Teil 8: Love and Sex

Beitrag von: Bellatrix

Teil 8 der Buchbesprechung: „Talking to Extraterrestrials“ von Lisette Larkins

Zu Beginn des Kapitels „Love and Sex“ reflektiert Lisette über die Schwierigkeiten, welche das Entführungsphänomen für eine Partnerschaft bedeuten kann. Meistens ist auch der Partner des/der Betroffenen nicht selbst beteiligt und das erschwert die Angelegenheit enorm. Oft verschweigen Betroffene ihre Erlebnisse sogar vor dem eigenen Partner, weil sie Angst vor Ablehnung haben. Somit sehen sie sich oft gezwungen, nicht nur der Öffentlichkeit, sondern auch der eigenen Familie ein Theater vorzuspielen. Aus diesen Gedanken heraus stellte sich dann auch die Frage: Wie sieht das bei den Wesen aus? Gehen sie ähnliche Beziehungen wie wir Menschen ein und wie pflanzen sie sich fort?

L.L.: Empfindet ihr Liebe genauso wie wir Menschen das tun?

„Unter euch herrscht die Vorstellung, dass ein hochentwickeltes Wesen in einer Art Elfenbeinturm lebt, von dem es nur ab und zu heruntersteigt. Das ist aber eine Fehlannahme. […]

Auch wenn sich unser Leben von eurem in vielen Punkten unterscheidet, gibt es auch einige Gemeinsamkeiten. Wir lieben ebenfalls und wir gehen wie ihr [monogame] Partnerschaften ein.“


Es wird hier nicht direkt das Wort „monogam“ benutzt, aber es wird umschrieben, dass Partnerschaften immer nur mit einem Wesen in einer bestimmten Zeitspanne eingegangen werden. Also nicht so wie in einem Harem etc. , sondern eher so wie wir das in der westlichen Gesellschaft ebenfalls praktizieren. Allerdings wird betont, dass eine Partnerschaft nicht lebenslang aufrecht erhalten wird und dass es nicht wie in der menschlichen Gesellschaft als persönliche Kränkung empfunden wird, wenn man sich an einem gewissen Punkt anderweitig orientiert. Das hängt wohl auch an der längeren Lebensspanne dieser Wesen zusammen, die mit einigen hundert oder gar tausend Jahren angegeben wird. Wenn man bedenkt, dass es für die meisten menschlichen Beziehungen schon schwierig ist, ihre 40 oder 50 Jahre durchzuhalten, kann ich mir gut vorstellen, dass es arg stressig werden könnte, wenn man versucht, eine solche Beziehung über ein paar hundert Jahre aufrecht zu erhalten. Wahrscheinlich erreicht man irgendwann einen Punkt, wo man diese Vorstellung dann aufgibt und akzeptiert, dass sich Interessen etc. im Laufe des Lebens einfach ändern und man sich in verschiedene Richtungen entwickeln kann.

„Wenn wir lieben, machen wir uns kein Gedanken über den Zeitrahmen dieser Beziehung. […]

Es gibt eine Unzahl verschiedener Möglichkeiten, wie wir unser Leben führen können, die von den Interessen der Seele abhängig sind. Wie ihr euch denken könnt, haben wir die Vorstellung, dass Arbeit und Vergnügen zwei verschiedene Dinge sind, längst aufgegeben. Unsere Arbeit ist unser Vergnügen und unser Vergnügen ist unsere Arbeit.  […]

Auf diese Weise haben wir Depressionen und psychische Erkrankungen ausgemerzt, da wir nicht von unserem wahren Selbst abgetrennt sind. Wir haben unser wahres Selbst in unsere eigene Identität integriert. Obwohl sich das einfach anhört, ist das eine große Errungenschaft und unterscheidet sich grundsätzlich von eurem Lebensstil. In vielen Fällen ist  fast alles, was ihr seid, das Ergebnis von allem anderen, nur nicht das, was ihr auf der Ebene eurer Seele gewählt hättet. […] Wir versuchen nicht, jemand zu sein, der wir nicht sind, und wir projizieren das auch nicht auf unsere Kinder, Partner oder „Eltern“, indem wir von ihnen verlangen, anders zu sein als von ihrem Seelenplan beabsichtigt. […]

Wir entwickeln unsere eigenen kreativen Interessen, die sich mit der Zeit auch ändern können. Unsere Lebensspanne ist sehr viel länger als eure und in den meisten Fällen müssen wir nicht den Körper wechseln, um einen neuen Seelenplan zu verfolgen. Wir können den einen mit dem anderen verschmelzen. Eure Lebensspanne ist aus vielerlei Gründen stark verkürzt und wir finden es ironisch, dass ihr euch die meiste Zeit eures kurzen Lebens von einer Autorität diktieren lasst, seien das eure Eltern, eure Schulen, eure Kultur oder eure Regierung. Es ist kein Wunder, dass bei euch soviel Traurigkeit, Depression und Wut herrscht. […] Das erste, was wir unseren Kindern beibringen, ist auf ihre Seele zu hören. Auf diese Weise muss man dann sein Leben nicht außerhalb der eigenen Interessen verbringen.“

Im folgenden wird beschrieben, dass die Fortpflanzung bei den Wesen stark reglementiert ist, d.h. es gibt keine „Unfälle“ wie es bei der Menschheit so häufig der Fall ist. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Verantwortung für die Nachkommen nicht allein bei den biologischen Eltern liegt, sondern bei der gesamten Gemeinschaft.

„Es gibt viele Diskussionen, an welchen viele beteiligt sind, bevor ein Nachkomme gezeugt wird. Die Gesellschaft selbst betrachtet das Kind als ihr eigenes und wird in diese Diskussionen mit einbezogen. […] Die Zeugung eines Kindes wird nicht als das alleinige Recht eines Individuums oder Paares betrachtet, sondern es ist auf vielen Ebenen eine Gruppenentscheidung, da sich die gesamte Gruppe für das Wohlergehen des Kindes verantwortlich fühlt. Aus diesem Grund gibt es keine spontanen Geburten aus emotionalen oder finanziellen Gründen. […] Nur den von der Gruppe als am qualifiziertesten Ausgewählten ist es erlaubt, sich genetisch fortzupflanzen.“

 So eine Geburtenkontrolle müsste man bei der Menschheit auch einführen. Besonders weil hier in vielen Fällen die Anzahl der Kinder umgekehrt proportional zur Qualifikation der Eltern zu sein scheint…
Was den Zeugungsakt selbst anbelangt, gibt es wohl erhebliche Unterschiede im Vergleich zur menschlichen Variante. Auch bei den Wesen gibt es männlich und weiblich, jedoch besitzen sie keine Geschlechtsorgane wie wir sie als solche definieren würden. Die Vereinigung findet wohl in erster Linie auf energetischer Ebene statt.

„Durch den Austausch einer Art Hochspannungsenergie zwischen dem Paar wird ein elektromagnetischer Spannungsstoß erzeugt. Dieser Spannungsstoß – unsere Version des Samens – erzeugt einen Nachkommen, zusammen mit der Vereinigung einer spirituelle und emotionalen Verbindung, sowie diesem physischen Energieaustausch.“

 Diese Beschreibung erinnert mich irgendwie an die Schwimmbadszene im Film „Cocoon“  :-?

„Aus dieser Verbindung von Energien geht eine physische Manifestation hervor. Diese physische Ablagerung (energetischer „Samen“) ist ein Ergebnis magnetischer und elektrochemischer Verbindungen, die zu einer chemischen Reaktion führen. Diese chemische Reaktion erzeugt den Embryo. Dieser Austausch ist auch mit körperlicher Lust verbunden und die aus diesem Energiestoß resultierende Materie bildet die frühen Stadien des Embryos.“

 Der Embryo selbst entwickelt sich dann allerdings in einer in vitro Umgebung weiter.

„Wir haben keine Geschlechtsorgane mehr, weil wir uns zu einem Punkt hin entwickelt haben, an dem wir uns dazu entschieden haben, unsere Nachkommen aus einer ganzheitlicheren Vereinigung aus Körper, Geist und Seele zu zeugen und nicht nur ausschließlich vom Körper, obwohl auch eine physische Vereinigung aus einer Verbindung in Liebe erfolgen kann. Aber mit der Zeit haben wir für einen anderen Weg der Zeugung entschieden. Dieser Unterschied ist das Ergebnis aller möglichen sexuellen Fehlfunktionen und einseitiger körperlicher Betonung. Als wir uns zu dem Punkt hin entwickelt hatten, an dem wir beschlossen hatten, unsere Kinder aus einer neuen Basis heraus zu zeugen, haben wir uns dazu entschieden, dies aus der spirituellen Verbindung zweier Wesen, ihrer emotionalen und geistigen Einheit heraus, sowie der elektrischen Ladung zu tun, die sie aus ihren physischen Energien erzeugen. Diese physischen Energien werden durch die spirituelle und emotionale Verbindung ermöglicht. Alle drei sind verbunden und voneinander abhängig.“

 

Nach diesem Ausflug in die außerirdische Sexualkunde, widmet sich der Rest des Kapitels wieder dem aufgespaltenen Bewusstsein des Menschen und betont erneut wie wichtig es ist, diese abgetrennten Teile zu einer Einheit zusammenzuführen. Der Mensch neigt dazu, ihm unangenehme Persönlichkeitsaspekte zu verdrängen, was ihn noch weiter in die „Bewusstseinsisolation“ treibt. Stattdessen sollte er versuchen, diese Aspekte zu erkennen, anzunehmen und in sein Selbst zu integrieren. In der Magie wird dieser Prozess als Schattenarbeit bezeichnet. Ein geheiltes Bewusstsein scheint auch der Schlüssel zu Lebensverlängerung und Gesundheit zu sein.

L.L.: Es gibt so viele verschiedene Gebiete, an denen wir arbeiten. Wir wollen Liebe, Glück, und eine perfekte Gesundheit. Könnt ihr uns bitte ein Heilmittel für Krebs geben?

„Die Antwort auf diese Frage ist so simpel, dass sie sogar von dir abgelehnt werden wird.

L.L.: Gebt sie mir trotzdem.

„Bewusstsein heilt Krebs. Drei Worte.

L.L.: Das hört sich allzu einfach an. […] Die meisten Leute würden um eine chemische Formel oder eine magische Pille bitten, welche die Heilung hervorruft und nicht nach Bewusstsein fragen.

„Und trotzdem, wenn ihr alle intellektuellen und finanziellen Investitionen und die Energie in die Frage „Wie können wir das Bewusstsein auf individueller und kollektiver Ebene erheben?“ stecken würdet, würde sich das Rätsel von selbst lösen. In gewisser Weise ist es ironisch, dass das Bewusstsein, von dem die Frage ja stammt, die wahre Antwort nicht hören kann. Viele können es aber offensichtlich doch, weshalb viele von euch Krebs hatten und ihn überwinden konnten. Manchmal scheint es so, dass ein bestimmtes „Verfahren“ den Krebs „geheilt“ hat. Glaubt ihr, dass ein „Verfahren“ irgendetwas heilt? Sogar Vitamine „wirken“ nur, weil ihr fest daran glaubt, dass sie es tun. […]

Es gibt biochemische und elektromagnetische Verfahren, die bestimmte biologische und biochemische Funktionen stark verbessern können, aber trotzdem erfordert der Erfolg solcher Behandlungen ein gewisses Bewusstsein jenseits dessen, was die Masse als vorrangig akzeptiert. […] Das ist jetzt offensichtlich nichts Neues, aber das Heilmittel für Krebs ist identisch mit dem Heilmittel für Schlafwandeln. Wacht auf und ihr werdet geheilt.“

Mittlerweile dring ja auch schon bei uns langsam aber sicher durch, dass Krankheiten nicht allein aus physischer Sicht betrachtet werden sollten, sondern aus ganzheitlicher Sicht behandelt werden müssen. Für die Chinesen und viele Naturvölker ist das nichts Neues, aber für die westliche Zivilisation ist die psychologische Komponente der Krankheitsentstehung und – heilung noch Neuland.
Gerade bei Krebs gibt es auch hier die Theorie, dass dieser eine Art Selbstmord des Körpers bei Leuten ist, die innerlich leer sind und den eigentlichen Sinn des Lebens vergessen haben.

Ein Beispiel in dem Buch fand ich besonders treffend, was menschliche Verhaltensweisen anbelangt. In einer Partnerschaft neigt man oft dazu, sich besonders an den vermeintlich negativen Aspekten des Partners zu stören und ihm das dann vorzuwerfen oder ihn dazu zu drängen, das zu ändern. Dabei erreicht man damit das genaue Gegenteil:
„Liebe und Beziehungen können heilen, wenn man sich gegenseitig hilft, diese Aspekte zu erkennen, um sie dann zusammen zu heilen, anstatt sie sich gegenseitig vorzuwerfen. Gewöhnlich geschieht aber das genaue Gegenteil, wenn man schon einige Zeit in einer Beziehung verbracht hat. Zwei Menschen beobachten gegenseitig ihre „ungeheilten“ Aspekte sehr genau und heben sie in einer strafenden Art und Weise hervor. Es ist offensichtlich, dass dies nicht nur keine Heilung hervorruft, sondern es treibt den „ungeheilten“ Aspekt noch weiter in sein Versteck.“

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