Children Of The Greys (2) – Der Grey-Mentor

Das faszinierendste an Bret Oldhams „Children Of The Greys“ ist für mich die Beschreibung der Grey-Wesen. Mein eigenes Bild der Grey hat sich über die Jahre mehr und mehr verändert. Früher waren die verfügbaren Informationen noch recht eindimensional. Alles in allem wurden die Greys als ziemlich roboterhaft beschrieben. Es gab spezifische Greys die aus irgendeinem Grund größer als die anderen Greys waren und eine besondere Rolle bei den körperlichen Eingriffen zu spielen schienen. Man bezeichnete sie daher als die „Ärzte“. Doch dieses Bild wurde der Realität nicht wirklich gerecht. In den USA gibt es zunehmend die Unterscheidung zwischen „Tall Greys“ und „Tall Whites“ – selbst dabei gibt es keine einheitliche Linie. Die großen Wesen beaufsichtigen Gruppen, geben den kleinen Greys Anweisungen und koordinieren Prozeduren, die von den Standardeingriffen abweichen. Und sie bauen eine komplexe Langzeitbeziehung zu Abductees auf, was durch Brets bewusste Erinnerungen abermals sehr anschaulich gemacht wird. Im deutschsprachigen Bereich kennen wir diese Beziehung ebenso. Wir kamen deshalb ganz unabhängig auf den Begriff Grey-Mentor oder Mentor-Wesen.

Im Gespräch mit der Abductee Suzanne Chancellor wird die Aufmerksamkeit auf weitere Gemeinsamkeiten in der Erscheinung und im Verhalten des großen Mentor-Wesens gelenkt. Dazu gibt es zwei Zeichnungen des Wesens die auf einem erstaunlich ähnlichen Hintergrund beruhen.

Bret traf erstmals im Verlauf seines zweiten bewussten Erlebnisses mit dem Mentor-Wesen zusammen. Er war damals fünf oder sechs Jahre alt und das Wesen sprach ihn auf eine sehr kindgerechte Weise an – Bret vergleicht es mit einem Großvater, der auf seinen Enkel einredet:

„Und sie brachten mich zu einem Bereich den ich als auf einen Schiff wahrnahm, und es war eine Art abgesenkter Bereich und halbkreisförmig mit diesen bankähnlichen Sitzen, die in das Schiff eingebaut waren. Und dort waren mehr von den kleinen Greys. Und das war der Ort, an dem ich zum ersten Mal den großen Grey getroffen habe. Sie setzten mich neben ihn hin und er begann sich mit mir anzufreunden. Und ich hatte nicht wirklich etwas, an dem ich mich in diesem Alter festhalten konnte, und dachte einfach „Nun ja, zumindest ist dieser nett zu mir.“ Das begann eine Beziehung zu dem großen Grey, die bis zum heutigen Tag besteht.“

Das große Grey-Wesen sagte ihm, dass sie (die Greys) seine Freunde seien und ihm nicht weh tun würden. Sie würden gerne mehr über ihn lernen und ihn ab und zu besuchen kommen. Es klang beinahe wie die Frage um ein Einverständnis – und nach der Formierung eines Bandes, das sie für die Zukunft aneinander binden sollte. Da Bret zu eingeschüchtert von der ganzen Situation war, gab er dem Wesen sein Ok. Das kurze Zusammentreffen hatte den Charakter eines Kennenlernens und wirkte gleichzeitig wie eine Zuweisung. Der Mentor verhielt sich in den nachfolgenden Begegnungen zwar freundlich, doch es blieb kein Zweifel daran, dass er letztendlich seinen Anteil an den verschiedenen Prozeduren hatte:

„Er ist immer freundlich gewesen, er beantwortet manchmal Fragen, abhängig davon, um was es dabei geht, ich bin mir sicher, dass er ganz klar das Sagen hat, genau so wie die anderen großen Greys, aber ich habe ihn nie direkt an irgendeiner Prozedur, einem Experiment oder etwas anderem beteiligt gesehen, denen ich ausgesetzt war, obgleich ich mir sicher bin, dass er wahrscheinlich aufgetragen hat, sie auszuführen.“

Die Entführungen gestalteten sich in Brets Fall nach dem folgendem Muster: Er wurde in einen kleinen Raum gebracht, den man vielleicht mit einem allgemeinen Aufnahmebereich bei einem Arzt vergleichen könnte. Dort befand sich ein Tisch und die kleinen Greys nahmen Standardprozeduren vor, was unter anderem die Entnahme von Sperma beinhaltete. Das konnte entweder schon alles gewesen sein oder Bret wurde in einen anderen Teil des Schiffes weitergeführt.

Die kleinen Greys waren für alle Routineaufgaben und die Eskortierung in die weiteren Räume und Bereiche zuständig. Ihre Bewegungen waren präzise und wie aufeinander abgestimmt. In der Tat erweckten sie häufig den Anschein, als wären sie mental miteinander verbunden. Dabei handelten sie so in Gleichklang, dass sie ebenso an einen Zentralcomputer angeschlossen sein und ein gemeinsames Program ausführen könnten. Dieser seltsame Eindruck wurde durch ihre gleichbleibenden Phrasen und ihre Vorliebe zur Perfektion verstärkt. Wenn etwas von der gewohnten Logik des Ablaufs abwich, wirkten die kleinen Greys verwirrt und schienen für kurze Zeit nicht zu wissen, wie sie reagieren sollten. Möglicherweise mussten sie die Gegebenheiten zunächst neu bewerten und sich miteinander abstimmen.

Bret gelang es bei einer Gelegenheit die kleinen Greys zu übertölpeln. Er kam auf dem Untersuchungstisch zu sich und blieb geistesgegenwärtig – er verhielt einfach ruhig und ließ sich nichts anmerken. Da er seit längerem Selbsthypnose praktizierte, war er mittlerweile geübt darin einen entsprechenden passiv-abwesenden Geisteszustand aufrechtzuerhalten.  Diese Täuschung ging anscheinend durch und die kleinen Greys konzentrierten sich auf ihre Standardprozeduren. Mit einem Mal richtete Bret sich auf – man könnte fast schon sagen, dass er dabei „Buh!“ rief. Die kleinen Greys strahlten einen perplexen Eindruck aus, machten ein paar Rückwärtsschritte zur Wand und starrten ihn unentwegt an. Doch sie verfügten natürlich über die Fähigkeit ihre mentale Kontrolle zu verstärken und Bret in solchen Situationen die Birne auszudrehen.

Die kleinen Greys in ein längeres Gespräch zu verwickeln erwies sich auch nach verschiedenen Versuchen als recht aussichtslos. Doch deshalb prallte es nicht gleich automatisch an ihrer regungslosen Miene ab. Wenn Bret sich kooperativer verhielt und sich auf die Umstände einließ, konnte er sie zum Beispiel danach fragen, sich besser bewegen zu können und nicht so stark gelähmt zu sein. Oder er bat sie darum, ihn keine Schmerzen spüren zu lassen, wenn ihm bei einem Eingriff die Angst überkam. Sie blieben zwar weiterhin reglos und antworteten nicht, aber sie kamen seiner Bitte nach. Ein drolliges Beispiel betraf den Grey-Mentor, den Bret unbedingt wegen des Babys seiner Freundin sprechen wollte (siehe Teil 1 – Heilungen und Trauma). Er fragte einen der kleinen Greys im Aufnahmebereich daher einfach gedanklich , ob er mit dessen „leader“ sprechen könnte, also halt den großen Grey da. Wieder starrte ihn der Grey nur regungslos an und der Mentor betrat ziemlich schnell den Raum, als wäre er nur eben um die Ecke gewesen.

In Brets Leben hatte es eine Phase gegeben, in der er den Wesen einen weitaus stärkeren Widerstand entgegengebracht hatte. Das rief leider nur überhaupt nicht den gewünschten Effekt hervor. In Zusammenhang mit Brets gutem bewussten Erleben schien es sogar ein bestimmtes Interesse der Grey zu erwecken. Sie verwickelten ihn ab und zu in ein psychologisches Spiel und beobachteten dabei, wie Bret glaubt, sein Verhalten und seine Emotionen:

„Ich wurde nur von einem Grey in einen Raum geleitet, und der große Grey befand sich darin und wartete auf mich. Und da war ein Bereich darin, der irgendwie nur ein klein wenig höher gelegen war als der restliche Raum, so wie ein kleiner plattformähnlicher Bereich. Und direkt vor der Rampe, die dort zu dem kleinen Bereich heraufführte, dort waren Bildschirme, und er zeigte mir – es war natürlich auf telepathischem Wege – aber er beharrte darauf, dass ich mir die Szenen von Erdzerstörungen ansehe, was ziemlich verbreitet unter Abductees zu sein scheint. Und ich schaute es mir eine Weile an, es waren einfach nur all diese Abfolgen von Katastrophen auf katastrophenartigen Dingen, und ich fragte immer wieder: „Warum zeigst du mir das?“ Und ich sagte ihm, dass ich nicht glaube, dass ihr das geschehen lassen werdet. Und ich sagte: „Ihr werdet das nie geschehen lassen, weil das alles im Universum zerstören wird.“ Und ich denke er schien damit zufrieden gestellt zu sein.“

Diese Episode ist sehr bemerkenswert, weil es sich bei der Vorführung  von apokalyptischen Szenen um eine häufige Prozedur bei den Alien-Wesen handelt. Es könnte sich also eher um eine Form von Programmierung und Sensibilisierung handeln statt um die prophetische Warnung vor feststehenden zukünftigen Ereignissen. Im Buch präzisiert Bret die Reaktion des Mentor-Wesens und beschreibt, dass der große Grey ihm nach einer sehr langen Pause zugestimmt hat: Sie würden es nicht geschehen lassen. Brets persönlicher Auffassung nach brächte die Zerstörung der Erde das ganze Gefüge im Universum aus dem Gleichgewicht, und das hatte er dem Grey zu übermitteln versucht.

Zuvor hatte Bret den Mentor in eine Interaktion über Religionen verwickeln können. Zu dieser Zeit hatte Bret sich stark mit den Weltreligionen beschäftigt und der Grey wollte von ihm wissen, weshalb Bret das so interessieren würde. Bret war seinerseits verwundert, wieso der Grey überhaupt davon wissen konnte. Der Mentor antwortete Bret, dass er verschiedene Implantate in seinem Körper hätte, durch die sie ihn beobachten könnten. Von Zeit zu Zeit müssten die Implantate versetzt werden, aber es wäre nicht beabsichtigt, ihm damit Schaden zuzufügen. Bret bemerkte, dass der Grey gerade in Plauderlaune war und packte die Gelegenheit am Schopf:

„Nun, davor hat er mich eine Frage stellen lassen, ich sollte das sagen, weil es ziemlich wichtig ist. […] Er sagte: „Ja, ja du darfst.“ Und ich sagte – das ist einfach etwas, das irgendwie immer an mir genagt hatte. Weißt du, es interessierte mich nie wirklich, woher sie kamen, weil, ich denke sie vielleicht einen Planeten nennen könnten, etwas, das mir überhaupt nichts bedeuten würde. Und sie könnten vielleicht sogar interdimensional sein, wie wir es vorher besprochen haben. Aber meine Sache die ich wissen wollte, ist – und ich fragte ihn, ich sagte: „Wer ist euer Gott?“ Und ohne zu zögern sagt er: „Wir sind alle eins mit dem, der das Eine ist.“ Und das war es, es war einfach wie… Ich konnte ihm nicht einmal zurück antworten, weil es so tiefgründig in seiner Einfachheit war. Irgendwie hat sich einfach alles irgendwie in mir zusammengefügt, es war wie: Wow, es macht einfach vollkommen Sinn. Und ich dankte ihm. Ich fragte nichts anderes.“

Jetzt kann ich die Abductee Nadine Lalich als Beispiel nehmen, denn diese Bemerkungen über das Wesen Gottes sind keine Einzelfälle:

Eine Bemerkung über Gott

Als Nadine den Aliens in einem Zusammenhang vorwarf, dass sie sich für Gott hielten, wollte das Gottesanbeter-Wesen diese Bemerkung anscheinend nicht im Raum stehen lassen und stutzte sie telepathisch zusammen. Nadines Konzept über Gott sei falsch, und sie sollte ihr Denken erweitern. Gott sei keine feststehende Entität, und wir alle wären ein Teil dieser Kraft. Wir wären wie kleine Brennpunkte dieser Energie, die sich weiterhin unendlich erschaffen und ausdehnen würde. Wenn wir uns weiterentwickeln, so würde das gleichzeitig auch Gott tun.

Es scheint als stünden wir bei den Aliens an dem Punkt, unser Verständnis über die Realität langsam einmal überdenken zu müssen. Die Tragik daran ist, dass genau dieses Realitätsbild bereits vor einigen der großen Weltreligionen schon einmal da gewesen ist. Der Teil mit dem „langsam mal überdenken“ ist also eigentlich purer Sarkasmus meinerseits 😀

Das psychologische Experiment mit Bret setzte sich anschließend fort:

„Er führte mich irgendwie einfach […] die Rampe hinauf zu diesem Bereich und bat mich, mich auf diese kleine Bank hinzusetzen. Und ich wollte mich nicht hinsetzen, aber er bestand darauf dass ich mich setze, und natürlich war ich viel zu groß für diese kleine Bank, aber… Dort war eine Wand, und oberhalb der Wand waren über den ganzen oberen Bereich entlang Symbole angeordnet, an der Decke, und am oberen Teil der Wand. Nicht wirklich hieroglyphenartige Symbole, aber etwas das dich ziemlich daran erinnern würde, wirklich in einem geometrischen Design-artige Symbole. Und er stand vor dieser Wand, und er sagte mir dass er etwas hätte, das er mich sehen lassen wollte. Die Wand verschwand und wurde zu… wie ein holografischer Bildschirm, es war einfach unglaublich anzusehen. Und ich dachte einfach „Mein Gott“, und dann begann diese Formel auf dem Bildschirm zu erscheinen, ich weiß nicht einmal wie. Vielleicht geschah es einfach über seine Gedankenprozesse, ich weiß es nicht, aber… Und es sah ziemlich komplex aus. Und ich sagte einfach „Was?“ Ich war sehr sehr verwirrt, und ich sagte: „Was ist das? Wozu zeigst du mir das? Ich verstehe es nicht.“ […] Er sagt: „Auf euren Planeten habt ihr eine Krankheit, die ihr Krebs nennt.“ Und ich sagte: „Ja, das haben wir.“ Und er sagt: „Das ist die Heilung.“ Und ich dachte: „Oh mein Gott!“ Ich war glücklich, anfangs, ich war glücklich. Und ich fiel sozusagen darauf herein, ich dachte: „Wow, ich kann nicht… Das ist unglaublich! Er gibt mir die Heilung für Krebs. Das war es alles wert.“ Ich dachte all so was in der Art wie: „Alles, was ich durchgemacht habe, es war das alles wert, wenn es dazu geführt hat.“ Und also sagte ich ihm, das klingt jetzt dumm, aber ich fragte ihn tatsächlich nach etwas, um darauf zu schreiben. Weil, ich sagte ihm, ich sagte: „Ich brauche etwas um darauf zu schreiben. Ich muss das abkopieren.“ Und er sagt: „Nein, du musst es dir merken.“ Und ich sagte: „Ich kann nicht! Ich bin nicht einmal gut in Mathe!“ Und das war die Wahrheit. […] Und ich regte mich wirklich ziemlich auf weil ich begriff, dass er es mich nicht aufschreiben lassen würde. Und ich begann ihn anzuflehen: „Bitte, bitte, irgendetwas, irgendwas um es darauf abzuschreiben. Ich kann es mir nicht merken, ich kann nicht.“ Und ich regte mich so auf, dass sie mich hinausführten. Und ich erinnere mich daran, den Raum zu verlassen, den Raum nicht verlassen zu wollen, und als ich den Raum verließ, flehte ich ihn immer noch an. So etwas wie: „Bitte, bitte, lasst es mich haben. Lasst es mich aufschreiben.“

Bret ist sich im Nachhinein sicher, dass es sich wirklich nur um ein Spiel gehandelt hat, um seine Reaktionen zu beobachten – Bei der Formel hätte es sich um alles mögliche oder auch nur um puren Nonsense handeln können. Er hätte nie eine Chance gehabt sich überhaupt nur an einen Teil der Formel zu erinnern. Mit ähnlich perfiden Vorgehensweisen war Bret schon in der Vergangenheit konfrontiert worden. Zweimal befand er sich in einem Raum, der ihn an eine Version des Holodecks aus Star Trek erinnerte und mit einer überaus realistischen Simulation gespeist werden konnte. Während eine Gruppe von Greys das Geschehen von außerhalb ins Blickfeld nahm, materialisierte sich um Bret herum aus dem Nichts eine Wiesenlandschaft. In zwei aufeinanderfolgenden Erlebnissen begegnete er darin seinem längst verstorbenen Hund und seinem toten Stiefvater. Gerade letzteres brachte Bret an den Rand eines Tobsuchtsanfalls. Die Szenarien waren lebensecht genug, dass man sich geistig und sinnlich auf sie einlassen konnte, aber bargen bei genauerem Hinsehen einige Fehler und Ungenauigkeiten. So wurde Bret am Ende schmerzlich klar, dass es sich lediglich um Trugbilder handelte, die wahrscheinlich aus seinem Unterbewusstsein heraus gespeist wurden. Nach Brets Ansichts sollten bestimmte Emotionen in ihm hervorgerufen werden, die live von den Greys beobachtet werden konnten.

Zum Zeitpunkt des Krebsformel-Erlebnisses war Bret Ende zwanzig. Die Abductee Suzanne hatte eine Kindheitserfahrung mit einem anderen Mentor-Wesen, das deutliche Parallelen aufweist:

„Ich war zu der Zeit erst neun Jahre alt . Und ich war mit demjenigen zusammen, den ich den „Imperator“ nenne. Und er war ein sehr großes Wesen. Und er war so liebevoll und herzlich und ich fühlte mich sehr vertraut mit ihm, und… Also denke ich, dass ich ihn in einem früheren Erlebnis gesehen haben könnte, aber ich kann mir dessen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher sein. Aber er hat die gleiche Sache mit mir gemacht und es war sehr seltsam. Es war beinahe so, als hätte ich drei Wünsche frei bekommen, weißt du was ich meine, und ich habe nicht irgendetwas provoziert. Er begann einfach damit, mir diese Informationen zu geben, und so war das erste, was er tat, es war… er zeigte mir eine algebraische Formel. Und es war auch ein holografischer Schirm, ich würde sagen, es sah fast wie eine dreidimensionale Gleichung aus. Ich kann es nicht erklären. Also anstatt dir eine Gleichung auf einem Stück Papier anzuschauen, war das mehr dreidimensional. Es war beinahe so, als könntest du rundherum gehen, und es wäre mehr wie ein Molekül oder die Beschreibung einer DNA, es wäre irgendetwas in der Art. Und ich sagte: „Was ist das?“ […] Und ich sagte: „Ich verstehe überhaupt keine Mathematik. Warum zeigst du mir das? Das macht überhaupt keinen Sinn für mich.“ Und selbstredend – als neunjährige in erster Linie etwas von Algebra verstehen? Das ist offensichtlich lächerlich, aber er sagte telepathisch zu mir: „Du wirst es verstehen, wenn die Zeit gekommen ist.“ Und ich akzeptierte es einfach, ich fragte nicht nach einem Stück Papier, wie du es getan hast. Ich sagte einfach: „Hm. In Ordnung.“ Was auch immer.“

„Du wirst dich daran erinnern, wenn der Zeitpunkt gekommen ist“ gehört zu den Top-Sätzen der Aliens. Bei der möglichen Rolle der Schriftzeichen beziehe ich mich wieder auf die Abductee Nadine Lalich:

Die Bedeutung der Symbole bleibt Nadine zwar verborgen, doch jedes davon enthält eine Form von Information, die nochmals mit einer anderen Ebene verknüpft ist. Zum einen ist es das Symbol an sich, zum anderen ist es der dazugehörige leuchtende Membranfilm, der komprimierte Daten wie in einem Computerchip enthalten könnte. Nadine vermutet, dass es sich um eine Form von Programmierung handelt. Da sie sich auf jedes einzeln und damit letztendlich auf alle nacheinander konzentrieren soll, könnte das ausgestrahlte Licht der Membran durch den Weg über die Netzhaut Informationen übertragen, die im Gehirn in neurale Signale umgewandelt werden. Es sind Datenpakete, die in einem Abductee abgelegt werden, um zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen oder aktiviert werden zu können.

Und dann kam Suzannes Mentor-Wesen unvermittelt auf Krebs zu sprechen:

„Und dann fuhr er fort damit, mir zu sagen, dass die Heilung für Krebs etwas wäre, das wir jeden Tag benutzen würden. Und nochmal, als ein neunjähriges Kind, ich meine – Krebs, davon hörst du mal etwas, es ist nicht auf meiner Prioritätenliste, ich denke an die Schule, mit meinen Freunden zu spielen, und so weiter, also dachte ich, dass es eine sehr harmlose Aussage wäre. Und… aber ich blickte ihn fragte an und sagte: „Oh, meinst du so wie Zahnpasta?“ […] Und er hatte einen Sinn für Humor, was sonderbar ist, weil ich ihn irgendwie lachen hörte. Abermals telepathisch, und sagte einfach: „Ja, genau so.“

Suzanne zerbricht sich im Verlauf des Interviews den Kopf darüber, welchen genauen alltäglichen Stoff das Wesen mit seiner Aussage gemeint haben könnte. Als ich diesen Teil gelesen habe kam mir ehrlicherweise ein ganz anderer Gedanke. Die rätselhafte Ausdrucksweise und Logik der Aliens wird einem allmählich vertraut. Ich zeigte den Abschnitt einer befreundeten Abductee und sie sprach genau das gleiche aus: Mit dem Etwas, das wir jeden Tag benutzen könnte ganz einfach unser Geist gemeint sein. Was das bedeutet müssen wir für uns selbst erkennen. Wir können zumindest erahnen, was die Aliens mit ihrem Geist zu tun in der Lage sind.

Bret und Suzanne haben die Situation mit dem Mentor später aufgezeichnet. Beide haben sich vorher nicht gekannt und die Bilder zum ersten Mal verglichen:

Darstellung des Mentor-Wesens und des dreidimensionalen Bildschirms, skizziert von Bret Oldhams Bruder
„Imperator“ aus Suzanne Chancellors Kindheitserlebnis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Suzanne zeichnete das Wesen in einem Kleidungsstück, das an einen Umhang erinnert, während es bei Bret einer wallenden Robe gleicht. Natürlich ist es schwer das exakte Ebenbild aus seinen Erinnerungen zu rekonstruieren. Um es auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen: In beiden Fällen handelt es sich um ein locker sitzendes Gewand.

Bret erinnert sich außerdem an eine Art Vorrichtung, die der Mentor an seinem Hals trug. Er ist sich hinterher nicht exakt sicher gewesen auf welche Weise es dort angebracht war. Sein Bruder zeichnete es als Teil des Kleidungsstücks, so wie Suzanne es getan hat. Es ist nicht klar, ob es ein technisches Gerät, ein Emblem oder ein Schmuckstück darstellt.

Suzannes Zeichnung deutet im Vergleich zu Bret stark hevortretende Schädelteile am Kopf des Wesens an. Andere Abductees sagen hingegen, dass sie diese prominenten Schädelpartien bei den großen Greys nicht unbedingt kennen. Wir sehen dass es sich nicht um eine gleichförmige Masse an identischen Wesen, Schiffen und Räumen handelt, sondern dass unter ihnen solch unterschiedliche Variationen bestehen wie wir es von uns als Individuen kennen. Wir wissen ungefähr wie sie aussehen und woraus ein Teil ihrer Tätigkeiten im Besucher-Kontext besteht, aber nicht wer sie wirklich sind und was ihr eigentliches Wesen ausmacht.

Das Ganze auf ein einziges Stereotyp und auf eine einfache Antwort herunterzubrechen „passt“ deshalb nicht:

„Ich denke nicht dass irgendjemand wirklich die wahre Antwort kennt. Wir können alle darüber theoretisieren. Aber warum dauert dieses Hybridisierungsprogramm an? Zu welchem Ziel? Ist es um uns irgendwann zu übernehmen? Diesen Planeten zu benutzen? Ist es so dass sie zu ihrem eigenen Planeten zurückkehren, um ihn neu zu bevölkern? Oder haben sie überhaupt noch einen Planeten? Ich meine da sind einfach so viele Fragen, und das ist eine Sache die ich gelernt habe: Je mehr man darüber lernt, desto mehr Fragen wirft es auf. Es ist so wie: Je mehr ich lerne, desto weniger weiß ich. Weil du bekommst eine Frage beantwortet, und es scheint, als ob es einfach eine ganze Reihe neuer Fragen aufwirft.“

Das einzige sichere ist, dass es eine Veränderung bei den Menschen erwirkt:

„Ich habe bemerkt – Und eines der positiven Dinge, die ich aus all dem herausgezogen habe, ist: Hätte ich das nicht alles durchgemacht, dann wäre ich vielleicht nicht derjenige, der ich jetzt bin. Und ich habe das bei vielen anderen Erfahrenen bemerkt, es scheint die Perspektive zu verändern, die du auf die Dinge hast. Bei einigen Leuten verändert es sogar die religiösen Überzeugungen, oder lässt sie aufhören, religiöse Überzeugungen haben, und mehr spirituellere, was auch bei mir der Fall ist. Aber wir scheinen gewissermaßen erleuchtet zu sein und den Planeten wichtig zu nehmen, und die Bewohner des Planeten. Und das Wohl von Tieren. […] Und ich habe diese Art der Veränderung gesehen, und in den letzten paar Jahren scheint es sich wirklich zu verstärken. Es nimmt zu und wird schneller.“

Quellen:

 

2 Gedanken zu „Children Of The Greys (2) – Der Grey-Mentor“

  1. Ich lese das Buch von Bret Oldham seit einigen Tagen – mit Google-Übersetzer, wo nötig – und kann es nur weiterempfehlen.

  2. „Gott sei keine feststehende Entität, und wir alle wären ein Teil dieser Kraft. Wir wären wie kleine Brennpunkte dieser Energie, die sich weiterhin unendlich erschaffen und ausdehnen würde.“

    Warum muss ich jetzt an die Macht aus „Star Wars“ denken? Ich vermute ja schon länger, dass wir über Science Fiction auf etwas vorbereitet werden. Möglich wäre aber auch, dass die Science Fiction hier abschreibt. Die Chinesen z.B. nennen diese allem innewohnende Energie Chi. Wo genau der Ursprung dieses Konzeptes liegt, wäre mal interessant zu erfahren. Vielleicht in der Prä-Astronautik.

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