Alanna Robelias Erlebnisse

In diesem Jahr erschien mit Alien Abduction: Answers eine bemerkenswerte Dokumentation, die sich auf eine persönliche Spurensuche in die Vergangenheit des Regisseurs und Experiencers John Yost begibt. Gleichzeitig kommen darin andere Experiencer mit ihren Erlebnissen zu Wort. Der Beitrag von Alanna Robelia mag dabei auf dem ersten Blick ziemlich gering ausfallen, denn sie hat keine umfangreiche Geschichte vorzuweisen. Er ist aber eine gute Veranschaulichung für die transformative Kraft der Begegnungen – ein einzelnes Ereignis kann ausreichend sein, um die Weltsicht für immer zu verändern. Es ist auch eine Erinnerung daran, dass es oft nur ein bestimmtes Schlüsselereignis im Leben der Betroffenen gibt, das beständig in ihren Gedanken bleibt. Im Gespräch mit Mr. Grey vom Experiencer Interviews Podcast erklärt Alanna Robelia, warum ihr die Teilnahme an diesem Filmprojekt so wichtig war.

Alien Abduction: Answers ist bislang nur im nordamerikanischen Streaming erhältlich und soll demnächst im europäischen Raum zu sehen sein. Ansonsten gibt es die Doku auf DVD.

Alanna Robelias Familiengeschichte kreist um den ländlichen Raum von Wisconsin. Alanna ist selbst dort aufgewachsen und nach einigen Umzügen führte der Weg sie wieder zurück zu ihren Wurzeln. Ihre Kindheit war wohlbehütet, doch auf der Farm ihrer Großeltern, bei denen sie oft Zeit verbrachte, überkam sie nachts eine unerklärliche Angst, die sie nirgendwo sonst verspürte.

„Der Ort, an dem dies geschah, war die Farm meiner Großeltern. Und ich habe einen Großteil meiner Kindheit dort verbracht. Ich habe so viele schöne Erinnerungen. Es ist einer meiner Lieblingsorte auf diesem Planeten. Das ist der einzige Ort, an dem ich jemals Angst hatte, in meinem Zimmer einzuschlafen.“

Lange Zeit endete es damit, dass sie sich irgendwann aus ihrem Zimmer schlich und zu ihren Großeltern ins Bett schlüpfte. Das ging selbst noch bis zu ihrem letzten längeren Aufenthalt so, den sie im Alter von 11 bis 12 Jahren hatte.

So ereignete sich auch dieser einschneidende Zwischenfall auf der nächtlichen Farm:

„Ich hatte eines Nachts einen Traum, in dem ich mit diesem kleinen Wesen zusammen war. Es war ungefähr so groß wie ich, hatte eine graue Haut, fast weiß, geradezu durchscheinend. Es hatte große, mandelförmige Augen und wir standen einfach zusammen. Wir waren nur von Dunkelheit umgeben, und wir waren einfach da, und sobald ich mir seiner Anwesenheit bewusst wurde, war ich plötzlich wieder in meinem Bett.“

Grey am Bett, Zeichnung von Alanna Robelia

Was dann passierte, kann sich Alanna nur folgendermaßen erklären: Es war eigentlich gar nicht beabsichtigt gewesen, das sie die Anwesenheit des Wesens bemerkte und in einen bewussteren Zustand zurückkehrte, aber genau das war gerade der Fall. Einige deutliche Momente der Klarheit lang sah sie in ihrem „Traum“ einem Wesen aus einer anderen Welt direkt ins Gesicht – und es griff zu einer ulkigen Strategie:

„Und dann lag ich einfach nur da, es schaute zu mir herab und ich schaute zu ihm hinauf, und es begann sich langsam zu verändern und seine Gestalt zu verwandeln, und dann war ich plötzlich wach. Und ich schaute auf ein Foto einer Katze an meiner Schlafzimmerwand.“

Greykopf, Zeichnung von Alanna Robelia

Morphender Grey, Zeichnung von Alanna Robelia

Katzenkopf, Zeichnung von Alanna Robelia

 

 

 

 

Das Foto hing dort tatsächlich, denn Alanna liebte Katzen und besaß als Kind einen entsprechenden Katzenkalender. Das Wesen hatte sich spontan für diese Gestalt entschieden und ein Motiv gewählt, das eine leichte Assoziation zu seiner näheren Umgebung darstellte.

Katzenbild am Bett, Zeichnung von Alanna Robelia

„Und da war eine große, flauschige, weiße Katze mit großen, dunklen Augen, und in genau das hatte es sich verwandelt. Als ich meine Augen öffnete, schaute ich auf das Foto an der Wand. Aber ich erinnerte mich an das, was ich davor gesehen hatte. Es war also nicht so, dass ich mich nicht daran erinnern konnte. Ich dachte nur: „Wow, was ist da gerade passiert?“ Und ich erinnerte mich mein ganzes Leben lang daran. Das war ungefähr, als ich vier oder fünf Jahre alt war, also so um 1979 herum. Das ist eine lange Zeit, um die Erinnerung an einen Traum zu bewahren.“

Diese sogenannten „Vorspiegelungen“ haben bei den Aliens Tradition. Es sind meist Tiergestalten wie Eulen, Greifvögel, Rehe, Waschbären, etc. die allerdings häufig durch ihre Größe, die Form ihrer Augen oder ihr seltsames Verhalten noch etwas von den Alien-Wesen dahinter erkennen lassen.

Im nächsten Moment war Alanna von ihrem Bann gebrochen und das Wesen war verschwunden:

„Ich erinnere mich an keine andere Form von Interaktion als daran, dass wir uns Seite an Seite befanden und uns ansahen. […] Aber ich erinnere mich, dass mein Herz heftig raste, als ich aufgewacht bin und ich wirklich Angst vor dem hatte, was gerade passiert war. […] In dem Moment, bevor ich aufwachte, war es sehr ruhig. Es war eher eine Art Neugierde. Es war wirklich irgendwie friedlich.“

Eine Kommunikation findet nicht immer ganz direkt und unmittelbar statt – In vielen Fällen scheint die Interaktion mit einem unbewussteren Teil des eigenen Selbst zu erfolgen. Dies erfolgt durch eine von den Wesen aufgebaute mentale Verbindung, die z.B.  zu einer indirekten Informationsvermittlung oder einfach nur zu einer Art „Check“-Up führt.

„Ich glaube, nach der anfänglichen Angst, dass es passiert war, habe ich es einfach verdrängt und nie… Ich meine, ich habe ab und zu daran gedacht, weil ich es immer noch wie einen Film vor meinem inneren Auge sehen kann, aber ich habe nie darüber gesprochen.“

Alanna hat die klassische Grey-Form als vierjähriges Mädchen wahrgenommen, das in einfachen Verhältnissen auf einer abgeschiedenen Farm aufgewachsen ist, in einem Zeitalter, als es nur drei Fernsehkanäle gab. Greys spielten damals noch keine Rolle – vielleicht entfernt in dem Streifen: „Unheimliche Begegnung der dritten Art“, den Alanna ironischerweise erst Jahre später zu sehen bekam und in einer kurzen Fernsehwerbung als Trigger für sie diente. Dennoch war das Aussehen der Wesen für sie nie wirklich richtig getroffen – selbst nicht in den vielfältigen Grey-Darstellungen der 90er Jahre. Jeder Abductee wird diesen Zusammenhang kennen. Ich persönlich kannte zwar schon ein paar Alien-Zeichnungen, aber was mich wirklich getriggert hatte, waren einfach nur die dunklen Grey-Silhouetten, die Budd Hopkins auf einer Zeichnung zeigte.

Als Alannas Mutter auf ihre Reaktion aufmerksam wurde, rückte die plötzlich mit einer eigenen Geschichte heraus:

„Sie erzählte mir, dass sie und mein Vater zu der Zeit, als sie mit mir schwanger war, durch die Gegend fuhren, wahrscheinlich 5 oder 7 Meilen von der Farm meiner Großeltern entfernt. Und sie sahen unten auf dem Feld ein Objekt. Es folgte ihnen die Straße hinunter, und dann stiegen sie aus, hielten an, stiegen aus, und dann schoss es einfach über ihren Kopf hinweg, und dann war es weg. Und auch das haben sie nie jemandem erzählt. Sie sagte, sie habe meinen Vater noch nie so verängstigt gesehen, und keiner von ihnen habe jemals mit jemandem darüber gesprochen.“

Auch ihre Großmutter musste einiges über diese Dinge gewusst haben, die auf mysteriöse Weise mit der dortigen Umgebung verbunden zu sein scheinen. So gibt es im nahe gelegenen Elmwood, Wisconsin, bis heute ein kleines UFO-Festival. Leider starb Alannas Großmutter zu früh:

„Sie und meine Großmutter machten gerade die Wäsche, als das Telefon klingelte und der Nachbar anrief und sagte: „Du musst aus dem Fenster schauen. Da ist etwas auf eurem Feld. Du musst aus deinem Fenster schauen.“ Das taten sie dann auch und gingen dorthin, schauten aus dem Fenster, und über dem Feld war am helllichten Tag ein silbernes Schiff zu sehen, das einfach so herumhing.“

In der damaligen Zeit handelten die Leute noch ganz pragmatisch – und wieder schwieg man einfach darüber:

„Nachdem sie ein wenig aus dem Fenster geschaut hatten, sagte meine Großmutter zu meiner Tante: „Also gut! Lass uns weiter die Wäsche falten.“ Und das war’s. Sie haben nie wieder darüber gesprochen.“

Zu ihrer Tante hat Alanna ein schwesterliches Verhältnis. Bei ihren gemeinsamen Besuchen von CE5-Events haben sie schon allerhand erlebt. Dieses Erlebnis fand auf ihrer ersten Reise statt und diente Alanna als humorvolle Bestätigung. Sie war hellwach, als sie auf ihrem Bett im Hotelzimmer die Berührungen von Fingern auf ihrem Bein spürte, während ihre Tante neben ihr schlief:

„Und ich schaute rüber, und sie lag so da, ihre Hände waren vor ihr, sie schlief tief und fest in einer Fötusstellung. Das waren nicht ihre Finger, die mich berührten. Und da habe ich so etwas gedacht wie: „Ok!“ Und ich drehte mich noch ein bisschen mehr und fühlte es das zweite Mal. Und so sagte ich in meinem Kopf einfach: „In Ordnung. Ich weiß, dass du hier bist.“ Und als ich das dachte, spürte ich an der Unterseite meines Fußes, wie jemand seinen Finger nahm und damit über die Unterseite meines nackten Fußes fuhr. Und dann – habe ich einfach gelacht. Als ob ich gesagt hätte: „Ok, hi!“ Das war die Bestätigung, dass das etwas vor sich ging.“

Über die CE-5 – Events kam es zu ihrer Freundschaft mit Debz Shakti, die u.a. Rückführungssitzungen durchführt, und den anderen Experiencern, die in der Dokumentation zu sehen sind. Irgendwann fragte Debz sie, ob sie an diesem Projekt teilnehmen wollte:

„Und ich dachte: „Oh, ich habe nicht wirklich das Gefühl, dass ich viel beizutragen habe, weil da nur eine kleine Sache war, nur eine kleine Sache, die mir als Kind passiert ist, aber… es ist irgendwie ein Teil eines größeren Bildes für mich.“

Alanna ist zwar von negativen Reaktionen geschont geblieben, aber sie weiß sehr wohl, dass einige der anderen Teilnehmer mit ihrem Umfeld damit zu kämpfen hatten. Und selbst wenn – Alanna hat sich schon immer nie der breiten Masse zugehörig gefühlt:

„Nun, ich hätte nie gedacht, dass ich eine so bemerkenswerte Geschichte habe, aber als ich sie teilte, fand ich heraus, dass sie es tatsächlich ist, und es hat mich dazu geführt, so viele großartige Menschen zu treffen, und es hat zu so vielen wunderbaren Erfahrungen geführt. Und selbst wenn die Leute mich verurteilen wollen und denken […]: „Sie ist verrückt, sie hatte das nicht, sie wurde nicht entführt, ihr ist nichts passiert, es war nur ein Traum“, das ist in Ordnung. Habt keine Angst, eure Wahrheit zu sagen und eure Erfahrungen mitzuteilen, denn es wird jemanden geben, der euch glaubt und weiß, dass ihr die Wahrheit sagt, und darauf kommt es an: ehrlich zu sein. Und das ist ein Grundsatz, den ich immer verfolgt habe: Es ist zwar ein Klischee, aber Ehrlichkeit ist die beste Strategie. Wenn man Dinge verheimlicht und Dinge über sich selbst unterdrückt, dann werden sie irgendwann einen Weg zu finden versuchen, um ans Licht zu kommen.“

Quellen:

Deutsche Übersetzungen und Zeichnungen aus: Mr. Grey’s Experiencer Interviews Podcast, Sendung vom 03.07.2022: Alanna Robelia: Generational Experiencer.

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