also setzte ich mich ans Ende des Bettes, gegenüber dem angrenzenden Schlafzimmer, noch immer auf meiner Seite des Bettes.

Und plötzlich hörte ich in meinem Kopf eine Stimme, die nicht meine eigene war, zu mir sagen: „Schau nicht aus der Schlafzimmertür, denn was du dort siehst, wird dir nicht gefallen.“ […]. Was macht man also, wenn jemand einem sagt, man solle irgendwo nicht hinsehen? Man schaut hin! Und durch diese Tür kam auf allen vieren ein … ich kann es am besten so beschreiben: ein formloser schwarzer „Blob“ auf vier Beinen, der voranstelzte – er war groß, er war sehr groß – und stelzte durch die Tür.

Und ich wechselte von dieser höchst konzentrierten Aufmerksamkeit in einen Zustand über, den ich als Wellen einer traumartigen Benommenheit beschreiben würde, die mich überkamen. Und in eine eher „kindliche“ Verfassung. Und ich sagte zu meinem Mann: „Wach auf! Hier sind Außerirdische! Wach auf!“ Und ich drehte mich um, und der Blob verwandelte sich in einen Hund, den ich hatte, als ich 21 war, der 15 Jahre zuvor gestorben war. Er hieß Micky und war ein Mischling aus einem Deutschem Schäferhund und einem Husky. Aber da war er, direkt vor mir. Und ich hörte die Stimme sagen: „Hab keine Angst! Micky ist hier! Dein Hund ist hier! Es gibt keinen Grund, Angst zu haben.“

Und ich sehe den Hund und fange an zu weinen. Aber meine Reaktion – und noch einmal: Das liegt wohl daran, dass ich mich in einer „kindlichen“ Verfassung befand –, das wäre sonst nie meine Reaktion gewesen. Ich bin tatsächlich entsetzt darüber, dass das meine Reaktion auf die Stimme war. Ich fing an zu fluchen. Ich sagte so etwas wie: „Haut ab! Geht weg!“ Und die Stimme sagte: „Nein! Nein! Nein! Micky ist hier.“ Und der Hund, er war im wahren Leben ein 25 bis 30 Kilo schwerer Hund. Er hatte seinen Kopf auf dem Bett neben mir gelegt. Und die Stimme sagte zu mir: „Du kannst ihn umarmen!“

Also streckte ich die Hand aus… […] und mir wurde die Inkongruenz daran erst hinterher klar, nämlich dass er mit seinem Kopf auf dem Bett neben meinem Bein gelegen hatte, und plötzlich umarmte ich ihn, während ich auf der Bettkante saß. Das bedeutete also, dass er in Wirklichkeit viel größer war und in eine andere „Kategorie“ fiel als das, was ich noch wenige Augenblicke zuvor erlebt hatte. Und ich umarmte ihn.

Und hinterher erinnerte ich mich daran, dass das Fell seltsam und falsch gewirkt hatte, als würde es auf eine komische Art von ihm abstehen. Und dass er genauso groß war wie ich im Sitzen – wobei es sich, wie gesagt, um einen 50 Pfund schweren Hund handelte, der eigentlich nicht höher, nicht viel größer als das Bett gewesen wäre. Da waren also diese Unstimmigkeiten, die ich damals nicht registriert hatte, weil ich diese– wie ich es nenne – kindlichen Gefühle hatte und diese traumartige Benommenheit, die sich anfühlte, als wäre ich von all dem, was um mich herum geschah, völlig abgekoppelt.

Und ich hatte panische Angst. Da sagten sie wieder zu mir: „Es gibt keinen Grund, Angst zu haben! Schau, Micky ist hier!“ Und ich fluchte wieder. Und dann hatte ich eine Bewusstseinslücke, und als ich wieder zu mir kam, lag ich auf dem Rücken in meinem Bett, wieder ganz oben, den Kopf auf mein Kissen gelegt, öffnete die Augen und sah eine Art symbolhafte Vision von Webcams – eine ganze Reihe von Webcams –, die sich über meine Zimmerdecke erstreckten. Und ich hörte eine Stimme sagen: „Wir haben uns zurückgezogen, weil du solche Angst hattest.“ 

In diesem Moment schien es so, als würden sie Andrea fragen wollen: „Bist du sicher, dass es so sein soll?“ Doch ihre Angst gewann die Oberhand. Sie fluchte weiter, und die Bilder begannen sich auszublenden. Andrea dämmerte weg und erwachte ein paar Stunden später. Paradoxerweise versuchte sie das Erlebnis sofort wieder weit von sich zu schieben, bis sie es nicht länger leugnen konnte:

„Aber in meinen Notizen hatte ich geschrieben: ‚Das ist wirklich passiert! Das war eine reale Erfahrung. Das war kein Traum.‘ Ich hatte das an mich selbst geschrieben und distanzierte mich einfach davon, aus Angst. Und mir wurde klar, dass in diesem Moment plötzlich die Angst wieder über mich hereinbrach. So nach dem Motto: „Moment mal, sie haben mich besucht. Sie könnten zurückkommen. Vielleicht haben sie mich schon einmal besucht.“

Es dauerte zwei Jahre, bis sich Andrea durch diese Angst gearbeitet hatte. Diese Form von Heilung hatte auch einen positiven Nebeneffekt für ihr ganz alltägliches Leben:

„Das Interessante daran ist: Während ich meine eigene Angst bewältigte, konnte ich anderen Menschen helfen, ihre Angst aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und dann begann ich, die Angst in anderen Bereichen meines Lebens zu betrachten, und erkannte, wo sie ungesund war.“

Andreas Erlebnis weist viele bekannte Elemente einer Nahbegegnung auf – Die Sichtung eines Objekts, eine mentale, telepathische Verbindung und die Veränderung ihres Bewusstseinszustands, die auch dazu führte, dass ihr Mann sich nicht mehr aufwecken ließ.

Die Beschreibung der Vorspiegelung finde ich sehr beeindruckend. In der Vergangenheit haben wir auf dem Blog besprochen, dass oft ein mentales Bild gewählt wird, das lose auf den Experiencer oder auf den äußeren Umständen abgestimmt wird und mit einer Art traumhaften Logik eingeführt wird. So scheint es auch in Andreas Fall zu sein, denn der Hund Micky hatte eine besondere Bedeutung in ihrem Leben:

„Es waren nur er und ich. Er hat mir beigebracht, erwachsen zu werden, denn ich musste die Verantwortung für diesen Hund übernehmen. Und er war mein erstes Kind, noch bevor ich selbst ein Kind bekam. […] Er war immer bei mir, als ich Angst vor den Aliens hatte. Ich lebte allein. Und diese ganze Zeit über war mein Hund bei mir.“

Quellen: 

A Close Encounter Witness Speaks Out for the First Time. Whitley Strieber / unknowncountry.com. Sendung vom 20.02.2026

Übersetzungen von mir.

Grafik: erzeugt mit künstlicher Intelligenz von Microsoft Bing

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