Abduction Transcription Project

Anfang der 90er Jahre hatte man bereits viele Einzelheiten über die Merkmale und Abläufe von Entführungserlebnissen in Erfahrung gebracht. Ein Problem war nun, dass viele wertvolle Daten in Form von Erfahrungsberichten und Hypnosesitzungen in irgendwelchen Schubladen verstaubten und die Ergebnisse nicht systematisch miteinander verglichen und ausgewertet wurden. 1992 startete MUFON unter der Leitung von Dan Wright mit dem Abduction Transcription Project. In einem ersten Schritt wurden 317 Abschriften von verschiedenen Falluntersuchern analysiert. Sie setzten sich aus Interviews oder Aufzeichnungen von Hypnosesitzungen zusammen, die sich auf 95 Entführte zurückführen lassen: 27 Männern, 58 Frauen, und 10 Männern und Frauen mit gemeinsamen Erfahrungen. Dieser Artikel befasst sich mit den Ergebnissen dieser ersten Analyse.

Vorbemerkungen

Im Jahr 1995 veröffentlichte Dan Wright eine aktualisierte Version mit den Fallberichten von 142 Entführten („Communalities & Disparities – Findings of the MUFON Abduction Transcription Project“). An diese Version bin ich noch nicht herangekommen und werde den Artikel ggf. in Zukunft aktualisieren. Einige Ergebnisse werden sich dadurch leicht ändern, doch im Großen und Ganzen ist ein gewisser Trend und ein immer wiederkehrendes Schema erkennbar. Das Projekt enthüllt viele Details, die wir aus unseren eigenen Erfahrungen bestätigen können und die wir im Einzelnen kommentieren werden. Aus dieser Sicht hat es nicht viel von seiner Aktualität verloren und wird bis heute immer wieder in der Literatur zitiert. Unglücklicherweise habe ich bislang auch keine Informationen darüber, wie es letztendlich mit dem Projekt weitergegangen ist, da es eigentlich noch viele weitere Pläne für die Zukunft gegeben hat.

Hinter den 95 Personen verbirgt sich ein unterschiedliches Sammelsurium an lebenslangen „entführungsähnlichen“ Erfahrungen. Anhand der Definition wird nicht ganz klar, ob daher quasi zwingend die Erinnerung an eine fremdartige Umgebung vorhanden sein muss und z.B. ein Bedroom Visitor Erlebnis mit anschließendem Bewusstseinsverlust aus dem Raster fällt. Aus den Daten ist außerdem nicht ersichtlich, ob eine Person in der Vergangenheit Erfahrungen mit unterschiedlichen Wesen gemacht oder während eines Erlebnisses zwei verschiedene Wesen an Bord eines Raumschiffes gesehen hat. Erinnerungen, die mithilfe von Interviews oder Hypnosesitzungen aufgezeichnet wurden, sind aus verschiedenen Gründen ebenfalls anzweifelbar und fehleranfällig. Viele der angeführten Personen hatten bereits etwas über das Entführungsphänomen gelesen und ebenso könnte ein Betrüger oder ein Phantast zwischen die Daten gerutscht sein. Dan Wright vermischt einzelne Kategorien auch ein wenig und ich habe mich bemüht, die Häufigkeitsverteilungen richtig darzustellen.

Nichtsdestotrotz sind die Ähnlichkeiten untereinander verblüffend – obwohl die Beschreibungen der Wesen, der Umgebungen, der durchgeführten Prozeduren, die Kommunikation mit den Wesen und die Nachwirkungen unterschiedlich ausfallen können. Sogar der Leiter des Projekts zeigte sich erstaunt darüber, dass immer wieder kleine Einzelheiten genannt wurden, die zuvor noch nicht veröffentlicht worden waren (Zum Vergleich: „Geheimes Leben“ von David Jacobs erschien ebenfalls erst 1992 und zeigt systematisch und anhand von Fallbeispielen viele Eigenheiten und Variationen des Entführungsablaufs auf). Und bei aller Kritik an dem Einsatz von Hypnose scheint sie in den Händen einer erfahrenen Person ungewöhnlich gut zu funktionieren, da sich ihre Ergebnisse mit den bewussten Erlebnissen und Erinnerungen vieler anderer Entführter decken.

Entführungsort

Der überwiegende Teil der 95 Entführten gab die unmittelbare häusliche Umgebung als Startpunkt der Entführung an – hauptsächlich das nächtliche Schlafzimmer. 15 Personen wurden schon einmal von einem anderen Ort aus entführt. Darunter sind 10, die in ihrem Auto unterwegs waren, und sechs, die sich in einer Hütte oder auf einem Campingplatz befanden. Viele bekannte Entführungsfälle beschreiben einen Zwischenfall während einer Autofahrt, obwohl diese Begebenheiten gerade einmal einen kleineren Teil ausmachen. Meiner Meinung nach fallen solche Begegnungen leichter auf, da der Betroffene zum Zeitpunkt der Entführung bei Bewusstsein ist und er ungewöhnliche Ereignisse leichter registrieren kann (z.B. die Sichtung eines Flugobjekts und ein Zeitverlust während der Fahrt). Ein Entführter in einem nächtlichen Schlafzimmer kann ganz einfach schlafen oder aus dem Schlaf heraus überrumpelt und mental beeinflusst werden.

Unsichtbare Präsenzen

Kurz vor dem Eintritt einer Entführungserfahrung kann es eine  Vorbereitungsphase geben, in denen sich die Alien-Wesen nähern und die nähere Umgebung möglicherweise unter eine Art Kontrolle bringen. Eine Eigenart ist es dabei, die Anwesenheit der Wesen oder eine Form von mentaler Präsenz zu spüren, ohne sie jedoch zu sehen. Das kann Minuten oder Sekunden, aber auch erst Stunden vor ihrem eigentlichen direkten Erscheinen geschehen (in 28% der Fälle). Nicht immer muss dies jedoch zwangsweise zu einer späteren Entführung führen. Die Betroffenen umschreiben es als elektrisches Kribbeln, Summen oder als hohes Piepen in ihrem Geist, Klopfgeräusche oder poltergeistähnliche Aktivitäten in ihrer Wohnung, oder einfach als ein Wissen, dass die Wesen da sind.

Auch wir haben unsere Erfahrungen mit dieser besonderen Wahrnehmung gemacht, wobei den Alien-Wesen jedoch allgemein eine ungewöhnliche, ihnen ganz eigene Art der geistigen Ausstrahlung zugrunde liegt. Eine sehr geringe Nähe macht sich ebenso mit einer solchen ausstrahlenden Präsenz, einem drückenden Gefühl oder einer Art gespannten Atmosphäre bemerkbar. Es ist als würden sich die Wesen am selben Ort, aber auf einer anderen benachbarten Ebene des Raums befinden, quasi gleich nebenan.

Bekanntheit

Entführte kennen häufig eines oder mehrere der Alien-Wesen aus früheren Erfahrungen. Von den insgesamt 95 Personen bildete dieses Merkmal bei 34 einen wiederkehrenden Aspekt. Oft besteht zu einem solchen Wesen eine besondere Bindung oder Beziehung. Ebenso erkennen Betroffene Details aus dem Entführungsablauf oder andere besondere Merkmale wieder, auch wenn sie zuvor nur wenig bewusste Erinnerungen an derartige Erfahrungen gehabt haben. 10 Betroffene wurden telepathisch mit ihrem eigenen Namen angesprochen. In 18 Fällen wurde den Entführten gesagt, sie wären auf irgendeine Weise „besonders“ oder „beschützt“. All diese Merkmale tauchten einzeln oder kombiniert irgendwann bei insgesamt 44 Personen auf.

Arten von Raumschiffen

Nicht immer ist eine Alien-Begegnung mit der Sichtung eines Raumschiffs verbunden. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Es kann sich beispielsweise um ein Bedroom Visitor Erlebnis ohne anschließende Entführung handeln, das Objekt ist aus der Position des Entführten nicht oder nur indirekt zu sehen (z.B. in Form von Lichtstrahlen, die durch das Schlafzimmerfenster fallen) oder die Erinnerungen sind ganz einfach zu bruchstückhaft. 55% der Betroffenen haben während einer Entführung oder auch zu einem anderen Zeitpunkt ein ungewöhnliches Objekt gesehen (d.h. etwas komplexeres als einfach nur ein kleiner Leuchtpunkt am nächtlichen Himmel).

Bei 31 Personen konnte die Form in vielen verschiedenen Erlebnissen besser bestimmt werden:

  • 47% Diskusartig bzw. Scheibenform (22 Fälle)
  • 17% Rundlich bzw. Kreisform (8 Fälle)
  • 13% Zylindrische Form (6 Fälle)
  • 6% Rechteckige Form (3 Fälle)
  • 6% Dreieckige Form (3 Fälle)
  • 6% Langgestreckte, Rechteckige Form (3 Fälle)
  • 2% Asymmetrische Form (1 Fall)
  • 2% Kegelform (1 Fall)

Das ist jetzt keine besondere Überraschung, denn leuchtende Punkte oder Bälle und scheibenförmige Objekte sind immer noch die am meisten gesichteten Formen. Interessanterweise scheinen Dreiecksformen in den letzten Jahren immer mehr im Kommen zu sein.

Transport

Typischerweise werden einzelne Geschehnisse zu Beginn und am Ende einer Entführung am häufigsten bewusst erinnert. Details zum eventuellen Transport an Bord eines Schiffes sind schon eher spärlicher. Normalerweise befindet sich der Betroffene zu diesem Zeitpunkt bereits stärker unter der Kontrolle der Wesen und die anschließenden Episoden liegen eher bruchstückhaft vor. Klassischerweise erinnert er sich an Wesen im nächtlichen Zimmer, die einige Schritte entfernt stehen oder sich um sein Bett herum positionieren, eher weniger jedoch daran, z.B. aus dem Bett geholt zu werden, an ein Gefühl des Schwebens usw.

Schweben war bei 33 Personen die häufigste Form des Transports. In 20 Fällen wurde der Entführte aus dem Bett gehoben und flog durch ein geschlossenes Fenster, eine Tür, die Wand, die Decke, meist ohne dabei ein ihn umgebendes Licht wahrzunehmen. In 17 Fällen, die meistens irgendwo außerhalb begannen, wurde die Person durch einen Lichtstrahl in die Luft gehoben. In 4 Fällen wurde eine Art kleine Kapsel beschrieben, in die der Betroffene platziert wurde. Davon habe ich bislang noch nichts gehört. Ich selber wurde von den Wesen aus dem Zimmer geholt oder geführt und wir gingen quer durch die Wohnung in Richtung des Balkons. Spätestens dort ist meine Erinnerung auch abgebrochen. Tatsächlich werden Entführte manchmal auch ganz altmodisch zu Fuß zu einem wartendem Schiff geführt.

Übelkeit / Schwindel

Bei 20 Personen stellte sich irgendwann während einer Entführungserfahrung ein Gefühl von Schwindel oder Übelkeit ein. Meistens war dieses Gefühl auf den Transportvorgang und das Schweben zurückzuführen.

Das Innere der Schiffe

Es ist wahrscheinlich einleuchtend, das man mit dem Inneren der Schiffe nur eine eingeschränkte Perspektive auf die Alien-Wesen, ihre Umgebung und ihre Lebensweise zu Gesicht bekommt. Preston Dennet, der sich mit Fällen von Heilungen beschäftigte,  bezeichnete die Grey-Wesen gar als die Ärzte unter den Aliens und ihre Schiffe als fliegende Krankenhäuser, die fast rein auf das Entführungsphänomen und ihre Erfordernisse abgestimmt sind.

Im Abduction Transcription Project wurde als erste Wahrnehmung oft ein Gang oder Tunnel genannt, der ziemlich lang sein konnte und meistens gebogen war, also keine kantigen Wände hatte (35 Fälle). Dieser allgemein abgerundete oder kuppelförmige Stil wurde uns interessanterweise ebenfalls sehr oft genannt und betraf in 25 Fällen auch den Untersuchungsraum. Man könnte daraus einen Zusammenhang mit der oft scheibenförmigen Form der Schiffe herstellen. Der Untersuchungsraum wird hauptsächlich als kühl und schlicht beschrieben und erinnert damit an einen Krankenhaus- oder Zahnarztraum. In 9 Fällen wurde ein sehr großer Raum mit vielen weiteren Untersuchungstischen erinnert oder sogar ein Setting wie in einem Amphitheater bzw. ähnlich wie in einem medizinischem Hörsaal.

Von 31 Personen ist die Beleuchtung oder Farbe des Raumes angesprochen worden. Dabei stach Weiß in 18 hervor, in 11 waren es Grau- oder metallische Töne. In 3 Fällen wurde ein Raum mit schwarzen Wänden beschrieben. Allgemein wurde die Beleuchtung von 32 Personen als sehr hell empfunden. In 25 Fällen war das Licht grell bis sehr hell, andererseits wurden in 13 anderen schummerige bis dunkle Räume gesehen. Ein kleinerer Rest sah eine Kombination aus beiden Möglichkeiten.

Die Einrichtung der Räume ist funktional und ganz und gar von dieser Welt. Es bieten sich keine fundamentalen Überraschungen, da uns die Alien-Wesen allein schon vom Körperbau und den Körperfunktionen ziemlich ähnlich sind und das Rad sich nunmal nicht auf zweierlei Weise erfinden lässt. So finden sich viele Möbel und Einrichtungsgegenstände, die uns aus unserem Alltag wohl bekannt sind. Der berüchtigste Gegenstand ist sicher der Untersuchungstisch. Er wird typischerweise als flach, hart und eher schmal beschrieben und ruht auf einem einzigen Sockel. Ähnlich wie ein Zahnarztstuhl oder ähnliches kann er manchmal auch auf- und abbewegt oder abgewinkelt werden.

Die beobachteten Gegenstände waren (gemessen an den einzelnen Fällen, in denen etwas wahrgenommen bzw. erinnert wurde):

  • 39% Tisch oder Tische (52 Fälle)
  • Bildschirme in 17 Fällen, davon 13 % erkennbar Computer oder fernsehähnliche Gerätschaften
  • 8% Stühle (11 Fälle)
  • Normale Tische / Ablagen in 10 Fällen, davon 7% regalähnlich / Simse
  • 7% Schränke (10 Fälle)
  • 4% Bänke (6 Fälle)
  • 2% Trennwand / Teiler (3 Fälle)
  • 2% Rollwagen (3 Fälle)
  • 1% Sofa (2 Fälle)
  • 1% Transportliege / Trage (2 Fälle)
  • 1% Bett (2 Fälle)

Gerüche

18 Personen fiel ein besonderer Geruch auf, der sich in irgendeiner Weise von der Umgebung abhob. Dabei gibt es keine Regelmäßigkeiten, aber 4 führten ihn auf die Verbrennung von Haaren oder anderem Körpergewebe während der Untersuchungen zurück und 6 bemerkten einen eher fauligen Geruch, der von den Wesen auszugehen schien.

Andere Entführte

Entführungsvorgänge an Bord eines Schiffes mit den damit verbundenen körperlichen Untersuchungen scheinen oft keine reinen Einzelerfahrungen zu sein. 30 Personen (in diesem Fall also fast ein Drittel) sahen im Laufe ihrer Erlebnisse einen oder sogar mehrere andere Menschen an Bord der Schiffe, die aufgrund ihres Verhaltens, ihrer Kleidung usw. Entführte wie sie zu sein schienen. Da sie unter einem kontrollierten Einfluss der Wesen stehen, findet normalerweise keine Kommunikation untereinander statt. Manche Entführte beschreiben die anderen Personen zum Beispiel wie unter Trance stehend oder sehen sie auf einem Untersuchungstisch liegen. Interessanterweise glaubten ein paar wenige sogar, jemanden aus einer früheren Erfahrung heraus wieder zu erkennen.

Hautfarbe & Eigenschaften

Eigentlich denken wir automatisch immer an Greys, wenn man auf Entführungen zu sprechen kommt. Ich muss zugeben, dass sich dieser Stereotyp genau so hartnäckig bei mir festgesetzt hat. Im Laufe der Zeit musste ich lernen, dass es viele unterschiedliche Alien-Wesen gibt, die teilweise sehr ähnliche Absichten und Ziele zu verfolgen scheinen. Und selbst unter den Greys scheint ein gewisser Facettenreichtum vorzuliegen, den man vielleicht mit unserer menschlichen Vielfalt vergleichen könnte. Ein Grey ist zum Beispiel nicht immer grau und sicherlich auch kein Klon, der mit jedem anderen Grey identisch ist.

Unter den Alien-Wesen beobachtet man oftmals verschiedene Gruppen, die sich in der Art der durchgeführten Aufgaben und in ihrer scheinbaren Rolle und Position innerhalb des Gefüges voneinander unterscheiden. Die Wesen innerhalb einer solchen Gruppe ähneln sich dabei häufig in äußeren Merkmalen. Bei den Greys sind meist kleinere Wesen mit der Abholung, dem Transport und unterstützenden Hilfsarbeiten beschäftigt. Ein größeres Wesen an Bord nimmt klassischerweise die Rolle eines Untersuchers und Mentors ein und ist manchmal auch bei Besuchen vor Ort anwesend, wenn z.B. keine direkte Entführung erforderlich zu sein scheint. Auf den Schiffen sieht man ab und zu menschlichere Hybriden und seltener ausgefallenere Typen wie Gottesanbeter oder Kuttenwesen.

Vielleicht wirft man dabei einfach einen Blick auf eine effiziente hierarchische Gliederung, ähnlich wie man sie in einem Krankenhaus vorfinden würde. Es wäre auch vorstellbar, dass besondere biologische Grundlagen (ähnlich wie bei Insekten usw.) bestimmte Typen herausformen und dieser Mechanismus eher natürlich aufgefasst wird wie beispielweise die Bildung von Geschlechtern. Entführte können eine eher männlichere oder weiblichere Ausstrahlung oder intensive Gefühle von den Wesen auffangen. Böse Zungen sehen die Grey-Kultur hingegen als unfreie Sklavengesellschaft mit gefühllosen Robotern, an deren Spitze reptoide Wesen stehen. Ich erkenne in dem Ganzen erstaunlich menschliche Eigenschaften mit Wesen, die einfach eine Form von Beruf ausüben und dabei Barrieren meistern müssen, die aufgrund unserer gegensätzlichen biologischen Eigenschaften und unserer unterschiedlichen Wahrnehmung der Realität entstehen. Man beobachtet Dinge wie Zeitdruck oder Abstumpfung, sieht Analogien zu Krankenschwestern, die je nachdem einfach ihr Ding durchziehen oder ein fürsorglicheres Wesen an den Tag legen usw. Manchmal entstehen durch Fehler oder Missverständnisse recht brenzlige Situationen, die für die Wesen eine gewisse Gefahr bergen können (z.B. durch fehlende Kontrolle über den Entführten, Schläge oder Tritte usw.) und ab und zu ergeben sich ziemlich ulkige Begebenheiten.

Die folgenden Ergebnisse des Abduction Transcription Projects beziehen sich also auch auf unterschiedliche Arten von Wesen, die gleichzeitig während eines Entführungserlebnisses gesehen wurden:

38 Personen haben über eine oder mehrere Erfahrungen mit grauen oder gräulich-weißen Wesen berichtet, doch sie dominierten damit nicht die Gesamtzahl. 19 beschrieben die Entführer als rein weiß (was in diesem Fall nichts mit „unserem“ kaukasisch-weißen Hautton zu tun hat), eine Person beharrte sogar auf dem Ausdruck Chlorix-Weiß, also bleich-weiß.

Die beobachteten Hauttöne waren bei den verschiedenen Fällen von 64 Personen:

  • 28% Grau oder Gräulich-Weiß (38 Personen)
  • 14% Weiß bis Cremefarben  (19)
  • 13% Dunklerer Hautton (18)
  • 10% Äußere Gestalt wurde von Aura / Leuchten überstrahlt (13)
  • 7% Bleiche Haut (10)
  • 6% Blau bis Bläulich-Grau (8)
  • 5% Grün bis Grünlich-Grau (7)
  • 4% Hellbraun / Gebräunt (6)
  • 4% Schattenähnlich / Nichtmateriell (5)
  • 4% Gefleckte / Gesprenkelter Hautton (5)
  • 2% Braun bis Gräulich-Braun (3)
  • 1% Gestreift (1)
  • 1% Gelb (1)
  • 1% Fleischfarben / Gräulich-Weiß (1)

Auch was die Hautbeschaffenheit betrifft gab es einige übereinstimmende Angaben:

  • In 17 Fällen wurde eine glatt-sanfte, plastik- vinylartige oder leuchtend-glänzende Haut beschrieben. Diese Attribute trafen hauptsächlich auf die kleineren „Helfer“-Wesen zu, die für die Durchführung der Entführung zuständig waren, und eher nicht auf die größeren „Ärzte“-Wesen.
  • In 15 Fällen wurden eines oder mehrere auffallend faltige / runzlige Wesen gesehen. Diese schienen der Wahrnehmung nach eher älter zu sein und eine wichtigere Rolle einzunehmen.
  • In 13 Fällen wurde die Berührung eines Wesens, z.B. während einer Untersuchung, als kühl oder kalt erinnert. Man kann sich also eventuell Gedanken machen, ob das auf besondere biologische Merkmale schließen lässt oder einfach nur auf eine schlechte Durchblutung.
  • In 6 Fällen schien die oberste Hautschicht durchsichtig oder durchscheinend-dünn beschaffen zu sein und ließ eine darunterliegende Hautschicht hervortreten, die manchmal als gelig-grau beschrieben wurde. Falls dieses Merkmal öfter vorkommen sollte, könnte es gelegentlich für die Schwierigkeit verantwortlich sein, die Hautfarbe der Wesen einzuordnen. Außerdem wird zum Beispiel gerne darüber spekuliert, wie die Greys eigentlich Nahrung zu sich nehmen und dabei wurde immer wieder eine mögliche Aufnahme von Stoffen über die Haut beschrieben. Vielleicht gibt es dazu einen Zusammenhang.

Körpergröße

66 Entführte konnten die Größe der Wesen anhand von kleinen Tricks und Referenzpunkten wie z.B. ihrer Position neben einem Schrank im Zimmer etc. relativ gut abschätzen.

  • Bei 57 war mindestens eines der Wesen eher klein, typischerweise zwischen 1 und 1,40 Meter groß.
  • Bei 47 wurde ein größeres Wesen gesehen, wobei „größer“ entweder in Relation zu den kleineren Wesen zu verstehen ist, aber auch bis hin zu der Größe eines menschlichen Erwachsenen.
  • Bei 10 wurde ein wirklich großes, ab 1,80 bis über 2 Meter großes Wesen gesehen.

44 Entführte beschrieben den Körperbau der Wesen:

  • Bei 39 wirkten die Wesen dünn oder zerbrechlich.
  • Bei 10 wurde ein stämmiges, muskulöses, breites oder kräftiges Wesen beschrieben.
  • Bei 2 war das Wesen wie ein Mensch gebaut.

Augen

Die beobachteten Augenfarben waren bei den verschiedenen Fällen von 44 Personen:

  • 35: Schwarz oder Dunkel
  • 4: Grün
  • 3: Blau
  • 3: Braun
  • 2: Gold

Damit erhält man scheinbar eine große Übereinstimmung mit dem typischen Schema: Übergroße & Schwarze Augen. 11 Personen sagten jedoch, eine erkennbare Pupille, Iris (Regenbogenhaut) und / oder Lederhaut gesehen zu haben (der weiße Bereich, der die Iris umgibt). Bei 3 davon wurde das Wesen wie mit Katzenaugen beschrieben (schlitzförmige Pupillen).

Nase

33 Personen beobachteten zwei kleine Nasenlöcher im Gesicht der Wesen. Davon wollen 30 eine fast unbemerkbare Erhöhung darüber wahrgenommen haben. Eine Person sagte, die Nase würde spitz zulaufen. 5 glaubten, dass ihre Wesen keine Nasen hatten.

Mund

25 Personen haben Bemerkungen über einen Mund gemacht. Davon beschrieben 20 eine dünne Linie, einen Schlitz oder eine kleine Öffnung. 3 sahen ihn als ein Loch oder O-förmig, 2 glaubten, dass ihre Wesen keinen Mund hatten.

Ohren

25 Personen haben über das Vorhandensein (oder Nichtvorhandensein) von Ohren gesprochen. Während 18 keine erkennbaren Ohren erkannten, sahen 3 bei ihren Wesen eine Öffnung an der Seite des Kopfes und 6 eine Art Vorwölbung oder Ohrläppchen.

Kleidung

Ein immer wieder beliebter Gesprächsgegenstand unter Abductees ist die Frage, ob die Wesen tatsächlich nackt durch die Gegend laufen oder eine Art enganliegenden Stoff auf der Haut tragen, wie es von einigen geschildert wurde. Tatsächlich wollen 23 Personen einen solchen, meist auch fast kaum wahrnehmbaren körperbetonenden Anzug wahrgenommen haben, andere einen etwas weiteren Overall. Bei 44 Personen, die etwas über Kleidungsstücke erwähnt haben, wären das also etwas über die Hälfte. 14 gingen trotzdem davon aus, dass die Wesen – besonders in den Helfer-Rollen – eigentlich immer nackt seien. Bei der Beschaffenheit des Stoffes, die nur schwer von der umliegenden Haut zu unterscheiden ist, könnten sich dabei manche in ihrem Urteil geirrt haben.

Eine interessante Konstante ist die Schilderung von 24 Personen, dass während der Entführung eines oder mehrere Wesen dabei waren, die eine Robe, Kutte oder einen Umhang trugen. Die Wesen wurden dabei fast immer weiter oben in der Kette angesiedelt. Tatsächlich tauchte dieses Muster ebenso bei uns auf und könnte auf eine höhere Ebene mit Wesen besonderer Bedeutung und enormer geistiger Ausstrahlung schließen lassen. Der Typus wurde später ausführlicher von David Jacobs beschrieben, der jedoch ein wenig schmeichelhaftes Bild von einer empathielosen Gefühllosigkeit irgendwo zwischen Mr. Spock und Dr. Mengele zeichnete.

Abweichend von den Zahlen werden Wesen in Kutten ab und zu als Bedroom-Visitor, als Helfer während Entführungen oder in ähnlichen Funktionen gesehen. Es gab Beschreibungen von eher gnomhaften, runzeligen Wesen, Greys oder sogar Gottesanbeter-Typen in Kutten. Diese Ähnlichkeit zu unserer irdischen Kleidung ist sowohl ungewöhnlich als auch spannend, und trotzdem wissen wir nicht, ob es die Zugehörigkeit zu einer Gruppe symbolisiert, eine gewisse Funktion ausdrückt, Ausdruck einer Glaubensvorstellung ist, etwas verbergen soll oder einfach der Pendant zum irdischen Pelzmantel ist.

Es wurden auch Farbtöne der Kleidung im Allgemeinen beschrieben:

  • 21: Rein schwarz oder dunkel
  • 18: Weiß
  • 6: Silber / Glänzend
  • 4: Silber-Blau / Silber-Grau
  • 4: Braun

Manchmal wurden etwas wie Abzeichen oder andere Accessoires gesehen:

  • 9: Mögliches Symbol / Logo / Emblem auf einem Overall-ähnlichen Anzug
  • 4: Gürtel
  • 2: Schärpe
  • 2: Metallischer Stift im Halsbereich der Robe
  • 1: Halskette

Fortbewegung

Angesichts ihrer manchmal geisterhaft erscheinenden Eigenschaften kann sich schon mal die Frage stellen, ob man es bei den Aliens mit Lebewesen aus Fleisch und Blut zu tun hat. Dafür gibt es genügend Beispiele – nicht zuletzt durch die ganz einfache Beobachtung, dass die meisten Wesen eigentlich immer ganz normal laufen, Gegenständen und Möbeln in der Wohnung ausweichen oder sogar mit ihren Händen berühren etc. 31 Personen bestätigen das, und das schließt sowohl die Fortbewegung innerhalb und außerhalb des Schiffes mit ein. Andererseits können dieselben oder andere Wesen auch schwebend beobachtet werden. 21 davon sahen die Wesen immer nur laufen, während 10 irgendwann während des Erlebnisses ein Schweben beobachteten. Manchmal beschreiben die Personen eine Art gleitende Bewegung. Insgesamt kam das Schweben und Gleiten bei 25 Personen vor. Einiges davon wird sich z.B. auf den Transportstrahl beziehen. 3 Personen berichten von einem schlurfenden Gang und zwei von abgehackten, ruckartigen Bewegungen.

Physische Kontrolle

61% der 95 Betroffenen glaubten während des Erlebnisses unter irgendeine Art von körperlicher Kontrolle bzw. Lähmung gebracht worden zu sein. Die Dunkelziffer dürfte dabei noch weit höher sein, da sich einige erst in der Befragung darüber bewusst wurden. Meiner Meinung nach ist eigentlich jede Entführung in irgendeiner Form mit einer körperlichen und geistigen Beeinflussung verbunden, weil es einfach in der Natur der Dinge liegt.

Die Stärke dieser Beeinflussung kann variieren und von den Wesen angepasst werden. Manchmal geht dabei auch etwas schief, z.B. wenn die Kontrolle am Anfang einer Entführung noch nicht genügend aufgebaut wurde. Der Ursprung dieser Beeinflussung scheint in den besonderen geistigen Fähigkeiten der Wesen zu liegen. Nach Ansicht von David Jacobs ist dieser Effekt nicht bei allen Alien-Typen gleich stark, steigt mit der Hierarchie, verwässert auf der anderen Seite bei den Hybridwesen und wirkt nicht auf unbegrenzte Distanz. Manchmal scheinen sich die Wesen selbst erst physisch nähern zu müssen. In manchen Berichten werden Entführte eher physisch durch Berührungen gelähmt, mit einer Art Stab berührt oder bekommen eine Spritze verabreicht.

Im Abduction Transcription Project sagen 51 Personen, dass sie wie von einer unsichtbaren Kraft gelähmt waren; bei 22 war von einem Gefühl der Taubheit / Betäubtheit oder der Schwere entweder überall im Körper oder in den einzelnen Gliedmaßen berichtet worden. 4 waren gar auf dem Untersuchungstisch geschnallt worden.

Veränderter Bewusstseinszustand

Ebenso verhält es sich bei der mentalen Beeinflussung. 23 Entführte erwähnen eine der typischen Erscheinungen: Eine Art plötzlicher Black-Out oder „Schlaf“ zu Beginn oder am Ende einer Entführungserfahrung, ab und zu auch vor einer Untersuchung. Dieser Bruch stellt den Übergang von einem bewussten in einen  veränderteren Bewusstseinszustand dar. Dieser Vorgang zieht eine Amnesie nach sich: Die Erinnerungen an die dazugehörigen Ereignisse entziehen sich dem normalen Alltagsbewusstsein und sind dem Entführten nicht oder nur bruchstückhaft zugänglich. Die meisten Entführte (hier: 49 Personen) beschreiben den veränderteren Bewusstseinszustand daher auch als tranceartig und fühlen sich betäubt, benommen, verwirrt, katatonisch, andere fühlen sich während des Erlebnisses allgemein überwältigt oder unter Schock.

16 Personen erzählen von außerkörperlichen Wahrnehmungen und den Empfindungen, weg von ihrem Körper zu sein oder aus ihm herauszuschießen, den Schauplatz von oben zu sehen etc.

Starren & Beobachten

Die Überwachung und Kontrolle der Entführten an Bord des Schiffes wird als sehr intensiv beschrieben. Die Wesen scheinen sie dabei oft aufmerksam durch ihre Augen zu beobachten. Eine weitere intensive Prozedur und eine Art stärkere geistige Durchforstung wird als Starren / Mindscan bezeichnet. Sie wird hauptsächlich von dem Arzt-Wesen durchgeführt, der dabei mit seinem Gesicht sehr nahe an den Betroffenen herankommen kann. Bei der Auswertung der Daten war es nicht immer leicht den Unterschied zwischen beiden Formen zu finden.

47 Personen sprechen davon, dass sie von einem oder mehreren Wesen aufmerksam-konzentriert angesehen wurden (kein Starren). Natürlich kann dies weitaus häufiger vorgekommen sein, ohne dass es dem Entführten bewusst gewesen ist.

7 Personen wurden während der Entführung für länger als nur für einen Moment allein gelassen. Keiner von ihnen versuchte zu fliehen. Das zeigt wie stark die Kontrolle weiterhin aufrecht erhalten werden kann.

39 Personen beschreiben die Mindscan-Prozedur. Die Absicht dahinter – eine Durchforstung des Geistes – ergab sich aber nur aus wenigen Aussagen.

Der Anführer / Arzt

Ein Drittel der Entführten identifizierte ein Wesen, das eine besondere Position oder einen höheren Status einnahm. Ab und zu wurde sie einem Wesen zugeschrieben, das während der Durchführung einer Entführung die Rolle des Anführers einzunehmen schien. Meistens wird die Verantwortung jedoch dem Arzt-Wesen zugeschrieben. Vereinzelt wurde von einem älteren Wesen berichtet, das die medizinischen Prozeduren beaufsichtigte. Ulkigerweise lassen sich aus dem Urteil der meisten Betroffenen auffällige Ähnlichkeiten zu unseren irdischen Ärzten und Führungskräften ziehen: Sie wurden als ungeduldig, humorlos oder auch beides zusammen beschrieben. Solche Eigenschaften machen sie für mich wiederum ziemlich menschlich.

Verbale Kommunikation

Es liegt auf der Hand, dass die besonderen geistigen Fähigkeiten der Wesen auf eine ganze Welt dahinter schließen lassen, die uns größtenteils für immer verborgen bleiben wird. Whitley Strieber beschrieb die Ausstrahlung der Wesen so, dass man ihren enorm großen Zugang auf die Realität spüren kann und man gewinnt eine kleine Ahnung davon, wenn der eigene Geist von ihnen berührt wird. Eine Kommunikation mit und zwischen den Wesen erfolgt beispielsweise eigentlich nur auf telepathischem Weg, und genau das kommt im Abduction Transcription Projekt zum Ausdruck.

Interessanterweise läuft Telepathie nicht unbedingt über eine genaue sprachliche Übermittlung von Sätzen, auch wenn es einige Beispiele dafür gibt. Die Wesen und die Betroffenen scheinen vielmehr die „vorsprachliche“ geistige Essenz und die Gefühle aufzugreifen und jeweils in ihre eigene Welt zu übertragen. Das scheint erstaunlich gut zu funktionieren, wobei die menschliche Seite eher den kürzeren zieht und nicht selten eine Flut von Bildern oder Emotionen beschreibt, die von den Wesen ausgeht und wegen ihrer Stärke eher noch kontrolliert dosiert wird. Für die Alien-Wesen hingegen scheinen unsere Gefühle und Gedanken unkontrolliert, durcheinander, einseitig und widersprüchlich zu sein. Eine längere Kommunikation mit den Wesen bleibt eher selten, außer der Entführte weckt durch seine Bemühungen ein bestimmtes Interesse oder ihm wird bei einer weiterführenden Prozedur etwas erklärt etc.

Ansonsten ist die Kommunikation von der Seite der Alien-Wesen aus klar strukturiert und auf die Durchführung der Entführung bezogen. Dan Wright teilt sie in drei Gruppen ein:

  • 26 Personen: Kommunikation, die sich auf die Durchführung einer Prozedur bezieht oder Anweisungen beinhaltet. Das sind z.B. Aussagen während der Untersuchung wie „Beruhige dich“, „Nicht bewegen“, „Halte das Baby“ etc.
  • 46 Personen: Aussagen, die sich nicht auf die Durchführung einer bestimmten Prozedur beziehen, aber den Kontext und Durchführung der Entführung selbst betreffen. In den meisten Fällen wird der Betroffene mit den wohl berühmtesten Sätzen beruhigt: „Hab keine Angst“, „Wir werden dir nicht weh tun“ etc. (35 Personen). Gleichermaßen verbreitet waren Aussagen wie: „Komm mit uns!“, „Bleib hier“, „Es ist Zeit zurück zu gehen“, „Schlaf jetzt“ etc.
  • 23 Personen: Kommunikation, die sich auf das Ende der Entführungen oder zukünftige Ereignisse bezieht: „Vergiss“, „Du kannst niemanden etwas darüber erzählen“, andererseits das Gegenteil: „Erinnere dich daran!“, „Du wirst dich daran erinnern, wenn die Zeit gekommen ist“ oder unspezifische Anweisungen, in der Zukunft eine Art Aufgabe zu erfüllen etc.

Die Stimme der Wesen

Ein Fünftel der Personen berichtete davon, dass eines oder mehrere Wesen Lautäußerungen von sich gegeben haben. Dies betraf nur eine Form von Kommunikation untereinander und es wird hier nicht spezifiziert, welche Art von Wesen damit in Verbindung gebracht wurde:

  • 6: Flüstern
  • 6: Plappern, Schnattern (z.B. wie in einer Sprache ohne Vokale)
  • 5: Dunklere Laute wie Gegrunze oder Gemurmel

Es wurden von den Entführten zwar manchmal Vermutungen geäußert, aber letztendlich konnte keiner die Lautäußerungen erkennen.

Bei greyähnlichen Wesen habe ich sowohl schon von hohen Tönen gehört, ein Summen, das von ihnen ausging, als auch der Versuch mit einer schrillen Stimme in unserer Sprache zu sprechen. Beschreibungen die wir keinem genauen Wesen zuordnen konnten war z.B. eine papageienartige Oma-artige Stimme oder eine metallisch-blecherne Stimme, die wie aus einem Lautsprecher verzerrt klang.

Nonverbale Kommunikation

Dan Wright identifizierte bei 37 Personen vier weitere Arten von Informationsübermittlungen, die jedoch nicht an sprachliche Mittel gebunden waren:

  • 4: Gesten, in denen ein Wesen seine Hände hob oder auf den Entführten deutete etc.
  • 28: Das Zeigen von Bildern, entweder auf einem Bildschirm, in einer Art holographischen Form, oder direkt in den menschlichen Geist.
  • Davon 9: Tiere, vor allem in Verbindung mit Vorspiegelungen bei Kindern zu Beginn einer Entführung, also das Verdecken der äußeren Gestalt der Wesen durch die Manipulation des Bewusstseins (z.B. mit Bildern von Eulen oder Rehen).
  • Davon 12 an Bord des Schiffes: Bilder der Erde aus ihrer Vergangenheit oder Zukunft, von Dinosauriern bis hin zu Naturkatastrophen, zerstörten Tropenwäldern oder Atomkriegen.
  • Davon 10: Bilder einer außerirdischen Welt, z.B. wüstenähnlich, Gesteinsformationen, mit einer ungewöhnlichen Färbung des Himmels, ganzen Planeten oder Sonnensystemen.
  • In einem Drittel aller Fälle: Führungen in andere Bereiche des Schiffes oder Rundgänge
  • Davon 17: Das Zeigen von Hybriden im Kleinkindalter oder Inkubatoren mit Föten
  • Davon 12: Das Zeigen von Hybriden im Kindes- oder Erwachsenenalter

Die Kategorie „Symbole“ wird nicht weiter ausgeführt.

Menschliches Verhalten

Ganz im Gegensatz zu dem Klischee eines gefühllosen und roboterhaften Verhaltens der Wesen berichteten 54% der Betroffenen von Emotionen, die verblüffend menschlich waren:

Negative Emotionen:

  • 12: Äußerungen von Ungeduld, Ärger oder Wut die auf den Entführten oder auf andere Wesen bezogen waren (augenscheinlich wenn während der Entführung oder der Untersuchung etwas nicht so klappte, wie vorgesehen)
  • 7: Angst vor dem Entführten (nicht ganz unverständlich, vor allem zu Beginn einer Entführung)
  • 2: Frustration
  • 2: Traurigkeit
  • 2: Bedrohendes Verhalten
  • 1: Gewalttätiges Verhalten

Positive Emotionen:

  • 25: Einfühlsamkeit / Fürsorglichkeit, Mitgefühl, Liebe
  • 23: Freundlichkeit
  • 8: Humor in Verbindung mit Scherzen oder Lachen
  • 6: Freude / Wohlbehagen als Reaktion auf ein bestimmtes Verhalten des Entführten

Neutrales Verhalten:

  • 10: Der Anführer / Arzt zeigte legte eine Art Distanziertheit an den Tag, ohne sie jedoch mit besonderen Gefühlen zu unterstreichen

Es ist bemerkenswert, das während Entführungserlebnissen somit positivere Emotionen im Vordergrund standen und die humanoiden, höher entwickelten Alien-Wesen scheinbar über ein identisches fundamentales Set an Emotionen verfügen. Ich habe von Entführten gehört, dass die Übermittlung von telepathischen Gefühlen wie eine überwältigende und überfordernde Flut sein kann, die man in solch einer puren Stärke sonst nie fühlen kann. Die Anhänger der Schwarzmaler-Fraktion werten solche Aktionen hingegen als bewusst eingsetzte Manipulationen und Täuschungen. Alles in allem muss man erkennen, dass die Alien-Wesen im Großen und Ganzen gar nicht so roboterhaft sind, sieht man einmal von der fließbandähnlichen Konzentration auf ihre Arbeit ab. Ihre Wahrnehmung der Realität scheint jedoch anders und um ein Vielfaches erweitert zu sein. Ebenso wirkt ihr geistiges Leben und Wesen sehr füllig und konzentriert, während für uns wichtige äußere Zeichen wie Mimik und Gestik fast keine Bedeutung bei ihnen einnehmen. Man kann es sich vielleicht so vorstellen, dass es einen zusätzlichen Sinn gibt, den wir nicht sehr ernst nehmen, der aber etwas zutiefst Fundamentales darstellen könnte: Bewusstsein.

Geräte und Instrumente

Während der medizinischen Untersuchungen sind verschiedene Gerätschaften beschrieben worden, die jeweils für einen bestimmten Zweck angewendet wurden:

  • 46: Größere Maschinen, die gewöhnlicherweise an einer Wand angeschlossen sind, sich auf einem fahrbaren Wagen befinden oder von der Decke herabgelassen werden können.
  • 44: Kleinere Instrumente, die in der Hand gehalten werden können

Fast jede medizinische Prozedur scheint mit dem Einsatz einer Maschine, eines Instruments oder beiden verbunden zu sein, sieht man mal von der Eigenart der Wesen ab, den Körper mit den Fingern zu ertasten oder seine Gliedmaßen als Teil einer Untersuchung zu bewegen und zu drehen. Der Sinn und die Funktionsweise vieler Gerätschaften bleibt uns jedoch bis heute verborgen.

Proben

12 Personen erinnern sich daran, dass ihnen Gewebe oder andere Körperproben entnommen wurden. Dabei wurde etwas am Fußknöchel, den Armen, den Füßen oder in ihrem Mund abgekratzt, Nägel oder Haare abgezwickt und Einschnitte oder Abschabungen vorgenommen. Die Dunkelziffer könnte aufgrund des veränderten Bewusstseinszustands oder unbemerkt gebliebener Prozeduren eventuell höher ausfallen.

Schmerzen

Oft geistert die Vorstellung herum, die medizinischen Prozeduren wären eher gefühllos und die Entführten würden während der Untersuchungen unter höllischen Schmerzen leiden. Doch vielleicht verhält es sich im Grunde nicht viel anders wie bei einem irdischen Arztbesuch oder einer spezifischen Operation. In 58% der betroffenen Fälle wurden keine Schmerzen beschrieben.

40 Personen berichteten über Schmerzen, die sich jedoch keinem typischen Bereich zuordnen ließen und eher mit einer bestimmten Prozedur zusammenhängen:

  • 13: Kopf / Schädel
  • 12: Vagina / Uterus
  • 11: Bein / Knie
  • 7: Rücken / Nierengegend
  • 5: Nase / Nebenhöhlen
  • 5: Ohren

Dan Wright weist darauf hin, dass die Implantierung kleiner Objekte oder die Entnahme von Gewebe in zahlreichen Fallberichten nicht mit Schmerzen oder Unbehagen verbunden war.

Sexuelle / fortpflanzungsbezogene Prozeduren

Der Einsatz von Methoden und Eingriffen, die einen Fortpflanzungsbezug aufweisen oder sexuelle Elemente beinhalten, scheint hingegen kein Klischee darzustellen: Fast die Hälfte aller Personen hat z.B. eine Sperma- oder Eizellen-Entnahme erlebt, darunter fallen aber auch die Entfernung eines Fötus oder die Stimulierung eines Orgasmus.

7 männliche Betroffene beschreiben ein Gerät, das über ihren Genitalien platziert wurde und zu einer sofortigen Erektion mit Samenerguß führte. Diese Prozedur wurde als eher unangenehm empfunden. Bei den 30 anderen Männern wurde dieser Eingriff nicht erwähnt.

Bei den Frauen war der Anteil der gynäkologischen Prozeduren größer (43 Frauen von 68).

Bei Männern und Frauen wurde die Einleitung eines Orgasmus oder einer geringeren sexuellen Stimulation bei 13 Personen verzeichnet.

Spuren nach einer Entführung

Bei fast einem Drittel der Betroffenen blieben mögliche körperliche Spuren nach einer Entführungserfahrung zurück. Bei 13 Personen waren das Nasenbluten direkt nach einem Erlebnis und Narben bei 12, davon die Hälfte an den Beinen / Knien. 4 Betroffenen wurde gar von den Wesen mitgeteilt, von etwas geheilt worden zu sein, oder die Heilung von einer Krankheit oder anderen körperlichen Beschwerden wurde von ihnen selbst bemerkt.

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