Wenn man sich intensiver mit Berichten über Entführungen beschäftigt, dann stößt man meist auf sehr funktionale, klinisch anmutende Szenarien. Umso bemerkenswerter ist es, wenn Zeugen von Objekten berichten, die keiner offensichtlichen Logik folgen und fast mystisch wirken.
Der Fall von Zack Agee gehört zu den seltenen Ausnahmen, in denen den Entführten eine kleine Box mit rätselhaften Eigenschaften überreicht wurde. Obwohl Agee im Laufe seines Lebens mit verschiedenen anomalen Phänomenen, Ufo-Sichtungen und Missing Time-Erlebnissen konfrontiert wurde, bildet eine Erfahrung im Alter von etwa sechs Jahren den emotionalen Kern seiner Geschichte. Während dieser Begegnung händigten die Wesen dem Jungen eine kleine, schwarze Schatulle aus, bei der es sich möglicherweise um eine Art von Wissens- oder Informationsspeicher handelt.
In diesem Artikel tauchen wir in Zack Agees Schilderungen ein und gehen der Frage nach, welche Funktion diese mysteriöse „Black Box“ im Kontext von Alien-Begegnungen besitzen könnte.
Zacks Kindheitserfahrung
Zacks Kindheitserlebnis beginnt auf den ersten Blick recht klassisch. Wie so oft bei derartigen Phänomenen traten viele der Details erst im Rahmen einer Hypnosesitzung an die Oberfläche. Ziel der Sitzung war es, einen wiederkehrenden Traum zu ergründen, der Zack seit seinen frühen Jugendjahren verfolgte – und hinter dem er schon lange das Abbild einer realen, verdrängten Erinnerung vermutete:
„Es war einfach ein wiederkehrender Albtraum: In diesem Albtraum wurde ich zu einem weißen Haus geführt, und in diesem Haus führten sie mich eine Treppe hinauf. Und dann war da dieser Raum, in dem sich ein Schlafzimmer befand, ein weißes Schlafzimmer, und da war eine Gottesanbeterin, die sich durch die Wand hindurch materialisierte, und da war ein großes Bett, so etwas wie ein Kingsize-Bett, mitten in diesem weißen Raum. Und ich erinnere mich, dass ich mich in diesem immer wiederkehrenden Albtraum auf dieses Bett legte, mich nicht bewegen konnte und zu dieser Gottesanbeterin hinaufblickte, die auf mich herabblickte, und das war’s. Das alles hat sich mir seit sehr langer Zeit in den Kopf eingebrannt.“
Die Erfahrung beginnt im nächtlichen Schlafzimmer:
„Ich erwache im Bett und mein Zimmer füllt sich plötzlich mit Licht. Es ist ein blendendes bläulich-weißes Licht. Es warf keinerlei Schatten im Raum […] Und diese beiden Wesen tauchten einfach aus dem Nichts auf, einfach – zack! – in der einen Sekunde sind sie nicht da, in der nächsten sind sie da. Sie sahen aus wie die typischen „Greys“, trugen aber eng anliegende, silbrig glitzernde Anzüge.
Und ich hörte eine telepathische Stimme, die mir sagte: „Komm mit uns!“ Ich hatte irgendwie keine Kontrolle über meinen Körper; ich weiß nicht, ob sie mich dazu brachten mitzukommen, was genau da vor sich ging, ob ich hypnotisiert war oder was auch immer. Ich stieg aus dem Bett, ging auf sie zu, und das Nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass ich einfach durch den Himmel flog. Ich konnte den Nachthimmel sehen. Ich sah die Lichter der Stadt unter mir und flog direkt auf dieses weiß-blaue Licht zu.“
Zack beschreibt einen Eingangspunkt im Inneren des Schiffs, der an einen kleinen Hangar mit einer erhöhten Fläche in der Mitte erinnert. Die Wesen wollen ihn in einen Seitengang führen, doch Zack kann in die entgegengesetzte Richtung davonlaufen:
„Ich rannte den Flur entlang und erinnere mich, dass ich zu einem großen Fenster kam. Als ich aus dem Fenster schaute, versuchte ich zu erkennen, wo ich mich befand, und sah nur die Schwärze des Weltraums. Ich konnte keine Sterne sehen, sondern nur das, was ich für die Erde unter mir hielt […] Ich konnte so einen hellen Schein wahrnehmen […] Und da bekam ich noch mehr Angst.
Ich renne den Flur entlang – ich komme an eine Stelle, wo mehrere Gänge aufeinandertreffen – und sehe ein menschenähnliches Wesen, das bei einigen Kisten hockt. Es steht auf, packt mich, und eine weitere telepathische Stimme sagt so etwas wie: „Moment mal, du darfst hier gar nicht sein!“, und in diesem Moment kamen die Grauen, die beiden Grauen, die mich herumgeführt hatten, zurück […].“
Zack ist nun bewegungslos und wird von den Wesen in einen Raum gebracht, in dem er sich auf einen leicht geneigten Tisch gelegt wird. Daran schließt sich eine sehr klinische, medizinische Prozedur an:
„Ein großes, gottesanbeter-ähnliches Insekt tauchte auf. Es stand hinter mir, blickte auf mich herab, packte meinen Kopf, drehte ihn nach links und stach dann wie mit einer großen Nadel in meinen Hals, rechts, dort, wo das Ohr am Hals ansetzt – und das war’s. Alles wurde irgendwie verschwommen, alles war sehr neblig, fast so, als wäre ich halb unter Narkose. […] Ich war sehr benommen.“
Die Schwarze Box
Jetzt kommen wir zum eigentlichen Kern der Geschichte. Anschließend wird Zack von den Greys in einen anderen Raum geführt:
„Und in diesem Raum stand so etwas wie eine kleine schwarze Box, die sie mir gaben, und sie ließen mich die Box öffnen. Und als ich die Box öffnete, explodierte sie förmlich in Licht. Alles. Ich konnte den Raum nicht mehr sehen, es gab nichts als weißes Licht.
Und ich erinnere mich, dass es fast so aussah, wie man es aus Filmen kennt, wenn man in eine Erinnerung zurückkehrt: Die Kamera schwenkt nach links und zeigt ein verschwommenes Fenster, in dem man sieht, was damals geschah. Irgendwie sah alles so aus, aber es gab mehrere Bildschirme mit verschiedenen Erinnerungen, Bildern, Karten, Symbolen – einfach alles Mögliche. Und was mir dann am meisten auffiel, war eine Erinnerung an mein eigenes vergangenes Leben, mein letztes, also mein allerletztes vergangenes Leben, in dem sie mir den Tod meiner Familie und meinen eigenen Selbstmord zeigten. Das war sehr traumatisch. Und als das vorbei war, schlossen sie die Box.“
In diesem Zusammenhang glaubt Zack sich an die folgenden Symbole erinnern zu können:

In einer anderen Version erzählt Zack die Erfahrung folgendermaßen:
„Es explodierte förmlich in Licht. Es war wie ein massiver Datentransfer – als würde man tausend Filme gleichzeitig und wie in Lichtgeschwindigkeit ablaufen sehen. Es waren Erinnerungen, Bilder von Bergen, Sternen, Symbolen, mathematischen Gleichungen; ein Aufblitzen von Bildern verschiedenster Erinnerungen an ganz alltägliche Dinge – wie das Gehen auf einer Straße oder das Hinaufsteigen auf einen Hügel –, einfach willkürliche Eindrücke, Karten… alles bunt durcheinander.“
Demgegenüber endete die Erfahrung ziemlich unspektakulär:
„Sie führten mich den Flur zurück, den ich ursprünglich entlanggelaufen war – zurück zu der Plattform –, und ließen mich dann wieder zurück in mein Zimmer schweben. Sie legten mich ins Bett, gingen in Richtung meines Fensters, drehten sich um, und eine andere telepathische Stimme sagte: „Wir sehen uns bald wieder.“ Und dann verschwanden sie einfach – zack, weg waren sie. Mein Zimmer blieb in Dunkelheit zurück. Ich saß einfach nur da – aufrecht im Bett, ohne mich zu bewegen. Ich glaube sogar, dass ich in dieser Nacht gar nicht geschlafen habe.“
Zacks Hypnosesitzung
Zack hat einen Teil seiner Hypnosesitzungen selbst veröffentlicht. Sie ist eigentlich ziemlich unspektakulär. Meinem Eindruck nach stellt der Hypnotiseur recht offene Fragen, und wenn er nach dem Trick greift, den Wesen indirekt ein paar Fragen zu stellen, erfolgt meist keine Antwort. Der Abschnitt mit der schwarzen Box ist hier beschrieben:
Z = Zack, H= Hypnotiseur
Z: Es ist ein Test. Es ist ein Werkzeug.
H: Öffne sie und erzähl mir, was du erlebst.
Z: Licht. Alles ist Licht.
Man sieht Bilder, Menschen, Bäume, Berge, Flüsse.
Tiere, Zahlen, Diagramme, Karten, Erinnerungen, Gesichter, Essen – eines nach dem anderen.
H: Was glaubst du, was diese Schachtel ist?
Z: Ich weiß es nicht.
H: Achte auf den Ausdruck der Wesen, während du in diese Schachtel blickst. Kommunizieren sie etwas an dich?
Z: Nein, sie schauen mich nur an.
H: Wie fühlt es sich an, diese Box zu halten?
Z: Wunderbar.
Glückseligkeit… Staunen…
schwierig… ängstlich…
glücklich… traurig… […]
H: Bitte die Wesen, dir etwas zu zeigen, das du sehen musst.
Z: Ein Haus. Es ist mein altes Haus aus meinem früheren Leben.
Weitere Beispiele
Die Schwarze Box ist eigentlich wie eine Art Mythos, über den ich bis jetzt nur einige wenige Male gestolpert bin. Als ich diesen Artikel geschrieben habe, konnte ich mich zwar noch dunkel an andere Beispiele erinnern, aber nicht mehr genau daran, wo sie mir begegnet sind. Also habe ich mich zu einem kleinen Experiment entschieden – Frag die KI.
Und ich war tatsächlich ziemlich baff, was sie mir dazu ausgespuckt hat – Besonders was die Theorien über die Schwarze Box betrifft. Das Ergebnis deckte sich eins zu eins mit meinen persönlichen Eindrücken, so dass ich den Text hier nur leicht verändert übernehmen werde.
Zuerst aber zwei Fallbeispiele, die ich mit Hilfe der KI finden konnte. Falls ich noch über weitere Berichte stolpere, werden sie im Laufe der Zeit hier ergänzt werden.
Karla Turner: „Taken“ (1994), Fall „Angie“
Hier wird ausdrücklich eine kleine schwarze Box beschrieben: Ein Wesen gibt Angie die Box und fordert sie auf, hineinzusehen. Daraufhin wird ihr Bewusstsein von Bildern überflutet – konkret von abstrakten Mustern in leuchtenden Farben.
Der Grey kündigt ihr an, dass sie in naher Zukunft die Gabe entwickeln würde, gedanklichen Kontakt zu anderen „Auserwählten“ aufzunehmen und Einfluss auf deren Geist zu nehmen. Daraufhin berührt er ihre Brust, und sie verliert augenblicklich das Bewusstsein.
Karla Turner: „Taken“ (1994), Fall „Beth“
Ein Wesen hält eine schwarze Box in seinen Händen und stellt sich während einer Prozedur hinter Beth. Obwohl sie das Geschehen nicht direkt beobachten konnte, stellt sich das unheimliche Empfinden ein, als würde ihr Schädel schmerzfrei geöffnet und ihr Gehirn herausgenommen. Nachdem sie sich wieder „vollständig zusammengesetzt“ fühlt, gießen die Wesen eine kalte Flüssigkeit über ihren Kopf.
Als der Vorgang abgeschlossen ist und die Wesen vor sie treten, erfasst Beth eine drastische innere Veränderung. Ihre bisherigen Gedanken scheinen wie ausgewechselt: Sie fühlt sich von einem neuartigen Verständnis für Gott und einer tiefen Verbundenheit mit der höchsten Quelle aller Existenz erfüllt.
Haupttheorien: Wozu dient die schwarze Box?
Text erzeugt durch KI, der aber meine vorläufigen Vermutungen wiederspiegelt:
In den Berichten von Forschern wie Budd Hopkins, Dr. David Jacobs oder Raymond Fowler taucht dieses Element nur gelegentlich auf, wird von den Betroffenen (Abductees) jedoch meist als extrem bedeutungsvoll beschrieben.
1. Typische Merkmale der Box in den Berichten
Erscheinungsbild: Sie wird meist als relativ klein beschrieben (in etwa so groß wie eine Schmuckschatulle, ein Buch oder eine Zigarrenkiste), hat eine glatte, matt- oder tiefschwarze Oberfläche und weist meist keine sichtbaren Scharniere, Nähte oder Tasten auf.
Die Interaktion: Die Wesen (häufig Greys, manchmal von einer höheren/gottesanbeterähnlichen Gestalt begleitet) halten die Box vor das Gesicht des Betroffenen oder reichen sie ihm. Oft wird dem Entführten signalisiert, er solle sie ansehen, berühren oder in Gedanken öffnen.
Der Inhalt:
In einigen Fällen „öffnet“ sich die Box nicht physisch, sondern projiziert Bilder direkt in den Geist der Person (3D-Hologramme von Katastrophen, planetaren Veränderungen oder spirituellen Symbolen).
In anderen Fällen liegt im Inneren ein leuchtendes Objekt (ein Kristall, eine kleine Lichtkugel oder ein organisches Etwas).
2. Haupttheorien: Wozu dient diese schwarze Box?
a) Mentaler Schlüssel / „Trigger-Device“
Eine verbreitete Theorie unter Forschern besagt, dass die Box als eine Art holografischer oder psychischer Speicher fungiert. Den Entführten wird darin eine Information oder Instruktion eingepflanzt, die tief im Unterbewusstsein verankert bleibt. Erst zu einem späteren Zeitpunkt – oder durch ein bestimmtes Signal im Leben der Person – soll dieses Wissen wie ein „Schläfer-Code“ aktiviert werden.
b) Emotionaler Test oder Empathie-Sonde
Manchmal berichten Betroffene, dass sie beim Blick in oder auf die Box von Wogen intensiver Emotionen überschüttet wurden (tiefe Trauer, Ehrfurcht, kosmische Verbundenheit oder pure Angst). Die Wesen scheinen dabei genau zu beobachten, wie das menschliche Nervensystem und das emotionale Spektrum auf diese Impulse reagieren – als werten sie eine Messung aus.
c) Das „Seelen-“ oder Essenz-Behältnis
In etwas esoterischeren oder transdimensionalen Ansätzen wird vermutet, dass die Box ein Werkzeug zur Extraktion oder Manipulation von „Lebensenergie“, Bewusstsein oder Erinnerungen ist. Betroffene haben gelegentlich das Gefühl, dass ein Teil ihres Selbst in der Box widergespiegelt oder darin „gespeichert“ wird.
Quellen:
- Zack Agee: Down The Grey Rabbit Hole. Kanal von Experiencer Interviews. Beitrag vom 07.04.2024.
- Praying Mantis Aliens. Zack Agee’s Bizarre Alien Abduction Memories! North Idaho Podcast Productions – Wise Media. Beitrag vom 25.10.2023.
- My Alien Abduction Hypno-Regression, Tape 1. Zack Agees Youtube-Kanal Project Contact. Veröffentlicht am 27.01.2026.
- Karla Turner: Taken: Inside the Alien-Human Abduction Agenda. Rose Printing Company, 1994.
Übersetzungen von mir.
Grafik: erzeugt mit künstlicher Intelligenz von Microsoft Bing