Yvonne Smith – Aliens, Entführungen und der innere Drang

Yvonne Smith ist Hypno- und Traumatherapeutin und arbeitet seit 1991 ausschließlich mit Betroffenen des Alien-Entführungsphänomens. In ihrer Ausbildung hatte sie das Glück, sich mit den bekannten Größen Budd Hopkins, John Mack und David Jacobs austauschen zu können und sie bei einigen ihrer Sitzungen begleiten zu dürfen. Mittlerweile hat Smith schon unzählige Rückführungen durchgeführt und nimmt in der Bewertung der Entführungsthematik eine neutralere und ausgewogenere Position ein. Die Protokolle ihrer Sitzungen, wie in ihrem Buch  „Chosen“, lesen sich von daher auch ziemlich konventionell. Auf unserem Blog gibt es eine kleine Buchbesprechung dazu.

Nichtsdestotrotz ist es natürlich spannend, ob es in ihrer eigenen Arbeit irgendwelche besonderen Abweichungen oder hervorspringenden Elemente gibt. Und so ist mir ein Detail gleich ins Auge gesprungen: Entführte berichten seit ein paar wenigen Jahren von einem besonderen inneren Drang, der sie in ihrem Leben beeinflusst – Das ist eine unheimliche Übereinstimmung zu unseren eigenen Beobachtungen (siehe letzter Abschnitt). Was den Rest angeht, hält es Smith wie Budd Hopkins: „Ich gehe dorthin, wo mich die Hinweise hinführen.“ Im folgenden gibt es dazu einen kleinen Überblick, den ich aus zwei neueren Podcasts gewonnen habe.

Arten von Wesen

Yvonne Smith lernte in punkto Aliens schnell ihre erste Lektion: Nur weil es schräg klingt, sollte man es nicht gleich in Zweifel ziehen. Als sie auf den Bericht eines Wesens stieß, das einen Umhang im Stil von Dracula trug, fragte sie John Mack schüchtern um Rat. Der hatte jedoch selbst bereits einige derartige Fälle und riet ihr, sich keine Sorgen darüber zu machen. In den Jahren ihrer Praxis begegneten ihr immer wieder dieselben typischen Wesen, allen voran die Greys.

Hauptsächlich ist es das gleiche Schema: Das Abholen, den Transport und die Rückkehr an den ursprünglichen Schauplatz übernehmen meist etwas kleinere Grey-Wesen, die geschäftsmäßig wirken und sich auf den reibungslosen Ablauf der Entführung konzentrieren. An Bord des Schiffes gibt es Arzt- oder Mentor-Wesen, die eine besondere Aura oder Authorität ausstrahlen. Immer wieder kommt es dabei zu Begegnungen mit einem Wesen, das die Entführten aus vielen früheren Erlebnissen wiedererkennen. Diese Beziehung besteht oftmals seit der frühesten Kindheit und bildet somit eine lebenslange Begleitung. Das Aufeinandertreffen ist dementsprechend ziemlich emotional und vermittelt das Gefühl, auf ein Mitglied aus seiner eigenen Familie zu treffen. In einigen Berichten ist von noch größeren Greys die Rede, die manchmal eine Art Uniform tragen. Ein ebenfalls wiederkehrendes Merkmal in ihren Berichten ist das Auftauchen eines Grey-Wesens, das von der Ausstrahlung als weiblich erkannt wird, im Vergleich zu den anderen Grey jedoch sehr groß ist und eine Art Robe oder Umhang tragen kann. Es beruhigt oder tröstet Entführte während einer Untersuchung oder Prozedur und wird als empathisch und mitfühlend wahrgenommen.

Eine auffällige Rolle in Smiths Ergebnissen bilden Gottesanbeter-Wesen, die praktisch immer irgendwo im Hintergrund anwesend zu sein scheinen. Während Untersuchungen treten sie stärker in Erscheinung, berühren die Entführten jedoch selbst meistens nicht und überlassen den Grey-Wesen die Durchführung der Prozeduren. Sie erteilen dazu aber Anweisungen, stehen am Tisch und überwachen die Vorgänge. Man könnte daraus die Schlußfolgerung ziehen, dass es sich dabei um die Vorgesetzten der Greys oder ganz einfach um eine höhere Verantwortungs- oder Organisationsstufe handelt. In Berichten anderer Hypnotherapeuten bzw. in weiteren Augenzeugenberichten werden Gottesanbeter mit einer großen geistigen und spirituellen Kraft beschrieben. Trotz ihrer Größe und Gestalt wirken sie eher freundlich und wohlwollend, doch mit einer unheimlich starken Aura. David Jacobs hat dazu den entgegengesetzten Weg eingeschlagen – er zeichnet ein gefühlloses Bild von ihnen, in dem ihnen die Entführten nur als Mittel zum Zweck dienen. Jacobs Theorie zufolge sind die Grey selbst nur eine Schöpfung der Gottesanbeter-Wesen, die ähnlich wie Grey-Mensch-Hybriden unter Zuhilfenahme unseres genetischen Materials geschaffen wurden. Yvonne Smith verhält sich dabei diplomatisch und nimmt die Position der Mitte ein, deutet aber an, dass es für voreilige Schlüsse zu früh sei und sie nicht viel von Jacobs Position hält. Interessanterweise bezeichnet sie die Gottesanbeter als „Er“, weil die Entführten sie unter Hypnose als hauptsächlich männlich empfinden.

Meist treten die Alien-Wesen also als ein gemeinschaftliches Geflecht auf, in dem verschiedene „Arten“ nebeneinander arbeiten und unterschiedliche Aufgaben verfolgen. Menschliche Wesen scheint Smith eher als Hybriden einzuordnen, weil sie keine besonderen Einzelereignisse mit ihnen aufzeichnen konnte. Ebenso begegnen ihr Berichte mit Reptiloiden nur sehr selten. Sie ist sich jedoch darüber bewusst, dass die beschriebenen Verhältnisse bei anderen Hypnotherapeuten abweichen können und kann sich vorstellen, dass unterschiedliche Alien-Gruppierungen existieren.

Konsistenz des Entführungsphänomens

Im Interview geht es um den Einsatz der Hypnose an sich und ob bewusste Erinnerungen nicht als viel vertrauenswürdiger gesehen werden müssen. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage gestellt, ob die Masse des Materials das Bild der Alien-Entführungen bestätigt oder es sich in Wahrheit um ein ganz anderes Phänomen handeln könnte.

Yvonne Smith verweist auf die detaillierten Beschreibungen und die tiefen Emotionen während der Rückführungen, die eine Ergänzung zu bewussten Erlebnissen bilden. Das Wiedererleben unter Hypnose offenbart mehr Einzelheiten, während sonst meist nur Erinnerungen an den Beginn oder das Ende einer Entführung vorliegen. Es handelt sich um ein physisches Phänomen, das sich bereits seit der Kindheit im Leben der Betroffenen manifestiert. Es gibt die bekannten Beispiele wie die Annäherung eines Ufos oder Lichts, das Sehen der Wesen, die gleichzeitige Entführung mehrerer Menschen, Missing Time, kurzzeitig verschwundene Personen, Fehler der Aliens z.B. bei der Vertauschung von Kleidern usw. Auf der anderen Seite gibt es eine mögliche „interdimensionale“ Komponente – Ufos verschwinden plötzlich, Wände werden durchlässig – während das Innere der Raumschiffe für ein physisches Leben gestaltet ist und die Einrichtung ziemlich ähnlich beschrieben wird.

Man kann sagen, dass seit 50 oder mehr Jahren zwar mehr oder weniger das Gleiche passiert, doch gerade dies auch die Stärke des Phänomens ausmacht. Trotz aller Argumente ist es am Ende schwer, damit das öffentliche Bewusstsein zu erreichen. Yvonne Smith führt diese Abstumpfung auf die zunehmende Sensations- und Innovationshungrigkeit zurück. Das Phänomen spricht jedoch für sich und braucht es nicht, dass man es noch künstlich aufbläst und ständig weiter mit neuen Geschichten auftoppen will.

Gleichzeitig lebt jeder in seiner eigenen Blase und Komfortzone, in die ja nichts Unangenehmes eindringen soll. Die meisten Menschen befinden sich auf dem Level, das die meisten Fernsehsendungen mit den immer gleichen ermüdenden Fragen auffangen: „Sind wir alleine? Gibt es Ufos?“ Über diesen Punkt sind wir längst hinweg. Dieses „Kleine Welt“-Prinzip kommt auch in Gesprächen über die Ufo-Thematik zum Ausdruck, wenn Menschen plötzlich unvermittelt anfangen, über eigene kleine mysteriöse Erlebnisse zu sprechen, die ihnen sehr sehr viel wichtiger erscheinen. Es hilft wohl nichts anderes, als die Thematik wiederholt anzusprechen, wobei man anscheinend etwas kleiner stapeln muss, wenn der Großteil schon seine Probleme mit der Existenz von Ufos hat.

Familien und Kindheitserfahrungen

Aliens diskriminieren nicht zwischen Jung und Alt, Arm oder Reich. Entführungen sind in ein lebenslanges Programm eingebettet, das zwischendurch pausieren kann, doch auch dann noch 70-jährige und 80-jährige Klienten betrifft. Sie stellen Smith manchmal die Frage, was die Aliens noch von ihnen brauchen könnten. Smith kann ihnen nur antworten: „Sobald du einmal ausgewählt worden bist – ausgewählt, um Teil ihres Programms zu sein – haben sie etwas für dich zu tun.“ Entführungen können von der Kind- bis in die Eltern- und Großeltern-Generation zurückverfolgt werden. Einige Abductees reden nie über ihre Erfahrungen und entschließen sich erst zu einer Rückführung, wenn es auf ihre eigenen Kinder übergeht, und wenn die Jahre ins Land gehen, stehen eines Tages die Kinder ihrer Klienten vor der Tür.

Kleinkindern kann man unterstellen, noch nicht durch Bücher, Sendungen usw. mit der Entführungsthematik in Berührung gekommen zu sein. Smith nennt einige verdächtige Beobachtungen: Kinder reden von einem kleinen Doktor, der nachts ins Zimmer kommt, einem Geist, von einem hellen Licht, das im Raum ist, sie haben schlaflose, unruhige Nächte, wiederkehrende Alpträume, Angst vor einem bestimmten Zimmer im Haus, besondere Narben, die über Nacht aufgetaucht sind, an die sie keine Erinnerung haben und die trotz ihrer Größe nicht schmerzen. Ihr eigener Sohn outete sich später als Betroffener und erzählte als Kind mehrmals von einer großen Spinne, die in einer Ecke des Zimmers saß und mit ihm sprach. Darüberhinaus gibt es einige Fälle, in denen ein Kind verschwindet und verzweifelt nach ihm gesucht wird, bis es plötzlich wieder im Bett liegt oder irgendwo anders in der Wohnung auftaucht. Kurios war dabei z.B. ein Kind, das im Schlafanzug im Küchenschrank gefunden wurde, nachdem die Eltern bereits die ganze Wohnung gründlich auf den Kopf gestellt hatten.

Agenda der Aliens

Wenn es um die Bewertung von Entführungserlebnissen geht, kommt man mit Schwarz-Weiß-Denken nicht sehr weit. Die Verarbeitung und Integration der Ereignisse ist ein ganz persönlicher Prozess, den Smith als Traumatherapeutin unterstützend begleiten kann. „Die Menschen kommen zu mir, wenn sie traumatisiert sind, nicht wenn sie glücklich sind.“ Dementsprechend sehen sich ihre Klienten mit seltsamen, furchterregenden Erscheinungen konfrontiert, die ihr Leben auf den Kopf stellen. Angst, Wut, Trauma und posttraumatische Belastungsstörungen bilden dabei die typischen Erscheinungen. Die Angst bestimmt die Wahrnehmung und das Handeln, was häufig ein Echo auslöst – Zum einen erscheinen die Entführungen umso bedrohlicher und zum Anderen reagieren die Alien-Wesen auf gesteigerte Emotionen mit gesteigerter Vorsicht – Sie ziehen einfach ihr Ding durch und tun, was sie tun müssen. Werden Angst und Trauma transformiert, scheinen die Aliens offener zu werden und die Kommunikation nimmt zu.

Die Frage nach dem großen „Warum?“ beantwortet Smith daher mit: „Sie sind nicht böse, aber sie haben eine Agenda.“ Für sie steht das Hybridenprogramm im Mittelpunkt. Nach wie vor sehen Entführte Räume voller dickflüssiger Tanks, in denen sich Hybriden entwickeln, sie sollen Babys halten, mit anderen Kindern spielen, sehen heranwachsende Mischlinge oder begegnen ihren eigenen Nachkommen. Smith teilt zwar nicht David Jacobs Schreckensszenarien, kann sich aber vorstellen, dass einige Hybriden unter uns leben und dabei nicht sonderlich auffallen. Laut Jacobs sind die Hybriden Soziopathen, da sie unter den Aliens aufwachsen, doch Smith hält sie für äußerst lernfähig, da sie wie alle anderen Alien-Wesen Telepathen sind. Diese Theorie würde durch einige Berichte von Entführten gestützt, denen mehr oder weniger normal aussehende Menschen begegnen, die jedoch ihre Gedanken zu lesen scheinen etc.

Der andere zu beobachtende Trend sind Manipulationen, die im Zuge der Befruchtung erfolgen oder direkt an den heranwachsenden Embryonen bzw. Föten im Mutterleib vorgenommen werden. Die Alien-Wesen erklären manchmal dazu, dass es sich um Anpassungen in der DNA handelt oder dass etwas geheilt wird. Einige der geborenen Kinder scheinen fortgeschrittener und sensibler zu sein, ein Teil davon wird später als hochintelligent eingestuft. Seit den 2000ern gibt es die Indigokinder-Welle und andere glauben nun auch selbst Hybriden zu sein. Smith hält von diesen Konzepten nicht viel und hält es für unterschiedliche Begriffe, um ein und dasselbe Ding zu beschreiben. Letztendlich werden alle werden als Menschen geboren, sind jedoch feinfühliger und sehen die Welt mit anderen Augen.

Auf der anderen Seite können die Entführten positive transformative Tendenzen erfahren. Man kann sich dabei die Henne oder Ei-Frage stellen. Es kann sich um ein Ergebnis der Konfrontation mit dem „Völlig Anderen“ handeln, das dadurch quasi einen mystischen Charakter trägt und zu einer Umwandlung des eigenen Weltbilds mit einem erweiterten, universelleren Bewusstsein führt. Abductees können jedoch bereits seit der Kindheit eine besondere Sensibilität entwicklen und sich zwischen zwei Welten fühlen. Unter ihnen finden sich Qualitäten wie ein gesteigertes Umweltbewusstsein und Vegetarismus, die Beschäftigung mit spirituellen Themen, die Entwicklung geistiger Fähigkeiten, der Einsatz für andere Menschen etc.

Der innere Drang

Gleichzeitig sind dies genau jene Elemente, auf die uns die Aliens aufmerksam machen wollen. Zwar steht die von ihnen demonstrierte Verborgenheit einem direkten offenen Eingreifen entgegen. Stattdessen fangen sie, wie Preston Dennet es ausdrückte, bei den Grashalmen an und pflanzen auf individueller Ebene einen Samen, eine Botschaft. Smith sieht dieses Bemühen um die Förderung unserer spirituellen Seite ebenso als Teil des Entführungsphänomens. Sie geht sogar so weit zu sagen: „Sie wollen, dass wir von ihnen wissen.“  Was in diesem Kontext sehr oft auftaucht, sind Warnungen bzw. eine Sorge, die über unserem Umgang mit der Umwelt zum Ausdruck gebracht wird. So werden den Entführten „immer und immer wieder“ Bilder von Zerstörungen gezeigt, verbunden mit der Mitteilung, dass wir die Konsequenzen für unser Handeln tragen müssen, wenn wir uns nicht ändern. Doch wird auch der Gegenentwurf dazu gezeigt: Wunderschöne Bilder und Naturlandschaften als etwas das möglich wäre, falls wir es schaffen den Trend zu drehen.

Angesichts der Warnungen von globaler Erwärmung und schmelzenden Geltschern fühlt Smith durch die aktuellen Entwickungen eine unheimliche Bestätigung: „Ich sehe mir die Nachrichten darüber an und denke, „Oh mein Gott, das ist es, worüber sich die Erfahrenen Sorgen machen, was sie fühlen oder was ihnen mitgeteilt wird“, denn es ist alarmierend für mich […] denn ich höre den Leuten in Einzelgesprächen zu, in sehr vertraulichen Sitzungen, und sie haben keine Ahnung davon, dass ich das, was sie sagen, schon von etlichen anderen Menschen gehört habe, die sie noch nicht einmal kennen.“

In diesem Zuge beobachtet Smith seit etwa fünf Jahren eine Verstärkung unter den Entführten, die sie „The Urgency“ nennt. Diese Parallele ist höchst verblüffend, da wir dieses Phänomen ebenfalls beobachten und ihm den Namen „Der innere Drang“ gegeben haben. Es ist klar, das irgendetwas ins Rollen gebracht wurde und sich nun stärker zu manifestieren beginnt. Die Entführten in Smiths Sitzungen und in ihrer Selbsthilfegruppe beschreiben es ihr gegenüber so: Sie sind unruhig, sie fühlen, etwas tun zu müssen, oder nicht genug getan zu haben, wissen jedoch nicht genau was es ist. Sie kommen an ihrem Lebenspunkt ins Grübeln und fühlen, nicht das getan zu haben, was sie eigentlich hätten tun sollen, und dass ihnen Geld und Karriere letztendlich nichts bedeuten.

„Sie wollen, dass wir von ihnen wissen.“ Dieser Drang ist unerklärlich, aber stark und tiefgreifend: „Die Erfahrenen sind kontaktiert worden. Es ist so, als würden sie all diese Menschen zusammenbringen. Und Richard (Anmerkung: Richard Dolan), das schließt mich und dich und Tracy und andere Kollegen mit ein, die sich auf diesem Feld bewegen, wir versuchen die Nachricht zu verbreiten, dass all das real ist. Und das ist schwierig, wir setzen unseren Ruf aufs Spiel, meine Ehe ging wegen meiner Forschung in die Brüche, wegen meiner Arbeit, und nimm andere wie Budd Hopkins und John Mack. Es beeinflusst Beziehungen, es beeinflusst das Leben einer Person.“

Yvonne Smith fühlt den Drang, andere Therapeuten auszubilden, welche die Lücke in der Arbeit mit Entführten schließen können. Angesichts der Tatsache, dass ihr eigener Sohn Abductee ist, stellt sich die Frage, ob sie in ihrer Tätigkeit nicht auf irgendeine Weise geführt wurde. Eigentlich wollte sich Smith auf die Trauma-Arbeit mit Krebspatienten spazialisieren, doch die Fügung meinte es anders mit ihr. Sie bezeichnet ihre Mutter als „psychic“ und besuchte mit ihr eine Tagung, auf der auch das Entführungsphänomen behandelt wurde. Smith wusste in diesem Moment, dass es das war, was sie tun wollte.

In der Vergangenheit gab es bereits ähnliche Botschaften: Wiederkehrende Träume mit dem Inhalt, eine Menschenmenge in Sicherheit zu führen, direkte Simulationen eines möglichen Szenarios an Bord der Schiffe, die berühmte Nachricht: „Du wirst wissen, was zu tun ist, wenn die Zeit dafür gekommen ist.“, usw. Doch Smith hält den inneren Drang für eine neue Qualität. Sie sieht wie die „Millenials“ nun langsam nachkommen und „aufgeweckt werden“. Damals hieß es von Seiten der Alien-Wesen oft: Dieses und jenes würde „bald“ passieren, nun muss man sich langsam mit der Frage auseinandersetzen, ob das aufgeschobene „bald“ zu unserer drängenden Gegenwart wird. Ein kleines Schlupfloch gibt es vielleicht noch: „Nach ihren Aussagen gibt es keine Zeit, so wie wir die Zeit bewerten und wie wir sie messen. Sie tun es nicht.“

Mittlerweile gibt es eine Neuauflage ihres Buchs „Chosen“, in die sie den inneren Drang mit aufgenommen hat (und das ich mit auf meine Leseliste packe):

Yvonne Smith: Chosen: From the Alien Hybrid Program to the Fate of the Planet.

Quellen:

(Ich empfehle ganz klar das erste Interview):

Ein Gedanke zu „Yvonne Smith – Aliens, Entführungen und der innere Drang“

  1. Eine Interviewtechnik, die mir beim der Untersuchung des Abduktionsphänomens weitergeholfen hat, war die Mikrophänomenologie:
    Mikrophänomenologie ist eine neue wissenschaftliche Disziplin, die es uns ermöglicht, unsere gelebte Erfahrung sehr fein zu erforschen: Was passiert, wenn wir eine Idee haben? Wenn plötzlich eine Kindheitserinnerung zurückkommt? Wenn wir traurig oder im Gegenteil begeistert sind? Wenn wir einen Wald betreten, ein Musikstück hören oder einen guten Wein probieren? Wenn wir einen Roman lesen oder einen Brief schreiben? Diese Phänomene, die die eigentliche Struktur unserer Existenz bilden, sind schwer zu beschreiben und wurden bisher von der wissenschaftlichen Untersuchung ausgeschlossen.
    Aber neuere Forschungen zeigen, dass wir lernen können, unsere Erfahrungen sehr genau und zuverlässig zu beschreiben und ihre normalerweise unzugänglichen Dimensionen durch geeignete Methoden zu entdecken.
    Die Entwicklung dieses „psychologischen Mikroskops“ eröffnet große Untersuchungsfelder im klinischen und therapeutischen, pädagogischen, technologischen, künstlerischen und kontemplativen Bereich.
    Die Mikrophänomenologie entstand aus der Idee, die der Neurobiologe Francisco Varela im Rahmen seines „neurophenomenologischen“ Programms befürwortete, dass sich die Wissenschaft, um die Funktionsweise des Geistes zu verstehen, nicht allein auf die Untersuchung der zerebralen Aktivität verlassen kann, sondern eine strenge Methode zur Untersuchung menschlicher Erfahrungen entwickeln muss.
    Auf seine Initiative hin wurde die „Die beschreibende Interviewmethode“, eine zunächst von Pierre Vermersch für pädagogische Zwecke und zur Analyse der Berufspraxis entwickelte Interviewmethode, für die Forschung in den Kognitionswissenschaften angepasst und durch eine Methode der Analyse und Validierung von Daten ergänzt,
    woraus sich die Mikrophänomenologie entwickelte.
    Um diese neue Disziplin bildet sich gerade eine internationale Forschungsgemeinschaft. Die Website: https://www.microphenomenology.com/home
    zielt darauf ab, diese Gemeinschaft zu vergrößern, ihre Arbeit sichtbarer zu machen, neue Projekte zu fördern und die Mikrophänomenologie und ihre damit verknüpften Themen allen Personen vorzustellen, die daran interessiert sind, gelebte Erfahrungen zu erforschen.
    Auf der Webseite https://vimeo.com/202005553 findest Du ein Interview, das dieses Vefahren demonstriert — 2 dieser Interviews sind sogar in Deutsch.
    Vielleicht kannst Du ja etwas damit im Rahmen Deiner Forschungsarbeit anfangen?
    Beste Grüße
    Jens

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