Mufon Experiencer Research Project

In den Jahren 2015-2018 betreute das Experiencer Research Team der amerikanischen MUFON-Organisation einen Online-Fragebogen, das Experiencer Research Project. Ziel war es, die einzelnen Merkmale zu bestimmen, aus denen sich Entführungserfahrungen und ähnliche Arten von Kontakt zusammensetzen. Aus den Antworten von Personen, die bewussten Kontakt mit „nichtmenschlichen intelligenten Lebewesen“ erlebt haben, sollte dazu eine Art aktueller Trend bestimmt werden. 561 Datensätze wurden ausgewertet und einer statistischen Analyse unterzogen.

Aufbau der Befragung

118 Fragen befassten sich im ersten Durchlauf mit dem Ablauf der persönlichen Erfahrungen. Die Fragen basierten auf Erkenntnissen der MUFON und anderer Entführungsforscher, Ergebnissen aus psychologischen Studien und alternativen Interpretationen von Skeptikern. Erlebnisse wie Astralreisen, Remote-Viewing, Channeling und Bewusstseinserweiterung durch Drogen wurden dabei ausgeschlossen. Durch einige Testfragen sollte das Risiko von psychopathologischen Erkrankungen, wahnhaften Störungen und Schwindlern unter den Teilnehmern minimiert werden.

188 Teilnehmer hatten sich zu einem zweiten Durchlauf bereit erklärt, die unter der Leitung von Dr. Don Donderi das American Personal Inventory (API) durchliefen. API wurde seinerzeit von Donderi, Ted Davis und Budd Hopkins entworfen und besteht aus einem Set von 65 Richtig / Falsch-Fragen. Er wurde auf Grundlage des MMPI-Persönlichkeitstests entworfen und stellt sozusagen ein festgelegtes statistisches Maß dafür dar, wer in Richtung „Typischer Abductee“, „Nicht-Abductee“ oder „Simulator“ tendiert.

Abductees vs. Contactees

Keines der Ergebnisse kam in die Richtung der „Nicht-Abductee“ und „Simulator“-Gruppe. Die Überraschung war eher, dass sich viele zwar in der Nähe der „Typischer Abductee“-Gruppe befanden, aber viele verteilten sich auch in einem breiten Bereich um sie herum.

Nun ist die Frage, was einen „Typischen Abductee“ ausmacht. Das klassische Entführungsszenario geht von einem quasi einseitigen, sehr kontrollierten Kontakt, einem zwingenden Transport an Bord eines Schiffes und einer Reihe verschiedener Untersuchungen und Prozeduren aus. Die Abductees oder „Kontaktler“ am anderen Spektrum schienen also eher über gegenteilige und positiv wahrgenommene Erfahrungen zu verfügen.

Um dies genauer festzustellen und die unerschiedlichen Eigenschaften zu untersuchen, entnahm man 20 „Typische Abductees“ vom oberen Spektrum und 20 vom unteren Spektrum, die man „Contactees“ nannte. Die Besonderheit war, dass die Contactee-Gruppe auf dem ersten Blick tatsächlich eher positive, kontaktähnlichere Erlebnisse aufwies, fünf Personen darunter jedoch eine Reihe von extrem negativen und sadistischen Erfahrungen mit ungewöhnlicheren Wesen gemacht hatten. Unter den „Typischen Abductees“ befanden sich 10 Männer und 10 Frauen, unter den „Contactees“ 14 Männer und 6 Frauen.

Die Teilnehmer der Umfrage stammten aus verschiedenen Zeitzonen und ethnischen bzw. gemischten Gruppen. Die meisten Befragten waren zwischen 40 und 59 Jahren alt.

Einige Fragen und Ergebnisse
Alter, in dem die erste Erfahrung gemacht wurde:

Unter 20:

  • Allgemein: 72%
  • Typische Abductees: 80%
  • Contactees: 70%

Dieses Ergebnis ist nicht unbedingt überraschend und deckt sich mit den meisten Schilderungen eines früh beginnenden Kontakts mit vielen Erfahrungen in der Kindheit und Pubertät.

Über 40:

  • Allgemein: 6%
  • Contactees: 15%

Diese Gruppe hatte extrem negative und immer wiederkehrende Erfahrungen, die keine Übereinstimmungen mit den „Typischen Abductees“, Contactees und den Allgemein Befragten aufwiesen. Es handelt sich um eine Besonderheit, die aufgrund der Seltenheit noch nicht erforscht oder auf den psychologischen Hintergrund hin untersucht wurde. Die meisten der Entführten waren Männer und berichteten von einem Transport in eine schreckliche Umgebung, von sadistischer Gewalt, erzwungenen sexuellen Erfahrungen und eine Art Simulationstraining, die an einen intergalaktischen Krieg erinnert.

Häufigkeit der Erfahrungen:

Allgemein:

  • Über 50: 10%
  • Unter 4: 54%
  • Einmal: 24%

Im Gesamtdurchschnitt ist die Anzahl der Erfahrungen überraschend niedrig. Der gegensätzliche Trend in Richtung „Typischer Abductee“ oder „Contactee“ könnte die Erklärung dazu liefern:

„Typische Abductees“:

  • 5-10: 20%
  • 10-19: 15%
  • Mehr als 20: 10%
  • Mehr als 50: 5%

In der Nähe dieser Gruppe ist die Häufigkeit so, wie man sie eigentlich erwarten würde. Die andere Frage ist natürlich, ob man nur von „bewussten Erlebnissen“ ausgeht und an wie viel sich die Teilnehmer sonst noch erinnern.

„Contactees“:

  • Einmal: 45%
  • Mehr als 50: 15%

In der Contactee-Gruppe sind einmalige Erfahrungen häufiger anzutreffen, scheinbar besonders unter den älteren Teilnehmern. Ein kleinerer Teil hat dagegen häufig wiederkehrende Erlebnisse.

Bewusste Ufo-Sichtung:
  • Allgemein: 85%
  • Typische Abductees: 90%
  • Contactees: 95%

Die Fragestellung war an diesem Punkt sehr allgemein gehalten und so könnte ein Ufo alles mögliche am Himmel gewesen sein, das zu irgendeinem Zeitunkt gesehen wurde. Mit sinkender Entfernung steigt aber bekanntlich die Chance auf ein ungewöhnliches Ereignis:

Ufo-Nahsichtung bis zu 500 Fuß entfernt (etwa 150 Meter):
  • Allgemein: 65%
  • Typische Abductees: 70%
  • Contactees: 85%
Bewusste Beobachtung eines nicht-menschlichen intelligenten Wesens:
  • Allgemein: 54%
  • Typische Abductees: 50%
  • Contactees: 55%

An für sich wurde die bewusste Beobachtung als eine Voraussetzung zur Teilnahme an der Umfrage gestellt. Vielleicht ist die Schwierigkeit dabei einfach, dass viele Erlebnisse in einem veränderten, tranceähnlichen Bewusstseinszustand erfolgen und hinterher nur bruchstückhaft erinnert werden.

Familienmitglieder / Verwandte hatten (Ufo-)Nahbegegnung:
  • Allgemein: 50%
  • Typische Abductees: 60%
  • Contactees: 60%
Familienmitglieder / Verwandte hatten Entführung / Kontakterlebnis:
  • Allgemein: 41%
  • Typische Abductees: 60%
  • Contactees: 30%

Der Generationenaspekt ist in der Entführten-Gruppe am stärksten vertreten. In allen drei Gruppen wurden am häufigsten die Mütter und Väter genannt, gefolgt von den Geschwistern. Die Urgroßeltern und eigenen Kinder wurden in geringerer Anzahl angegeben. Entweder ist das Wissen über mögliche Erlebnisse schlichtweg nicht vorhanden, oder das Entführungsprojekt ist quasi auf eine gewisse Zeitspanne begrenzt.

Symptome einer Schlaflähmung wurden schon mal erlebt:
  • Allgemein: 74%
  • Typische Abductees: 90%
  • Contactees: 65%
Betroffener war hellwach, sah ein nichtmenschliches Wesen und war dann gelähmt:
  • Allgemein: 36%
  • Typische Abductees: 60%
  • Contactees: 25%

Durch diese Unterscheidung kann eine Schlaflähmung in Verbindung mit eventuellen Halluzinationen ausgeschlossen werden. Die einzelnen Werte ändern sich dementsprechend und bilden in der Abductee-Gruppe den höchsten Wert.

Betroffener kann fühlen, wenn ein Kontakt bevorsteht:
  • Allgemein: 48%
  • Typische Abductees: 60%
  • Contactees: 35%

Davon beschrieben 90% der Abductee-Gruppe als Vorboten ein summendes, zirpendes oder erhöhtes Tinnitus-Geräusch in ihrem Kopf. 64% fühlen sich nervös und 50% fühlen eine Art „Energie“.

Betroffener hatte Missing Time – Erlebnis, das mit einem Kontaktereignis verbunden war:
  • Allgemein: 58%
  • Typische Abductees: 65%
  • Contactees: 45%

Der Wert ist in der Abductee-Gruppe erneut am höchsten und die verlorene Zeitspanne wurde am häufigsten mit etwa 2 Stunden angegeben.

Verhalten der Alien-Wesen:

Innerhalb der allgemeinen Antworten (48%) und der Abductee-Gruppe (65%) wurde das Auftreten der Alien-Wesen hauptsächlich als „geschäftig“ beschrieben. Die Contactee-Gruppe (50%) bezeichnete sie hingegen als „nett“ und „freundlich“ und empfand ihre Erlebnisse auch als größtenteils positiv und spirituell bereichernd. Dieser Wert fiel in der Abductee-Gruppe zwar niedriger aus, war aber dennoch signifikant. Die Verhaltensweisen variierten je nach Gruppe und sind für die ein oder anderen Alien-Wesen recht typisch. Weniger als 11% in allen drei Gruppen hatten Begegnungen mit bösartigen Wesen und nur weniger als 6% beschrieben sie als „feindselig“ oder „sadistisch“.  Einige dieser Beschreibungen deuteten auf mögliche Astralwesen hin. Ein Betroffener hatte MILAB-ähnliche Erfahrungen, ein anderer Begegnungen mit reptiloiden Wesen, zwei berichteten über eine Art Simulationstraining.

Arten von  Wesen (Mehrfachnennung möglich):
  • Platz 1: Greys, 4,5 – 5,5 Fuß groß (etwa 1,40 bis über 1,50cm)
  • Platz 2: Greys über 5,5 Fuß
  • Platz 3 Allgemein, Typische Abductees: Menschenähnliche Wesen, normale Statur und Größe
  • Platz 3 Contactees: „Tall Whites“: Hellhäutige große menschenähnliche Wesen

In allen Gruppen:

  • Unter 25%: Gottesanbeter-ähnliche Wesen
  • Unter 20%: Reptilienwesen, Schlangenartig
  • Unter 13%: Reptilienwesen, „Draconiden“
  • Unter 10%: Menschenähnliche Wesen, klein oder sehr groß; kleine und große „Blaue“, Sasquatch-ähnliche Wesen
  • Wenige Nennungen: „Lichtwesen“, katzenartige, blaue menschenähnliche Vogelartige, Wesen in schwarzen Umhängen

Auf den vorderen Plätzen ergeben sich keine großen Überraschungen, außer bei den „Tall Whites“ in der Kontaktlergruppe, die mir hierzulande eigentlich gar nicht geläufig sind. Falls es sich dabei um eine vorgegebene Antwortmöglichkeit gehandelt hat, finde ich die Vorgabe ziemlich schwammig und ungenau, da mit dem Begriff bzw. mit dem „Wesen“ mehrere verschiedene Dinge assoziiert werden können. Ungewöhnlich ist das Fehlen von Wesen in Kutten oder koboldartigen Wesen, falls sie nicht durch die anderen Kategorien abgedeckt worden sind.

Hybriden wurden übrigens in der Abductee-Gruppe zu 27% genannt, während sie in den anderen Gruppen nur auf unter 20% kamen.

MILAB-ähnliche Erfahrungen:

Eigenschaften von MILAB-Entführungen (Menschen oder Wesen in Uniformen, militärische Einrichtungen oder Untergrundähnliche Räume etc.) wurden in nur geringerer Anzahl beschrieben:

  • Allgemein: 13%
  • Typische Abductees: 10%
  • Contactees: 10%

Interessanterweise konnte keiner der Befragten eine genaue Angabe über das Aussehen der Uniform, die Aufschriften, Embleme oder die Arten der nichtmenschlichen Wesen machen. Das wirft die Frage auf, ob man es tatsächlich mit Entführungen durch nebulöse militärische Einheiten zu tun hat, die Mind Control-Methoden zur Verschleierung anwenden, oder ob sich Alien-Wesen zur Tarnung eine Vorspiegelung zunutze machen, die sich einem derartigen Szenario oder den Erwartungen der Entführten annähert.

Spuren / Narben in Verbindung mit Erlebnissen:

Am häufigsten:

  • Fingerabdruckförmige blaue Flecken / Blutergüsse
  • Einstichpunkte
  • Ausgeschabte rundliche Bereiche („Scoop Marks“)

Genannt wurden auch:

  • Eingebrannte / „eingestanzte“ deiecksförmige Narben
  • Hautverbrennungen mit Blasenbildung
  • Verätzungen
Gesundheitliche Probleme in Verbindung mit Erlebnissen:

53% der Allgemein-Befragten führten gesundheitliche Beschwerden oder Folgeerscheinungen auf ein Erlebnis zurück. Die häufigsten direkt in Anschluss waren:

  • Nebenhöhlenprobleme
  • Migräne
  • Nasenbluten
  • Augenreizungen

Einige scheinen von chronischer Müdigkeit, bzw. dem Chronischen Erschöpfungssyndrom betroffen zu sein, eventuell in Verbindung mit einer Fehlregulation des Immunsystems / Immunsstörungen.

Heilungen in Verbindung mit Erlebnissen:
  • Allgemein: 10%
  • Typische Abductees: 45%
  • Contactees: 10%

Die höhere Verteilung in der Abductee-Gruppe ist sehr auffällig. Eventuell erklärt sich das aus dem höheren Anteil von körperlichen Untersuchungen und Prozeduren, denen die Entführten ausgesetzt sind, und einer Art Fürsorge der Alien-Wesen. Kathleen Marden, eine der Initiatoren der Befragung, verwies auf einige erfolgte Heilungen durch die Hartnäckigkeit der Betroffenen, ihren Wunsch direkt vor den Alien-Wesen zu äußern oder ihn gedanklich immer wieder an sie zu richten.

Paranormale Aktivitäten im Umfeld von Betroffenen: Schwebende Lichtkugeln
  • Allgemein: 61%
  • Typische Abductees: 50%
  • Contactees: 45%

Beschreibungen von scheinbar intelligenten kleinen Lichtkugeln oder schwebende Funken in der Wohnung des Betroffenen habe ich tatsächlich ab und zu gehört. Manche scheinen in Zusammenhang mit einem nahenden Kontakt- oder Entführungserlebnis zu stehen, andere scheinen mit damit begleitenden paranormalen Ereignissen oder anderen Spuk- bzw. Astralphänomenen verbunden zu sein.

Betroffener gehörte vor Entführung / Kontakt einer Glaubensgemeinschaft an:
  • Allgemein: 45%
  • Typische Abductees: 55%
  • Contactees: 70%

Die Frage zielte auf die in den USA leider nicht zu geringe Anzahl an „Extremchristen“ zurück, die hinter den Alien-Wesen Dämonen, oder Abgesandte des Satans sehen und durch den „Wahren Glauben“ vertrieben werden können. Ironischerweise vollziehen die meisten Betroffenen durch die Horizonterweiterung ihres Weltbilds eine spirituelle Kehrtwende und suchen abseits der vorgegebenen engen Denkstrukturen der großen etablierten Religionen nach Sinn und Selbsterkenntnis. Ein Großteil verfügt über empathische, intuitive aber auch sensible Wesensarten. Die Sorge um ihre Umwelt und das Wohl des Planeten steht im Gegensatz zu Materialismus und aggressivem oder destruktiven Denken und Handeln im Vordergrund.

Betroffener wurde spiritueller als Folge seiner Erlebnisse:
  • Allgemein: 69%
  • Typische Abductees: 86%
  • Contactees: 71%
Würde Betroffener seine Entführungen / Kontakte beenden, wenn er die Wahl hätte?

Nein:

  • Allgemein: 71%
  • Typische Abductees: 75%
  • Contactees: 75%

Ein nicht zu geringer Anteil konnte sich zu keiner eindeutigen Entscheidung durchringen. Die dazu gemachten Erklärungen lauteten, dass die Entscheidung nicht in ihrer Hand liegen würde, dass sie weiter machen würden, wenn es den Alien-Wesen oder der Menschheit helfen würde, oder dass sie ein Einverständnis vor ihrer Geburt abgegeben hätten.

Zusammenfassung:

Entführungserfahrungen und andere Arten von Kontakt sind vielschichtig und lassen sich nicht nur auf einen gemeinsamen Nenner reduzieren.

„Abductees“

Entführungen scheinen in einen größer umfassenden, systematischeren Kontext eingebunden zu sein. Betroffene werden tendenziell seit ihrer Kindheit besucht und sind Bestandteil eines Langzeitprojekts mit immer wieder stattfindenden Erlebnissen, in dem auch andere Familienmitglieder eingebunden sein können. Wieviel ein Abductee von seinen Erlebnissen mitbekommt, kann mit der Grad der Bewusstheit und der Erinnerungsfähigkeit variieren. Ein Erlebnis kann unter vollem Bewusstsein beginnen, zum Beispiel mit dem Sehen mehrerer Wesen im nächtlichen Schlafzimmer, mit einem hereinscheinenden Licht oder mit der Annäherung eines Flugobjekts. In der Regel wird der Betroffene einer mentalen Kontrolle unterworfen und in einen tranceartigen Bewusstseinszustand überführt. Die Erinnerungen an das Erlebnis werden dadurch fragmentarischer und schwerer zugänglich.

Entführungen beinhalten einen Transportvorgang in das Umfeld der Alien-Wesen, typischerweise an Bord eines Schiffs, wo der Betroffene körperlichen Untersuchungen unterzogen wird. Das Verhalten der Wesen wirkt dabei eher geschäftsmäßig. In  Prozeduren, die sich auf andere Projekte der Alien-Wesen konzentrieren (Hybridenprojekt, Warnungen, Testsituationen), ist die Chance auf Erklärungen höher. Manchmal bleiben Besuche im Rahmen kleinerer „Checks“ nur auf das nächtliche Schlafzimmer beschränkt.

Ab und zu können Erlebnisse im Vorfeld erahnt werden oder sich durch bestimmte Erscheinungen ankündigen. Entführte können kleine Verletzungen oder körperliche Beschwerden davontragen, aber in der Regel legen die Alien-Wesen kein bösartiges oder sadistisches Verhalten an den Tag. Seltener sind Fälle von Heilungen dokumentiert. Die Umstände der Entführung können oft als belastend oder furchterregend empfunden werden, können jedoch durch Selbstreflexion und die Erweiterung der Perspektive reduziert oder überwunden werden. Dennoch können sich Belastungs- oder Angststörungen festsetzen. Sie verspüren einen größeren Drang, sich mit anderen auszutauschen. Als Folge ihrer Erlebnisse und nach einer mehr oder weniger langen Reise der Selbsterkenntnis und Neuausrichtung ihres Weltbilds entwickeln sich Entführte in eine eher feinfühligere, spirituellere Richtung.

Entführungen werden meistens von Greys oder insektenähnlichen Wesen durchgeführt.

„Contactees“

Mir war in der Vergangenheit nicht klar, ob sich die Einordnung in eine Kontaktler-Richtung als sinnvoll erweisen könnte, da mir die Übergänge zu Entführungen fließend zu sein schienen. Entführte konnten z.B. ihre Beziehung zu den Wesen weiterentwickeln oder eine feinfühligere geistige Verbindung zu ihnen aufbauen. Manchmal ging eine Bereitschaft zur Informationsübermittlung von Seiten der Alien-Wesen aus. Dennoch gibt es als Ergebnis der MUFON-Befragung interessante Eigenheiten und Tendenzen, die man in Zukunft weiter beobachten sollte.

„Contactees“ haben eher wenigere oder nur einzelne Erlebnisse. In anderen Fällen, in denen anscheinend eine stärkere Beziehung zu einer Gruppe oder einem besonderen Wesen im Spiel ist, gibt es gehäuftere Begegnungen. Kontakte sind eher weniger Entführungen sondern eher „Besuche“ ohne ein umfassenderes Langzeitprogramm oder familiäre Verflechtungen, auch wenn die Entwicklung der Contactees dadurch in eine bestimmte Richtung gelenkt werden kann. Dementsprechend stehen der physische Transport in die Umgebung der Alien-Wesen mit den klassischen medizinischen Untersuchungen im Hintergrund oder sind gar nicht erst vorhanden. Körperliche Spuren einer solchen Erfahrung gibt es nicht. Der Betroffene kann in seiner häuslichen Umgebung aufgesucht werden, eine Ufo-Nahbegegnung erfahren oder sich durch einen inneren Drang an einen bestimmten Ort begeben. Ebenso kann einfach nur eine Art telepathische Kommunikation oder ein „Download“ von Informationen erfolgen, ohne dass ein Alien-Wesen dazu physisch anwesend sein müsste. Andere Kontakte äußern sich als Visionen, die bewusst oder in traumähnlichen Zuständen erlebt werden. Ähnlich wie bei Abductees kann ein bevorstehender Kontakt unter Umständen erfühlt werden. Dennoch handelt es sich nicht um Begegnungen mit Astral- oder Energiewesen, auch wenn Contactees diesen Bereich etwas stärker entdecken zu scheinen als Abductees. Die beschriebenen Wesen sind Greys mit einer etwas höheren Zahl an Gottesanbeter- und menschlich aussehenden Wesen.

Contactees haben trotz allem im Gegensatz zu Abductees eine etwas geringere Tendenz zu paranormalen Erfahrungen. Sie sind weniger intuitiv und feinfühlig, besitzen jedoch große empathische Fähigkeiten. Sie empfinden und bewerten ihre Erfahrungen stärker als positiv und glauben eine bestimmte Aufgabe oder Zweck zu erfüllen. Das Auftreten der Alien-Wesen ist freundlich, einfühlsam und wohlwollend und die Contactees reagieren eher ruhig und neugierig. Die Bereitschaft, diese Art der Erfahrung zu beenden, ist niedrig und die Betroffenen entwickeln keine Angst- oder Belastungsstörungen. Sie verspüren vielmehr ein spirituelles Gefühl der universellen Verbundenheit und haben nicht das Bedürfnis, sich Hilfe zu suchen oder unbedingt mit jemanden austauschen zu müssen.

Stark negative Erfahrungen

Es handelt sich nur um extrem wenige Fälle, die aufgrund der spärlichen Anzahl bislang eher unzureichend dokumentiert wurden und über deren Hintergrund wenig bekannt ist. Die Erfahrungen beginnen eher im Erwachsenenalter und führen durch eine wechselseitige Beeinflussung zu einer Abwärtsspirale. Die Erfahrungen werden teilweise in immer häufigerer Anzahl erlebt und führen durch den stark negativen und bedrohlichen Charakter zu einer körperlichen und seelischen Zermürbung. Chronische Krankheiten, körperliche Verletzungen und eine starke Erschöpftheit und Müdigkeit werden ebenso genannt wie eine mögliche Flucht in Alkohol oder Drogen, welche die Probleme noch weiter verstärken. Angesichts der Beschreibungen fühlt man sich eher an dämonische oder an negative astrale Charakter erinnert.

Die beobachteten Wesen haben nichts mit klassischen Entführungen oder Kontakterfahrungen gemeinsam und erinnern an Reptilianer, „Formwandler“, Amphibien- oder Gargoyleartige Gestalten. Durch die geringe Fallanzahl zeigt dies jedoch kein repräsentatives Bild und die Möglichkeit von psychopathologischen Störungen ist nicht gänzlich ausgeschlossen. Ihr Verhalten ist gefühllos und bösartig und die Prozeduren reichen von Verspottungen, Folterungen, Vergewaltigungen bis hin zum erzwungenen Zuschauen beim Quälen oder Töten anderer Menschen.

Näheres dazu bei:

Kathleen Marden: „Extraterrestrial Contact: What to do When You’ve Been Abducted“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.