CNN 360° - Anderson Cooper im Interview mit Navy Lt. Commander Alex Dietrich

Ex-Kampfpilotin Dietrich über das Tic Tac UFO 2004

Am 14. November 2004 kam es vor der Küste von San Diego zu einer Begegnung mit einem Flugobjekt, das als Tic Tac – UFO in die Geschichte eingehen sollte. In einer bemerkenswerten Ausgabe von 60 Minutes (CBS News) vom 16. Mai 2021 war neben Commander David Fravor erstmals die ehemalige Kampfpilotin Alex Dietrich vor der Kamera. Sie zählten damals zur Besatzung einer vierköpfigen Crew, die während eines Übungseinsatzes auf zwei Jagdflugzeuge verteilt war. Fravor näherte sich den über dem Wasser schwebenden Objekt in einer abwärtsgerichteten Spirale, worauf das Objekt die Bewegung imitierte und sich umgekehrt nach oben bewegte. Eine zweite Einsatzcrew konnte das Objekt mit einer sogenannten FLIR-Infrarotkamera (Forward-looking infrared) einfangen. Das FLIR-Video gehörte zu den Aufnahmen, die später geleakt wurden einen Beitrag zur der offiziellen UFO-Politik leisteten. Am 18. Mai wurde Alex Dietrich nochmals in der Sendung Anderson Cooper 360° (CNN) interviewt. Dank Will Bueché vom John E. Mack Institut gibt es dazu ein Transkript, das ich übersetzt habe. Die Beschreibung von Dietrich kann mit dem FLIR-Video verglichen werden:

Anderson Cooper von CNN spricht mit Navy Lt. Commander Alex Dietrich a.D., einer Veteranen-Kampfpilotin, über ihren Bericht der Sichtung eines UFO vor der Küste von San Diego im Jahr 2004.

Anderson Cooper 360°
18. Mai 2021

Navy Lt. Commander Alex Dietrich a.D. über die Sichtung des Tic Tac UFOs

ANDERSON COOPER: Also, Alex, erklären Sie uns doch bitte zunächst einmal, was Sie gesehen haben.

ALEX DIETRICH: Ich möchte vorsichtig sein, weil dieses Ereignis schon 16 Jahre zurückliegt.

COOPER: Das war im Jahr 2004?

DIETRICH: Der 14. November 2004. Und ich möchte einfach vorsichtig sein, weil wir wissen, dass die Wissenschaft des Geistes, die Gedächtniswissenschaft besagt, dass wir uns an diesem Punkt nicht zu sehr auf meinen technischen Bericht verlassen sollten. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass wir, die andere Flugzeugbesatzung und ich, an diesem Tag innerhalb von Minuten nach der Landung eine gründliche Einsatzbesprechung durchgeführt haben und dass ich innerhalb von, ich würde sagen, Stunden nach der Landung einen schriftlichen Bericht mit so vielen Pfeilen und Details und einschließlich der Kommunikation, Kurse und Flughöhen und alles, was ich noch so konnte, angefertigt habe. Und dann gab ich innerhalb einiger Jahre umfassende, fast schon verhörähnliche Einzelheiten an Angehörige des Office of Naval Intelligence und ATIP weiter.

Aber ich sage Ihnen, was insgesamt geschehen ist, war, dass wir uns auf einer Routine-Trainingsmission vor der Küste von Südkalifornien abseits der USS Nimitz befanden, die ein Flugzeugträger ist. Ich war als neue Pilotin beim VFA 41, einem Jagdgeschwader (Anmerkung: Strike Fighter Squadron). Wir brachen auf, um Luftabwehrübungen zu machen. Wir waren auf dem Weg zu einem Übungsflug, einem praktischen Luft-Luft-Raketeneinsatz, und wir wurden umgeleitet. Uns wurden Koordinaten mitgeteilt, die wir zum Abfangen aufsuchen sollten, um zu sehen, ob wir einen realen Kontakt identifizieren und abfangen können. Wir scannen also in dem Bereich, in dem wir etwas zu sehen erwarten würden, mit dem wir zusammentreffen, und wir sehen es nicht. Aber stattdessen sehen wir etwas im Wasser unter uns und darum wurde mir schwer ums Herz. Von der Aufregung, dass wir „diese bösen Jungs kriegen“ könnten, wechselte mein Gefühl zu: „Oh nein, diese bösen Jungs sind abgestürzt und sinken und jetzt sind wir die vor Ort-Kommandanten einer Such- und Rettungsmaßnahme.“

Und dann, beinahe unmittelbar nachdem das passiert war, ähm, betrat das Tic Tac die Szene – diesen Spitznamen haben wir ihm gegeben, weil es so aussah.

Ich bekomme eine Menge Fragen gestellt – „Wie hat es ausgesehen?“ und ich sage: „Hast du schon mal ein Tic Tac gegessen?“ Es sah aus wie ein kleines, längliches – das heißt, klein von unserer Perspektive, von unserer Höhe aus, aber ungefähr in der Größe eines normalen Flugzeugrumpfes. Und es war weiß, es war eine Art von mattem Finish, einfach genau wie ein Tic Tac. Und es verhielt sich so, dass wir… wir überrascht waren, verunsichert. Es beschleunigte – oder es beschleunigte fast schon nicht wirklich, nicht wahr? Es sprang irgendwie von Ort zu Ort und taumelte auf unvorhersehbare Weise umher. Und so leitete mein befehlshabender Offizier, Dave Fravor – zu der Zeit Commander Fravor – ein offensives Manöver ein, um es anzugreifen. Ich, als Rottenfliegerin und mit einem irgendwie unbehaglichen Gefühl und unerfahren, ich sagte: „Ok, ich halte High Cover-Stellung“, was im Grunde bedeutet, ich hänge hier auf Position herum, ich gebe euch Rückendeckung, aber ich werde nicht aus nächster Nähe mitmischen.

Und so drehte er mit ihm ab und dann verschwand es einfach. Es schoss so schnell aus dem Bild, dass wir dann alle am Funkgerät durcheinander gezappt haben. Und die ganze Zeit über waren wir miteinander über Funk in Verbindung und waren irgendwie, ähm, ziemlich aus dem Häuschen.

COOPER: Ich kann mir denken, dass Sie sich ziemlich viele Gedanken darüber gemacht haben, und ich kann mir denken, dass Sie x-mal danach gefragt wurden, aber glauben Sie – was denken Sie, was denken Sie darüber? Was denken Sie, was es war?

DIETRICH: Ja, jedes Mal, wenn ich, jedes Mal, wenn ich danach gefragt werde, heißt es: „Was war es?“ Ich bin nicht qualifiziert, diese Analyse zu treffen, und ein Teil des Grundes, aus dem ich mich bereit erklärt habe, mit Ihnen zu sprechen, und ich mich bereit erklärt habe, bei 60 Minutes zu sprechen, war der, dass ich das Stigma für andere Flugzeugbesatzungen zu reduzieren versuche. So dass sie, falls sie etwas sehen, oder wenn sie etwas sehen, etwas sagen werden. Und dass sie sich nicht verlegen oder beschämt fühlen, wenn sie die Meldungen machen, und dass sie wissen, wie man die Meldungen macht und wo man die Meldungen macht, und dass sie zu diesem Datenpool an Informationen beitragen, über den wir verfügen – so dass diejenigen, die professionelle Geheimdienstanalysten und Wissenschaftler sind, sich diese gesammelten und konsolidierten Daten ansehen können und einige wirklich solide, vernünftige und rationale Schlussfolgerungen ziehen können.

Denn unabhängig davon, auf welcher Seite der „UFO Kriege“ man sich befindet, von denen ich eigentlich erst jetzt erfahre (ähm, und Grüße an meine neuen Freunde auf dem Hashtag UFO Twitter) – es fasziniert. Ich bin fasziniert von ihrer Faszination.

Und so, ob sie nun Hardcore-Enthusiasten sind, oder Verschwörungstheoretiker, oder Hardcore-Debunker. Oder da gibt es sogar diese Gruppe von religiösen Fanatikern, die einfach, die ich bis jetzt noch nicht verstehe. Aber sie sind alle in diesen verschiedenen Lagern. Und was ich im Grunde sehe, ist, dass sie alle Antworten wollen, unabhängig davon, wie sehr sie sich gegenseitig angreifen. Sie alle wollen wissen, was es war. Und das können wir nicht, wenn wir uns nur gegenseitig angreifen oder uns gegenseitig an den Pranger stellen oder es zu einer Sensation machen.

Wir müssen wirklich zusammenarbeiten und noch mal mehr Informationen bekommen, mehr Beweise bekommen, damit wir zu einigen vernünftigen Schlussfolgerungen kommen können.

Quellen:

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