Rencontres extraterrestres. Des expérienceurs français parlent. Cero France

„Rencontres Extraterrestres“ von CERO France

Im Jahr 2014 gründeten die Experiencerin Myriame Belmyr und der klinische Psychologe / Hypnotherapeut Nicolas Dumont die Organisation CERO France. Sie dient als geschützter Raum und Anlaufstelle für Menschen mit außergewöhnlichen Erlebnissen, die den gegenseitigen Austausch sowie psychologische Unterstützung suchen.

Aus dieser wertvollen Arbeit ging das Buch „Rencontres extraterrestres. Des expérienceurs français parlent“ (Begegnungen mit Außerirdischen. Französische Betroffene berichten) hervor. Darin schildern Betroffene ihre Erfahrungen in eigenen Worten, während der zweite Teil des Buches Einblicke in die psychologische Begleitung bei CERO France gibt. Das Konzept erinnert stark an „Besucher aus dem Nichts“ von Johannes Fiebag.

Im Folgenden stelle ich euch einige Berichte aus dem Buch näher vor.

Die Authentizität der geschilderten Erlebnisse zeigt sich vor allem in ihrer Bandbreite: Häufig sind es nur wenige, aber tief im Bewusstsein verankerte Schlüsselmomente, die die Betroffenen und ihre Sicht auf die Welt für immer verändern. In einigen Fällen ist es erst ein anomales Phänomen, das den Blick auf längst verloren gegangene Erinnerungen freilegt. Die Sichtung eines unidentifizierten Flugobjekts bildet den Auftakt zu einem vielschichtigen Bewusstwerdungsprozess, der sich über viele Jahre erstrecken kann.

Während es in manchen Fällen Augenzeugen für die Geschehnisse gibt, scheint die Umgebung dabei gleichzeitig einer seltsamen Beeinflussung ausgesetzt zu sein, die man als „OZ-Faktor“ interpretieren könnte.

Von der Straße abgekommen

So beschreibt „Sylvestre“ eine Sichtung, die er zusammen mit seiner Frau in der Nacht des 3. November 2017 während einer Autofahrt in den Elsass hatte. Sylvestre wurde auf eine gigantische Masse aufmerksam, die nur wenige hundert Meter über dem Genfersee zu schweben schien. Trotz der Entfernung besaß das Objekt die Ausmaße eines Fußballfelds; einige schwache Lichter hoben seine dunklen Umrisse von der Nacht ab. Langsam und ohne ein einziges Geräusch zog es in Richtung der Genfer Altstadt. Sylvestre war überzeugt, dass ein so gigantischer Himmelskörper eine Welle von Notrufen und Sirenengeheul in der ganzen Region auslösen müsste – doch nichts dergleichen geschah. Es war eine völlig surreale Szene, fast wie aus einem Traum.

Sylvestre hielt neben der Straße, und sie sahen dem Objekt minutenlang nach – ungewöhnlich emotionslos und stumm. Beide hatten vor einigen Jahren bereits ein anderes Objekt aus nächster Nähe gesehen und waren dabei in völlig gegensätzliche Emotionen ausgebrochen. Diesmal blickten sie es einfach nur an und setzten ihren Weg schließlich wortlos fort, als ob überhaupt nichts geschehen wäre. 

Obwohl ihnen die Strecke bestens vertraut war und sie eigentlich nur noch der Autobahn folgen mussten, wirkte die Umgebung auf einmal völlig dunkel, fremd und ausgestorben. Es fühlte sich so an, als seien sie erst in diesem Moment wieder zu Bewusstsein gekommen. Statt auf der gewohnten Autobahnroute befanden sie sich plötzlich mitten im Aufstieg ins Juragebirge. Wie sie dorthin geraten waren und was in der bis dahin verstrichenen Zeit geschehen war, liegt für sie bis heute im Nebel. Die Situation spitzte sich gefährlich zu, da der Wagen noch mit Sommerreifen bestückt war und in den Höhenlagen bereits dichtes Schneegestöber eingesetzt hatte. Die unerwartete Rückfahrt zur Autobahn verwandelte sich in eine riskante Schlitterpartie.

Das Licht vor dem Fenster

Seit 2014 hüten „Marie-Laurence“ und ihr Sohn ein besonderes Geheimnis. Um ihre Schlafangst zu bekämpfen – die wahrscheinlich auf früheren, unbewussten Erlebnissen beruhte –, flüchtete sich Marie-Laurence zu dieser Zeit in einen nächtlichen, exzessiven Fernsehkonsum, bis sie irgendwann vor Erschöpfung auf dem Sofa einschlief. Es war gegen ein Uhr morgens. Während sie gelangweilt eine Sendung verfolgte, wurde ihre Aufmerksamkeit auf ein Licht vor dem Haus gelenkt. Da das Grundstück an unbebaute Felder grenzte, gab es dort eigentlich überhaupt keine Lichtquelle.

Neugierig stand sie auf, um nachzusehen – und erstarrte im nächsten Augenblick: Direkt vor dem Fenster, nur etwa drei bis vier Meter vor ihr entfernt, schwebte ein leuchtender Ball. Sein Licht war hell und intensiv, aber seltsamerweise nicht blendend. Das Objekt wirkte auf sie nicht wirklich technisch, sondern irgendwie organisch und beinahe lebendig. Was folgt, ist ein klassisches Missing Time – Szenario: Im nächsten Augenblick fand sich Marie-Laurence jäh auf ihrem Sofa wieder. Sie befand sich in einem seltsamen, veränderten Bewusstseinszustand, aus dem sie sich nur langsam wieder befreien konnte. Das Objekt war mittlerweile spurlos verschwunden. 

Am nächsten Morgen war das Geschehen für Marie-Laurence bereits beinahe verblasst. Paradoxerweise hätte sie das Erlebte wohl einfach vergessen – wäre da nicht ihr autistischer Sohn gewesen, der am Frühstückstisch unvermittelt sein eigenes Erlebnis offenbarte. Er war ebenfalls gegen ein Uhr morgens aufgewacht, um sich etwas zu trinken zu holen. Beim Blick aus dem Küchenfenster, das eine freie Sicht über das Tal bot, bemerkte er eine große leuchtende Kugel mit einem auffälligen roten Punkt an der Seite. Im selben Moment verfiel er in einen veränderten Bewusstseinszustand. Er beschrieb es als eine Art „Zombie-Modus“: Wie in einer isolierenden Blase, völlig abgekoppelt von der Außenwelt, wurden seine Gedanken so stark gedämpft, bis er schlagartig jedes Interesse an dem Phänomen verlor. Völlig ungerührt kehrte er in sein Zimmer zurück und legte sich einfach wieder schlafen.

Erst im Nachhinein kehrte bei Marie-Laurence die Erinnerung an ein weiteres, jahrelang verdrängtes Ereignis zurück: Als 18-Jährige war sie eines Nachts völlig nackt im Garten ihres Elternhauses aufgewacht. Verwirrt wollte sie wieder zurück ins Haus, doch die Haustür schien längst von innen verriegelt worden zu sein. Erst als sie einige Male klopfte, wurde sie schließlich von ihrem Bruder hineingelassen. Obwohl die Situation extrem außergewöhnlich und unerklärlich gewesen war, verlor keiner von beiden je ein Wort darüber. Das Ereignis versank augenblicklich in Vergessenheit, als hätte es diesen Moment nie wirklich gegeben.

Wie ein Blitz vom Himmel

Im November 1990 wurde der 16-jährige „Louis Elois“ während seiner Ausbildung in Aubin zum Zeugen einer spektakulären Sichtung. Seine Klasse, eine Gruppe von etwa 15 Schülern, beobachtete am späten Nachmittag ein riesiges, dreieckiges Objekt, das mit einem Schlag aus großer Höhe zu ihnen herabgeschnellt war. Es stand nur etwa 50 Meter über ihnen in der Luft und war völlig geräuschlos. Seine Ausmaße waren so gigantisch, dass es Louis Gesichtsfeld fast vollständig einnahm. Er schätzte seine Größe auf 150 Metern Länge und 30 Metern Höhe.

Das Objekt war mattschwarz und an der Unterseite von dichten, LED-artigen Lichtern übersät, ohne jedoch den Boden oder die nähere Umgebung aufzuhellen. In diesem Moment schienen sämtliche Umgebungsgeräusche verstummt zu sein. Während ein Teil der Schüler fluchtartig zurück ins Gebäude rannte, blieben etwa fünf von ihnen wie angewurzelt stehen und starrten mit offenem Mund nach oben. Plötzlich lösten sich vier oder fünf rot-blaue Lichtkugeln aus dem Flugobjekt und umkreisten es in bizarren Flugmanövern. 

Obwohl das Ereignis kurz darauf in einer lokalen Radiosendung aufgegriffen wurde, legte sich schnell ein dichter Mantel des Schweigens über den Vorfall. Wie tief das Tabu saß, erfuhr Louis einige Jahre später: Als er bei der Vorbereitung eines Klassentreffens die damalige Begegnung am Telefon erwähnte, wurde er kurzerhand wieder ausgeladen.

Kindheitserinnerungen

Das Erlebnis als Jugendlicher war nicht Louis’ erste ungewöhnliche Erfahrung. Er erinnert sich an einige Vorfälle im Alter zwischen sechs und neun Jahren: Beim Schlafengehen überkam ihn regelmäßig eine tief sitzende Angst, die von einem hochfrequenten Ton in seinem Kopf begleitet wurde, den er wie ein Aufeinandertreffen zweier gegensätzlicher Schwingungen beschreibt. Mit dem Ton stieg eine Lähmung in seinem Körper auf, und kurz darauf erblickte er ein kleines Grey-Wesen. Bei einem dieser Erlebnisse wurde die Wand des Zimmers schwarz, und drei Grey-Wesen traten durch sie hindurch. Kurz danach wurde Louis selbst durch die Wand aus dem Haus befördert.

Diese Erlebnisse weisen verblüffende Parallelen zu den Schilderungen von „Jean-Louis“ auf. Bei ihm kündigte sich das Phänomen durch eine schleichende Veränderung der Umgebung an, zusammen mit dem beklemmenden Gefühl einer noch unsichtbaren Präsenz. Kurz darauf war überall ein hellblaues Licht, das die gewohnte Realität förmlich aufzulösen oder mit der der Alien-Wesen zu verschmelzen schien. Begleitet wurde dieser Prozess von einer starken „Infraschall-Vibration“, die seinen Körper durchströmte und erst dann abflachte, sobald die Gestalten auftauchten. 

Anschließend schwebte Jean-Louis an der Seite eines kleinen grauen Wesens, das ihm bereits aus früheren Begegnungen vertraut war, schwerelos durch die eigene Wohnung. Die alltäglichen Objekte in der Umgebung waren zwar weiterhin existent, schienen aber im blauen Licht ihre gewohnte Dichte zu verlieren, so dass sie sich mühelos durch sie hindurchbewegen konnten. Während die körperliche Lähmung stets tiefe Angst in ihm auslöste, strahlte das blaue Licht selbst eine sonderbar friedliche, beruhigende Atmosphäre auf Jean-Louis aus.

„Adelines“ erste klare Erinnerung stammt aus dem Alter von etwa vier Jahren. Sie erwachte eines Nachts und sah eine Gestalt an ihrem Bett stehen, die von einer Art gold-orangenen Lichtwolke umgeben wurde. Adeline fielen besonders die großen, dunklen Augen des Wesens auf. Die Gestalt trat auf sie zu und berührte ihre Hand, und in diesen Moment verspürte Adeline eine Art elektrisches Kribbeln, das in ihrem ganzen Körper aufstieg. An diesem Punkt brach ihre Erinnerung ab. Dieser Vorfall markierte den Beginn einer jahrelangen, tief sitzenden Nachtangst. Fortan vermied es Adeline, auch nur eine Hand oder einen Fuß unter der Decke hervorschauen zu lassen. Manchmal kehrten das Wesen und das kribbelnde Gefühl zurück, aber Adeline erlebte diese Vorfälle weitaus weniger bewusst.

Imaginäre Gefährten

Die Schilderungen von „Sandrine“ beginnen mit einer unheimlichen Kindheitserfahrung. Sie berichtet von einem halbbewussten Zustand, in dem sie eine starke Präsenz in ihrem Zimmer fühlte und erlebte, wie das Bettlaken von ihrem Körper gezogen wurde. Trost fand sie damals bei einem unsichtbaren Begleiter, den sie „Bonifaz“ nannte und der ihr ein Gefühl von Schutz vermittelte. Bei ihren Eltern stießen ihre Geschichten allerdings auf Ablehnung, sodass sie ihr Geheimnis fortan für sich behielt.

Jahre später wurde Sandrine von ihrer Vergangenheit eingeholt. Kurz vor dem Einschlafen stieg eine Szene in ihr auf, die wie ein Flashback in ihre Kindheit wirkte: Sie sah sich als Kind in der elterlichen Küche. Sandrine war barfuß, und Bonifaz befand sich direkt hinter ihr. Doch als sie sich umdrehte, blickte sie überraschend in das Gesicht eines klassischen „Greys“. Er deutete zum Fenster, an dem ein weiterer Grey wartete. Dahinter schwebte ein geballtes, wollknäuelartiges Gebilde aus dunkler Energie, über dessen Oberfläche sich schnell einzelne, schwarze „Fäden“ bewegten. Anstatt in Panik zu verfallen, rief die Anwesenheit der Greys ein seltsam ruhiges Gefühl in Sandrine hervor. Mit einer Berührung an ihrer Schulter signalisierte Bonifaz, dass es Zeit war zu gehen. Dieses Erlebnis wirkte so real, dass Sandrine vermutet, man habe ihr in diesem Moment gezielt eine lange verschüttete Erinnerung vor Augen geführt.

Sandrine kämpfte über viele Jahre mit gravierenden gynäkologischen Problemen, die letztlich eine Gebärmutterentfernung erforderlich machten. Nach der Operation erkundigte sich der behandelnde Chirurg nach der Anzahl ihrer bisherigen Schwangerschaften. Als Sandrine ihm versicherte, nur ein einziges Kind auf die Welt gebracht zu haben, reagierte der Arzt völlig ungläubig.

Er erklärte ihr, dass ihr Uterus Veränderungen aufweise, wie man sie sonst nur älteren bei Frauen finde, die bereits etliche Geburten oder Abtreibungen hinter sich hätten. Dieser medizinische Befund hinterließ eine drückende Gewissheit – und reiht sich nahtlos in die Phänomene ein, die Sandrines Leben seit ihrer Kindheit begleiten.

*****

Das vielleicht eindringlichste Element dieser Geschichten ist nicht nur das Phänomen selbst, sondern das darauf folgende Schweigen. Ob aus Furcht vor Ausgrenzung, durch ein bewusstes Verdrängen oder einen gezielten Einfluss der Alien-Wesen: Die Betroffenen bleiben oft völlig allein mit ihren Erinnerungen zurück. Erst durch das Teilen dieser Erfahrungen setzt das Verstehen und eine persönliche Transformation ein. Die Berichte unserer französischen Nachbarn verdeutlichen, dass Alien-Begegnungen weit über bloße Himmelserscheinungen hinausgehen – sie greifen tief in das Bewusstsein und in die Leben der Menschen ein.

Quelle:

Cero France: Rencontres extraterrestres. Des expérienceurs français parlent. Lulu.com, 2001.

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