Beyond the Extraterrestrial Firewall (1) – Kindheitserfahrungen mit den Greys

Aliens und Künstler – The Moody Blues und das UFO schildert die UFO-Nahbegegnung und mögliche Entführung der bekannten Band in der Anfangszeit ihrer Karriere. Sie ist nur eine von vielen Geschichten, welche eine seltsam wechselseitige Beziehung zwischen dem Besucherphänomen und dem Hang zu kreativem Schaffen und Denken erkennen lassen. Der kanadische UFO-Forscher Grant Cameron widmete der paranormalen Seite der musikalischen Inspiration gar ein ganzes Buch mit etlichen Zitaten und Fallbeispielen (Tuned-In: The Paranormal World of Music). Er kannte die Geschichte der Moody Blues und war lange Zeit erfolglos auf der Suche nach den Mitgliedern einer Band, von der bis heute eine weitere Entführung überliefert ist.

Wie der „Zufall“ es so wollte, trat der Experiencer Steve Boucher auf der gleichen Tagung an die Öffentlichkeit, auf der Grant Cameron zu Gast war – und berichtete dort von dem Entführungserlebnis seiner damaligen Rock-Gruppe. Steve hat mittlerweile ein Buch über seine Erfahrungen geschrieben: Beyond the Extraterrestrial Firewall: An Experiencer’s point of view. Auf der Webseite https://experiencer.ca/ finden sich einige seiner Interviews. Steves Kunstwerke sind ebenfalls einen Blick wert. Auf der Anfangsseite prangt dem Leser der „Commander“ entgegen – eine Nachbildung jenes Wesens, das eine besondere Rolle in Steves Erlebnissen spielte. Er nennt diesen Grey „Rigel“ und hat versucht, das Emblem auf seinem blauen Overall so genau wie möglich nachzuzeichnen.

Eine nächtliche Autofahrt

Das Besucherphänomen ist so eine Sache für sich. Meist sind es die Geschichten anderer, die eine Flut von Erinnerungen auslösen und zu lange verschütteten Geschehnissen zurückführen. Der Grey auf dem Cover von Whitley Striebers Communion ist so ein vielzitierter „Trigger“. Warum das der Fall ist – darauf geben u.a. Steve Bouchers Erlebnisberichte eine Antwort (im hinteren Teil des Artikels).

Steves Tor zur Vergangenheit öffnete sich erst im Alter von 29 Jahren, als ihn etwas in einer Buchhandlung dazu verleitete, Budd Hopkins Missing Time zu kaufen. Während des Lesens wurde sein Geist mit Bildern aus seiner Kindheit geflutet, die von einer nächtlichen Heimfahrt mit seinem Vater stammten. Damals war Steve etwa vier Jahre alt und lag bei Autofahrten gerne auf der großen Ablage unter dem Heckfenster, um von dort aus den vorbeiziehenden Himmel zu betrachten. Ein helles weißes Licht erschien, senkte sich auf Höhe der Baumwipfel herab und glich seine Geschwindigkeit so an, dass es zunächst parallel zum Wagen flog. Dann schnellte es voraus und kam vor ihnen auf der Straße nieder. Interessanterweise konnte sich Steves Vater noch gut an jenes Ereignis erinnern, obwohl er es all die Jahre für einen sehr lebhaften Traum gehalten hatte, und war zudem in der Lage, noch einige Lücken in der Geschichte zu füllen. Steve schrieb an Budd Hopkins, ohne überhaupt mit einer Antwort zu rechnen, und wurde prompt nach New York eingeladen, wo ihm die Möglichkeit zu drei Hypnosesitzungen mit Aphrodite Clamar eröffnet wurde. Über einen Kontakt des kanadischen CUFORN ergab sich für ihn später die Chance, mehrere andere Kindheitserinnerungen genauer unter die Lupe zu nehmen, so dass sich ihm insgesamt ein klareres Bild seiner frühen Erlebnisse enthüllte.

Das Objekt erleuchtete die Straße und Bäume um sich herum so stark, dass es neben der Dunkelheit fast wie Tageslicht wirkte. Zwei Grey-Wesen schälten sich aus dem Licht heraus, blieben in einiger Entfernung vom Wagen stehen und starrten in ihre Richtung. Steves Vater schien diese Wesen bereits aus früheren Begegnungen zu kennen. Er wies Steve an, sich im Sitz herunter zu ducken und versteckt zu halten, dann stieg er aus dem Wagen und ging auf die Wesen zu. Doch der kleine Steve war viel zu neugierig und schlich ihm langsam hinterher. Er sah, wie sein Vater mit den Wesen sprach und sich so vor ihnen postiert hatte, dass er ihrem Blickfeld entging, und hinter seinem Rücken deutete er dem Jungen mit der Hand an, dass er schleunigst wieder zum Wagen zurückzukehren sollte. Die bewussten Erinnerungen des Vaters reichten etwa bis zu diesem Punkt zurück.

Daraufhin entspann sich eine recht drollige Szene. Der Grey bewegte ruckartig den Kopf zur Seite, um sich anzusehen, was sich da im Hintergrund abspielte:

„Und er sagte, ich konnte es in meinem Geist hören, ich konnte dieses Wesen sagen hören: „Du scheinst dir Sorgen um das Kind zu machen.“ Und mein Vater lachte, wenn er nervös war, hatte er dieses verlegene Lachen und sagte: „Oh ja“, sagte er, „das ist mein Junge.“ Und dann drehte er sich zu mir und sagte: „Ich habe dir gesagt, du sollst im Auto bleiben. Geh und steig wieder ins Auto.“ […] Und dann sagte das Wesen, das mit meinem Vater sprach: „Möchtest du, dass mein Crewmitglied ihn für dich zurückbringt?“ Und mein Vater sagte: „Oh nein, das ist schon in Ordnung, wir müssen sowieso gehen.“ Und so drehte sich das Wesen um und sah sein Crewmitglied an, und das Crewmitglied kam sofort herüber, nahm mich an der Hand und begann, mich zum Auto zurückzubringen. […] Jedenfalls stieg ich ein, und das Wesen stieg neben mir ein und setzte sich auf den Fahrersitz. Er schloss also die Tür und saß da und sah mich an. Und er fing an, mir Fragen zu stellen. Er sagte: „Wie funktioniert dieses Fahrzeug?“ Und ich sagte: „Nun, man drückt das eine Pedal dort auf dem Boden, um loszufahren, und man drückt das andere, um anzuhalten. Und er sagte: „Oh, ich verstehe“. Er hielt also das Lenkrad und sagte: „Was macht das da?“ Und ich sagte: „Nun, so bewegt man das Fahrzeug, man lenkt es in diese oder in die andere Richtung, je nachdem, wie man es dreht. Und er sagte: „Oh, ok.“ Und dann zeigte er auf das Radio auf dem Armaturenbrett, und ich schaute zufällig hoch und bemerkte, dass mein Vater und das andere Wesen nicht mehr da waren. […] Er hat mich ganz einfach beschäftigt und im Grunde genommen gebabysittet, während mein Vater mit dem anderen Wesen auf dem Schiff war.“

Aus kindlichen Augen hatte das Wesen für Steve nichts Erschreckendes an sich – ganz im Gegenteil. Ihm gefiel die Anwesenheit und das Interesse des Greys. Als sein Vater etwa zwanzig Minuten später aus dem Objekt geführt wurde, fragte er das Wesen sogar, ob es nicht noch ein wenig bleiben könne. Im Anschluss kam es zu einem jener amüsanten Ereignisse, die von der berühmt-berüchtigten Schrulligkeit der Grey-Wesen zeugen:

„Mein Vater stieg also ein und war ziemlich still. Und wir sahen zu, wie die beiden Wesen zurück in das untertassenförmige Schiff gingen, es war untertassenförmig. Es hob von der Straße ab und wir sahen zu, wie es sich hob und wie es abhob. Und dann startete mein Vater das Auto und wir fuhren nach Hause. Dann bemerkte ich etwas Ungewöhnliches, nämlich, dass dieses Schiff zurück zu kommen schien. Und es kam zurück und tat die gleiche Sache. Es kam vor uns auf der Straße nieder und zwang uns dazu, wieder anzuhalten. Und mein Vater, ich hörte, wie er leise murmelte: „Was zum Teufel wollen die denn jetzt?“ Und so kam das Wesen, ein Wesen, heraus, ging zum Auto rüber und mein Vater blieb diesmal im Auto, er stieg nicht aus. Das Wesen kam zum Fenster und gab meinem Vater ein Zeichen, das Fenster herunterzulassen, also kurbelte mein Vater das Fenster herunter und sagte: „Was ist los?“ Und das Wesen sagte: „Du hast das hier vergessen“, und es reichte ihm seine Brille. Daraufhin sagte mein Vater: „Oh, danke“ und er setzte seine Brille auf und dann ging das Wesen zum Schiff zurück und sie flogen wieder weg.“

Der Commander

Dieses Erlebnis bildete nicht das erste Aufeinandertreffen mit den Greys. Steves erste Erinnerung stammt aus dem Alter von etwa zweieinhalb bis drei Jahren. Seine Eltern bewohnten ein abgelegenes Haus und Steve erkundete das nähere Gelände gerne mit seinem Kinderbuggy. Er musste dabei aber im Sichtfeld des Hauses bleiben, weil seine Abenteuerlust in letzter Zeit für den Geschmack der Mutter etwas zu stark zugenommen hatte. Eines Tages rief ihn eine Stimme zu dem dicht bewachsenem Gestrüpp am Randes des Grundstücks, das er normalerweise nicht betreten sollte. Auf einer kleinen Lichtung dahinter befand sich ein untertassenförmiges Objekt, vor dem zwei Wesen in glänzenden Anzügen standen. Eines der Wesen hob Steve aus seinem Buggy. Sie brachten ihn an Bord und legten ihn auf eine Pritsche. Der Anführer verdrahtete einige Stellen seines Körpers, während das zweite Wesen auf genau dieselbe Weise verkabelt wurde. Steve wurde erklärt, dass sie damit gegenseitig Teil voneinander werden könnten. Diese Aussage rief in ihm Angst hervor, weil er die Worte rein bildlich verstand und keinen Teil von sich abgeben wollte. Ihm wurde versichert, dass es ihm nicht wehtun würde, und die Wesen behielten damit recht.

Als Steve kurz darauf von ihnen entlassen und wegen seiner Abwesenheit ausgeschimpft worden war, hörte er eine Stimme in seinem Kopf, die ihn ans Fenster des Hauses rief. Dort sah er das Objekt als helles Licht über den Himmel davonziehen, und es entspann sich eine kurze spielerische Unterhaltung. Als Steve fragte, warum er ihre Stimme hören könne, obwohl sie ja gar nicht mehr da seien, bekam er folgende Antwort: „Weil ich das sehen kann, was du siehst, und hören kann, was du hörst“ (Boucher, S. 49). Am Ende wurde ihm erklärt, dass sie bald wiederkommen würden, worauf Steve fragte, wie er sie dann erkennen könne. Daraufhin projizierte sich ein Bild des Commanders an die Zimmerwand, und es erschien das vertraute Wesen im glänzenden Anzug. Steve war nun vollends entzückt. Der Commander fügte hinzu, dass er jederzeit mit ihm sprechen könne, wenn er es denn wolle. Er müsste dazu nur an ihn denken, und er würde ihm antworten. Tatsächlich erinnert sich Steve gut an seine damaligen Unterhaltungen mit dem „Commander“. Was seine Eltern wahrscheinlich als imaginären Gefährten abgetan hätten, basierte möglicherweise auf dem Einsatz eines Implantats. Aufgeregt lief Steve zu seiner Mama, um ihr vom Commander zu erzählen, stolperte über den Staubsauger und schlug sich das Knie auf. Jetzt standen der Schmerz und die Tränen im Vordergrund, und das Gespräch mit dem seltsamen Mann rückte in weite Entfernung, irgendwo an die Ränder seines Bewusstseins.

Du erinnerst dich nicht mehr an mich

Kurze Zeit danach war die Stimme vestummt. Steves Eltern wohnten kurzzeitig in einem kleineren Haus, und eines Tages spazierte ein seltsamer Mann in einem glänzenden Anzug in Steves Zimmer. Der Mann hatte einen großen, grauen Kopf und große schwarze Augen. Er kannte Steve und sprach ihn mit seinem Namen an, aber Steve erkannte ihn nicht mehr und hielt ihn für eine Figur aus einem Kinderbuch. Der Mann eröffnete ihm, dass er der Commander sei, mit dem er sich früher in seinem Geist unterhalten hatte. Jetzt erst fiel es Steve wieder ein, und er fragte den Commander, warum er nicht mehr mit ihm über das „Radio“ sprechen könne, wie er es damals aus kindlicher Sicht bezeichnete (Boucher, S. 52). Der Commander sagte ihm, dass das Radio jetzt nicht mehr funktioniere und er es jetzt auch nicht mehr brauche. Dann ging er aus dem Zimmer und verschwand.

Die Quelle des Erinnerungsproblems wird in Steves Fall gut daran ersichtlich, dass die Greys am Ende eines Erlebnisses oft eine dementsprechende Anweisung aussprechen: „Du wirst vergessen, was du gerade erlebt hast“, etc. Irgendwann durchschaute Steve diese Strategie und behielt einen ausreichend kühlen Kopf, um sich ein mentales Kräftemessen mit einem der Greys zu liefern. Als das Wesen in seine Augen sah und das bekannte „Du wirst alles vergessen, was geschehen ist“ in seinem Kopf ertönte, hielt Steve dagegen und sagte, dass er es diesmal garantiert NICHT vergessen würde. Der Grey setzte seinen Versuch einfach fort, während Steve fest darauf beharrte, nichts zu vergessen, und so ging dieses Spiel hin und her. Allerdings hatte er die Gewitztheit des Wesens gehörig unterschätzt.

Um sie herum wuchs wilder Löwenzahn. Der Grey wandte sich nach unten und fragte: „Was ist das für eine Blume?“ Steve fiel auf dieses unschuldige Ablenkungsmanöver herein. Er richtete seine Aufmerksamkeit auf die Pflanze – und sah beim Aufschauen direkt in die Augen des Greys, der ihm den geistigen Befehl gab, zu vergessen. Diesmal funktionierte es. Steve ging an den Punkt zurück, wo das Erlebnis seinen Anfang genommen hatte, und das Erlebnis verblasste mit jedem seiner Schritte (Boucher, S. 54f). Irgendwann kam er mit seinem Spielkameraden aus der Trance und die losen Enden des Films schlossen sich in seinem Geist zusammen, was die Illusion einer zusammenhängenden Handlung ohne Unterbrechung erzeugte.

Ich habe selbst einmal Bekanntschaft mit einem geistigen Eins-zu Eins-Schlagabtausch gemacht. Es ist natürlich möglich, sich aus einem jener trancehaften Zustände zu befreien, indem man mehr an Bewusstheit gewinnt. Man kann dann beispielweise ein paar Schritte weglaufen etc. Hier war es ein Traum, der keiner war:

Ich „träumte“ eines Nachts von einer Kommunikation mit einem Grey, Er stand mir gegenüber und wollte, dass ich ruhig bleibe und weiterschlafe. Ich verstand jedoch, dass irgendwas nicht stimmte und bestand darauf, dass ich aufwachen und aus meinem Bett aufstehen würde. Er teilte mir schließlich mit, dass er mich daran hindern würde. Als ich dann tatsächlich aufwachte, hatte ich eine Hand in meinem Gesicht, die meinen Kopf runter in das Kissen drückte. Ich kämpfte gegen die Bewegungslosigkeit an und bewegte meinen Kopf ruckartig zur Seite, wodurch die Hand ihre Schwierigkeiten damit hatte, meinen Kopf weiterhin zu fixieren. Sie wurde plötzlich weggezogen. Es dauerte ein paar Sekunden und ich konnte die Finger und seine Handfläche genau spüren. Ich versteckte mich minutenlang unter der Bettdecke, bis ich nachzusehen wagte. Es war niemand mehr im Raum.

Quellen:
  • Boucher, Steve. Beyond the Extraterrestrial Firewall: An Experiencer’s Point of View. Itsallconnectedpublishing, 2020. Kindle-Version.
  • Alien Abductee Tells All Inside UFO, Secret Bases On Earth, and more. Übersetzungen von mir.

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